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Oliver Twist

Charles Dickens: Oliver Twist - Kapitel 35
Quellenangabe
authorCharles Dickens
titleOliver Twist
publisherDeutsche Buchgemeinschaft
year1946
translatorCarl Kolb/Carl Hartz
senderhille@abc.de
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorKarin Kaufmann
created1998022
modified20170815
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Vierunddreißigstes Kapitel

Enthält einige einleitende Bemerkungen über einen jungen Herrn, der jetzt auf der Bildfläche erscheint, und ein neues Abenteuer, das Oliver erlebt.

 

Es war fast des Glückes zuviel, um ertragen werden zu können. Oliver war durch diese unerwartete Nachricht ganz betäubt. Er vermochte weder zu weinen noch zu sprechen. Ein langer Spaziergang in der weichen Abendluft, auf dem er reichlich Tränen vergoß, brachte ihm Erleichterung. Jetzt erst schien er auf einmal zum vollen Bewußtsein der glücklichen Wendung gekommen zu sein, und seine Brust fühlte sich von einem Alp befreit.

Die Nacht war bereits hereingebrochen, als er nach Hause ging, beladen mit Blumen, die er mit besonderer Sorgfalt für die Kranke gepflückt hatte. Plötzlich hörte er hinter sich eine Postkutsche in rasender Fahrt herankommen. Als der Wagen an ihm vorbeijagte, konnte Oliver im Innern einen Mann mit weißer Nachtmütze erkennen, dessen Gesicht ihm bekannt vorkam. Im nächsten Augenblick fuhr die Nachtmütze durch das Fenster heraus und befahl dem Postillon mit mächtiger Stimme haltzumachen. Als die Pferde standen, kam der Kopf mit der Nachtmütze wieder zum Vorschein, und eine bekannte Stimme rief Oliver an.

»Hallo, wie steht's? Was macht Fräulein Rosa?«

»Ach, Sie sind es, Giles!« schrie Oliver und eilte an den Wagenschlag.

Giles wollte gerade etwas erwidern, als er durch einen jungen Mann beiseitegedrängt wurde, der in einer Ecke des Wagens saß. Hastig fragte er Oliver nach dem Stand der Dinge zu Hause.

»Mit einem Wort«, rief der junge Herr, »geht es besser oder schlechter?«

»Besser – viel besser«, sagte Oliver schnell.

»Gott sei Dank!« rief der Herr. »Weißt du es auch ganz gewiß?«

»Ganz gewiß«, entgegnete Oliver. »Die Wendung zum Besseren trat erst vor ein paar Stunden ein, und Herr Losberne meint, alle Gefahr wäre nun vorüber.«

Ohne ein weiteres Wort zu sagen, sprang der junge Herr aus dem Wagen und zog Oliver zur Seite.

»Du bist ganz sicher, mein Junge, ein Irrtum deinerseits ist ausgeschlossen?« fragte der Herr mit bebender Stimme. »Erwecke nicht unnötigerweise Hoffnungen in mir, die vielleicht nie in Erfüllung gehen.«

»Um keinen Preis würde ich das tun. Sie dürfen mir schon glauben. Es sind des Doktors eigene Worte, daß sie leben werde, um uns alle noch viele Jahre zu beglücken. Ich selbst hab' es so von ihm gehört.«

Die Tränen standen Oliver in den Augen, und der junge Herr wandte sein Gesicht ab, ohne etwas zu erwidern. Der Junge glaubte ihn ein paar Mal schluchzen zu hören. Endlich sagte der Herr zu Giles:

»Es ist wohl besser, Sie fahren mit der Kutsche vorab, während ich zu Fuß nachkomme. Ich muß mich erst sammeln, bevor ich sie sehe. Sie können meiner Mutter schon immer bestellen, daß ich bald da sein werde.«

»Verzeihung, Herr Harry, ich würde Ihnen aber sehr zu Danke verpflichtet sein, wenn Sie sich durch den Postillion anmelden ließen. Ich kann mich so nicht zeigen, ich würde bei der Dienerschaft allen Respekt verlieren!«

»Nun«, entgegnete Harry Maylie lächelnd, »handeln Sie nach Gutdünken. Soll also der Postillion vorfahren und uns anmelden, und Sie gehen mit uns. Aber vertauschen Sie die Nachtmütze mit einer anderen Kopfbedeckung, damit man uns nicht für Verrückte hält.«

Herr Giles riß die Nachtmütze vom Kopfe, steckte sie in die Tasche und setzte sich einen Hut auf, den er seinem Gepäck entnahm. Der Postillion fuhr nun weiter, und die drei folgten gemächlich nach.

Als sie so dahinschritten, blickte Oliver von Zeit zu Zeit den neuen Ankömmling verstohlen an. Er war ungefähr fünfundzwanzig Jahre alt und von mittlerer Größe; er hatte ein hübsches, offenes Gesicht und gewinnende Manieren. Trotz dem großen Altersunterschied war die Ähnlichkeit mit Frau Maylie so auffallend, daß Oliver mühelos die Verwandtschaft herausgefunden haben würde, hätte der junge Herr auch nicht von ihr als von seiner Mutter gesprochen.

Diese erwartete ihn bereits mit großer Sehnsucht, und als er endlich anlangte, war sie ganz gerührt und zerfloß in Tränen.

»Ach, Mutter«, sagte der junge Mann, »warum hast du mir nicht früher geschrieben?«

»Ich hatte geschrieben, aber nach reiflicher Überlegung entschloß ich mich, den Brief zurückzuhalten, bis ich Herrn Losbernes Meinung gehört hätte!«

»Aber warum? Warum ließest du es darauf ankommen, was beinahe eingetreten wäre? Wenn, Rosa – wenn diese Krankheit eine andere Wendung genommen hätte, hättest du dir das je verzeihen können? Niemals im Leben wäre ich wieder froh geworden.«

»Wenn es so gekommen wäre, wäre dein Glück für immer vernichtet worden und es von keiner Bedeutung gewesen, ob du einen Tag früher oder später gekommen wärst.«

»Und wer kann sich darüber wundern, wenn es so wäre, Mutter? Aber was rede ich von wenn. Es ist so, du weißt es, Mutter, du mußt es wissen!«

»Ich weiß, daß sie die innigste und reinste Liebe verdient, die ein Mann ihr bieten kann, und ich weiß auch, daß ihre zärtliche Hingebung eine nicht gewöhnliche, sondern eine tiefe und dauernde Gegenliebe fordert. Wüßte ich nicht, daß ein verändertes Benehmen desjenigen, den sie liebt, ihr Herz brechen müßte, so würde mir meine Aufgabe nicht so schwierig vorkommen.«

»Mutter, hältst du mich denn noch immer für einen Knaben, der sich selbst nicht kennt?«

»Ich glaube, lieber Harry, daß die Jugend viele edle Gefühle hegt, die aber häufig nicht von Dauer sind und ganz schwinden, wenn sie befriedigt sind. Und dann glaube ich, daß ein feuriger, ehrgeiziger, junger Mann, wenn er im Besitze eines Weibes ist, auf deren Namen, wenn auch ohne ihre Schuld, ein Makel haftet, eines Tages die eingegangene Verbindung bereuen dürfte, besonders wenn er eine glänzende Laufbahn erfolgreich eingeschlagen hat und die Welt seiner Frau und ihm den Makel zum Vorwurf und Gegenstand ihres Spottes macht.«

»Mutter, nur ein erbärmlicher Egoist könnte so handeln!«

»So denkst du jetzt, Harry!«

»Und werde immer so denken. Die Herzensnot, welche ich während der beiden letzten Tage erlitten habe, ringt mir das Geständnis einer Liebe ab, die, wie du wohl weißt, nicht von gestern stammt und nicht leichtfertig und vorübergehend ist. An Rosa, dem süßen, holden Mädchen hängt mein Herz so innig, wie nur je das Herz eines Mannes an dem eines Weibes. Ich habe keine Gedanken, keine Zukunft, keine Lebenshoffnung außer ihr; und wenn du mir zu diesem heißersehnten Ziele in den Weg trittst, so zerstörst du mein Glück für immer. Mutter, denke besser von mir und überlege noch einmal, verkenne die heiße Liebe nicht, die du so gering anzuschlagen scheinst!«

»Harry, weil ich so hoch von edlen und gefühlvollen Herzen denke, möchte ich ihnen Enttäuschungen und Wunden ersparen. Doch wir haben jetzt genug und übergenug von der Sache gesprochen.«

»So laß Rosa entscheiden. Du wirst mir doch mit deinen überstrengen Ansichten nicht Hindernisse in den Weg legen?«

»Gewiß nicht, aber ich möchte, daß du gut überlegst.«

»Ich habe überlegt, jahrelang, seit ich überhaupt zu denken und überlegen fähig war. Meine Gefühle sind unverändert geblieben und werden es auch bleiben. Und warum soll ich die Qual des Aufschiebens erdulden, ohne daß es einen vernünftigen Sinn hat. Nein, Rosa muß mich anhören, ehe ich wieder abreise.«

»Sie soll es!«

»Du sprichst in einer Weise, Mutter, als ob du andeuten wolltest, daß sie mich kalt anhören wird.«

»Gewiß nicht kalt, weit entfernt davon.«

»Sie liebt doch keinen anderen?«

»Nein, ich müßte mich sehr täuschen, wenn du nicht bereits einen tiefen Eindruck auf sie gemacht hast. Ich wollte dir aber noch das eine sagen, ehe du dein Schicksal herausforderst, das dich auf den Gipfel des Glückes tragen soll, denke, lieber Harry, einige Augenblicke über Rosas Lebensgeschichte nach und erwäge reiflich, welchen Eindruck das Bewußtsein ihrer zweifelhaften Herkunft auf ihre Entscheidung üben muß. Ziehe dabei ihr edles, aufopferndes Herz in Betracht, wie sie es bei allen Gelegenheiten gezeigt hat.«

»Was willst du damit sagen?«

»Das mußt du selbst herausfinden. Doch ich muß jetzt zu Rosa zurück!«

»Ich sehe dich doch heute abend noch?«

»Wenn ich von Rosa abkommen kann!«

»Wirst du ihr sagen, daß ich hier bin?«

»Natürlich.«

»Und ihr sagen, welche Angst ich um sie ausgestanden hätte, und wie ich mich sehne, sie zu sehen? Das kannst du mir nicht abschlagen, Mutter?«

»Nein, ich will's ihr sagen.«

Die alte Dame drückte ihrem Sohne zärtlich die Hand und eilte aus dem Zimmer.

Während dieses flüchtigen Gespräches standen Herr Losberne und Oliver an der anderen Seite des Gemachs.

Der Doktor begrüßte jetzt Harry durch Handschlag und erstattete ihm einen ausführlichen Bericht über die Krankheit und das Befinden der Patientin. Herr Giles, der sich an dem Gepäck zu schaffen machte, hörte gespannt zu.

»Haben Sie in der letzten Zeit nichts Besonderes geschossen, Giles?« fragte der Doktor, nachdem er Harry alles erzählt hatte.

»Nein, Herr Doktor, nichts Besonderes«, erwiderte Giles und wurde bis über die Ohren rot.

»Auch keine Einbrecher gefangen oder Diebe erwischt?« fuhr Herr Losberne boshaft fort.

»Keins von beiden«, versetzte Giles mit vieler Würde.

»Nun, das tut mir leid; in derartigen Dingen besitzen Sie doch eine große Geschicklichkeit. Was macht denn Brittles?«

»Dem Jungen geht's gut und läßt sich Ihnen gehorsamst empfehlen, Herr Doktor.«

»Danke. Übrigens, da fällt mir ein, daß ich Ihnen noch etwas von Ihrer Herrschaft zu bestellen habe, was ich am Tage, als ich so schnell fort mußte, nicht mehr ausführen konnte. Kommen Sie mal bitte mit mir in jene Ecke!«

Herr Giles begab sich mit dem Doktor dahin und nach einem kurzen Geflüster ging er unter vielen Verbeugungen aus dem Zimmer. Der Gegenstand des Gespräches wurde im Zimmer weiter nicht erörtert, aber ohne Verzug in der Küche ausposaunt. Denn Herr Giles begab sich sofort dahin, ließ sich ein Glas Bier geben und verkündete mit großer Feierlichkeit, die ihren Eindruck nicht verfehlte, daß es der gnädigen Frau gefallen habe, die Summe von fünfundzwanzig Pfund für ihn bei der städtischem Sparkasse einzuzahlen, als Anerkennung für sein mutiges Benehmen bei dem Einbruch. Auf diese Mitteilung erhoben die Köchin und das Dienstmädchen Augen und Hände und meinten, Herr Giles werde wohl nun anfangen, mächtig stolz zu werden, worauf dieser, an seiner Halsschleife zupfend, erwiderte, das sei ausgeschlossen. Er würde ihnen danken, wenn sie ihn dann darauf aufmerksam machten, falls er sich einmal hochmütig gegen Untergebene gäbe.

Oben verging der Abend in heiterster Stimmung, denn Herr Losberne war äußerst gut gelaunt; und wie ermüdet und nachdenklich Harry Maylie auch anfangs sein mochte, so konnte er doch dem Humor des Doktors nicht widerstehen. Dieser gab eine Anzahl von lustigen Erlebnissen aus seiner Praxis zum besten, und Oliver glaubte, nie etwas Drolligeres gehört zu haben. So mußte er zur großen Freude des Doktors fortwährend lachen, und dieser lachte mit. Da Lachen ansteckend wirkt, so stimmte schließlich auch Harry in das allgemeine Gelächter ein. Kurz, die Gesellschaft war so vergnügt, als sie den Umständen nach sein konnte. Es war bereits spät, als man sich trennte und zur Ruhe ging, deren sie alle nach den Aufregungen der letzten Tage so sehr bedurften.

Oliver stand am anderen Morgen viel fröhlicher auf und ging mit größerer Lust an seine gewöhnliche Beschäftigung als sonst. Er pflückte die schönsten Blumen des Feldes, um Rosa eine Freude zu bereiten. Die Melancholie, die von ihm Besitz genommen hatte, war wie durch Zauberei verschwunden. Der Tau schien ihm blendender im Grase zu funkeln und der Himmel im herrlicheren Blau zu leuchten. Solchen Einfluß übt unsere Stimmung auf Außendinge. Die Menschen, die in der Natur und an ihren Nächsten alles trübe und düster sehen, haben recht; aber diese dunklen Farben sind nur der Widerschein ihrer kranken Seele.

Oliver brauchte seine Morgenspaziergänge nicht mehr allein zu machen. Nachdem Harry Maylie ihn am ersten Tage mit seiner Ladung hatte heimkehren sehen, faßte der junge Mann eine solche Leidenschaft für Blumen und entwickelte einen so feinen Geschmack in der Anordnung derselben, daß er seinen jungen Freund weit hinter sich ließ. Mochte aber Oliver in dieser Hinsicht im Nachteil sein, so wußte er dafür die Stellen, wo die schönsten zu finden waren. Alle Morgen durchstreiften sie miteinander die Umgegend und brachten stets das Schönste, was auf den Feldern und Wiesen stand, nach Hause.

Die Fenster in Rosas Zimmer wurden jetzt weit geöffnet, denn die duftige Sonnenluft tat der Patientin wohl. In einem Fenster stand jeden Morgen ein frischer Blumenstrauß, und es entging Oliver nicht, daß die welken Blumen nie weggeworfen wurden. Er bemerkte auch, daß der Doktor, wenn er in den Garten kam, stets nach dem Fenster guckte und bedeutsam mit dem Kopfe nickte. So verflossen die Tage schnell, und Rosa erholte sich wieder vollständig.

Auch auf Oliver lastete die Zeit nicht schwer, obgleich die junge Dame noch immer das Zimmer nicht verlassen durfte und von Abendspaziergängen keine Rede war, ausgenommen dann und wann ganz kurze mit Frau Maylie. Er verdoppelte seinen Fleiß in den Unterrichtsstunden des silberlockigen alten Herrn und war über seine schnellen Fortschritte selbst erstaunt. Da wurde er eines Tages durch einen unerwarteten Vorfall aufs äußerste erschreckt.

Das kleine Zimmer, in dem er bei seinen Schularbeiten saß, war im Erdgeschoß, nach hinten hinaus. Man hatte von ihm die Aussicht auf den Garten, aus dem ein Pförtchen nach einem eingezäunten Rasenplatz führte. Jenseits war alles Wiesenland und Buschwerk und so hatte man eine ziemliche weite Rundsicht.

An einem schönen Abend, in der Dämmerung, saß Oliver am Fenster, noch eifrig in einem Buche lesend. Da der Tag ziemlich schwül war, überfiel ihn plötzlich eine Müdigkeit, und er schlief über dem Buch ein.

Zuweilen beschleicht uns eine Art Schlummer, die zwar den Leib gefangen hält, aber der Seele die Empfindung für die Außenwelt nicht nimmt. Oliver wußte daher recht gut, daß er in seinem eigenen kleinen Zimmer war und doch schlief er. Plötzlich trat eine Umwandlung seiner Umgebung ein, die Luft wurde schwül, und er glaubte mit Angst und Schrecken, wieder im Hause des Juden zu sein. Dort saß der abscheuliche Alte in seiner gewohnten Ecke; zeigte auf ihn und flüsterte leise mit einem anderen Mann, der mit abgewandtem Gesicht neben ihm auf einem Stuhle Platz genommen hatte.

»Pst, Freundchen«, glaubte er den alten Juden sagen zu hören, »er ist es, gewiß und wahrhaftig. Komm weg!«

»Glaubt Ihr, ich erkannte ihn nicht?« schien der andere zu antworten. »Wenn eine Legion von Teufeln seine Gestalt annähme, und er stände mitten unter ihnen, ich würde ihn herausfinden. Verscharrt ihn fünfzig Fuß tief und führt mich über sein Grab, ich würde es wissen, daß er drunten läge, wenn auch kein Merkmal oder sonst ein Zeichen es andeutete!«

Der Mann schien diese Worte in einem so fürchterlichen Tone des Hasses zu sagen, daß Oliver entsetzt auffuhr und erwachte.

Guter Gott! Was trieb ihm da auf einmal das Blut so stürmisch zum Herzen und raubte ihm Sprache und Bewegungsfreiheit? Dort, dort am Fenster dicht vor ihm, so dicht, daß er ihn fast hätte berühren können, ehe er zurückprallte, mit durchdringenden Blicken ins Zimmer sehend und den seinigen begegnend, dort stand der Jude. Und neben ihm, blaß vor Furcht oder Wut, oder vielleicht beidem, der Mann mit wild verzerrtem Gesicht, mit dem er im Gasthaus des Posthalters zusammengestoßen war.

Doch nur einen Augenblick – dann waren sie verschwunden. Aber er hatte sie und sie ihn erkannt. Er stand eine Sekunde wie vom Blitz getroffen da. Dann sprang er aus dem Fenster in den Garten und rief laut um Hilfe.

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