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Laurids Bruun: Oanda - Kapitel 1
Quellenangabe
typefiction
authorLaurids Bruun
titleOanda
publisherGyldendal'scher Verlag
translatorJulia Koppel
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorGerd Bouillon
senderwww.gaga.net
created20080110
projectid3adcebb3
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Die glückliche Insel

I.

Sie hatte die Hände um die nackten Knie gefaltet und blickte in den Sonnenaufgang, Vom Meer kamen heiße Windstöße, die ihre flaumige Wange liebkosten und das glänzende Haar nach rückwärts strichen.

Das Licht wurde so stark, daß sie den Sommerhut vor die Augen ziehen mußte. Er war neu, groß und flach; sie war sehr froh darüber, ihre Mutter hatte ihn aus reinsten Kokosfasern geflochten.

Die Lagune war voll flimmernder Lichtstäubchen, die sich jagten und doch nie erreichten, weil die kleinen kristallgrünen Schattentäler dazwischen waren.

Sie fühlte ein Stechen an ihren Füßen; an den Strohsandalen waren von dem dichten Gebüsch, durch das sie hindurchgebrochen war, um auf die Spitze des Kalkfelsens zu gelangen, Dornen sitzen geblieben. Sie zupfte sie heraus und setzte sich dann bequem zurecht, um den Horizont gründlich abzusuchen.

Es zeigte sich nicht ein einziger dunkler Punkt, der Wilkins Barke vorstellen konnte.

Seit einer ganzen Woche wurde das Schiff nun schon erwartet. Jedes Vierteljahr, am ersten im Monat, verließ die »Arizona« den Hafen von Manila, legte in Zamboanga an, wo sie ein oder zwei Tage blieb, und gebrauchte dann acht Tage, um die Reise nach van Zantens Insel zu machen. Hier pflegte sie einige Tage zu liegen, bevor sie nach den Karolinen weiterfuhr.

Oanda erinnerte sich nicht, daß das Schiff jemals mehr als fünf Tage Verspätung gehabt hatte; damals war es an der Ostküste von Mindanaos vor Anker gegangen, aus Furcht vor dem Taifun.

Die Kopra war gepackt, die Bananenkörbe füllten den Speicher bis unters Dach, und Toko war ärgerlich, daß er seine dreimonatliche Reise durch die Insel nicht antreten konnte, bevor Wilkins mit den Waren da war.

Die jungen Mädchen gingen jeden Abend an den Strand und sangen das Zauberlied, um das Schiff herbeizulocken. Es war dasselbe Lied, sagte Pieter, das sie gesungen hatten, um den Fischzug heranzuziehen, als er zuerst zur Insel gekommen war.

So hatte sie sich noch nie nach dem Schiff gesehnt. Sie konnte das große Buch kaum erwarten, das Wilkins im Auftrage ihrer Mutter in Manila besorgen sollte – mit Bildern von allen Inseln und Städten der Welt, wo es Häuser gab, höher als die höchsten Kokospalmen, Wagen, die schneller fuhren als ein Schiff unter vollen Segeln, Boote, die auf großen künstlichen Flügeln durch die Luft flogen – und ein Bild vom Präsidenten, der in einem weißen Hause wohnte und über all das Wunderbare, das die Menschen geschaffen hatten, herrschte.

Oanda schloß die Augen und fühlte die ganze blendende Welt in ihrem Innern – die Welt, aus der ihre Eltern stammten, bevor sie auf der Insel strandeten, und auch Pieters, der sie freiwillig vor vielen Jahren verlassen hatte, weil er lieber auf seiner eigenen Insel leben wollte.

Sie ließ ihren Blick über das Riff schweifen, bis sie die Klippe fand, wo ihr Vater und ihre Mutter sich aus dem zerschmetterten Boot gerettet hatten. Wie eine ungeheure Schildkröte hob sie sich aus dem weißen Schaum. Die Brandung umtobte sie, erreichte aber nie ihre Spitze.

Sie war häufig mit Toko draußen gewesen, er pflegte auf der Innenseite der Klippe anzulegen, wenn er auf Schildkrötenfang war. Dann hatte sie auf dem nassen Stein gestanden und zum Meer hinausgeblickt, das raste und schäumte, weil der Korallengrund ihm seine Kraft nahm.

Zwischen diesen Klippen hatte ihr Vater mit der Brandung um das Leben ihrer Mutter und um sein eigenes gekämpft, bis er einen Halt an dem rauhen Stein fand und hinaufgelangte. Die Eingeborenen hatten das Boot draußen kentern sehen. Als Pieter und Toko als die ersten die Klippe erreichten, fanden sie eine Frau, die weinend über dem Mann lag, der sein Leben hingegeben hatte, um das ihre zu retten; sein Herz war beim Kampf gebrochen.

Oanda schloß die Augen und dachte an ihren Vater. Sie sah ihn auf dem Stein liegen, bleich, mit zusammengepreßten Lippen, die Hand so fest um die ihrer Mutter gepreßt, daß man sie fast nicht hatte loslösen können. Das alles hatte Pieter ihr erzählt, als sie noch ein kleines Mädchen war. Sie hatte es so lebendig vor sich gesehen, als ob sie es miterlebt hätte.

Für gewöhnlich dachte sie nicht daran, daß ihre Mutter blind war und ihr eigenes Kind noch nie gesehen hatte. Wenn sie aber an ihren Vater dachte und ihn vor sich liegen sah, die Hand so fest um die der geliebten Frau geschlossen, als wollte er sie mit sich in das Unbekannte hinüberziehen, dann begriff sie, was es hieß, blind zu sein: Denjenigen, dessen Stimme verstummt war, nicht einmal mehr mit dem Blick erreichen zu können! Wann immer sie daran dachte, mußte sie weinen.

Einen Traum hatte sie, der immer wiederkehrte: Sie saß hoch oben auf einem Felsen und blickte übers Meer, als sie plötzlich eines Schiffes ansichtig wurde, dessen Masten in die Sonne ragten. Die Segel leuchteten golden im Licht; langsam glitt es auf das Riff zu, aber es strandete nicht. Es steuerte sicher und geradeswegs durch den engen Kanal zwischen den Schären. Es wurde größer und größer, und indem es still über das hellgrüne Wasser der Lagune glitt, sah sie am Steuer einen jungen Mann stehen. Er war groß und hübsch, und sie dachte bei sich, daß so gewiß ihr Vater ausgesehen hätte. Seine Augen schweiften suchend umher. Und als sie sie gefunden hatten, breitete er die Arme aus und rief nach ihr. Ihr Herz war so voller Freude, daß es einen Augenblick zu schlagen aussetzte. Dann aber rief sie: »Warte, ich komme!« – erhob sich, um sich ins Meer zu stürzen, und beim Fall erwachte sie.

Wenn dieser Traum eines Tages Wirklichkeit würde! Wenn es nicht der dicke Wilkins von Manila mit seinen beiden kleinen Mädchen Clare und Elisa wäre, der heute oder morgen käme, sondern große, leuchtende, vollkommene Menschen unter goldenen Segeln!

Oanda erhob sich, blickte noch einmal über den ganzen Horizont und kletterte dann den Weg zurück, den sie gekommen war. Sie umging geschickt die Dornen, stemmte Füße und Hände in die runden Löcher, wo es von Ameisen wimmelte, erreichte das Gebüsch, ließ sich rückwärts hinabgleiten, faßte einige Lianen, die im Winde schwankten, und fierte sich an ihnen hinunter, bis sie die Steine des Strandes unter ihren Füßen fühlte.

Vor der Landzunge bog sie in eine kleine Bucht ein, die ringsherum mit Yams-Gebüsch bewachsen war. Sie entkleidete sich und lief über den Korallenstein so weit ins Meer hinaus, bis das Wasser ihr an die Hüfte reichte; dort stand sie in dem lauwarmen Wasser und reckte sich zum Licht hinauf, während ihr sonnenverbranntes glänzendes Haar die weißen Schultern frei umwogte.

Draußen beim Riff waren einige Fischer im Begriff, Reusen auszulegen. Sie standen achtern auf ihren schmalen Bambusflößen und ruderten, während die großen eiförmigen Reusen paarweise vor ihnen zusammengebunden lagen. Andere folgten in einem Kanu. Wenn die Reuse ausgelegt war, bogen sie sich über das Kanu, rückten die Reuse zurecht und befestigten sie an den Pfählen.

Sie stand im Licht und streckte ihre Hände der Sonne entgegen, wie die Eingeborenen es zu tun pflegten; und sie sprach das Gebet, das ihre Mutter sie gelehrt hatte, als sie ganz klein war, daß das Licht, das in allem ist, in ihr siegen möge und über sie und in allen Dingen der Welt.

Dann tauchte sie unter und schwamm unter Wasser, bis sie ein gutes Stück draußen war. Sie lachte und atmete laut, schüttelte sich das Wasser von den Haaren und schwamm mit hocherhobenem Kopf und langen, ruhigen Zügen wieder auf den Strand zu.

Mit den Händen strich sie sich das Wasser von den schlanken Gliedern, die bis über Knie und Ellbogen braun waren, und drehte sich eine Weile in der Sonne, bis ihre Haut wieder trocken war, kleidete sich darauf singend an und schlenderte weiter. Im Gebüsch fand sie einige herrlichrote Hibiscus, die sie sich ins Haar steckte.

Auf der andern Seite der Bucht erstreckte sich der Strand in gerader Linie bis zum Bootshause mit seinem niedrigen Pisangdach, wo Pieter seine Kanus zum Schutz gegen Sonnenbrand und Regen untergebracht hatte. Sie konnte ihr eigenes kleines Boot sehen, das mit Gurkemejed-Wurzel gelb gemalt war. Daneben lag der Speicher, hoch und solide und gelb gekalkt. Eingeborene waren damit beschäftigt, Koprakisten zur Mole hinauszurollen – die Mole war ein Werk von Toko, und bestand aus Korallenblöcken, die er behauen hatte. Dort draußen lagen einige Arbeitskanus wie schwarze Punkte in dem blanken Wasser und die große viereckige Bambusflotte, die die Waren zum Schiff hinausbringen sollte.

Sie beschattete die Augen mit der Hand, um zu sehen, ob sie Toko entdecken könnte; aber er war nicht da, Pieter, wußte sie, saß zu Hause und schrieb die Warenlisten, die Wilkins mithaben sollte.

Das Haus, in dem sie wohnte, konnte sie von hier aus nicht sehen. Der Kokoshain des Königs, wie er noch immer hieß, obgleich seit vielen Jahren kein König mehr auf der Insel gewesen war – kein anderer als Pieter – lag zwischen dem Strand und ihrem Hause und ging ganz bis zum Wasser hinunter.

Die höchsten Blätter der Kokoskronen schwankten träge in dem leisen Wind; die untersten waren bereits gelb und die Nüsse hingen in ihrem Schatten, dicht und grün. Sie kannte alle Bäume und hatte den größten Namen gegeben. Dort war ein alter Bambuszaun, der hier und da aus Altersschwäche zusammengebrochen war; durch ein Loch konnte sie in das kühle Dunkel unter die schlanken Stämme sehen, wo sich hin und wieder ein vereinzelter zitternder Sonnenstrahl Bahn brach. Die herabgefallenen Nüsse waren in Haufen gesammelt und fingen an, blaß und braun zu werden. Ein Eingeborener war damit beschäftigt, sie zu sortieren, doch konnte sie nicht erkennen, wer es war.

Als sie noch ein Stück gegangen war, kroch sie durch ein Loch im Zaun, es war der Richtweg, den die Mädchen einschlugen, wenn sie baden wollten.

Nun ging sie durch den Hain, der sanft auf dem Strand anstieg, bis sie seinen Saum erreichte, wo die Wärme vom offenen Land ihr entgegenschlug. Der schmale Pfad, den sie verfolgte, führte quer über das Tarofeld, Die großen, dunklen, blanken Taroblätter schlugen über dem Weg zusammen und reichten ihr bis an die Hüfte.

Sie blieb stehen und erfreute sich an der strahlenden Fruchtbarkeit, die in der Morgensonne gebadet lag. Die Taroplantagen erstreckten sich von dem Grabhügel ihres Vaters am Ende des Kokoshains, ganz bis zu den Kalkfelsen am Strande.

Der Pfad führte zu den Hütten der Eingeborenen, die im Schatten verstreuter Palmen, Pisangs und Bananen lagen. Hier und dort erhob ein Brotfruchtbaum seine dichte dunkle Krone über die niedrigen Bäume.

Sie konnte die Hühner drüben gackern hören. Sonst lag alles still. Zu dieser Zeit waren nur die Alten und die kleinen Kinder zu Hause. Aus der Hütte der alten Muwa stieg ein leichter weißer Rauch durch die dünne Luft.

Wahrscheinlich kocht sie Wasser, um Umschläge für ihr krankes Bein zu machen, dachte Oanda. Wie Mutter es sie gestern gelehrt hat.

Vor den äußersten Hütten spielte eine Schar nackter Kinder im Schatten mächtiger Pisangblätter. Oanda rief ihnen etwas zu, und die Kinder erhoben beim Laut ihrer Stimme die Köpfe. Als sie ihres weißen Kleides ansichtig wurden, erhoben sie ein lautes Geschrei und stürmten auf sie zu. Jedes wollte zuerst bei ihr sein. Sie griffen nach ihren Händen, klammerten sich an ihre Arme und Beine und zerrten an ihrem Kleid, während sie alle durcheinander schwatzten und mit ihren schimmernden weißen Zähnen lachten.

Einige von den Kleinsten nahm sie auf den Rücken, und so lief sie mit der ganzen Schar zu den leeren Hütten, so daß der weiße Staub aufgewirbelt wurde und die Hühner erschrocken aus den Löchern, die sie sich in den losen, weißen Sand gemacht hatten, davonstoben.

Hütte lag neben Hütte, das niedrige, sonnenverbrannte Blätterdach hing über die geflochtene Wand und das dunkle Türloch. Vor einer Hütte saß eine alte Frau und wärmte sich in der brennenden Sonne, mit nacktem Oberkörper und hochgezogenen Knien. Sie verzog ihr runzliges Gesicht zu einem Lächeln und streckte Oanda ihren mageren Arm grüßend entgegen.

Je weiter sie lief, desto größer wurde die Kinderschar. Alle wollten mit, die aber, die zuerst von ihren Händen und ihrem Kleid Besitz ergriffen hatten, wollten nicht gutwillig von ihrem Platz weichen, und es gab Geschrei und Prügelei, bis sie den offenen Platz vor dem großen Versammlungshaus erreicht hatten, dessen Holzwände und hoher Giebel mit bunten Mustern von Ringen und Stäben geschmückt waren. Zur Zeit des alten Königs war dies »Das Haus der jungen Männer« gewesen.

Vor einer Hütte stand ein alter, bärtiger Mann und brach Reisigholz über seinem Knie für ein Feuer. Im Vorbeirennen rief Oanda ihm zu, daß noch kein Schiff zu sehen sei. Der Alte hielt in seiner Arbeit inne, um zu antworten. Bevor er aber etwas gesagt hatte, war die wilde Jagd schon vorbei.

Eine Schar schwarzer Ferkel mit langen, weißen Ohren riß sich um eine Taroknolle, die fast ebenso groß wie sie selbst war. Sie hatten kaum Zeit aus dem Wege zu gehen, nachdem sie sich aber besonnen hatten, rannten sie hinterher, bis Kinder und Ferkel durcheinander kollerten.

Jetzt hielt Oanda im Lauf inne. Die Kinder balgten sich mit den Ferkeln und jagten sie zwischen den Hütten. Ein altes Weib kam aus ihrem Türloch und schimpfte, bis sie Oandas ansichtig wurde; da verwandelte sich ihr Zorn in ein Lächeln. Sie kam auf Oanda zugewackelt und zeigte ihr eine Wunde, die sie am Arm hatte. Oanda hörte ihrem Bericht geduldig zu und erteilte gute Ratschläge, wie ihre Mutter es getan haben würde.

Nachdem Oanda bei der alten Muwa gewesen war und ihr mit den Umschlägen geholfen hatte, ging sie durch das Dorf, bis sie das Tarofeld erreichte, wo die Mädchen heute die Knollen ausgruben.

Das Licht schimmerte in weißen Flächen auf ihren schweißblanken Rücken, wie sie dort in einer langen beweglichen Reihe zwischen den dunklen Büschen lagen und zur Arbeit sangen. Während sie übers Feld ging, sang Oanda mit:

»Ich stand am Strand und winkte,
Bis meine Hand ermüdete.
Das Segel gen Süden gesetzt,
Zog er fort in seinem Boot.
O, komm, mein geliebter Mann,
Bevor mein Auge dich verliert.
O, mein Geliebter,
Die Nacht ist lang,
Und der Morgen uns beiden verborgen.«

Da hörte eines von den Mädchen Oandas Stimme. Sie drehte den Kopf um, und im selben Augenblick hatten alle anderen sie auch erblickt. Sie sprangen auf und liefen ihr entgegen.

»Das Schiff? – Das Schiff?«

Oanda schüttelte den Kopf und schlug die Augen nieder. Die Mädchen taten wie sie und machten dann ihrer Enttäuschung Luft. Wina sprach von dem Spiegel, den sie haben sollte, Ava von dem roten Band für ihr Haar. Jede hatte etwas auf Pieters Liste, wovon sie träumte. Während sie schwatzten, berechnete Oanda, wie weit sie mit der Arbeit waren, sie brach einige Knollen durch, um zu sehen, ob sie reif und weiß wären. Sonst pflegte sie selbst bei der Arbeit voranzugehen.

Die Mädchen lachten und lärmten und stießen sich, um ihr nahe zu sein. Ava entdeckte eine bunte Blume und unterbrach sich mitten in der Rede, um sie zum Schmuck für ihr schwarzes krauses Haar zu pflücken. Zwischen den Büschen wuchsen wilde, rote Hibiscus und Coleos mit brandgelben Blättern.

Als Oanda sich zum Gehen wandte, hingen sie sich an sie und maulten. Wina mit der lauten Stimme sagte, daß kleine Schwestern nicht arbeiten könnten, wenn die große Schwester nicht voranginge; wessen Spur sollten sie folgen, wenn sie nicht da wäre? Sie sei es, die die Knollen weiß und reif mache.

Oanda lachte. Ihr Lachen war von solch sprudelnder Fülle, daß niemand ihm wiederstehen konnte. Wina lachte auf ihre laute Art, während sie den Kopf in den Nacken warf und mit den Beinen trampelte. Da stimmte Oanda den Arbeitsgesang an, und kurz darauf knieten wieder alle Mädchen zwischen den Büschen und sangen wie vorher.

Oanda fuhr fort zu singen, während sie sich entfernte. Sie folgten ihr mit den Augen wie treue Hunde. Oanda blickte zurück und winkte; und es glänzte von blanken, nackten Armen, die sich hinter ihr herstreckten, mit einer Taroknolle in jeder Hand.

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