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Gutenberg > Richard Voß >

Michael Cibula

Richard Voß: Michael Cibula - Kapitel 1
Quellenangabe
pfad/vossr/cibula/cibula.xml
typefiction
authorRichard Voß
titleMichael Cibula
publisherVerlag von Adolf Bonz & Comp.
illustratorC. Liebich
printrunDritte Auflage
year1905
correctorfranka.antenne@gmx.de
senderwww.gaga.net
created20090416
projectid9ea0b5c5
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Richard Voß

Michael Cibula

1905

Seiner teuren Freundin
Frau Mathilde Muhr
geb. von Colomb
zugeeignet.

In jungen Jahren hatt' ich einen Traum
Von einem glanzverklärten Dichterleben.
Ich hielt mich selbst für einen grünen Baum,
Der müden Wandrern könnte Schatten geben.

Jetzt weiß ich's längst! Der Wipfel ist ein Blatt,
Verdorrt in sonnenschwülen Sommertagen.
Der Herbstwind rauscht ... Das Blatt wird welk und matt
Auf Sturmesschwingen brausend fortgetragen.

Drum, statt mit frühlingsfrohem Rosenglanz
Der Freundin teuren Namen zu umgeben –
Als dürres Herbstlaub wie ein Totenkranz,
Nimm dieses Stück von meinem besten Leben.

Bergfrieden, 24. September.

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