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Gutenberg > Edward Bulwer-Lytton >

Paul Clifford

Edward Bulwer-Lytton: Paul Clifford - Kapitel 1
Quellenangabe
typefiction
authorEdward Bulwer
titlePaul Clifford
publisherJ. B. Metzler'schen Buchhandlung
volumeErstes Bändchen
year1836
translatorGustav Pfizer
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20061009
projectidc716417b
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Viele Eurer Lordschaften müßen sich noch erinnern, was vor einigen Jahren auf den Landstraßen in der Umgegend dieser Hauptstadt vorzukommen pflegte. Kaum konnte ein Wagen ungeplündert durchkommen, und oft sahen sich die Reisenden genöthigt, mit den Highwaymen, welche die Straßen beunruhigten, zu fechten und ihnen Treffen zu liefern.

Rede des Herzogs Wellington über die Bill, die Polizei der Hauptstadt betreffend, 5. Juni 1829.

Kann Jemand im Zweifel seyn, ob es besser sey, ein großer Staatsmann zu seyn oder ein gemeiner Dieb?

Jonathan Wild.

Vorrede zur zweiten Ausgabe.

Ward je die Critik zur Wissenschaft erhoben? wird sie es je werden? Perron pflegte zu sagen: er ziehe Ein Blatt von Quintus Curtius dreißig Blättern von Tacitus vor; ja er behauptete sogar: er habe nie einen Mann von Verstand den Tacitus rühmen gehört. Heut zu Tage würden die Leute diese Autorität durch den Ausspruch niederschlagen: Perron sey ein Narr; aber damals waren die Leute noch nicht so vorlaut. Perron war keineswegs ein Narr; er war ein sehr gescheiter Mann, und ein großer Gelehrter. Jedermann hegt, jeder Critiker entwikelt individuelle Ansichten, die, der Himmel allein weiß, wie? sich gebildet haben, und diese spricht man, wenn keine Parteilichkeit mit ins Spiel kommt, nicht nach den Grundsäzen der Wissenschaft, sondern nach der Laune des Augenbliks aus; derselbe, der dich vor dem Essen würde getadelt haben, rühmt dich nach dem Essen; und, wie ein großer Beurtheiler einmal unbefangen bemerkte: »Niemand sagt in der Critik, so wenig als in Briefen, genau Das, was er zu sagen beabsichtigte.« Dieses genau ist ein fürchterliches Wort; es ist oft die einzige Grenzscheide zwischen Schmeichelei und Verdammung. Man hat mir gesagt: der erste Theil dieses Buches sey plump, unverständlich und gemein; sey weit schlechter als die andern; es kann seyn, aber meine Meinung ist Dieß nicht. Im Gegentheil, ich glaube, diesen Theil wird man mit dem meisten Vergnügen zweimal lesen, aus diesem wird man, in einigen Jahren, die häufigsten Anspielungen hören, und die vorkommenden Gedanken am meisten ausziehen. In einigen Jahren! Ist dieß ein keker Ausspruch? Die Antwort kommt weder meinen Critikern noch mir zu. Die Fragen, welche man der Zeit vorlegt, kann auch nur die Zeit lösen. Eine schwache Voraussetzung, eine der in dieser Erzählung auftretenden Personen betreffend, ist unziemlicher Weise von nicht weniger als drei periodischen Blättern zuversichtlich ausgesprochen worden. In allen wurde irgend ein bestimmter Mann als das Original zu Peter Mac Grawler bezeichnet. Ich erlaube mir zu erklären, daß kein einziger von allen mir eine so ergiebige Fundgrube abzugeben schien, um daraus die vollständige Charakterzeichnung eines so glanzvollen Mannes zu entnehmen. Alle die genannten, ich gebe es zu, lieferten Beiträge. Aber Mac Grawler wurde nach den Regeln des Apelles geformt, und die Attribute von Vielen vereinigten sich zur Hervorbringung dieses Ideals.

Einige Zusäze und eine gelegentliche Auslassung wird man bei diesem Abdruk von Paul Clifford finden. So konnte ich namentlich die Gelegenheit einer Leichenrede zu Ehren des Gentleman George nicht hinauslassen, und das Werkchen, das diesem Buche angehängt ist, die Urne mit den Weisheits-Reliquien von Augustus Tomlinson, wird ohne Zweifel mit der Verehrung betrachtet werden, die es verdient.

Bis wir uns wieder begegnen, Leser, lebwohl! Diese Vorrede zeigt mein Verlangen, Dir meinen freundlichen Gruß zu bieten. Wenn Du mein Buch zuvor schon gelesen hast: schlag es wieder auf; alle meine Werke sind nach einem Grundsaz gearbeitet: zweimal gelesen zu werden.

16. August 1830.

Der Verfasser.

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