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Oden

Horaz: Oden - Kapitel 49
Quellenangabe
typepoem
booktitleSämtliche Werke
authorHoraz
translatorJohann Heinrich Voß
year1893
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleOden
pages5-92
created20020625
sendergerd.bouillon@t-online.de
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10. An Licinius.

          Wohl gelebt, Licinius, wenn man weder
Hohes Meer stets hält, noch, dieweil dem Sturmwind
Man in Angst entfliehet, zu dicht dem falschen
        Strande sich andrängt.
Wer die Segnung goldenen Mittelstandes
Auserkor, scheut sicher der abgemorschten Hütte
Wust, scheut mäßig beneidenswerte
        Pracht des Palastes.

Öfter wankt vom Winde bewegt der Fichte
Riesenwuchs; viel schmetternder kracht hinunter
Hoher Türm' Einsturz, und es schlägt des Berges
        Gipfel der Donner.
Stets im Unglück hofft, und im Glück besorget
Andren Schicksalswurf, wer das Herz mit Weisheit
Vorberiet. Unfreundliche Winter sendet
        Zeus und derselbe
Fernt sie. Nicht was jetzo dich quält, wird künftig
Also sein. Oft weckt er Gesang der Muse
Durch der Laut' Aufruf, und Geschoß nicht immer
        Spannet Apollo.
Wenn dich Not einengt, unerschrocknen Mutes
Ringe mannhaft an: doch zugleich bedachtsam
Eingeschürzt in allzu gewognem Fahrwind
        Schwellende Segel!

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