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Paul Clifford

Edward Bulwer-Lytton: Paul Clifford - Kapitel 2
Quellenangabe
typefiction
authorEdward Bulwer
titlePaul Clifford
publisherJ. B. Metzler'schen Buchhandlung
volumeFünftes Bändchen
printrun Zweite Auflage
year1836
translatorGustav Pfizer
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20061009
projectid8d0bca42
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Vierundzwanzigstes Kapitel.

Kellner. Wer sind diese da?

Freisasse. Und von welcher Art – zu was nütze?

Latroch. Was meint Ihr?

Die Tragödie von Rollo.

Frau Hurtig. Er ist in Arthurs Schoos, wenn jemals Einer
in Arthurs Schooß gekommen ist.

Heinrich V.

Der Verlauf unserer Erzählung führt uns jetzt zu William Brandon zurück. Die beabsichtigten Beförderungen waren ins Werk gesetzt worden, und zur Ueberraschung des Publikums hatte der beneidete Rechtsanwalt der Herabwürdigung durch die Ritterwürde sich unterzogen, und eben zu der Zeit, da wir zu ihm zurückkehren, seine mühevollen Geschäfte gegen das heitere Ehrenamt des Richterstuhls vertauscht. Der Verdruß, den dieser verschmitzte und strebende Planmacher sonst gewiß bei einer Erhöhung empfunden haben würde, welche weit unter seinen wohlberechtigten Erwartungen stand, wurde ganz durch die von der Regierung ihm vorgehaltnen Hoffnungen auf eine baldige Beförderung zu einem glänzenden Posten aufgewogen; und man flüsterte im Kreise derjenigen, welche solche Ereignisse wohl vorhersehen können: Sir William Brandon dürfe sogar seine Blicke zur Stelle eines Oberrichters und Peers kecklich erheben, und sogar der Wollsack sey ein nicht zu hoher Platz für die Hoffnungen eines Mannes von solchem Einfluß, solchen Fähigkeiten; und die Demokraten setzten hinzu: von so schmiegsamen Grundsätzen. Gerade in diesem Zeitpunkt schien auch das schreckliche Uebel, dessen Angriffe Brandon so eifersüchtig als nur möglich vor der Welt geheim zu halten suchte, der Geschicklichkeit eines neuen Arztes zu weichen; und durch Anwendung von Mitteln, welcher sich zu bedienen ein minder fester und entschloßner Mann gezittert hätte, (so gewaltsamer und meist gefährlicher Art waren sie,) gieng er aus dem Zustand einer fast unerträglichen Qual in ein wahres Elysium von Ruhe und Behaglichkeit über; vielleicht jedoch zerrütteten auch die Mittel, die ihm Besserung verschafften, zugleich seine Constitution, und es war bemerkenswerth, daß in zwei Fällen, wo der Arzt durch dieselben Mittel einen ähnlichen Erfolg bewirkt hatte, die Patienten plötzlich starben eben in dem Zeitpunkt, wo ihre Heilung gänzlich beendigt schien. Sir William Brandon jedoch schien wenig auf diese Gefahr zu achten. Sein Wesen wurde heiterer und sogar milder, als es je zuvor gewesen; sein Gang bekam eine gewiße Leichtigkeit, Auge und Stimme einen fröhlicheren Ausdruck, – dieß alles bezeichnete einen Mann, dem plötzlich eine schwere Bürde abgenommen wurde, und der nicht mehr durch die niederdrückende Last eines körperlichen Leidens abgehalten wurde, sich kühnen Hoffnungen hinzugeben. Er war immer in Gesellschaft artig gewesen; aber jetzt verrieth seine Höflichkeit weniger Absichtliches; sie nahm einen herzlicheren Ton an. Noch eine Veränderung ließ sich an ihm beobachten und dieß war gerade das Gegentheil von dem, was man hätte erwarten sollen. Obgleich ein Verächter von Prunk und Glanz und viel zu herb um üppig zu seyn, war er doch ein viel zu erfahrener und berechnender Kenner der Schwächen anderer Menschen, als daß er nicht während seiner öffentlichen Laufbahn eine stattliche Haushaltung und eine gastliche Tafel hätte unterhalten sollen. Der Beruf, den er erwählt, verlangt vielleicht weniger als andere, eine Unterstützung durch Aeußerlichkeiten; aber Brandon hatte darnach gestrebt, eben sowohl im Parlament als vor den Gerichtsschranken für einflußreich zu gelten; und obgleich sein Haus in einem ganz seinem Beruf entsprechenden Stadtviertel lag, war er doch gewohnt, um seinen gastlichen Tisch alle Männer seiner politischen Partei, die durch Rang oder Talent hervorragten, zu versammeln. Aber gerade jetzt, da Gastlichkeit und ein gewisser größerer Aufwand seiner Stellung mehr geziemte, wurde er in seiner Haushaltung genauer und eingezogener. Brandon konnte unmöglich ein Geizhals geworden seyn: Geld konnte für einen so gründlich klugen Mann wie er, nie aus einem Mittel zum Zweck geworden seyn; aber er hatte offenbar, aus welchem Grund es nun seyn mochte, den Vorsatz gefaßt zu sparen. Einige erklärten es für eine Folge wiederkehrender Gesundheit und der Hoffnung auf ein längeres Leben, in welchem mancherlei Fälle vorkommen können, die ein Vermögen wünschenswerth machen. Aber als man zufällig erfuhr, Brandon habe einige Nachfragen wegen eines großen Gutes in der Nähe von Warlock thun lassen, das früher im Besitz seiner Familie gewesen: da waren die Klatschmäuler, (denn Brandon war ein Mann, von dem sich wohl klatschen ließ,) nicht mehr in Verlegenheit um einen wahren oder falschen Beweggrund für die Sparsamkeit des Richters.

Bald nach seiner Erhebung auf die Richterbank, und noch ehe die Spuren dieser Veränderung kund geworden waren, wurde der sonderbare Lumpenkerl, dessen wir oben erwähnten, wie er von Herr Swoppem zu einem Privatgespräch bei Brandon eingeführt worden, wieder bei dem Richter vorgelassen.

»Nun« sagte Brandon ungeduldig, sobald die Thüre verschlossen war, »Eure Neuigkeiten?«

»Ha nun, Ihr Ehr'n« sagte der Mann in einiger Verlegenheit und drillte in der Hand Etwas herum, das die Stelle eines Hutes vertrat, »ich mein' ich werd' bald im Stand seyn, Eur' Ehr'n zufrieden zu stellen.« Dann näherte er sich dem Richter, nahm eine wichtigthuende Miene an und flüsterte:

»s ischt wie ich mir's dachde!«

»Mein Gott!« rief Brandon mit Heftigkeit. »Er lebt also? Und wo?«

»Ich glaube,« antwortete der anscheinende Vertraute von Sir William Brandon, »daß er noch lebt, und wenn er noch lebt, so will ich meine Knochen in einem Glaskaschden aufstellen lassen, wenn ich ihn nicht aufstöbern thue; aber anzeigen, wo er jetzt eben in diesem Augenblick isch – zerschmeißt mich, wenn ich das im Stand bin!«

»Ist er im Lande?« sagte Brandon, »oder glaubt Ihr, er sey ins Ausland gegangen?«

»Nu, viel vom Einen und nicht wenig vom Andern!« sagte der wohlredende Vertraute.

»Wie? sprecht gerade heraus, Mensch! was meint Ihr?«

»Nun, ich mein' eben, Ihr Ehren, daß ich nicht sagen kann, wo er ischt.«

»Und das,« sagte Brandon mit einem halberstickten Fluche, »das sind Eure gerühmten Neuigkeiten, das? Hund, verdammter, verdammter Hund, wenn Ihr mich für Narren halten, mit mir ein falsches Spiel treiben wollt, laß' ich Euch hängen – beim lebendigen Gott, das laß ich!

Der Mann fuhr unwillkührlich vor Brandons drohender Stirne und rollenden Augen zurück; aber mit der dem niedrigen Laster eigenthümlichen lauernden List antwortete er, obwohl in demüthigerem Tone:

»Und was soll das Eu'r Ehren nutzen? Wenn Sie mich so massakriren lassen, werden S' dann ihn auf die Spur kommen?«

Nie gab es ein Hinderniß in der Grammatik, das eine tüchtige Wahrheit nicht durchbrach; und Brandon sagte, nach einer verdrießlichen Pause, mit milderem Ton: »Ich wollte Euch nicht Angst machen; denkt nicht mehr an das was ich Euch sagte; aber Ihr könnt doch mit Sicherheit errathen, wo er ist, oder welche Lebensart er führt, – vielleicht« – und eine plötzliche Blässe überflog Brandons schwärzliches Angesicht: »vielleicht hat er sich in eine unehrliche Lebensweise gestürzt, um sich das Leben zu fristen?«

Der Befragte erwiederte mit großer Unbefangenheit: »so etwas sey gar nicht unmöglich!« und Brandon ging zu einer Reihe von scheinbar gleichgültigen, aber künstlichen Kreuz- und Querfragen über, welchen zu entgehen den Menschen entweder seine Unwissenheit oder seine List in Stand setzte. Nach einiger Zeit gab Brandon, getäuscht und unbefriedigt, das ihm so geläufige Geschäft auf, gab dem Mann viele wohlausgedachte, in's Kleinste gehende Anweisungen nebst einem sehr freigebigen Geschenk und sah sich dann genöthigt, seinen räthselhaften Besuch zu entlassen und sich mit der betheuerten Versicherung zu begnügen: daß wenn der Gegenstand seiner Nachforschungen nicht bereits zum Teufel gegangen sey, der sonderbare Ehrenmann, der sich mit dessen Aufspürung befaßt hatte, ihn gewiß früher oder später dem Richter liefern wolle.

Diese Versicherung nebst dem vorangegangenen Gespräch flößten Sir William Brandon wirklich ein Gefühl wie Zufriedenheit ein; doch hatte es eine beträchtliche Beimischung von Unlust.

»Ich sehe nicht ab,« dachte er, indem er, allein gelassen, seine Betrachtungen abschloß, »ich sehe nicht ab, was ich sonst thun kann. Da es scheint, daß der Knabe nicht einmal einen Namen hatte, als er allein aus dem nichtswürdigen Neste sich fortmachte, so fürchte ich, eine öffentliche Anzeige würde nur wenig Wahrscheinlichkeit gewähren, ihn auch nur kenntlich zu schildern, geschweige ihn aufzufinden nach einer so langen Abwesenheit. Zudem könnte mich dieß Betrügern preis geben und aller Wahrscheinlichkeit nach hat er entweder das Land verlassen, oder eine Lebensweise ergriffen, die ihm die Lust, sich zu entdecken, benehmen würde!« Dieser Gedanke versenkte den einsamen Sprecher in ein düsteres Nachsinnen, das einige Minuten währte und aus dem er mit dem lauten Ausruf auffuhr:

»Ja, ja! Ich darf es glauben, es hoffen! – Jetzt auf's Ministerium und die Peerschaft los!« Und von dieser Zeit an schlug Sir William Brandons Ehrgeiz immer festere und weitergreifende Wurzeln in seiner Seele.

Wir beklagen sehr, daß der Verlauf unserer Geschichte uns jetzt nöthigt, eines Ereignisses zu gedenken, welches zu erzählen wir uns gerne die Unlust erspart hätten. Der gute alte Squire vom Warlocker Herrenhaus hatte nach seiner Rückkehr von Bath kaum seine Heimath erreicht, als William Brandon folgenden Brief von seines Bruders ergrautem Kellermeister erhielt:

»Hochgeehrter Sirr!

»Uebersende Folgendes mit möglichster Eile, obwoll mit schwehrem Herzen, um Dero in Bekanntschaft zu setsen von der blötzlichen (und wie seine guthen Freunde und Anteilnehmende Perschonen fürchten, als zu welch letztgenannten sicherlich alle gehöhren, die ihn kennen) gefeerlichen Kranckheit des Squiren.Der Leser, der ohne Zweifel schon die Beobachtung gemacht hat, wie langjährige Diener sich etwas vom Ton ihrer Herren aneignen, wird bemerken, daß der ehrliche John Sampson vom Squire die Gewohnheit der ineinandergeschachtelten Sätze angenommen. Er ward von der Kranckheith angewendet, der guthe arme Herr (Gott schuf nie keinen Besseren, nehmen mir's Ihr Ehren nicht für übel!) im Augenblick wo er den Fuus in seine eigne Halle setzte, und was seither wie ein Mühlstein mir auf der Seele gelegen, ist, daß er, statt zu sagen: Wie stehts und geht's Sampson? wie er sonst pflegte, wenn er von fremden Orten wieder heimkam, als da sind Bath, Lonn'n und dergleichen, dießmal sagte: Gott segne dich, Sampson! und ich meine jetzt immer ungefähr, das werden seine letzten Worte gewesen seyn; denn er hat seitdem nicht mehr gesprochen, ohneracht daß Miß Lucie unabläßig an seinem Bette ist. Sie, die gute arme Seele läßt sich gar nichts anmerken von Lamentiren und solchem Weiberwesen, sieht aber demohnerachtet auf und nieder wie eine Leiche aus. Ich schicke Tom, den Postillion mit dieser Expresse, wissende, daß er seinen guthen Gallopp reitet und vor noch nicht sechzehn Jahren bei einem Rennen einen Preis davongetragen hat. Hoffende daß Ihr Ehren ohne Zeitverlust in dieß Haus der Trauer eilen werden,

verharre ich, mit aller Hochachtung
Euer Ehren unterthäniger, dienstwilliger Diener

John Sampson.«

Sir William Brandon nahm sich nicht Zeit, diesen Brief zweimal zu lesen, um den Sinn desselben zu enträthseln, eh' er einem seiner Amtsbrüder schrieb und ihn ersuchte, während seiner unumgänglich nothwendigen Abwesenheit aus der traurigen Veranlassung von seines Bruders zu befürchtendem Tode, seine Stelle einzunehmen; und dieß gethan, reiste er sogleich nach Warlock. Ihm selbst unerklärlich war das Gefühl, nahe an wirklichen Kummer gränzend, das der weltlich gesinnte Advokat bei der Aussicht empfand, seinen harmlosen und von allem Ehrgeitz freien Bruder zu verlieren. Sey es nun, daß unruhige und ehrgeizige Gemüther, welche sich für ihre wankelmüthige Zärtlichkeit ihnen selbst gerade entgegengesetzte Charakter aussuchen, beim Verlust der Gesellschaft solcher ruhiger, reiner Seelen, die nie ihren eignen unebnen Pfad durchkreuzt haben, ein Gefühl haben, als ob sie eine Art von Rettungshafen für ihre eignen rastlosen Gedanken und sturmgepeitschten Plane verlören: sey dem wie ihm wolle, gewiß ist, daß als William Brandon vor seines Bruders Thor ankam und von dem alten Schenken, der ihn, zum erstenmal niedergeschlagen, begrüßte, erfuhr, der Squire habe den Geist aufgegeben, seine starre Natur ihm auf einmal versagte und er die Erschütterung mit einer vielleicht lebhafteren Heftigkeit empfand, als selbst ein wohlwollenderes und zärtlicheres Herz sie empfunden hätte.

Sobald er wieder seiner Gemüthsbewegung Meister geworden, erkundigte sich Sir William nach seiner Nichte und als er erfuhr, nach einem unausgesetzten Wachen während der ganzen kurzen Krankheit des Squire sey bei seinem Tode ihre Natur unterlegen und man habe sie bewußtlos von seinem Zimmer in das ihrige gebracht: gieng Brandon mit Schritten, die von seinem sonstigen stattlichen Gang gar sehr verschieden waren, in das Zimmer, wo sein Bruder lag. Es war eines der ältesten Gemächer im Hause und noch zeichnete Viel von dem alten Glanze, der dem Herrenhaus eigen war, eh mit dem Vermögen seiner aufeinander folgenden Besitzer auch seine Herrlichkeit sich verminderte, dieses Zimmer aus. Der ungeheure Kaminsims, der zu der geschnitzten Decke in grotesken Pilastern emporstieg und Getäfel vom schwärzesten Eichenholz, in der Mitte die vermählten Wappen von Brandon und Saville angebracht, die panellirten Wände von demselben dunkeln Getäfel – der Schrank von Ebenholz, die Stühle mit hohen Lehnen und Polstern von Teppichen – das erhabne Bett mit seinen Paradekissen und Behängen von karmoisinrother Seide, die, so solid war der Stoff und so hervorstehend die Blumen, eher erhabener Arbeit als gewirkter glich, – alles vereinigte sich mit der Gestalt des Zimmers, ihm das Ansehen feudal-alterthümlicher Feierlichkeit zu geben, die vielleicht zum Uebrigen des Hauses nicht paßte, aber ganz wie gemacht war, einen düstern Schmerz in die Brust des weltlichgesinnten, stolzen Mannes zu werfen, der jetzt in die Todtenkammer seines Bruders trat.

Schweigend entfernte Brandon die Leichenwächter und schweigend setzte er sich neben dem Bette nieder und betrachtete lang und gedankenvoll das ruhige, friedliche Antlitz des Todten. Es ist schwer zu errathen, was in ihm vorgieng, während er allein in dem Zimmer blieb. Das Gemach selbst hätte er, auch zu einer andern Zeit, nicht ohne eine geheime Bewegung ansehen können. Es war dasjenige, worin er als Knabe gewöhnlich geschlafen hatte; und jetzt, da er ein Mann voll von Planen und Bestrebungen war, reichte der bloße Anblick dieses Zimmers hin, all die Hoffnungen und Träume, die unruhigen Entwürfe und fieberhaften Wünsche ihm in die Seele zurück zu rufen, die ihm jetzt das beneidete Los anerkannter Berühmtheit und zerrütteter Gesundheit verschafft hatten. Es muß etwas Peinliches in der Zusammenstellung dieser lebendigen Erinnerungen mit der Veranlassung, welche ihn in dieß Gemach führte, gewesen seyn; und es war etwas Freundliches in der Miene des Todten, das kräftiger an das Herz des Lebenden sprach, als William Brandon je zu gestehen geneigt seyn mochte. Länger als eine Stunde hatte er in dem Zimmer zugebracht und der Abend warf schon tiefe Schatten durch die schmalen Scheiben des halbgeschlossenen Fensters, als Brandon durch ein leichtes Geräusch aufgeschreckt wurde. Er sah auf und erblickte sich gegenüber Lucien. Sie sah ihn nicht, aber sie warf sich über das Bette, nahm die kalte Hand des Erblichenen und brach nach langem Schweigen in einen Strom von leidenschaftlichen Thränen aus.

»Mein Vater!« schluchzte sie, »mein zärtlicher guter Vater! wer wird mich jetzt lieben?«

»Ich!« sagte Brandon, tief ergriffen, und um das Bett herumgehend schloß er die Nichte in seine Arme; »ich will dein Vater seyn, und du – die letzte unsres Stammes – sollst mir Tochter seyn!«

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