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Novellen und Legenden aus verklungenen Zeiten

Theodor Birt: Novellen und Legenden aus verklungenen Zeiten - Kapitel 2
Quellenangabe
typenarrative
booktitleNovellen und Legenden aus verklungenen Zeiten
authorTheodor Birt
year1928
firstpub1916
publisherQuelle und Meyer
addressLeipzig
titleNovellen und Legenden aus verklungenen Zeiten
pages179
created20120608
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Zum Geleit

Novellen und Märchenstoffe »aus verklungenen Zeiten« werden hier vorgeführt, Geschichten, die sich in jenen Zeiten abspielen, als noch den großen Julius Cäsar die Sonne beschien, ja, als es noch Kentauren auf der Balkanhalbinsel gab, als noch göttliche Meerfrauen um die Schiffe im Mittelmeer schwammen und der alte Gott Zeus noch auf seinem Berge saß, um zu donnern, wenn die lieben Menschen nicht taten, was recht ist.

Mit Liebe habe ich diese Erzählungen geschrieben, indem ich mir wie aus dem Jenseits die Gestalten herüberholte. Ein Teil von ihnen benutzt in der Tat alte schöne Sagenmotive und versucht sie in freieste moderne Dichtung umzuwandeln. Weltgeschichte, Kulturgeschichte zu schreiben, genügt nicht. Man muß die Vergangenheit dichten: erst dann wird sie wahr. Durch vollblütig pulsierende menschliche Belebung soll hier, wie ich dies auch schon in meinem »Menedem« versucht, das Fremde und Zeitenferne uns nahe kommen, um uns zu erheitern und zu erschüttern. Das Gefühl, daß das alles längst vorbei, daß eine längst untergegangene Menschheit zu uns redet, bleibt dabei bestehen. Das soll so sein; es soll wie ein zauberischer Märchenschleier über dem Ganzen hängen.

Th. Birt.        

 

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