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Morgenländische Märchen

Wilhelm Ruland: Morgenländische Märchen - Kapitel 61
Quellenangabe
typefairy
authorWilhelm Ruland
titleMorgenländische Märchen
publisherGeorg Müller
year1924
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140313
projectid3c092c45
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Ein Kriegsgrund

Es war einst ein Jäger, der den Tieren der Wüste nachstellte. Dieser entdeckte eines Tages eine Grotte, und darin fand er eine Öffnung des Gesteins, die war mit Honig angefüllt. Diesen sammelte er in einem Gefäß, das er bei sich trug. Er ging in die nahe Stadt, um den Honig zu verkaufen. Sein Hund schritt neben ihm her.

Drinnen bot er den Honig einem Krämer, der vor seinem Laden stand, zum Kauf an. Jener öffnete den Topf, um den Inhalt zu sehen. Dabei rann ein Tropfen Honig zur Erde, und ein Vogel kam und pickte den Honig auf. Die Katze des Krämers, die vor der Haustür in der Sonne saß, packte den Vogel und tötete ihn. Darauf packte der Hund des Jägers die Katze und tötete diese. Da stürzte der Krämer sich auf den Hund und tötete diesen. Der Jäger aber fiel über den Krämer her und brachte ihn um.

Der Jäger war aus einem Ort, der dem Wohnort des Krämers benachbart war. Als die Bewohner der beiden Ortschaften erfuhren, was geschehen war, griffen sie zu den Waffen hüben und drüben. Weitere Orte beteiligten sich an dem blutigen Streit, der viel Unheil angerichtet hat. So war es Allahs Wille, das um einer geringfügigen Ursache willen zahlreiche friedliche Menschen einander töteten und späte Geschlechter, die ihnen folgten, in bitterer Feindschaft lebten.

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