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Oliver Twist

Charles Dickens: Oliver Twist - Kapitel 39
Quellenangabe
authorCharles Dickens
titleOliver Twist
publisherDeutsche Buchgemeinschaft
year1946
translatorCarl Kolb/Carl Hartz
senderhille@abc.de
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorKarin Kaufmann
created1998022
modified20170815
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Achtunddreißigstes Kapitel

Berichtet, was sich zwischen dem Ehepaar Bumble und Monks bei ihrer nächtlichen Zusammenkunft zutrug.

 

Es war ein schwüler, dumpfer Sommerabend. Die dunklen Wolken, welche den ganzen Tag über mit Regen gedroht hatten, ließen einige Tropfen fallen und schienen ein schweres Gewitter zu verkünden. Herr und Frau Bumble kamen die Hauptstraße hinunter und bogen in eine Seitengasse, die auf einige halbverfallene Häuser am Flußufer führte. Beide waren in schäbige Mäntel gehüllt, die nicht nur den Zweck hatten, sie gegen den Regen zu schützen, sondern auch um sie unkenntlich zu machen. Herr Bumble trug eine Laterne, deren Licht aber noch nicht brannte, und ging voraus. Er bahnte dadurch mit seinen breiten Schuhen seiner Frau in dem Schmutz einen Weg.

Schweigend zogen sie dahin; hin und wieder hielt er an, als wolle er sich überzeugen, ob seine Ehehälfte auch folge. Wenn er feststellte, daß sie ihm dicht auf den Fersen war, beschleunigte er seine Schritte wieder.

Die Gegend war dafür bekannt, daß dort hauptsächlich Leute wohnten, die unter dem Deckmantel eines ehrlichen Gewerbes in Wirklichkeit von Raub und Diebstahl lebten. Hart am Flusse stand ein großes Gebäude, das früher eine Fabrik gewesen zu sein schien, aber jetzt nur eine Ruine war. Vor diesem Hause machte das würdige Paar halt, als das Rollen eines fernen Donners zum erstenmal die Luft erschütterte, und der Regen in Strömen herunterzukommen anfing.

»Hier herum muß es sein«, sagte Herr Bumble, auf das Papier mit der Adresse blickend.

»Hallo«, rief eine Stimme von oben.

Bumble guckte hinauf und gewahrte einen Mann, der aus einem Fenster des zweiten Stockes hinaussah.

»Einen Augenblick, ich komme sofort hinunter«, rief die Stimme.

»Ist das der Mann?« fragte Frau Bumble.

Ihr Gatte nickte bejahend.

»Nun, so vergiß nicht, was ich dir gesagt habe«, fuhr die würdige Dame fort, »und sprich so wenig wie möglich, sonst verrätst du uns gleich.«

Monks hatte inzwischen die Tür geöffnet und rief mit ungeduldiger Gebärde:

»Kommt schnell herein, haltet mich hier nicht unnötig auf.«

Frau Bumble, die zuerst gezögert hatte, trat jetzt mutig ins Haus, und Herr Bumble, der sich schämte oder fürchtete zurückzubleiben, folgte ihr auf dem Fuße. Man konnte ihm jedoch anmerken, daß ihm nicht besonders wohl zumute war und daß ihn die ihm eigene Würde fast ganz verlassen hatte.

»Zum Donnerwetter, warum blieben Sie draußen im Regen stehen?« sagte Monks, als er die Tür verschloß.

»Wir – wir wollten uns nur ein bißchen abkühlen«, stammelte Bumble und sah sich furchtsam um.

»Abkühlen?« meinte Monks. »Aller Regen, der je fiel oder noch fallen wird, vermag nicht das Höllenfeuer zu löschen, das der Mensch in seinem Innern mit sich herumtragen kann. Denken Sie nur nicht, sich so leicht abzukühlen.«

Mit diesen liebenswürdigen Worten und einem finsteren Blick wandte sich Monks zu Frau Bumble, die sonst nicht schüchtern, doch vor den wilden Augen des Mannes die ihrigen zu Boden schlug.

»Das ist die Frau, nicht wahr?« fing Monks an.

»Ja«, sagte Bumble kurz, eingedenk der Warnung seiner Frau.

»Sie denken wohl, Frauen können keine Geheimnisse für sich behalten?« nahm Frau Bumble das Wort und begegnete fest den beobachtenden Blicken Monks'.

»Jedenfalls verschweigen sie immer eins so lange, bis es ans Licht kommt«, entgegnete dieser.

»Und was wäre das?« fragte die Dame.

»Den Verlust ihres guten Namens. Ebensowenig fürchte ich, daß ein Weib ein Geheimnis ausplaudert, dessen Ausschwatzen ihr den Strick oder das Zuchthaus eintragen kann. Verstehen Sie?«

»Nein«, erwiderte Frau Bumble, sich verfärbend.

»Begreiflich, wie sollten Sie auch?« sagte Monks ironisch.

Nachdem er dem würdigen Paar einen höhnischen Blick zugeworfen hatte, winkte er ihnen, ihm zu folgen. Als sie gerade eine steile Treppe hinaufstiegen, fuhr ein Blitzstrahl vom Himmel, dem ein so mächtiger Donnerschlag folgte, daß das ganze Gebäude bebte.

»Hört!« rief er zurückschreckend. »Hört, als ob die Hölle losgelassen ist, ich hasse den Lärm.«

Er schwieg einige Augenblicke und hatte die Hände vors Gesicht geschlagen. Als er sie entfernte, schaute Herr Bumble in ein wachsbleiches, verzerrtes Gesicht.

»Ich bin manchmal solchen Anfällen unterworfen«, sagte Monks, die Bestürzung Bumbles bemerkend, »besonders bei Gewittern. Beachten Sie das nicht, es ist schon vorüber!«

Mit diesen Worten führte er sie nun eine Leiter hinauf, und oben angekommen, schloß er gleich die Fensterläden des Zimmers, in dem sie Platz genommen hatten. Er ließ eine Laterne, die an der Decke an einem Strick hing, herunter und begann:

»Je schneller wir zu Sache kommen, desto besser ist's für uns alle. Die Frau weiß, um was es sich handelt, nicht wahr?«

Die Frage war an Herrn Bumble gerichtet, aber seine Frau kam ihm mit der Antwort zuvor und erklärte, daß sie vollkommen im Bilde wäre.

»Ist es so, wie er sagt, daß die alte Hexe Ihnen auf ihrem Totenbette etwas anvertraute«

»In betreff der Mutter des von Ihnen benannten Knaben?« unterbrach ihn Frau Bumble. »Ja!«

»Es fragt sich also zunächst, worin ihre Mitteilung bestand«, sagte Monks.

»Nein, das kommt erst später«, bemerkte Frau Bumble trocken. »Zuerst handelt es sich darum, was ist die Mitteilung wert.«

»Wer, Teufel nochmal, kann das sagen, ohne zu wissen, was zur Sprache kam?«

»Ich glaube, niemand besser als Sie«, antwortete Frau Bumble, der es, wie ihr Mann aus Erfahrung bestätigen konnte, nicht an Mut gebrach.

»Hm«, meinte Monks. »Man kann wohl Geld damit herausschlagen, wie?«

»Vielleicht!«

»Man hat ihr wohl etwas fortgenommen – etwas was sie trug – etwas –«

»Nun bieten Sie schon! Ich habe bereits genug gehört und bin der Überzeugung, daß für Sie das Geheimnis von großem Wert ist.«

Herr Bumble, den seine bessere Hälfte nicht weiter in das Geheimnis eingeweiht hatte, hörte dem Gespräch mit aufgerissenen Augen zu. Er guckte mal Monks, mal seine Frau an. Groß war sein Erstaunen, als er die Summe hörte, die diese für ihre Mitteilung von Monks verlangte.

»Was ist Ihnen also die Geschichte wert?« fragte Frau Bumble ruhig.

»Vielleicht nichts, vielleicht zwanzig Pfund«, sagte Herr Monks. »Lassen Sie hören.«

»Legen Sie noch fünf Pfund zu, geben Sie mir fünfundzwanzig Goldstücke und Sie sollen alles erfahren, was ich weiß. Eher nicht!«

»Fünfundzwanzig Pfund?« rief Monks zurückprallend aus.

»Ich habe so offen und deutlich wie nur möglich gesprochen. Es ist nicht einmal viel.«

»Nicht viel für ein lumpiges Geheimnis, das vielleicht keinen Pfennig wert und schon zwölf Jahre alt ist!«

»Solche Dinge halten sich und steigen wie gute Weine mit der Zeit oft um das Doppelte ihres Wertes«, sagte Frau Bumble mit gutgespieltem Gleichmut.

»Wie aber, wenn ich das Geld für nichts ausgebe«, sagte Monks bedenklich.

»Sie können es mir leicht wieder abnehmen«, entgegnete Frau Bumble. »Ich bin nur ein Weib, allein und ohne Schutz hier.«

»Weder allein, Schatz, noch unbeschützt«, sagte nun Herr Bumble, dabei zitterte seine Stimme vor Furcht. »Ich bin auch noch hier, Liebling. Aber«, fuhr er zähneklappernd fort, »außerdem ist Herr Monks zu sehr Ehrenmann, als daß er eine Gewalttat gegen Gemeindebeamte begehen würde! Herr Monks weiß zwar, daß ich kein junger Mann bin und nicht mehr in der Vollkraft der Jahre stehe, aber er hat sicher auch gehört, daß ich ein energischer Beamter bin mit ungeheurer Stärke, sobald es notwendig ist. Man braucht mir nur einen Anlaß zum Einschreiten zu geben.«

»Du bist ein Idiot und tätest besser, deinen Mund zu halten«, war Frau Bumbles Antwort.

»Da haben Sie recht, wenn er nicht leiser reden kann«, sagte Monks wütend. »Das ist also Ihr Mann?«

»Er, mein Mann?!« kicherte Frau Bumble ausweichend.

»Ich dachte es mir gleich, als Sie beide hereinkamen«, meinte Monks, als er den zornigen Blick gewahrte, den die Dame ihrem Ehegemahl zuwarf. »Desto besser; es macht mir gar nichts aus, mit zwei Menschen zu verhandeln, wenn ich nur sehe, daß sie gleichen guten Willens sind. Es ist mir ernst, sehen Sie her.«

Er holte einen Geldbeutel aus der Tasche und entnahm ihm fünfundzwanzig Goldstücke, die er Frau Bumble hinreichte.

»Nehmen Sie das Geld, und wenn das verdammte Gewitter vorüber ist, das jetzt gerade über dem Hause losbricht, erzählen Sie die Geschichte.«

Sobald das Unwetter sich gelegt hatte, hob Monks seinen Kopf von dem Tische auf und hörte aufmerksam Frau Bumble zu. Die Köpfe der drei Personen berührten sich beinahe, da die beiden Männer in ihrer Neugierde sich über den kleinen Tisch beugten, und die Frau, um ihr Flüstern vernehmlich zu machen, das gleiche tat.

»Als dieses Weib, die man die alte Sally nannte, starb«, erzählte Frau Bumble, »war ich mit ihr allein.«

»Also sonst war niemand dabei?« fragte Monks im Flüsterton. »Keine Kranke oder Verrückte in einem anderen Bette. Niemand, der etwas hören oder verstehen konnte?«

»Keine Menschenseele! Wir waren ganz allein. Niemand außer mir war bei ihr, als der Tod über sie kam.«

»Gut, weiter.«

»Sie sprach von einem jungen Weibe«, fuhr Frau Bumble fort, »die vor einer Reihe von Jahren ein Kind zur Welt brachte – nicht nur im selben Zimmer, sondern sogar im gleichen Bette, auf dem die Alte jetzt mit dem Tode rang.«

»Wirklich?« sagte Monks, an den Lippen nagend. »Donnerwetter! Wie doch die Dinge zuletzt kommen können.«

»Das Kind war dasselbe, das Sie ihm gestern abend nannten«, erzählte die Matrone weiter und machte eine nachlässige Kopfbewegung zu ihrem Manne hin. »Und die alte Sally bestahl das junge Weib.«

»Als sie noch lebte?« fragte Monks.

»Nein, als sie gestorben war«, antwortete Frau Bumble, und ein Schauder überflog sie. »Sie stahl der Toten (sie war noch nicht kalt) das, was diese mit ihren letzten Atemzügen gebeten hatte, für das Kind in Verwahrung nehmen zu wollen.«

»Sie verkaufte es?« rief Monks gespannt. »Nicht wahr, sie verkaufte es. – Wo? – wann? – an wen? – wie lange ist es schon her?«

»Als sie mir dies mit letzter Kraftanstrengung gebeichtet hatte, fiel sie zurück und starb.«

»Weiter hat sie nichts gesagt?« rief Monks mit einer Stimme, die sich um so wütender anhörte, je mehr er sie zu dämpfen versuchte. »Das ist eine Lüge. Ich lasse mir nichts weismachen. Sie sagte mehr. Ich erwürge euch beide, wenn ich nicht herauskriege, was es war.«

»Sie sagte weiter kein Wort«, fuhr die Matrone ruhig fort, »aber sie faßte krampfhaft mit der einen Hand mein Kleid, und als ich nach ihrem Hinscheiden die Hand losmachen wollte, fand ich darin ein Stückchen schmutzigen Papiers.«

»Was enthielt es?« fragte Monks schnell, sich wieder vorbeugend.

»Nichts, es war ein Pfandschein.«

»Über was?«

»Darauf werde ich noch zu sprechen kommen. Ich vermute, sie hat den Schmuck eine Zeitlang aufgehoben in der Hoffnung, ihn einst besser verwerten zu können, ihn aber dann doch verpfändet. Sie hat dem Pfandleiher jedes Jahr die Zinsen bezahlt, um es sofort wieder einlösen zu können, wenn es ihr notwendig erschien. Sie starb mit dem Pfandschein in der Hand, wie ich bereits erzählte. Das Pfand wäre nach einigen Tagen verfallen, und ich löste es ein, da ich glaubte, dereinst nochmal daraus Nutzen ziehen zu können.«

»Wo ist es jetzt?« fragte Monks rasch.

»Hier«, rief Frau Bumble und warf hastig ein kleines, ledernes Beutelchen auf den Tisch, als ob sie froh sei, es loszuwerden. Monks griff mit zitternden Händen danach und öffnete es. Es enthielt einen einfachen goldenen Trauring und ein Medaillon, in dem sich zwei Haarlocken befanden.

»Innen ist der Name Agnes eingegraben«, ergänzte Frau Bumble ihre Erzählung. »Für den Zunamen hat man Raum gelassen, und dann folgt ein Datum, welches in das Jahr vor der Geburt des Kindes fällt. Das habe ich herausgefunden!«

»Und das ist alles?« fragte Monks, nachdem er den Inhalt des Beutelchens festgestellt hatte.

»Ja, alles«, antwortete die Matrone.

Herr Bumble holte tief Atem, als freue er sich, daß die Geschichte zu Ende sei, ohne daß von einer Zurückgabe der fünfundzwanzig Pfund gesprochen wurde.

»Ich weiß von der Sache nichts weiter, als was ich mutmaßen kann«, sagte Frau Bumble nach kurzem Schweigen zu Monks. »Und will auch nicht mehr davon wissen, das ist sicherer. Aber darf ich zwei Fragen an Sie richten?«

»Das können Sie«, versetzte Monks überrascht. »Ob ich sie aber beantworten werde, ist eine andere Frage.«

»Macht zusammen drei Fragen«, meinte Bumble und wollte damit einen Witz machen.

»War es das, was Sie von mir zu hören erwarteten?« fragte Frau Bumble.

»Ja«, antwortete Monks. »Und die andere Frage?«

»Was gedenken Sie zu tun? Kann es gegen mich gebraucht werden, kann ich Schaden dadurch haben?«

»Nie, weder gegen Sie noch gegen mich«, sagte Monks. »Schaut her, aber tut keinen Schritt vorwärts, sonst ist euer Leben keinen Pfifferling wert!«

Mit diesen Worten schob er plötzlich den Tisch beiseite und öffnete vor Herrn Bumbles Füßen eine Falltür, so daß dieser eiligst ein paar Schritte zurücktrat.

»Gucken Sie da hinunter«, sagte Monks und ließ die Laterne hinab. »Sie brauchen keine Angst zu haben. Wenn ich die Absicht gehabt hätte, Sie verschwinden zu lassen, so hätte ich es vorhin gekonnt, als Sie über der Falle saßen.«

So ermutigt, näherte sich Frau Bumble dem Rande, und sogar ihr Gatte wagte es, von Neugierde getrieben, dasselbe zu tun. Das trübe, vom Regen angeschwollene Wasser rauschte unten so ungestüm, daß alle anderen Laute sich in dem Geräusch der brausenden, gegen die grünen Pfeiler anschlagenden Wogen verloren.

»Wo würde wohl morgen früh der Leichnam des Menschen sein, den man jetzt hier hinunterwürfe«, fragte Monks und ließ die Laterne in dem dunklen Schlunde hin und her schwingen.

»Zwölf Meilen weiter unten im Flusse und obendrein in Stücke zerrissen«, meinte Bumble, bei dem bloßen Gedanken schon zitternd.

Monks holte nun das Beutelchen mit dem Medaillon und Trauring aus seiner Tasche und befestigte ein Bleistück von einem alten Flaschenzug daran, der zerbrochen in einer Ecke lag. Dann ließ er es hinunterfallen, und man hörte ein schwaches Plätschern, als es ins Wasser glitt.

Alle drei blickten einander an und schienen freier zu atmen.

»So!« sagte Monks, indem er die Falltür wieder schloß. »Wenn die See auch wieder ihre Toten herausgibt, wie in den Büchern steht, Gold und Silber und daher auch diesen Plunder wird sie wohl für sich behalten. Wir haben uns nichts mehr zu sagen und können die Sitzung aufheben. Aber daß Sie mir reinen Mund halten«, fuhr er mit drohender Gebärde gegen Bumble fort. »Wegen Ihres Weibes bin ich unbesorgt.«

»Sie können sich auf mich verlassen, junger Mann«, entgegnete Herr Bumble, der sich allmählich unter vielen höflichen Verbeugungen der Leiter näherte. »Um unser aller willen. Sie wissen ja, es könnte mir ebenso nachteilig werden wie den anderen.«

»Das ist mir für Sie lieb zu hören. Nun zünden Sie Ihre Laterne an und machen Sie, daß Sie so schnell als möglich von hier fortkommen.«

Es war ein Glück, daß die Unterhaltung hier endete, sonst wäre Herr Bumble, der sich bereits bis auf die Entfernung von sechs Zoll nach der Leiter hinkomplementiert hatte, kopfüber in den unteren Raum hinabgestürzt. Er zündete eine Laterne an und stieg stillschweigend hinunter, während Frau Bumble nachfolgte. Monks kam hinterdrein, nachdem er noch einige Augenblicke gehorcht hatte. Sie gingen langsam und vorsichtig über den Hausflur, und Monks entriegelte und öffnete leise die Tür. Mit einem einfachen Kopfnicken verabschiedete sich das wackere Ehepaar von ihrem geheimnisvollen Bekannten und trat in die Nacht und den Regen hinaus.

Sie hatten sich kaum entfernt, als Monks einen Jungen rief, der irgendwo versteckt gewesen sein mußte, ihn mit dem Licht vorangehen hieß und nach dem Gemach zurückkehrte, das er eben verlassen hatte.

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