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Oberst Hannes

Daniel Defoe: Oberst Hannes - Kapitel 17
Quellenangabe
typefiction
authorDaniel Defoe
titleOberst Hannes
publisherGeorg Müller Verlag
printrun1. - 3. Tausend
editorJoseph Grabisch
year1919
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070701
projectid2bae34fd
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Als ich in London angelangt war, schrieb ich an meinen Freund in Paris, datierte aber meinen Brief vom Haag, wohin ich ihn seine Antwort senden ließ. Die wichtigste Ursache, weshalb ich an ihn schrieb, war die, daß ich gern wissen wollte, ob mir nachgesetzt würde, und was er sonst Neues von mir und meiner Frau gehört hätte, besonders auch, wie es dem Marquis ginge.

Ich erhielt in wenigen Tagen die Antwort: Was den Marquis betrifft, so ist er zwar nicht tot, allein ihr habt ihn, schrieb er, auf eine andere Weise ums Leben gebracht. Denn er hat seine Stelle in der Garde verloren, die ihm jährlich 20000 Livres einbrachte, überdies wird er noch in der Bastille in festem Gewahrsam gehalten. Man hätte mir auch nachgesetzt auf der Straße nach Dünkirchen und Flandern, weil man mich aber auf diesem Wege verfehlt, so habe man es aufgegeben mir noch weiter nachzufolgen. Im übrigen wäre der Marquis viel zu gescheit gewesen, als daß er gestanden hätte, er habe sich im Zweikampfe mit mir geschlagen, sondern er habe vorgegeben, er wäre auf der Straße angegriffen worden, und wenn sie mich nicht kriegten, so wollte er sich wohl einem Verhör unterziehen und aus Mangel an Beweisen leicht davonkommen. Meine Flucht wäre in der Tat ein Umstand gewesen, der gegen ihn gesprochen hätte, weil ruchbar geworden wäre, daß wir an demselben Tage einige Worte gewechselt hätten und wir miteinander gesehen worden wären. Wenn aber auf beiden Seiten nichts zu beweisen wäre, so würde er mit dem Verlust seiner Stellung davonkommen, den er, weil er Geld genug hätte, wohl verwinden könnte.

Was meine Frau beträfe, schrieb er mir, so wäre sie nicht zu trösten und hätte sich schon halbtot geweint, ob es aber meinetwegen oder wegen des Marquis geschähe, wage er nicht zu entscheiden. Er meldete mir gleichfalls, daß sie sich in sehr schlechten Verhältnissen und ganz am Ende befände, daß, wenn ich nicht einige Sorge für sie trüge, sie in die äußerste Not geraten würde.

Der letzte Umstand dieser Nachricht bewegte mich tief. Denn ich meinte, es mochte sein wie es wolle, ich dürfte sie doch nicht Hungers sterben lassen. Überdies sei die Armut eine so schwere Versuchung, welcher ein so schwaches Werkzeug nicht leicht widerstehen könne. Daher dürfte ich nicht die Veranlassung geben, sie in solche Not zu versetzen, die sie zu einem Laster verleiten könne, wenn ich es verhüten könnte.

Hierauf schrieb ich wieder an ihn, er möchte hingehen und mit ihr reden, auch sich nach ihren Verhältnissen genau erkundigen, und wenn er sehen würde, daß sie wirklich Mangel litte und dabei kein liederliches Leben führte, so sollte er ihr 20 Pistolen geben und ihr mitteilen, wenn sie zurückgezogen und ehrlich leben wollte, so sollte sie jährlich so viel bekommen, daß sie zu ihrem Lebensunterhalt genug hätte. Sie nahm die ersten 20 Pistolen, ließ mir aber durch ihn melden, daß ich ihr Unrecht getan und sie fälschlich beschuldigt hätte, daher ich ihr vor allem Gerechtigkeit widerfahren lassen sollte. Ich hätte sie durch öffentliche Beschimpfung ins Verderben gestürzt, da ich doch keinen Beweis meiner Beschuldigung noch den geringsten Grund zum Argwohn gehabt hätte. Was die 20 Pistolen beträfe, so wäre das ein sehr geringer Unterhalt für eine Frau, die in der ganzen Welt mit mir herumgereist wäre, und dergleichen mehr, wodurch sie es so weit brachte, daß sie jährlich 40 Pistolen von mir erhielt. Allein sie machte mir nicht die Mühe, ihr dies Geld länger als ein Jahr zu bezahlen. Denn der Marquis wurde hernach so zärtlich in sie verliebt, daß er sie zu sich nahm, und wie mir mein Freund schrieb, ihr jährlich 400 Kronen aussetzte, so daß ich hernach nichts wieder von ihr hörte.

Ich befand mich nun in London, war aber genötigt, mich sehr zurückgezogen zu halten und meinen Namen zu verändern, außerdem ließ ich keinen Menschen in England wissen, wer ich wäre, außer meinen Geschäftsfreund, durch welchen ich mit meinen Leuten in Virginia, besonders mit meinem Hofmeister, der nun der erste Verwalter meiner Geschäfte geworden war und sich nun selbst in sehr guten Verhältnissen befand, korrespondierte. Derselbe machte sich recht wohl verdient um mich und tat alles, was er nur konnte. Denn ich hatte sowohl den allertreuesten Freund als den allerergebensten Diener an ihm, den jemals ein Mensch, wenigstens in diesem Lande, gehabt hat.

Bei dem zurückgezogenen einsamen Leben, das ich nun führte, war ich nun gerade nicht der allervergnügteste Mensch von der Welt und erfuhr die Wahrheit der Worte der heiligen Schrift in der Tat: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei. Denn ich war ungemein schwermütig und wußte nicht, was ich mit mir anfangen sollte, besonders da ich unter einem Zwange stand, daß ich mich nicht auszugehen getraute. Endlich nahm ich mir vor, wieder nach Virginia zu gehen und dort mein Leben so einsam als möglich zu beenden.

Wenn ich es aber genauer erwog, so konnte ich mich doch nicht dazu entschließen, ein stilles Leben zu führen. Ich hatte auf meinen Reisen die Welt kennen gelernt und allerhand Kenntnisse erworben: mich verlangte, diese noch zu vermehren, zumal ich ein ungemeines Vergnügen daran fand. Obgleich ich nichts mehr mit der Armee oder dem Kriege zu tun hatte, und auch nicht gesonnen war, mich wieder damit zu befassen, so hätte ich doch unmöglich in der Welt leben können ohne zu erfahren, was vorginge. Am allerwenigsten konnte ich mir vorstellen, wie ich in Virginia vergnügt leben könnte, wo ich etwa alle zwei Jahre erst Nachricht bekäme, oder die öffentlichen Zeitungen lesen würde von Dingen, die schon Jahre vorher vorgefallen waren.

Ich hatte niemanden zu erhalten als mich selbst, und meine Plantagen in Virginia warfen mir das Jahr über 400–600 Pfund Sterling, ja in einem Jahr sogar über 700 Pfund ab, aber selbst dahin zu gehen, schien mir wie lebendig begraben zu sein. Also gab ich diesen Plan auf und beschloß, mich in England irgendwo festzusetzen, wo ich jedermann kannte, mich aber niemand. Ich überlegte nicht lange, wo ich mich niederlassen sollte, denn da ich überaus gut Französisch redete, weil ich mich viele Jahre unter den Franzosen aufgehalten hatte, fiel es mir nicht schwer, für einen Franzosen zu gelten. Ich begab mich nach Canterbury, gab mich unter den Franzosen für einen Engländer und unter den Engländern für einen Franzosen aus.

So lebte ich hier vollkommen unbekannt. Ich ließ mich mit gemeinen Leuten ins Gespräch ein, redete mit den Wallonen französisch und mit den Engländern englisch, lebte im übrigen zurückgezogen und war bei jedermann wohl gelitten. Da ich mich um niemandes Geschäfte bekümmerte, so bekümmerte man sich auch nicht um die meinigen; ich hatte also Grund mich ganz wohl zu fühlen.

Indes konnte ich aber des Lebens nicht so recht froh werden. Ich liebte einen ordentlichen Haushalt mit einer Familie, hatte ja auch schon zweimal den Versuch gemacht, aber kein Glück dabei gehabt. Trotzdem ließ ich mich nicht abschrecken und entschloß mich wieder zu heiraten. Ich sah mich daher nach einer passenden Frau um, traf aber immer etwas dabei an, was mir mißfiel, bis ich endlich eines Edelmanns Fräulein fand, die mir zusagte. Ich bekam aber einen Korb von ihr, so daß mir die Heiratsgedanken vergingen. Zwar konnte ich mich wohl bei dieser Werbung als einen Liebhaber und Freiersmann betrachten, zumal ich mir des jungen Fräuleins Gunst in großem Maße erworben hatte, allein der Vater machte es mir so schwer, machte so viele Einwendungen, heute war ihm dieses, morgen jenes nicht recht, und war so unbeständig in seinem Sinn, daß er nicht zwei Tage lang einer Meinung bleiben konnte. Daher gaben wir es endlich auf, denn sie wollte ohne ihres Vaters Einwilligung nicht heiraten, ich sie nicht wie ein Dieb in der Nacht auf verstohlene Weise entführen, also hatte diese Freite ein Ende.

Ich kann nicht leugnen, daß mir diese zurückgegangene Heirat ziemlichen Verdruß verursachte. Darum verließ ich Canterbury und fuhr in der Postkutsche wieder nach London.

In der Kutsche war nun auch eine junge Frau nebst ihrer Magd, die einen sehr traurigen Eindruck machte. Denn sie seufzte den ganzen Weg und vergoß häufig Tränen, so oft ihre Magd mit ihr redete. Ich versuchte ihr einigen Trost zuzusprechen und wollte nach der Ursache ihrer Trauer fragen, aber sie wollte nicht ein Wort antworten, ihre Magd aber sagte endlich, ebenfalls unter heftigem Weinen, daß ihr Herr gestorben sei, bei welchen Worten die junge Frau wieder einen ganzen Strom von Tränen vergoß, so daß ich diesen ganzen Morgen von der Frau und Magd nichts weiter herausbringen konnte. Als wir in einen Gasthof kamen, wo wir zu Mittag speisen wollten, bot ich der Dame an, falls sie nicht gern in Gesellschaft sein wollte, mit ihr in einer besonderen Stube zu speisen. Denn die übrige Gesellschaft bestand aus lauter Fremden. Die Magd dankte mir im Namen ihrer Frau, setzte aber hinzu, die Frau könne nichts essen und wünschte nichts weiter als allein zu sein.

Ich ließ mich mit der Magd in ein Gespräch ein und erfuhr endlich soviel, daß ihre Herrin die Frau eines Schiffskapitäns gewesen sei, der nach Venedig hätte fahren wollen, er sei aber nicht weiter als bis zu den Dünen gekommen, dann sei er krank geworden und wäre nach einer zehntägigen Krankheit zu Deal verschieden. Als seine Frau von seiner Krankheit gehört, hätte sie sich nach Deal begeben, um ihn zu pflegen, wäre aber gerade noch zurecht gekommen, ihn sterben zu sehen. Und nun führe sie in einem so traurigen und trostlosen Zustande zurück nach London.

Ich bedauerte diese artige junge Person von Herzen und drückte ihr auch dies in der Kutsche aus. Worauf sie aber keine Antwort gab, außer daß sie sich aus Höflichkeit dann und wann gegen mich neigte, dabei mir aber niemals die geringste Gelegenheit gab ihr Gesicht zu sehen, oder auch nur soviel zu erfahren, ob sie ein Gesicht hätte oder nicht, geschweige denn daß ich hätte wissen können, wie es gestaltet war. Es war zur Winterszeit, und die Kutsche kehrte zu Rochester ein und fuhr nicht, wie gewöhnlich im Sommer, in einem Tage bis London. Ehe wir nach Rochester kamen, sagte ich dieser Frau, daß sie meines Wissens den ganzen Tag noch nichts zu sich genommen habe und sie hierdurch ihrer Gesundheit Schaden zufügte, welches ihrem verstorbenen Mann wenig helfen würde, daher wollte ich sie gebeten haben, obwohl ich zwar nur ein Fremder wäre, sich doch nicht gar so heftig zu betrüben und dem Wohlanstand doch insofern zu Gefallen zu leben, daß wir als Reisende miteinander speisten.

Sie verneigte sich gegen mich, gab aber keine Antwort, außer daß sie sich auf die Vorstellungen, die ich ihr machte, sehr höflich gegen mich erwies und endlich nur soviel sagte, daß sie mir dankte, sie könne aber nicht essen.

Meine Dame, sprach ich, setzt euch nur mit her, vielleicht könnt ihr einen Bissen hinunterbringen, sonst werdet ihr euch auf diese Art das Leben verkürzen, gewiß werdet ihr krank werden! Sie neigte sich hierauf zweimal gegen mich und sah in die Höhe, welches das erstemal war, und sagte, mein Anerbieten wäre zwar so höflich, daß sie sich schämen müßte es abzuschlagen, ebenso wie sie sich schämen müsse es anzunehmen. Sie meinte, ich sei ihr nicht gänzlich fremd, denn sie hätte mich schon vorher gesehen. Sie wollte mein Anerbieten insofern annehmen, daß sie sich mit an den Tisch setzen wollte, weil ich es verlangte, sie könnte aber nicht versprechen, daß sie essen würde, und hoffte, ich würde das andere als einen Zwang ansehen, den sie sich selbst antun müßte.

Sie machte mich ein wenig stutzig, als sie sagte, sie hätte mich schon früher gesehen. Denn ich konnte mich ihrer nicht im geringsten erinnern, ja nicht einmal ihren Namen jemals gehört zu haben. Denn ich hatte ihre Magd schon um ihren Namen gefragt. Jetzt reute mich mein Interesse ein wenig, denn es war mir aus mancherlei Ursache darum zu tun, nicht erkannt zu werden. Allein ich konnte nun nicht wieder zurück. Überdies schien es mir nötig zu sein, wenn man mich kannte, daß ich wüßte, wer es sei. Also fuhr ich in meiner angefangenen Höflichkeit fort.

Wir gelangten zu dem Gasthofe, als es eben dunkel wurde. Ich bot meiner Witwe die Hand, um sie aus der Kutsche zu heben, und sie konnte es nicht ablehnen. Aber obwohl ihr Schleier damals nicht sehr über ihr Gesicht hing, so war es doch schon so finster, daß ich wenig davon sehen konnte. Ich begleitete sie bis an die Treppe und führte sie bis an die Stufen eines Speisezimmers, welches uns der Wirt zeigte, daß sich nämlich die ganze Gesellschaft dahin begeben möchte. Allein sie wollte nicht dort hinein, sondern verlangte gleich auf ihr Zimmer zu gehen. Also brachte ich sie bis an ihre Tür, beurlaubte mich und sagte ihr, ich würde sie zu der Abendmahlzeit erwarten.

Um sie einigermaßen gut zu bewirten, ließ ich auftragen, was die Küche hergeben wollte, welches in ein Paar Rebhühnern und einem sehr guten Gericht wohlzubereiteter Austern bestand. Sie brachten uns auch noch Rindszungen und Schinken herauf, wir aßen aber nicht mehr davon, weil wir an dem andern schon genug hatten; die Magd aß die Austern, die wir übrig gelassen hatten, was auch genug war.

Ich erwähne dies hier nur, damit es nicht den Anschein haben möchte, ich hätte die Person traktieren wollen, um mir ihre Liebe zu erwerben. Denn das war mir nicht in den Sinn gekommen, ich tat es nur aus Mitleid gegen die arme Frau, die ich in einem Zustande sah, der in der Tat sehr unglücklich war.

Als ich ihrer Magd anzeigte, daß das Abendessen bereit sei, holte sie ihre Herrin und kam mit einem Licht in der Hand mit ihr herein, und da sah ich denn das erstemal ihr Gesicht, weil sie weder Schleier noch eine andere Hülle auf ihrem Kopf hatte. Da mußte ich denn in der Tat erstaunen, als ich eins der schönsten Antlitze auf Erden erblickte. Ich empfing sie und führte sie an das Feuer, weil es sehr kalt war und der Tisch sehr weit vom Feuer ab stand.

Sie war nun sehr gesellig, aber sehr ernsthaft, und seufzte öfters in Erinnerung an ihre traurigen Umstände, sie wußte aber ihre Traurigkeit sehr artig zu mäßigen. Ich führte allerlei Gespräche über unterschiedliche Gegenstände mit ihr, bis ich nach und nach ihren Namen von ihr selbst herauslockte, wie auch den des Ortes, wo sie wohnte. Ich ersuchte sie um die Erlaubnis, ihr später einmal meine Aufwartung machen zu dürfen, worauf sie mir zu verstehen gab, daß dies vielleicht nach einiger Zeit geschehen könne.

Es kommt immer etwas ungeschickt heraus, wenn man die Schönheit einer Person herauszustreichen sucht, die andere doch ihr Lebtag nicht zu sehen bekommen. Daher mag es auch hier genug sein, wenn ich versichere, daß sie die schönste Person ihres Geschlechts war, die ich vorher oder seit der Zeit jemals gesehen habe. Deshalb ist es kein Wunder, daß ich von dem ersten Augenblick an, wo ich ihr Gesicht sah, von ihr eingenommen wurde.

Am folgenden Tage benahm sie sich viel freier, als sie den ersten Abend getan hatte, auch gab sie mir Erlaubnis, sie in ihrer Behausung zu besuchen, welches ich aber erst nach vierzehn Tagen tat.

Ich ließ mich bei ihr als jemand anmelden, der wegen des Schiffes, worauf sich ihr verstorbener Mann befunden hatte, etwas Geschäftliches mit ihr zu verhandeln hätte. Ich wurde gleich vorgelassen und machte ihr auch, ehe ich fortging, eine Liebeserklärung. Sie nahm diese aber mit einigem Widerwillen auf, obgleich sie mich deswegen nicht gerade unhöflich behandelte, sondern nur sagte, ich möchte sie mit dergleichen verschonen, weil sie nichts mehr davon hören möchte. Wie ich darauf kam, ihr sogleich diese Liebeserklärung zu machen, wußte ich damals selbst kaum zu sagen, obschon es vom ersten Augenblick an meine Absicht gewesen war.

Inzwischen erkundigte ich mich wegen ihrer Verhältnisse und ihrer Aufführung und hörte nichts, was mir nicht angenehm war. Besonders erfuhr ich, daß sie den Ruhm der sittsamsten und wohlerzogensten Frau in der ganzen Nachbarschaft hatte. Und nun glaubte ich das, was ich mir so oft als mein Glück gewünscht hatte, gefunden zu haben und war entschlossen sie nicht zu lassen, wenn es möglich wäre.

Es kam mir zwar der Gedanke, daß ich ein verehelichter Mann und eine andere Frau noch am Leben sei. Und obschon mir diese untreu geworden, so sei ich doch nicht gesetzlich von ihr geschieden, daß ich sie nicht anders als meine Frau ansehen könnte. Allein ich schlug mir diese Gedanken bald aus dem Sinn. Denn da sie erstlich eine Hure war, wie der Marquis es mir gestanden hatte, so hielt ich mich den Rechten nach für so gut als geschieden, daß ich wohl berechtigt war sie zu verstoßen. Denn da ich das Unglück gehabt hatte in einen Zweikampf zu geraten, und das Land verlassen mußte, so konnte ich mein Recht nicht durch einen ordentlichen Prozeß suchen, weshalb ich mich als von ihr geschieden betrachtete, wie wenn die Scheidung wirklich ausgesprochen worden wäre, also fiel dieser Skrupel von selbst hinweg.

Ich ließ nun zwei Monate hingehen, ohne die Witwe damit weiter zu quälen, hielt aber genau Wache über sie, um dahinter zu kommen, ob sie nicht noch mehr Freier hätte. Nach Ablauf von zwei Monaten besuchte ich sie wieder. Da empfing sie mich mit mehr Freiheit und seufzte und klagte nicht mehr so viel um den verstorbenen Mann. Und obwohl sie es nicht wieder zu einem Antrag kommen ließ, so gab sie mir doch die Erlaubnis, wieder bei ihr vorzusprechen, und es war mehr der Anstand als etwas anderes, woran sie sich stieß, im übrigen aber war ich ihr nicht unangenehm, zumal meine Aufmerksamkeit gegen sie auf der Reise mir einen großen Vorteil verschafft hatte.

Ich ging ganz langsam bei meiner Werbung zu Werke und gab ihr zwei Monate Bedenkzeit. Alsdann aber vermeldete ich ihr, daß der Anstand einer aufrichtigen und tugendhaften Liebe keinen ferneren Eintrag tun dürfte. Ich könnte unmöglich einen längeren Aufschub ertragen, sondern wenn sie einverstanden wäre, wollten wir uns ganz im geheimen trauen lassen. Die Sache kurz zu fassen, gewann ich nach einer ungefähr fünfmonatigen Werbung ihr Herz so vollständig, daß wir uns trauen ließen und zwar auf eine so heimliche Weise, daß auch ihre Magd, die uns noch dabei behilflich war, beinahe erst einen Monat später davon Kenntnis erlangte.

Ich war nun nicht nur in meiner Einbildung, sondern auch in Wirklichkeit der glücklichste Mann in der Welt, da ich mit meinem neuen Weibchen ungemein zufrieden war. Sie hatte ein recht gutes Herz, und es fand sich an ihren Eigenschaften nichts auszusetzen. Sie war wohlerzogen, und man spürte nicht die geringste Unart in ihrem ganzen Wesen, und diese Glückseligkeit währte ohne die geringste Unterbrechung sechs Jahre.

Allein ich, der ich zum Unglück im Ehestand geboren schien, traf auch hier zuletzt auf solches Ungemach und solche Widerwärtigkeiten, wie sie nicht schlimmer hätten sein können. Ich hatte drei feine Kinder mit ihr, und als sie mit dem letzten in den Wochen lag, hatte sie sich ein wenig erkältet, daß sie es lange Zeit nicht wieder verwinden konnte und ganz kränklich wurde. Bei dieser beständigen Unpäßlichkeit gewöhnte sie sich nach und nach an starke geistige Getränke, die ärger sind als der Teufel, wenn sie einen Menschen beherrschen. Und wenn sie auch nur mit einem Tropfen anfangen, so kommt es doch immer weiter, bis sie Tod und Verderben nach sich ziehen. Also verhielt es sich mit meiner Frau. Weil sie einen sehr schwachen kranken Magen hatte, nahm sie erst dieses und jenes stärkende Wasser zu sich, bis sie endlich nicht mehr ohne solche leben konnte, und es kam von einem Tropfen zu einem Schlückchen, von einem Schlückchen zu einem Trunk, von einem Trunk zu einem Suff, von einem ganzen Glase zu zweien, bis sie in einem Monat sich das Branntweinsaufen sehr stark angewöhnt hatte. Es kurz zu sagen, mein schönes, wohlgeartetes, sittsames und tugendhaftes Weib wurde eine Bestie und Sklavin der starken Getränke und pflegte sich an ihrem eigenen Tisch, ja in ihrem eigenen Kabinett vollzusaufen, bis sie endlich anstatt einer wohlgestalteten artigen Person so fett und plump wie eine Gasthauswirtin wurde. Das ehemals so schöne Gesicht sah jetzt aus wie ein ausgestopfter Puter oder ein frischgebackener Pfannkuchen, in welchem nicht einmal die Spuren oder Trümmer der allerschönsten Person unter der Sonne mehr zu bemerken waren. Nichts blieb übrig als ein schönes Auge, das sie behielt bis zu allerletzt. Kurz, sie verlor ihre Schönheit, ihre Gestalt, ihre Sitten und endlich auch ihre Tugend und ihre Ehre.

Niemals ist wohl eine Frau tugendhafter, ehrbarer, keuscher und nüchterner gewesen. Sie verlangte niemals Wein zu trinken und konnte starke Getränke auch bei andern gar nicht leiden. Ich konnte es öfters kaum mit den größten Bitten dahin bringen, daß sie ein oder zwei Gläser Wein trank, mehr nahm sie nie auf einmal, auch in Gesellschaft hatte sie keine Neigung dazu. Es ging niemals ein unbescheidenes Wort aus ihrem Munde, sie konnte auch dergleichen ohne Empfindlichkeit und Abscheu nicht anhören. Allein wegen der Schwachheit und Unpäßlichkeit nach dem letzten Kindbett nötigte sie die Amme, wenn sie so schwach und ohnmächtig war, diese oder jene Herzstärkung zu sich zu nehmen, oder auch dieses oder jenes gebrannte Wasser, um ihre Lebensgeister aufzufrischen, bis ihr dieses so unumgänglich notwendig wurde, daß sie ohne dasselbe nicht mehr leben konnte und nach und nach eine solche Gewohnheit daraus wurde, daß es nicht mehr ihre Arznei, sondern ihr Essen und Trinken und ganzer Lebensunterhalt wurde. Es verlor sich auch die Lust zum Essen bei ihr, daß sie wenig oder gar keine Speise zu sich nahm, sondern endlich dem Trunke derart ergeben war, daß sie schon des Morgens um elf Uhr in ihrem Ankleidezimmer berauscht zu sein pflegte und endlich niemals mehr recht nüchtern wurde.

Bei dieser höllischen Unmäßigkeit verlor sie schließlich alles, was vorher so schätzenswert an ihr war. Und ein Galgenvogel, wenn man einem Menschen, der sogar ein Edelmann war, noch einen solchen Namen beilegen darf, ein vertrauter Bekannter von uns, kam und gab vor, er wolle sie besuchen, machte aber sie und ihre Magd so betrunken, daß er bei allen beiden schlief, mit der Frau, als die Magd in der Stube war, und mit der Magd, als die Frau in der Stube war. Worauf er dieses öfters mit ihnen vornahm, wann er Lust hatte, bis endlich die Magd schwanger wurde, wodurch sowohl ihre eigene als auch ihrer Herrin Schande offenbar wurde. Nun mag man urteilen, wie mir damals zumute war. Ich, der ich mich sechs Jahre lang für den glücklichsten Menschen gehalten hatte, war nun der allerelendeste Tropf. Was meine Frau betraf, so liebte ich sie herzlich und war so davon überzeugt, daß ihr unglückliches Trinken schuld an allem war, daß ich es ihr nicht so sehr übelnehmen konnte wie ihrer Vorgängerin, sondern sie vielmehr von Herzen bedauern mußte. Inzwischen schaffte ich all ihr voriges Gesinde fort und hielt sie eingeschlossen, das heißt, ich setzte neues Gesinde über sie, die ohne mein Wissen keinen Menschen zu ihr ließen.

Allein, was ich dem Bösewichte, der sie und mich beschimpft hatte, antun sollte, das war eine Frage, die noch auszumachen war. Ihn herauszufordern und mit der gleichen Gefahr aussetzen, kam mir einigermaßen schwer an, weil ich vermeinte, ein Mensch, der mir solchen Schimpf angetan hätte wie er, wäre dergleichen Redlichkeit nicht wert. Daher entschloß ich mich, ihm auf dem Felde im Finstern aufzulauern und mit einer Pistole guten Abend zu bieten, ihn auch womöglich vorher wissen zu lassen, wer es gewesen, der ihm das Licht ausgeblasen hätte, allein als ich dieses reiflicher überlegte, widersetzte sich meine ganze Natur dagegen, weil es sowohl meiner Gemütsveranlagung wie auch meiner Liebe zur Ehre entgegen war. Hingegen faßte ich den Entschluß, daß ich ihn wegen seiner verübten Bosheit nachdrücklich züchtigen wollte. Es währte auch nicht lange, so fand ich hierzu Gelegenheit.

Als ich ihn traf, machte ich nicht viel Federlesens, sondern sagte ihm in wenig Worten, daß ich mich schon längst nach ihm umgesehen hätte. Er wüßte gar wohl, was für eine Schurkerei er an mir und den Meinigen verübt hätte, und da ihm dies bekannt sei, daß ich völlig darüber unterrichtet wäre, so müßte er mich für einen verzagten Kerl und einen Hahnrei halten, wenn ich dies ungesühnt hingehen ließe. Und nun wäre eine sehr gelegene Zeit dazu, ihn deswegen zur Rede zu stellen, daher geböte ich ihm, wenn er einem ehrlichen Manne ins Gesicht sehen könne, seinen Degen zu ziehen.

Er erschrak über diese Zumutung und fing an, sich zu entschuldigen und das Laster zu beschönigen. Allein ich sagte ihm, jetzt wäre keine Zeit auf solche Art zu reden, da er die Tat nicht leugnen könnte. Das Laster kleiner zu machen als es in der Tat wäre, hieße es der Frau desto schwerer aufzubürden, die er doch, wie ich genau wüßte, zuerst mit Wein betrunken gemacht hätte, sonst würde er sie nimmermehr dazu gebracht haben, in dergleichen Bosheit einzuwilligen. Weil er nicht blank ziehen wollte, schlug ich ihn mit dem spanischen Rohr mit einem Streich zu Boden. Ich wollte ihn nicht noch einmal schlagen, da er auf der Erde lag, sondern wartete, bis er sich etwas erholt hatte, denn ich sah wohl, daß er nicht gleich davon tot bleiben würde. In einigen Minuten kam er auch wieder zu sich, dann ergriff ich ihn beim Handgelenk und prügelte ihn mit meinem spanischen Rohr so derb durch, als ich nur konnte und meine Kraft ausreichen wollte, verschonte aber dabei seinen Kopf, damit er es desto besser fühlen mochte. In diesem Zustande fing er endlich an um Gnade zu bitten, aber ich war eine gute Weile taub gegen alles Bitten, bis er zu brüllen anfing wie ein böser Bube, der einen Stockschilling bekommt. Alsdann nahm ich ihm seinen Degen von der Seite, brach ihn vor seinen Augen in Stücke, gab ihm mit dem Fuß einige Rippenstöße und ließ ihn so auf der Erde liegen, indem ich sagte, er solle hingehen und mich verklagen, wenn er es sich nicht gefallen lassen wollte.

Ich hatte nun meine Rache ausgeführt, so gut ich es an einem verzagten Schuft konnte. Allein da ich wußte, daß er ein großes Geschrei davon in der Stadt machen würde, veränderte ich alsbald meine Wohnung und begab mich, um ganz verborgen zu sein, nach dem Norden von England und ließ mich in einem kleinen Städtchen nieder, nicht weit von Lancaster, wo ich mich ganz zurückgezogen hielt, daß man zwei Jahre lang nichts von mir hörte. Meine Frau, die nun sorgfältig eingeschlossen gehalten wurde und also die vorige Leichtfertigkeit nicht wieder begehen konnte, deren sie sich auch, wenn sie einmal nüchtern war, von Herzen schämte, konnte sich doch ihr Saufen nicht abgewöhnen. Denn da es ihr, wie ich schon erwähnte, so unentbehrlich geworden war wie das tägliche Brot, so zerstörte es gar bald ihre Gesundheit, daß sie ungefähr anderthalb Jahre danach, nachdem ich nach dem Norden gezogen war, ihrem Leben selbst ein Ende machte.

Also war ich wieder ein freier Mann und hätte nun wohl völlig überzeugt sein sollen, daß ich nicht dazu geboren war, mein Paradies im Ehestande zu finden.

Um wieder auf den Kapitän, den Schurken, dem ich das Leder so versohlt hatte, zu kommen, so machte derselbe ein großes Geschrei davon, daß ich ihn auf der Landstraße mit noch drei andern überfallen hätte, mit der Absicht ihn zu ermorden. Und dieses Vorgeben fand unter den Leuten in der Nachbarschaft auch einigen Glauben. Ich teilte ihm mit, daß ich davon gehört hätte, und sagte ihm, ich hoffe nicht, daß es aus seinem eigenen Munde herrühre. Wenn dem aber so wäre, so verlangte ich, er solle es öffentlich widerrufen und selbst eingestehen, daß es falsch sei, sonst würde ich gezwungen werden, die ehemalige nachdrückliche Züchtigung so oft zu wiederholen, bis er sich bessere Sitten angewöhnt hätte. Er möge versichert sein, wenn er länger vorlöge, daß ich noch jemanden bei mir gehabt, als ich ihn mit dem spanischen Rohr verprügelte, so wollte ich die ganze Geschichte in öffentlichem Druck herausgeben und ihn, so oft er mir in den Weg käme, mit meinem spanischen Rohr wie einen Tanzbären so lange umhertreiben, bis er den Mut fassen würde, sich wie ein Edelmann mit seinem Degen zu verteidigen.

Er gab mir auf diesen Brief keine Antwort. Daher wußte ich mir nicht anders mein Recht zu verschaffen, als daß ich diese Begebenheit zwanzig- bis dreißigmal in der Nachbarschaft herum verteilte, wodurch es so bekannt wurde, als wenn ich es hätte drucken lassen, und machte ihn unter seinen und meinen Freunden und Bekannten so verächtlich, daß er ausgezischt wurde wie ein kleines Kind, das sich im bloßen Hemde sehen läßt, und sich genötigt fand, in einen andern Teil der Stadt zu ziehen, wo er nicht so bekannt war. Da kümmerte ich mich denn nicht weiter um den Schurken.

Als nun meine Frau tot war, wußte ich nicht, was ich in der Welt anfangen sollte, und wurde so trostlos und niedergeschlagen, daß ich fürchtete, ich würde mir eine schwere Krankheit zuziehen, ja ich spürte sogar, daß ich zuweilen ein wenig verwirrt im Kopf wurde. Allein es rührte von nichts anderm her als von meiner Traurigkeit, und nach ungefähr einem Jahre verlor es sich von selbst wieder.

Ich war nun wie gesagt ein Jahr lang unschlüssig und mißmutig in der Irre umhergegangen, als ich erwog, daß ich noch drei unerzogene Kinder hätte, für die ich nicht die gehörige Sorge tragen könnte, und daß ich sie entweder in der weiten Welt allein lassen, oder jemanden haben müsse, der sich ihrer annähme, und daß eine Stiefmutter immer noch besser wäre als gar keine Mutter. Denn es ging unmöglich an, weiter ein solches umherschweifendes Leben zu führen. Also entschloß ich mich, die erste zu heiraten, die mir in den Weg käme, auch wenn sie noch so einfach wäre, und zwar je einfacher je besser. Denn ich war gesonnen, daß meine zukünftige Frau nur gleichsam die oberste Magd, das heißt die Wärterin meiner Kinder und eine Haushälterin für mich sein sollte, im übrigen mochte sie eine Hure oder ehrliche Frau sein, danach wollte ich nicht fragen. Denn ich war nun wie ein Verzweifelter, der es darauf los wagte, es möchte kommen wie es wolle.

Ich dachte: wenn die Frau ehrlich ist, die ich heirate, so wird sie für meine Kinder Sorge tragen, ist sie aber ein Luder, die mir nur Verdruß, Schimpf und Schande antut, so will ich sie einem Menschenhändler verkaufen und sie nach Virginia auf meine Plantagen schicken, wo sie Arbeit und schlechte Kost genug finden und wo ihr die Mucken schon vergehen würden. Dessen sollte sie gewiß sein!

Ich war zwar gleich anfangs bei mir selbst überzeugt, daß dies nur närrische Einfälle und aberwitzige Grillen wären, die ich so wenig im Ernst auszuführen gedachte wie ich glaubte, daß sich ein Männlein im Monde befände, allein ich weiß nicht, wie es kam: ich redete auf diese wilde Weise so lange mit mir selbst, bis es so weit war, daß ich im Ernst verzweifelt wurde, das heißt, den Entschluß faßte, alles Unglück davon zu erwarten, was man sich nur einbilden kann, und noch einmal zu heiraten.

Aber auch dieser unbesonnene Entschluß kam nicht auf einmal zur völligen Reife, sondern es verging ein halbes Jahr, ehe ich darüber mit mir selbst einig werden und etwas Bestimmtes vornehmen konnte. Gleichwie es aber heißt: Wonach einer ringt, das gelingt, und wer Unglück sucht, darf sich nicht viel danach umsehen, also erging es auch mir. Denn es trug sich endlich zu, daß in der nächsten Stadt, die ungefähr eine halbe Meile davon entfernt war, eine junge Frau, oder besser eine Person von mittlerem Alter sich befand, die, wenn das Wetter nur einigermaßen erträglich war, fast täglich in mein Haus und zu meinen Kindern kam. Und obwohl sie uns nur aus guter Nachbarschaft besuchte, so war sie doch jederzeit behilflich, den Kindern an die Hand zu gehen und ihnen sowohl vor als auch nach meines Weibes Tode auf jede Art und Weise zu helfen.

Ihr Vater war einer von denen, die ich öfter nach Liverpool und bisweilen nach Whitehaven zu senden pflegte, um irgendein Geschäft für mich dort zu besorgen.

Ich bekam endlich Lust zu diesem Mädchen, denn ich war der Meinung, sie sei die geeignete Person für meinen Zweck, besonders da sie sich so hilfsbereit gegen die Kinder erwies und diese sie auch herzlich lieb hatten. Also entschloß ich mich, sie gleichfalls zu lieben und schmeichelte mir dabei, daß, nachdem ich zwei adlige Fräulein und eine Bürgerstochter geheiratet hätte, die alle drei Huren gewesen wären, ich nun in einem unschuldigen Landmädchen die finden würde, die ich suchte.

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