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Laurids Bruun: Oanda - Kapitel 16
Quellenangabe
typefiction
authorLaurids Bruun
titleOanda
publisherGyldendal'scher Verlag
translatorJulia Koppel
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorGerd Bouillon
senderwww.gaga.net
created20080110
projectid3adcebb3
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IV.

Nomura trat zu Pat, der neben der Kommode stand.

»Ihre Frau darf nicht aufstehen, um Essen zu kochen oder aufzuräumen.«

Pat warf einen verstohlenen Blick zu Nelly hin, ob sie sie hören konnte.

»Wer soll es sonst tun?« fragte er leise.

»Sie darf das Kind nicht warten.«

Nelly warf sich im Bett hin und her; Pat hörte es.

»Wer soll es sonst tun,« fragte er nochmals.

Oanda nahm Nellys Hände, die sich unruhig auf der Decke bewegten.

»Darf ich es!« bat sie.

Nelly blickte in die jungen Augen, die dunkel vor Mitgefühl waren, bis der harte Ausdruck um ihren blassen, verzerrten Mund sich zu zitternder Rührung löste.

»Sie mit Ihren reinen Händen,« entschlüpfte es ihr.

Sie seufzte tief, zog ihre Hände zurück und wendete sich ab.

»Gott segne Sie, Fräulein,« sagte Pat, »aber nicht nur sie und das Kind sind zu versorgen, sondern auch Eddie und Jim und ich, und die alle dort – wir sind sieben, die was zu essen haben wollen, und unsere ganze Küche ist der Ofen dort.«

Bei dem Wort »Essen« fiel es Nelly ein, daß weder Pat noch die andern etwas zu essen bekommen hatten. Sie hatte keine Zeit gehabt, etwas einzukaufen und zu kochen. Bald würden Eddie und Jim ausgehungert nach Hause kommen.

»Pat,« sagte sie, ohne sich umzudrehen, »geh hinunter und kaufe etwas ein. Ich hatte keine Zeit.«

»Mach dir darum keine Sorgen, Nelly!« Dick rasselte mit einigen Geldstücken in seiner Hosentasche, »ich traktiere,« fügte er hinzu, mit einer galanten Verbeugung vor Oanda, »zu Ehren der Prinzessin mit den reinen Händen.«

Nelly blickte Dick von der Seite an, der Schatten eines Lächelns lag auf ihrem Gesicht.

»Nimm mich mit,« bat Annie und folgte ihm zur Tür.

»Finger weg!« Dick ging hinaus und schlug die Tür hinter sich zu.

Annie seufzte. Sie stand eine Weile, dann wurde sie von Müdigkeit nach dem Kummer der letzten Tage überwältigt, warf sich auf Dicks Bett und schlief gleich ein.

Nelly hatte mit abgewandtem Gesicht dagelegen und über das Wunderliche nachgedacht. Jetzt drehte sie sich wieder um und sah Oanda mit leuchtenden, fast verklärten Augen an.

»Wie heißen Sie,« fragte sie.

»Oanda. Ich bin von einer Insel, wo alle Menschen Brüder und Schwestern sind.«

»Wo liegt diese Insel?«

»In dem großen stillen Meer.«

Nelly betrachtete ihre klare, unbeschriebene Stirn, ihre starken, warmen Augen, die so offen zeigten, was sich in ihrem Herzen rührte, ihren weichen Mund, der so rein und ungeprüft war, wie der eines Kindes und dennoch fest und klug und charaktervoll. Darauf atmete sie tief und sagte:

»Der Priester hat recht, hier ist kein passender Aufenthaltsort für Sie.«

Oanda nahm ihre Hand und beugte sich über sie.

»Schicken Sie mich nicht fort,« bat sie.

Nelly warf ihren Kopf zurück, als wehrte sie sich gegen etwas, das sie zu überwältigen drohte.

»Sie werden krank in dieser Höhle, wo weder Luft noch Licht hinkommt.«

»Ja, die Luft ist das Schlimmste.« Oanda griff sich an die Brust und blickte sich besorgt um.

Wie in plötzlicher Angst, sie zu verlieren, klammerte Nelly sich an ihren Arm.

»Schwester!« rief sie leidenschaftlich. Ihre Augen flammten, das Blut stieg ihr zu Kopfe – »Pat!« rief sie und ein furchtbarer Anfall schüttelte ihren mageren Körper. Pat stürzte herbei, Nomura aber hielt sie bereits umfaßt und stützte sie, während der Husten sie verhehrte, so daß die Augen ihr aus dem Kopf traten. Oanda mußte weinen.

Als der Anfall endlich überstanden war, und Nomura sie niedergelegt, zugedeckt und den Schweiß vom Gesicht gewischt hatte, lag sie mit geschlossenen Augen und einem matten Lächeln da, blaß wie eine Tote.

Nomura betrachtete sie eine Weile.

»Ich will ein Mittel für die Nacht holen,« sagte er.

»Kann ich es nicht holen?« fragte Pat.

»Sie bleiben hier.«

Nomura war gegangen. Nelly schlief, Oanda trocknete ihre Augen und ließ gedankenvoll ihren Blick von Wand zu Wand schweifen.

»Ja, hier sind nur kahle Wände,« sagte Pat bitter.

Es dauerte eine Weile, bevor sie erfaßte, was er meinte. Sie atmete tief und sagte:

»Warum geht es euch so schlecht?«

Pat zögerte eine Weile, dann begann er schwerfällig:

»Ja, jetzt sind wir reif für den Kehrichthaufen. In meinen jungen Tagen aber, da hätten Sie sehen sollen, da hatten wir keine kahlen Wände, sondern Malereien und eine Uhr und Gardinen und einen Kanarienvogel; das war zur Zeit meiner ersten Frau –«

»Ist er nie hier gewesen?«

»Wer?«

»Ralph Cunning.«

Pat sah auf und verzog die Lippen:

»Man kann merken, daß Sie von weit her sind, Fräulein.«

»Würdet Ihr ihn verderben, wenn es euer Vorteil wäre?«

»Ja,« warf Tonny ein, der aufmerksam zugehört hatte. »Das wäre nur gerechte Wiedervergeltung.«

»Wofür?«

»Sehen Sie, Fräulein, die Dagos müssen sich mit dem Lohn begnügen, den er ihnen bietet, er hat seine Agenten in New York, die bei der Ankunft der Dampfer zum Hafen kommen. Die Dagos haben kein Geld und können die Sprache nicht, darum müssen sie nehmen, was sie kriegen. Die Agenten sorgen dafür, daß sie auseinandergerissen werden, und die, die für sie eintreten sollen, ihre Führer, werden bestochen.«

Pat nickte bestätigend:

»Tonny ist selbst Dago, er weiß Bescheid.«

Tonny brüstete sich.

»Ich bin in Polen und in Galizien gewesen,« sagte er. »Ich kann auch andere Sprachen. Aber er soll sich hüten,« er drohte mit seiner geballten Faust durch die Luft. »Ich werde die Dagos zusammentrommeln, und dann wird es sich zeigen, wer der Stärkere ist!«

»Aber Pat ist doch Amerikaner, nicht – und Dick?«

»Ja.«

»Es arbeiten also auch andere als Dagos bei ihm.«

»Wracks,« sagte Pat, »die nirgends anders ankommen können und sich mit dem Lohn eines Dago begnügen müssen. Ich bin vor einigen Jahren von der Eisenbahn gefallen und habe meine Hüfte verletzt; darum hinke ich. Und wie es mit Dick bestellt ist, das haben Sie ja gehört.«

Oanda überlegte.

»Und wenn ihr euch vereinigt habt, was dann?«

»Dann,« sagte Tonny, »sollen die Dagos auch ein menschenwürdiges Leben bekommen. Wohnungen mit Luft und Licht, damit ihre Kinder rund und rot werden können – und nicht grau und elend wie der jämmerliche Wurm da.« –

»Wüßte er, wie schlecht Ihr es habt, würde er euch aus eigenem Antrieb helfen.«

»Wer?«

»Ralph Cunning. Ich will es ihm morgen sagen und ihn bitten, mit hierher zu kommen.«

»Verraten Sie uns nicht, Fräulein.« Pat sah sie flehend an. »Wenn er erfährt, was Tonny vorhat, dann werfen seine Werkführer alle, die sich der Bewegung angeschlossen haben, hinaus.«

Tonny ergriff ihre Hand in einer plötzlichen Eingebung.

»Sie haben gesagt, Sie seien von einer Insel, wo alle Geschwister sind,« – er sah sie eindringlich mit seinen festen schwarzen Augen an – »bleiben Sie bei uns, Schwester! – Sie können viel für uns tun, und Sie werden es nicht bereuen.«

»Ja,« antwortete Oanda ohne sich zu bedenken, »ich will bei ihr und ihrem Kind bleiben.«

»Dank!« Er faßte sie in aufbrausender Freude um die Schulter. »Sie können auf meiner Chaiselongue schlafen. Ich kann anderswo ein Unterkommen finden; und jetzt gibt's mancherlei für mich zu tun, das können Sie mir glauben. Er soll es fühlen, daß er mich an die Luft gesetzt hat.«

Darauf sagte er etwas zu Pat, was Oanda nicht verstand – sie hörte nur das Wort »Kameraden«.

»Ich gehe jetzt! Auf Wiedersehen, Schwester!«

Er preßte ihre Hand so heftig, daß es ihr weh tat. In der Tür stieß er mit Jim und Eddie zusammen. Eddie strich kokett an ihm vorbei und sagte einschmeichelnd: »Guten Abend.«

Tonny machte ihr ein Zeichen zu, daß Fremde zugegen seien. Sie drehte sich um und gewahrte zu ihrem Erstaunen Oanda.

Eddie war achtzehn Jahre alt, mager und geschmeidig, das schmale Gesicht und die spitzbübischen Augen besaßen eine gewisse freche Anmut. Sie war aus ihrem Jackett herausgewachsen, so daß die groben roten Handgelenke über dem Handschuh sichtbar wurden. Der Rock war so kurz, daß ihre hübschen Beine bis zur Mitte der Wade zu sehen waren. Im Knopfloch hatte sie eine Rose, die sie in dem Blumengeschäft, wo sie arbeitete, stibitzt hatte; und der armselige Hut war mit etwas grünem Band aus derselben Quelle aufgeputzt. Ihre hochaufgeschossene Gestalt hatte etwas Elastisches, Frühlingshaftes, und in jeder Bewegung schien sich der bewußte Vorsatz auszusprechen, daß sie sich nicht wie ihre Eltern um das Leben betrügen lassen wollte.

»Platz da, Mädchen!« sagte Jim und schubste sie ins Zimmer; er sah wohl, daß da eine fremde Dame stand – aber was kümmerte das ihn. Er war hochaufgeschossen wie seine Schwester, mit ausgeblichenem Haar, blaß wie ein Sellerie und mit krummem Rücken. Er trug eine Sportmütze und ein Halstuch und sah ganz verfroren aus. Sein mageres, hartes Gesicht, die grauen Augen, Haltung und Bewegung gaben deutlich zu erkennen, daß er um jeden Preis seine fünfzehn Jahre verbergen wollte: war er nicht ein ganzer Kerl, der seinen Unterhalt selbst verdiente und niemand was schuldete?

Ohne die Fremde zu beachten, warf er etwas Kleingeld auf den Tisch und sagte zu Pat:

»War heute abend nicht viel zu machen, Alter.«

»Gab's keine Präsidentenrede?« fragte Pat.

»Nicht mal einen schäbigen Negermord. Hier – das ist alles.«

Während Pat das Geld zählte, zog Jim ein Päckchen Zigaretten aus der Tasche, zündete sich eine an und reichte Pat, als ob er ein Altersgenosse wäre.

Pat sah mißbilligend, daß er rauchte, der Fremden wegen, sagte aber nichts, sondern nahm einige Zigaretten und steckte sie zu sich.

Eddie nickte der Dame artig und erwachsen zu, trat vor den Spiegel, nahm den Hut ab und glättete ihr Haar, während sie Oandas Toilette verstohlen musterte.

»Rück' mit dem Lohn 'raus,« sagte Jim, der sich über ihr damenhaftes Getue ärgerte.

»Löhnungstag, Eddie?« Pat sah sie an.

Eddie beendete ihre Toilette und kam an den Tisch geschlendert.

»Ich hab nur drei und einen halben Dollar gekriegt,« Eddie warf das Geld auf den Tisch. »Sie hat mir anderthalb Dollar als Lehrgeld abgezogen; sie sagte, sie müßte das haben, um mich binden zu lehren.«

»Das lügst du, Mädchen!« sagte Jim.

»Was sagst du da, Bengel?« Eddie beherrschte sich und sah den Bruder herausfordernd an.

Sie will sich vor der Fremden großtun, dachte Jim ärgerlich.

Er kniff die Augen zusammen und sah sie von der Seite an, während die Zigarette ihm zwischen den Lippen hing.

»Kamst du vielleicht nicht aus dem Kino, als ich dich an der Ecke traf?«

Pat wurde böse und packte Eddie am Arm.

»Au!« schrie sie und riß ihren Arm an sich, »kneifst du eine Frau?«

Jim lachte, Oanda sah erstaunt von Vater zu Tochter.

»Warum hast du das getan?« fragte sie.

»Sie betrügt uns bei jeder Gelegenheit um den Lohn,« sagte Pat ärgerlich.

»Gehört er denn nicht ihr?«

Eddie ergriff die günstige Gelegenheit. Sie wandte sich an Oanda und sagte mit Tränen in der Stimme:

»Sie sollten nur wissen, gnädige Frau, wie ich für diesen Sklavenlohn schuften muß, und dann schlagen sie mich, wenn auch nur ein einziger Cent fehlt – nie krieg' ich etwas für mein Zeug, sehen Sie nur!« sie hob ihr Kleid, »nichts als Fetzen – und die Finger gucken mir aus den Handschuhen und die Zehen aus den Strümpfen.«

Sie zeigte ihre Handschuhe und drehte ihre Beine, so daß Oanda die Löcher sehen konnte.

»Wir andern sollen sie satt machen,« sagte Jim trocken, »damit sie die Dame spielen kann. Sie will nicht für Kost und Logis bezahlen.«

»Kümmere dich um deine eigenen Sachen, dummer Bengel!« schrie Eddie heftig. »Glaubst du nicht, daß ich weiß, was heimlich in deine Taschen wandert?«

Jim blies den Rauch durch die Nase und lächelte überlegen.

»Warum seid ihr so hart gegeneinander?« fragte Oanda und sah sie betrübt an.

Durch den Wortwechsel war Nelly erwacht.

»Sie sind nur hungrig und müde,« sagte sie. »Jim und Eddie, in der Schublade ist Brot und Käse.«

Die Kinder stürzten sich auf die Schublade.

»Da sind ja nichts als Rinden,« sagte Jim enttäuscht.

»Und ein trocknes Stück Käse!« Eddie biß ärgerlich hinein.

Jim blickte zu Dicks Bett hinüber, wo Annie mit regelmäßigen Nasenlauten schlief.

»Das alte Aas hat alles gefressen,« sagte er, »der Teufel soll sie holen.«

Pat sah Oanda an und seufzte.

»Sie hätten sie sehen sollen, als sie klein waren,« sagte er entschuldigend.

»Ja, ja!« Oanda klopfte seinen Arm.

»Die Not hat sie so gemacht.«

»Wie ist die Welt schlecht!« sagte sie traurig,

Nelly richtete sich im Bett auf und sah sie an.

»Sie müssen auf Ihrer Insel sehr glücklich gewesen sein, wenn Sie das nicht gewußt haben.«

Jim warf sich so lang er war auf die Schlafbank, Eddie lief hin und versuchte ihn wieder in die Höhe zu ziehen.

»Ich will auch meinen Platz haben.«

»Du kannst dich auf Annies Matratze legen, bis Dick kommt.«

»Er steht schon vor fünf Uhr auf,« sagte Pat entschuldigend, »und ist den ganzen Tag auf den Beinen.«

»Hat er einen schlimmen Hals?« fragte Oanda.

Pat sah sie verständnislos an.

»Das kommt vom Zeitungsausrufen,« sagte Nelly.

»Warum wohnt Ihr nicht draußen auf dem Land?«

»Dort können wir keine Arbeit bekommen.«

»Ich habe mitten in der Stadt Gärten mit großen Rasenplätzen gesehen. Warum lagert Ihr euch nicht dort, anstatt hier?«

Eddie, die das Bettzeug unter der Bank hervorgezogen und sich darauf gelegt hatte, schlug ein lautes Gelächter an.

»Im Park schlafen, hast du gehört Jim? Die Dame muß von weit her sein.«

»Das ist verboten, Fräulein,« sagte Pat. »Man würde uns in die Kaserne der Obdachlosen bringen – und dort ist es noch schlimmer als hier.«

»Und was sollten wir im Winter machen?« sagte Nelly, »wenn es kalt ist und schneit?«

»Wird es denn kalt?«

»Wissen Sie das denn nicht mal?«

»Doch, ich habe davon gehört, hatte es aber vergessen, meine Mutter hat mir von Winter und Kälte und weißen Flocken, die Schnee heißen, erzählt; ich habe sie aber nie gesehen. Auf meiner Insel ist immer Sommer.«

»Wie schön muß es dort sein,« seufzte Pat.

»Ich weiß nicht,« sagte Nelly, »der Sommer ist auch nicht besser, wenn die Häuser glühen und man vor Gestank nicht atmen kann.«

»Dort gibt es wohl keine hohen Häuser?«

»Nein, ach nein.«

»Dort ist wohl alles nur wie ein großer Garten.«

»Ja,« Oandas Augen leuchteten. »Es ist wie eine einzige, strahlende Wiese in dem blauen Wasser, wo die Palmen mit der Luft spielen, und die Sonne glitzert zwischen den Blättern und macht alles lebendig. Dort ist kein toter Lärm – keine toten Gesichter – keine Menschen im Käfig – keine erstickende Luft. Ach, wenn ich doch erst wieder zu Hause bei meiner Mutter wäre!«

»Warum haben Sie sie verlassen?« fragte Nelly.

»Um die Welt kennen zu lernen, aus der sie und mein Vater stammen.«

»Wenn ich Ihre Mutter gewesen wäre, hätte ich Ihnen das ausgeredet. Sie und Ihr Vater scheinen sich ja auch nicht wohl hier gefühlt zu haben, da sie so weit fortgereist sind.«

»Du, Nelly, das Fräulein ist eine Tochter von dem Ingenieur, der an einer öden Insel Schiffbruch gelitten hat – du weißt, der, für den eine Statue gebaut worden ist. Sie hätte sein ganzes Geld gekriegt, wenn er richtig getraut gewesen wäre.«

»Darüber grämen Sie sich nur nicht,« tröstete Nelly, »Geld ist Dreck. Man wird ein schlechter Mensch, wenn man zu wenig, und auch wenn man zuviel davon hat. Sehen Sie nur die großen Herren und Damen an, die auf der Straße an einem vorbeifahren, was die für Gesichter machen.«

Oanda nickte, sie mußte an Ralph denken.

Hatte er nicht auch gesagt, daß er seit seiner Kindheit nicht glücklich gewesen sei?

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