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Min Modersprak

Klaus Groth: Min Modersprak - Kapitel 4
Quellenangabe
booktitleVom goldnen Überfluss
authorKlaus Groth
year1906
publisherR. Voigtländers Verlag
addressLeipzig
titleMin Modersprak
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170830
typepoem
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Dat Moor.

      De Borrn bewegt sik op un dal,
as gungst du langs en böken Bahl,
Dat Water schülpert inne Graff,
de Grasnarv bewert op un af;
dat geit hendal, dat geit tohöch
so lisen as en Kinnerweeg.

Dat Moor is brun, de Heid is brun,
dat Wullgras schint so wit as Dun,
so week as Sid, so rein as Snee:
Den Hadbar reckt dat bet ant Knee.

Hier hüppt de Pock int Reth hentlank
un singt uns abends sin Gesank;
de Voss de bru't, de Wachtel röppt,
de ganze Welt is still un slöppt.

Du hörst din Schritt ni, wenn du geist,
du hörst de Rüschen, wenn du steist,
dat levt un wevt int ganze Feld,
as weert bi Nacht en anner Welt.

Denn ward dat Moor so wit un grot,
denn ward de Minsch so lütt to Moth:
Wull weet, wa lang he doer de Heid
noch frisch un kräfti geit!

 


 

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