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Min Modersprak

Klaus Groth: Min Modersprak - Kapitel 2
Quellenangabe
booktitleVom goldnen Überfluss
authorKlaus Groth
year1906
publisherR. Voigtländers Verlag
addressLeipzig
titleMin Modersprak
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170830
typepoem
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Min Modersprak.

        Min Modersprak, wa klingst du schön!
    Wa büst du mi vertrut!
Weer ok min Hart as Stahl un Steen,
    du drevst den Stolt herut.

Du bögst min stiwe Nack so licht
    as Moder mit ern Arm,
du fichelst mi umt Angesicht –
    un still is alle Larm.

Ik föhl mi as en lüttjet Kind,
    de ganze Welt is weg.
Du pust mi as en Vaerjahrswind
    de kranke Boss torecht.

Min Obbe folt mi noch de Hann'
    un seggt to mi: »Nu be
Un »Vaderunser« fang ik an,
    as ik wul fröher de.

Un föhl so deep: dat ward verstan,
    so sprickt dat Hart sik ut.
Un Rau vunn Himmel weiht mi an,
    un allns is wedder gut!

Min Modersprak, so slicht un recht,
    du ole frame Red!
Wenn blot en Mund »min Vader« seggt,
    so klingt mi't as en Bed.

So herrli klingt mi keen Musik
    un singt keen Nachdigal;
mi lopt je glik in Ogenblick
    de hellen Thran hendal.

 


 

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