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Mordakte Benson

S. S. van Dine: Mordakte Benson - Kapitel 5
Quellenangabe
typefiction
authorS. S. Van Dine
titleMordakte Benson
publisherWilhelm Heyne Verlag
yearo.J.
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20151224
projectid3493274e
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3. Die Handtasche einer jungen Dame

Freitag, 14. Juni, 9.30 Uhr

Der Staatsanwalt und Heath gingen zu der Leiche und blieben davor stehen. »Sehen Sie«, erklärte Heath, »er ist genau von vorn erschossen worden. Es war ein Schuß von großer Wucht, denn das Geschoß ist am Hinterkopf wieder ausgetreten und gegen die Holzverkleidung dort drüben am Fenster geprallt.« Er wies auf einen Punkt in der Holztäfelung etwa eine Handbreit über dem Fußboden, nicht weit vom Vorhang des ersten Fensters entfernt. »Wir haben die Geschoßhülse gefunden und Captain Hagedorn hat die Kugel.«

Er wandte sich an den Feuerwaffenexperten. »Wie sieht es aus, Captain? Irgend etwas Besonderes?«

Hagedorn hob langsam den Kopf und sah Heath stirnrunzelnd an. Dann, nach einem Moment des Schweigens, antwortete er mit Bedacht: »Das Geschoß stammt aus einer fünfundvierziger Armeepistole, einem automatischen Colt.«

»Kann man schon sagen, wie nahe die Waffe an Benson herangehalten wurde?« fragte Markham.

»Jawohl, Sir, kann man«, antwortete Hagedorn in seiner bedächtigen Weise. »Wahrscheinlich zwischen fünf und sechs Fuß.«

Heath schnaufte. »Wahrscheinlich«, wiederholte er zu Markham gewandt. »Aber wenn es der Captain sagt, können Sie Gift darauf nehmen. Verstehen Sie, Sir, höchstens eine Vierziger oder Fünfundvierziger kann einen Mann aufhalten, und diese Stahlmantelgeschosse gehen durch einen menschlichen Schädel, als wäre er aus Butter. Aber wenn das Geschoß danach noch tief in das Holz da drüben eindrang, mußte die Mündung der Pistole schon sehr nah an ihrem Opfer sein; und da es andererseits keinerlei Pulverspuren im Gesicht gibt, kann man sich hundertprozentig auf die vom Captain angegebene Entfernung verlassen.«

In diesem Augenblick hörten wir, wie sich die Haustür öffnete und wieder schloß, und Dr. Doremus, der Gerichtsmediziner, kam in Begleitung von seinem Assistenten herein. Er gab Markham und Inspektor O'Brien die Hand und nickte Heath freundlich zu. »Ich konnte leider nicht eher kommen«, entschuldigte er sich.

Er war ein nervöser Mann mit stark zerfurchtem Gesicht. »Was haben wir denn hier?« fragte er sofort und machte ein angewidertes Gesicht beim Anblick der Leiche im Sessel.

»Das sollen Sie uns ja sagen, Doc«, gab Heath zurück.

Dr. Doremus ging auf den Toten zu, mit der Gleichgültigkeit, die man bei langjähriger Tätigkeit in seinem Beruf wohl automatisch bekommt. Zuerst untersuchte er eingehend das Gesicht des Toten. Ich glaube, er suchte nach Pulverspuren. Dann sah er sich das Einschußloch in der Stirn an und die zerfaserte Wunde am Hinterkopf. Er hob den Arm des Toten in die Höhe und beugte die Finger. Vorsichtig bewegte er den Kopf von einer Seite auf die andere. Als er sich sein Bild über das Stadium der Todesstarre gemacht hatte, wandte er sich an Heath. »Können wir ihn da drüben auf die Anrichte legen?«

Heath warf einen fragenden Blick auf Markham. »In Ordnung, Sir?«

Markham nickte, und Heath winkte den beiden Männern an den Vorderfenstern und befahl ihnen, die Leiche auf die Anrichte zu legen. Der Tote behielt seine sitzende Position bei – wegen der eingetretenen Muskelstarre nach dem Tode –, bis der Doktor zusammen mit seinem Assistenten mit sanfter Gewalt die Glieder ausstreckte. Dann zog man ihn aus, und der Doktor untersuchte den Körper sorgfältig nach anderen Verletzungen. Besonders eingehend befaßte er sich mit den Armen. Er öffnete auch beide Hände weit und erforschte eingehend die Handflächen. Schließlich richtete er sich wieder auf und wischte sich die Hände in einem großen Seidentaschentuch ab.

»Durch die linke Stirnhälfte erschossen«, erklärte er. »Genau von vorn. Die Kugel ging glatt durch den Schädel. Austrittswunde am linken Hinterkopf. Sie haben die Kugel ja sicherlich gefunden. Er war wach, als er erschossen wurde, und der Tod trat sehr plötzlich ein – wahrscheinlich wußte er nicht einmal, woher der Schuß kam. Der Tod ist eingetreten vor – sagen wir mal – acht Stunden; vielleicht auch schon eher.«

»Dann wäre vielleicht eine halbe Stunde nach Mitternacht die genaue Zeit?« fragte Heath.

Der Doktor sah auf seine Armbanduhr. »Paßt genau. Gibt es sonst noch etwas?«

Keiner antwortete, und nach einer längeren Pause sprach der Hauptkommissar. »Wir hätten Ihren Bericht gern heute noch, Doktor.«

»Das mache ich schon«, antwortete Dr. Doremus, schloß seine Arzttasche und übergab sie seinem Assistenten. Nach erneutem Händeschütteln verließ er das Haus.

Heath wandte sich an den Detektiv, der an dem Tisch gestanden hatte, als wir angekommen waren. »Burke, rufen Sie das Hauptbüro an. Man soll die Leiche abholen – und die sollen sich beeilen. Und dann gehen Sie wieder ins Büro und warten dort auf mich.«

Burke grüßte und verschwand.

Dann wandte sich Heath an die beiden Männer, die das Gitter vor den Fenstern untersucht hatten. »Was ist damit?«

»Nichts, Sergeant«, war die Antwort. »Stark wie im Gefängnis, alle beide. Durch dieses Fenster ist niemand hereingekommen.«

»Sehr gut«, sagte Heath. »Ihr beide geht jetzt zusammen mit Burke auch ins Büro.«

Als sie verschwunden waren, kam der Mann im blauen Anzug mit Derbymütze, der sich ausschließlich mit dem Kamin befaßt hatte, zu uns und legte zwei Zigarettenstummel auf den Tisch. »Die da habe ich unter den Scheiten gefunden, Sergeant«, erklärte er. »Ist zwar nicht viel, aber das ist alles.«

»In Ordnung, Emery.« Heath warf einen kurzen Blick auf die Zigarettenstummel. »Sie können auch gehen. Ich treffe Sie später im Büro.«

Jetzt kam Hagedorn auf uns zu. »Ich glaube, ich gehe jetzt auch«, brummte er. »Aber dieses Geschoß möchte ich noch ein Weilchen behalten. Es hat seitlich einige seltsame Einkerbungen. Sie brauchen es doch im Moment nicht, Sergeant?«

Heath lächelte. »Was soll ich damit anfangen, Captain? Behalten Sie es. Aber verlieren Sie es nicht.«

»Ich verliere es schon nicht«, versicherte Hagedorn. Ohne auch nur einen Blick auf den Staatsanwalt oder den Hauptkommissar zu werfen, ging er aus dem Zimmer.

Vance, der neben mir nahe der Tür stand, wandte sich um und folgte Hagedorn in den Flur. Die beiden unterhielten sich einige Minuten lang mit gedämpften Stimmen. Vance schien die Fragen zu stellen, und obwohl ich nicht nahe genug war, um sie richtig zu verstehen, schnappte ich einige Worte wie ›Flugbahn‹, ›Schußgeschwindigkeit‹, ›Abschußwinkel‹, ›Aufschlag‹, ›Durchschlagskraft‹ und ›Verformung‹ auf. Ich fragte mich, was zu diesem seltsamen Verhör geführt hatte.

Als Vance sich bei Hagedorn für seine Informationen bedankte, betrat O'Brien den Flur. »Lernen Sie dazu?« fragte er gutmütig lächelnd Vance. Und dann, ohne eine Antwort abzuwarten: »Kommen Sie, Captain, ich fahre Sie in die Stadt.«

Das schnappte Markham auf. »Hätten Sie auch noch Platz für Dinwiddie, Inspektor?«

»Aber natürlich, Mr. Markham.«

Die drei verließen das Haus.

Vance und ich waren jetzt allein in dem Zimmer zurückgeblieben, zusammen mit Heath und dem Staatsanwalt. Als hätten alle gleichzeitig denselben Gedanken, ließen wir uns wie auf Kommando in die herumstehenden Sessel nieder, Vance nahe der Tür zum Eßzimmer, genau gegenüber dem Sessel, in dem Benson ermordet worden war.

Wir saßen kaum, als einer der uniformierten Beamten aus dem Vorraum hereinkam. »Da ist ein Herr draußen, der den zuständigen Beamten sprechen möchte. Soll ich ihn hereinschicken, Sir?«

Heath nickte, und wenige Augenblicke später trat ein rotgesichtiger Ire ein. Er begrüßte Heath, aber als er den Staatsanwalt erkannte, wandte er sich mit seinem Bericht an Markham.

»Ich bin der Polizist McLaughlin, Sir«, informierte er uns »und ich hatte letzte Nacht Dienst in diesem Bezirk. Ich glaube, es war ungefähr Mitternacht, als ich auf meiner Streife einen grauen Cadillac vor diesem Haus stehen sah. Er fiel mir besonders deshalb auf, weil aus dem Kofferraum ein ganzes Bündel überlanger Angelruten herausragte. Außerdem waren sämtliche Scheinwerfer eingeschaltet. Als ich heute früh von dem Mord hörte, habe ich meinem Vorgesetzten von dem Wagen berichtet, und er schickt mich her, um Ihnen davon zu berichten.«

»Ausgezeichnet«, sagte Markham, dann nickte er Heath zu.

»Vielleicht hat es etwas zu bedeuten«, gab dieser zweifelnd zu. »Wie lang stand dieser Wagen vor der Tür?«

»Auf jeden Fall eine gute halbe Stunde. Er war schon vor zwölf da, und als ich so ungefähr um zwölf Uhr dreißig zurückkam, stand er immer noch vor dem Haus. Als ich dann wieder vorbeikam, war er allerdings verschwunden.«

»Sonst haben Sie nichts gesehen? Niemand im Wagen oder jemand in der Nähe, dem der Wagen gehören könnte?«

»Nein, Sir, ich habe nichts bemerkt.«

Es wurden ihm noch einige Fragen gestellt; aber sonst hatte er offenbar nichts zu berichten, und so wurde der Polizist entlassen.

»Auf jeden Fall«, bemerkte Heath, »können wir diese Autogeschichte gut den Reportern verkaufen.«

Vance hatte während der Befragung von McLaughlin unaufmerksam vor sich hinträumend dagesessen – ich bezweifle, daß er überhaupt mehr als die ersten paar Worte des Polizisten mitbekommen hatte. Mit einem unterdrückten Gähnen stand er auf und schlenderte zum Tisch herüber. Er nahm eine der Zigarettenkippen in die Hand, die am Kamin gefunden worden waren. Er rollte sie zwischen Daumen und Zeigefinger hin und her und riß schließlich mit dem Daumennagel das Papier auf. Dann hielt er sich den Tabak unter die Nase.

Heath, der ihn lauernd beobachtet hatte, beugte sich plötzlich in seinem Sessel vor.

»Was machen Sie da?« wollte er wissen.

Vance hob erstaunt die Augenbraue. »Ich rieche nur an dem Tabak«, antwortete er. »Er ist ziemlich mild, wissen Sie, aber eine sehr edle Mischung.«

Heath war wütend. »Es wäre besser, wenn Sie die Finger davon ließen, Sir«, sagte er. Dann musterte er Vance von oben bis unten. »Tabakfachmann?« fragte er mit kaum verhohlenem Sarkasmus.

»Bestimmt nicht«, sagte Vance.

Jetzt mischte sich Markham ein. »Du solltest hier wirklich nichts anfassen, Vance. Man weiß nie, was sich nachher als wichtig herausstellen wird. Diese Zigarettenstummel können möglicherweise später wichtige Beweisstücke werden.«

»Beweisstücke?« fragte Vance ungläubig. »Du lieber Himmel, das glaubst du doch selbst nicht.«

Markham war verärgert, und Heath kochte innerlich, aber er sagte nichts. Im Gegenteil, er bezwang sich und lächelte sogar.

»Wie sieht es nun wirklich aus, Sergeant?« fragte Markham.

»Dinwiddie hat mir nur einige Informationen gegeben.«

Heath räusperte sich. »Wir wurden kurz vor sieben Uhr informiert. Bensons Haushälterin, eine Mrs. Platz, rief auf der zuständigen Wache an und berichtete, daß sie Mr. Benson tot aufgefunden habe. Sie bat darum, daß jemand vorbeikommen möge. Diese Nachricht wurde natürlich sofort an das Hauptkommissariat weitergeleitet. Burke und Emery hatten Dienst. Sie informierten Inspektor Moran und kamen hierher. Ein paar Beamte vom hiesigen Revier waren schon da und schnüffelten herum. Als ich ankam, waren diese Burschen schon wieder verschwunden, und drei Leute von der Mordkommission waren zu Burkes und Emerys Unterstützung eingetroffen. Der Inspektor hatte außerdem Captain Hagedorn angerufen – er hielt den Fall für gewichtig genug, um ihn sofort hierher zu bitten –, und der Captain war gerade erst angekommen, als Sie aufkreuzten. Mr. Dinwiddie war gleich nach dem Inspektor eingetroffen, und er hat Sie sofort angerufen. O'Brien war schon etwas vor mir da. Ich habe sofort diese Mrs. Platz verhört; und meine Leute waren mit der Spurensicherung beschäftigt, als Sie auftauchten.«

»Ich glaube, wir unterhalten uns besser noch einmal mit Mrs. Platz«, schlug Markham vor. »Aber vorher: hat sich in diesem Zimmer irgend etwas Brauchbares gefunden? Irgend etwas, das uns weiterbringen könnte?«

Heath zögerte einen Augenblick, dann zog er aus seiner Jackentasche eine Damenhandtasche und ein Paar lange weiße Abendhandschuhe heraus. Er warf sie auf den Tisch.

»Nur das hier«, sagte er. »Einer der Uniformierten fand sie auf dem einen Ende des Kaminsimses liegen.«

Nach einer flüchtigen Betrachtung der Handtasche, öffnete Markham die Handtasche und schüttete ihren Inhalt auf die Tischplatte.

Die Handtasche war aus feinem Goldgeflecht, und in den Verschluß waren zwei winzige Saphire eingelegt. Sie war außergewöhnlich klein, offensichtlich eine Abendhandtasche. Der Inhalt, den Markham jetzt betrachtete, bestand aus einem seidenbezogenen Zigarettenetui, einem kleinen goldenen Parfümzerstäuber, einer winzigen Puderdose, einem hübschen kleinen Zigarettenhalter, einem goldgefaßten Lippenstift, einem gestickten Taschentuch mit den Initialen ›M. St. C.‹ und einem Yale-Sicherheitsschlüssel.

»Damit sollte sich schon etwas anfangen lassen«, sagte Markham und wies auf das Taschentuch.

»Ja, und ich glaube, daß die Tasche der Frau gehört, mit der Benson gestern abend aus war. Die Haushälterin sagte mir, daß er eine Verabredung hatte und zum Abendessen ausging. Sie hörte jedoch nicht mehr, wann Benson zurückgekommen ist. Auf jeden Fall sollte es uns ohne allzu große Mühe gelingen diese Miß ›M. St. C.‹ zu finden.«

Markham hatte noch einmal das Zigarettenetui zur Hand genommen, und als er es umdrehte, fielen etliche Krümel vertrockneten Tabaks auf die Tischplatte.

Heath stand plötzlich auf.

»Vielleicht stammen die Zigaretten aus diesem Etui«, meinte er. Er nahm die Zigarettenkippe und betrachtete sie eingehend. »Es ist tatsächlich eine Damenzigarette. Und es sieht auch so aus, als wäre sie mit einer Zigarettenspitze geraucht worden.«

»Sie entschuldigen, wenn ich anderer Meinung bin, Sergeant«, ließ sich Vance hören. »Sie nehmen es sicher nicht übel. Aber am Ende der Zigarette ist eine winzige Spur von Lippenstift. Wegen des goldenen Mundstücks ist es schwer zu erkennen.«

Heath sah Vance scharf an; er war zu überrascht, um böse zu werden. Nach neuerlichem Studium der Zigarettenkippe wandte er sich an Vance.

»Vielleicht können Sie aufgrund der Tabakkrümel auch sagen, ob die Zigaretten aus diesem Etui stammten«, meinte er.

»Wenn man das wüßte«, antwortete Vance und erhob sich. Er nahm das Etui, öffnete es und klopfte es auf der Tischplatte aus. Dann steckte er den Zeigefinger tief in das Etui und fischte eine kleine Zigarette heraus, die offensichtlich am Boden des Etuis plattgedrückt worden war.

»Meine kriminalistische Begabung ist jetzt nicht mehr notwendig«, sagte er. »Selbst mit bloßem Auge kann man nun erkennen, daß es sich um die gleichen Zigaretten handelte – oder nicht, Sergeant?«

Heath grinste gutmütig. »Da haben wir etwas, Mr. Markham.« Und sorgfältig verstaute er die Zigarette und die Kippe in einem Umschlag, den er beschriftete und einsteckte.

»Jetzt siehst du schon, Vance«, sagte Markham, »wie wichtig diese Zigarettenkippen waren.«

»Eigentlich nicht«, sagte Vance. »Welchen Wert könnte schon eine Zigarettenkippe haben? Man kann sie ja nicht mehr rauchen.«

»Es ist Beweismaterial, mein lieber Freund«, erklärte Markham. »Man weiß jetzt, daß der Besitzer dieser Tasche gestern abend zusammen mit Benson zurückgekommen sein muß und auch lange genug dablieb, um diese beiden Zigaretten zu rauchen.«

Vance zog in gespieltem Erstaunen die Augenbraue hoch. »So, weiß man das also? Man stelle sich das vor.«

»Jetzt braucht man sie nur noch zu finden«, warf Heath ein.

»Sie ist auf jeden Fall eine recht zierliche Brünette – wenn Ihnen das bei Ihrer Suche etwas hilft«, sagte Vance, »obwohl ich mir um nichts in der Welt vorstellen kann, warum Sie diese Dame behelligen wollen.«

»Wie kommst du darauf, daß sie eine Brünette ist?« fragte Markham.

»Nun, wenn sie es nicht ist«, sagte Vance und ließ sich wieder in seinen Sessel fallen, »dann sollte sie bald eine Kosmetikerin aufsuchen, die ihr das richtige Make-up beibringt. Denn Puder und Lippenstift passen nur zu einer brünetten Frau, mein Lieber.«

»Ich unterwerfe mich da natürlich ganz deinen Fachkenntnissen«, sagte Markham. Und dann, zu Heath gewandt: »Ich glaube, wir werden schon nach einer Brünetten suchen müssen, Sergeant.«

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