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Gutenberg > Daniel Defoe >

Oberst Hannes

Daniel Defoe: Oberst Hannes - Kapitel 1
Quellenangabe
typefiction
booktitleOberst Hannes
noteOriginal-Titel: Colonel Jack
authorDaniel Defoe
translatoranonymus
firstpub1722
year1919
publisherGeorg Müller Verlag
addressMünchen
titleOberst Hannes
pages1-423
created20060814
sendergerd.bouillon
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Oberst Hannes

Die merkwürdige
Lebensgeschichte des sehr ehrenwerten

Oberst Johannes

gemeinhin Oberst Hannes genannt
der als
Edelmann geboren ward
aber in die Lehre eines Erzspitzbuben kam
und
sechsundzwanzig Jahre das
Diebshandwerk trieb
dann als Sklave nach Virginien verkauft wurde
und
als reicher Kaufmann wieder heimkehrte
der viermal heiratete
indes erwiesen sich seine Frauen
sämtlich als Huren
der in den Krieg ging
sich dort tapfer schlug und am Ende
wirklich zum
Obersten eines Regiments
gemacht wurde

Von

Daniel Defoe

 

1919

München bei Georg Müller


Des Autors Vorrede.

Es ist allgemeine Sitte geworden, in Büchern von der Art des gegenwärtigen, um ihnen bei seinen Lesern eine günstigere Aufnahme zu verschaffen, eine Vorrede vorauszuschicken, so daß ich mich nicht erwehren kann, ein gleiches zu tun, obschon das nachfolgende Buch einer Vorrede so wenig bedarf wie manches andere auch. Denn der unterhaltsame Teil spricht für sich selbst, der nützliche und belehrende ist weitreichend genug und gibt Anlaß zu Nutzanwendungen in mancherlei Betracht.

Die verschiedenen Wechselfälle des Glücks bieten im gegenwärtigen Buche dem Leser einen vergnüglichen Garten, in dem er sich ergehen kann, und wo er nur heilkräftige Arzeneikräuter, keineswegs aber Giftpflanzen findet; wo er die Tugend und Klugheit in hohen Ehren sieht, jedoch zugleich wahrnimmt, wie Laster und Unehre Arm in Arm gehen müssen. Solche und ähnliche Grundsätze sind die Richtschnur dieses Buches, und ich brauche kein Wort zur Rechtfertigung, weder eines Abschnittes noch des Ganzen, hinzuzufügen.

Es kann wohl nichts wider einen Autor gesagt werden, der es sich angelegen sein läßt, das Laster zu entmutigen und die Tugend zu ermuntern. Wenn aber schon etwas Erdachtes geeignet ist Gutes zu wirken, so muß es die Schilderung wirklicher Begebenheiten noch viel mehr sein.

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