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Micha Clarke

Arthur Conan Doyle: Micha Clarke - Kapitel 37
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pfad/doyle/michacla/michacla.xml
typefiction
authorArthur Conan Doyle
titleMicha Clarke
publisherVelhagen & Klasing
year1895/1896
translatorRobert Koenig
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorGerd Bouillon
senderwww.gaga.net
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XXXVI.

Im Sklavenschiff.

Nun, meine lieben Kinder, habe ich euch Abend für Abend den ganzen langen Winter hindurch rückwärts in die Vergangenheit mitgenommen und euch alle die Vorgänge lebendig ausgemalt, von denen das heutige Geschlecht nichts mehr weiß, denn alle die darin handelnden Personen liegen unter dem Rasen – wenn nicht vielleicht hin und wieder ein Graubart gleich mir sich ihrer erinnert.

Ich habe bemerkt, daß du, Joseph, jeden Morgen niedergeschrieben hast, was ich des Abends erzählt hatte. Das ist gut und verständig, denn deine Kinder und Kindeskinder werden einmal Vergnügen daran finden und auch vielleicht ein wenig stolz darauf sein, daß ihr Ahnherr bei diesen Begebenheiten eine Rolle gespielt hat.

Jetzt aber will es Frühling werden. Schon schmilzt der Schnee auf den Feldern, und ihr habt nun Besseres zu thun, als dazusitzen und den Geschichten eines geschwätzigen Greises zu lauschen. Nein, nein, wenn ihr auch die Köpfe schüttelt, es gehört sich doch, daß eure jungen Glieder geübt, gekräftigt und gestählt werden. Das geschieht aber nicht, wenn ihr fortwährend um das flackernde Herdfeuer sitzt und euch bratet. Zudem naht meine Geschichte sich mit raschen Schritten ihrem Ende, da sie ja nur die Ereignisse behandelt, die mit der Erhebung des Westens zusammenhängen. Wenn der Ausgang leider recht trübselig ist, wenn das Ganze nicht mit dem Geläut festlicher Glocken und dem Wechseln der Ringe endet, wie die Geschichten in den Jahrmarktsbilderbüchern, so ist eben die Frau Historia daran schuld. Denn die Wahrheit ist eine gestrenge Herrin, und wenn man einmal mit ihr ausgezogen ist, kann man sich nicht gut wieder von ihrer Hand lösen. Man muß ihr folgen, wenn sie auch gegen alle die Regeln und Bedingungen verstößt, welche die Welt, diese wirr verschlungene Wildnis, in den zierlich zugestutzten holländischen Garten der landläufigen Romandichter verwandeln möchte.

Drei Tage nach der Gerichtsverhandlung wurden wir in der Nordstraße, angesichts des Schlosses, in Reih und Glied gestellt mit noch andern Gefangenen aus verschiedenen Kerkern, die unser Schicksal teilen sollten. Wir standen immer vier in einem Gliede. Ein Strick verband uns untereinander und mit den folgenden Reihen. Ich zählte deren fünfzig. Unsre Zahl belief sich also auf zweihundert. Rechts und links von uns ritten Dragoner; vor und hinter uns marschierten Musketiere, um jeden Fluchtversuch zu vereiteln.

In dieser Ordnung machten wir uns am zehnten Tage des Septembers auf den Weg unter vielem Weinen und Klagen der Städter, von denen so manche ihre Söhne und Brüder in die Verbannung ziehen sahen, ohne ein letztes Wort, eine letzte Umarmung mit ihnen tauschen zu können. Einige dieser Elenden, wankende Greise, runzlige, gebrechliche Weiblein, schleppten sich meilenweit auf der Landstraße hinter uns drein, bis die Nachhut gegen sie Front machte und sie mit Flüchen und Stockschlägen zurücktrieb.

An diesem Tage kamen wir durch Yeovil und Sherborne, und am nächsten Morgen über die North Downs bis Blandford, wo man uns die Nacht über wie Vieh in einen Stall zusammenpferchte. Am dritten Tage führte uns der Weg durch Wimbourne und durch eine Reihe hübscher Dorsetshirer Dörfer – die letzten englischen Dörfer, welche die meisten von uns in langen Jahren sehen sollten. Am späten Nachmittag tauchten vor uns die Masten und Rahen der Reede von Poole Hafen auf, und eine Stunde später waren wir den steilen, felsigen Pfad, der zur Stadt führt, hinuntergestiegen. Auf dem Quai gegenüber der breit gebauten, schwer betakelten Brigg, die bestimmt war, uns in die Sklaverei zu schleppen, machten wir Halt und nahmen Aufstellung.

Während des ganzen Marsches hatte die Landbevölkerung uns überall die größte Freundlichkeit bewiesen. Die Leute kamen scharenweise aus ihren Hütten gelaufen und teilten Obst und Milch unter uns aus. Zuweilen stellten sich, trotz der ihnen drohenden Lebensgefahr, Geistliche am Wegesrande auf und segneten uns im Vorübergehen, unbekümmert um die rohen Späße und Flüche der Soldaten.

Wir mußten nun an Bord steigen und wurden von dem Bootsmaat, einem hochgewachsenen Seemanne mit rotem Gesicht und Ohrringen, nach unten geführt, während der Kapitän breitbeinig auf der Kommandobrücke stand, die Pfeife im Munde, und uns nach einer Liste, die er in der Hand hielt, kontrollierte. Als er den kräftigen Gliederbau und die gesunde sonnverbrannte Gesichtsfarbe der Bauern bemerkte, die sie trotz der langen Haft nicht eingebüßt hatten, funkelten ihm die Augen vor Vergnügen, und er rieb sich behaglich die großen roten Hände.

»Zeig ihnen den Weg nach unten, Jem!« schrie er immer wieder dem Maat zu. »Verlade sie hübsch sicher, Jem! Eine Herzogin könnte unten wohnen! Eine richtige Herzogin könnte da wohnen! Pack sie ein!«

Einer nach dem andern defilierten wir an dem vergnügten Kapitän vorbei, die steile Leiter hinab in den Schiffsraum. Hier angekommen, wurden wir einen engen Gang entlang geführt, an dem sich von beiden Seiten kleine Zellen öffneten, die uns aufnehmen sollten. Sobald ein Mann an die ihm bestimmte Zelle gelangte, wurde er von dem strammen Bootsmann hinein gestoßen und von dem wartenden Schiffsschmied sofort in Fußschellen festgeschmiedet.

Es war dunkel geworden, ehe er mit uns allen fertig war. Der Kapitän aber kam mit einer Laterne herunter, um nach seinem Eigentum zu sehen. Ich konnte hören, wie er und der Maat den Wert jedes einzelnen Gefangenen berechneten, den er auf dem Markt in Barbadoes voraussichtlich haben würde.

»Sind die Kerle abgefüttert, Jem?« fragte er und leuchtete in die Zellen hinein. »Hast du auch jedem seine Ration zugeteilt?«

»Ein Roggenbrot und ein Quartmaß Wasser,« entgegnete der Maat.

»Ein Abendbrot für 'ne Herzogin – Gott steh mir bei!« rief der Kapitän. »Sieh mal diesen an, Jem. Das ist ein starker Kerl. Guck dir bloß seine großen Hände an! Der kann manches Jahr in den Reisfeldern arbeiten, ehe die Landkrebse ihn zum Abnagen kriegen!«

»Freilich, es wird diesmal ein flottes Bieten unter den Pflanzern geben. Himmel, Kapitän, habt Ihr diesmal einen Handel gemacht! Mein Six! Ihr habt die Londoner Schafsköppe ordentlich übers Ohr gehauen!«

»Donner noch mal!« brüllte der Kapitän. »Da hat ja einer sein Essen nicht angerührt! Was soll das heißen, Kerl! Ist dein Magen so verwöhnt, daß du nicht essen magst, was besseren Leuten gut genug ist?«

»Ich bin zu traurig, um zu essen, Herr,« entgegnete der Gefangene.

»Was, du wirst hier anfangen, Launen und Einbildungen zu haben? Du willst hier wählen und aussuchen? Ich sage dir, Kerl, mir gehörst du mit Leib und Seele! Ich habe zwölf gute Goldstücke für dich bezahlt, und jetzt, wahrhaftig, das ist noch schöner, soll ich mir sagen lassen, daß du nicht essen willst! Den Augenblick greifst du zu, du frecher Schuft, oder ich laß dich über den Bock spannen!«

»Hier ist noch einer,« sagte der Maat, »der sitzt da und läßt den Kopf hängen, wie so'n rechter Waschlappen!«

»Du meuterischer, halsstarriger Hund!« schrie der Kapitän. »Was fehlt dir denn? Was machst du für'n Gesicht, wie die teure Zeit?«

»Verzeihen der Herr Kapitän,« antwortete der Gefangene, »ich dachte nur so an meine alte Mutter in Wellington, und wer sie wohl kleiden wird, wenn ich weg bin!«

»Was geht das mich an?« fuhr der brutale Seemann los. »Wie kannst du frisch und gesund bleiben bis zum Ende der Reise, wenn du da sitzen willst wie ein krankes Huhn auf der Stange? Lachen und lustig sein sollst du, oder ich will dafür sorgen, daß du Veranlassung zum Heulen kriegst! Schäm dich, du feiger Lümmel – wer wird denn weinen und schmollen wie ein entwöhntes Wickelkind! Hast du nicht alles was dein Herz begehrt? Gieb ihm eins mit dem Tauende, Jem, sowie du merkst, daß er winselt.«

»Kapitän,« unterbrach ihn hier ein Matrose, der eilfertig von Deck herabkam, »da ist ein Fremder auf Deck, der möchte Euch sprechen.«

»Was für 'ne Art Mann ist es, Jung'?«

»Ganz gewiß ein vornehmer Herr, Kapitän. Er führt solche Reden und thut so, als ob er der Schiffshauptmann wär'! Der Bootsmann stieß ihn bloß so zufällig an, und da hat er ihm doch so ins Gesicht geflucht und hat ihn so angesehn mit Augen wie 'ne Tigerkatz, daß Hiob Harrison sagt, wir haben den leibhaftigen Satanas an Bord. Na, und die Mannschaft grault sich vor ihm, Kapitän!«

»Daß dich die Pest – was kann das für'n Halunke sein!« sagte der Schiffer. »Geh an Deck, Jem, und sage ihm, ich zähle eben mein Vieh und würde im Augenblick kommen.«

»Nein, Kapitän, das geht nicht – es passiert was, wenn Ihr nicht gleich kommt! Er hat geschworen, daß er sich nicht hinhalten lassen will, und daß er Euch auf der Stelle sprechen muß.«

»Zum Henker mit ihm, wer er auch sein mag!« grollte der Schiffer. »Jeder Hahn bleib auf seinem Misthaufen! Was kann der Schuft wollen? Und wenn es der Lord-Großkanzler in eigner Person wäre, so wollt' ich ihn doch lehren, daß ich auf meinem Hinterdeck Herr bin.«

Mit diesen Worten und vielen entrüstet herausgesprudelten Flüchen verzogen sich Kapitän und Maat, erstiegen die Leiter und knallten die schwere Fallthür zu, als sie oben angelangt waren.

Eine einzige Öllampe hing von dem Balken mitten im Gange herab, welcher die Zellenreihen voneinander schied. Mehr Licht erhielten wir nicht. Bei ihrem gelblichen, trübdunstigen Schein konnten wir nur undeutlich die großen Holzrippen des Schiffes unterscheiden, die sich an den Seiten emporwölbten und von den gewaltigen Kreuzbalken, die das Deck trugen, durchschnitten wurden. Ein scheußlicher Gestank, der von dem fauligen Kielraumwasser herrührte, verpestete die ohnehin dicke, drückende Luft. Ab und zu fuhr eine Ratte quiekend und rasselnd durch den kleinen Lichtkreis und verschwand drüben im Dunkel. Schwere Atemzüge rund um mich her bewiesen mir bald, daß meine Leidensgefährten vom Marsche und vom Kummer erschöpft in Schlummer gesunken waren. Von Zeit zu Zeit klirrte bei einer schlaftrunkenen Bewegung eine Kette, und ich hörte das Auffahren und den tiefen Seufzer irgend eines armen Bauern, der dadurch vielleicht aus Träumen von seinem trauten Heim unter den umbuschten Mendiphügeln geweckt wurde, um plötzlich den großen hölzernen Sarg zu sehen, der ihn umschloß, und die giftige Luft des schwimmenden Gefängnisses einzuatmen.

Ich selbst lag lange wach. Meine Gedanken beschäftigten sich lebhaft mit meiner eignen Lage sowohl, als der der armen Geschöpfe um mich her. Endlich jedoch lullte auch mich das gleichmäßige Geplätscher des Wassers gegen die Schiffswand und das sanft schaukelnde Heben und Senken des Fahrzeugs in Schlaf, aus dem mich ein mir plötzlich in die Augen scheinendes Licht weckte. Ich richtete mich auf. Mehrere Matrosen waren um mich versammelt, und ein sehr hochgewachsener, in einen schwarzen Mantel gewickelter Mann leuchtete mir mit der Laterne ins Gesicht.

»Dies ist der Mann,« sagte er.

»Komm, Gesell, du sollst an Deck kommen!« sagte der Schiffsschmied. Mit ein paar Hammerschlägen löste er meine Füße aus dem Eisen.

»Folge mir!« sagte der Fremde, und stieg voran die steile Schiffsleiter empor.

Es war himmlisch, wieder in die reine, frische Luft zu kommen. Hell funkelten droben die Sterne. Von der Küste her wehte ein kühles Lüftchen und summte sein trauliches Lied in dem Tauwerk. Ganz nahe glitzerten die gelben, freundlichen Lichter des Hafenstädtchens. Der Mond streckte eben sein Silberhorn über die Berge von Bournemouth hervor.

»Hier herum,« sagte ein Matrose, »geradaus nach der Hinterdeckskajüte, Herr.«

Ich folgte meinem Führer und befand mich bald in der niedrigen Kajüte des Schiffes. Ein viereckiger, blank polierter Tisch stand in der Mitte, und darüber hing eine große hellbrennende Lampe. Am andern Ende in greller Beleuchtung saß der Kapitän – sein Antlitz glänzte vor erwartungsvoller Gier. Auf dem Tische befand sich eine Rolle Goldstücke, eine Rumflasche, Gläser, ein Tabakskasten und zwei lange Pfeifen.

»Gehorsamer Diener, Hauptmann Clarke,« sagte der Schiffer und wackelte eifrig mit seinem runden, borstigen Kopf. »Ein ehrlicher Seemann empfiehlt sich Euch. Wir werden nun für diesmal doch nicht Schiffsmaate sein.«

»Hauptmann Micha Clarke muß eine andre Seereise antreten,« sagte der Fremde.

Bei dem Klange seiner Stimme fuhr ich erschrocken herum.

»Gott im Himmel!« rief ich, »Saxon!«

»Ins Schwarze getroffen,« versetzte er, warf den Mantel zurück und wies mir die wohlbekannten Züge des Glückssoldaten. »Tausend noch eins, Junge! Habt Ihr mich damals aus dem Solent gefischt, so hole ich Euch jetzt aus dieser verfluchten Mausefalle raus! Wie du mir, so ich dir. Offen gesagt, ich war Euch böse, als wir neulich voneinander schieden, trotzdem hab' ich Euch immer im Sinne behalten.«

»Einen Stuhl und ein Glas für Hauptmann Clarke,« rief der Schiffer. »Gott's Blut! Ich denke, Ihr müßtet froh sein, daß Ihr nun wieder den kleinen Finger aufheben und die Kehle anfeuchten könnt nach dem, was Ihr durchgemacht habt.«

Ich setzte mich an den Tisch, aber in meinem Kopf wirbelte es wie ein Drehrad.

»Es kommt mir so unfaßbar vor,« sagte ich. »Was soll das heißen – und wie kommt es nur?«

»Mir ist die Sache so klar, wie das Glas an meinem Kompaß,« ließ sich der Kapitän vernehmen. »Euer guter Freund, Oberst Saxon, so heißt er ja wohl, hat mir denselben Preis geboten, den ich in Westindien für Euch bekommen haben würde. Verdammt will ich sein; ich mag wohl rauh und geradezu sein, aber ich habe das Herz auf dem rechten Fleck. Ja, ja! Ich würde nie einen Mann an wüsten Örtern aussetzen, wenn ich ihn frei lassen könnte. Aber jeder ist sich selbst der nächste, und das Geschäft geht flau.«

»So bin ich also frei!« sagte ich.

»Ihr seid frei,« entgegnete er. »Da auf dem Tisch liegt Euer Lösegeld. Und Ihr könnt gehn, wohin Ihr wollt, ausgenommen England, woselbst Ihr noch verfemt und im Banne der Todesstrafe seid.«

»Wie habt Ihr das nur zuwege bringen können, Saxon?« frug ich. »Seid Ihr nicht selbst in Gefahr?«

»Hoho!« lachte der alte Soldat. »Ich bin ein freier Mann, mein Junge! Ich habe meinen Pardon und schere mich nicht für 'nen Maravedi um Spione und Angeber. Wen habe ich vor ein paar Tagen getroffen? Niemand geringeres als den Oberst Kirke! Ja, Junge, ich begegnete ihm auf offener Straße, stellte mich vor ihn hin und stülpte meinen Hut auf die Seite. Der Schurke legte die Hand an den Degengriff, und meine Klinge wäre herausgefahren und hätte seine Seele zur Hölle gesandt, wenn nicht andre dazwischen gekommen wären. Ich machte mir nicht so viel aus Jeffreys und Konsorten, wie aus dem Rest Tabaksasche in meinem Pfeifenkopf. Ich kann ihnen allen ein Schnippchen schlagen. Sie alle sehen Decimus Saxons Rücken lieber als sein Gesicht, das könnt Ihr mir glauben.«

»Aber wie habt Ihr das zu stande gebracht?« fragte ich.

»Ei, zum Kuckuck, es ist kein Geheimnis! Ein alter, geriebener Vogel läßt sich nicht mit Spreu ins Garn locken. Als ich Euch verließ, begab ich mich nach einem gewissen Wirtshaus, wo ich auf Verschwiegenheit rechnen konnte. Da lag ich eine Weile en cachette, wie die Parlez-vous sagen, und konnte den Plan aushecken, der in meinem Kopf aufgedämmert war. Donnerwetter! hatt' ich aber einen Schrecken von deinem Freund, dem alten Seebären! Der sollte auch als Gipsfigur verkauft werden, denn als Mann taugt er zu nichts mehr! – Na, ich hatte schon gleich an deinen Besuch in Badminton gedacht, und an den Herzog von B. – wir wollen keine Namen nennen, aber Ihr versteht mich schon! Ich schickte ihm einen Boten und that ihm zu wissen, ich beabsichtige mir meinen Pardon dadurch auszuwirken, daß ich alles verriete, was ich von seinem heimlichen Einverständnis mit den Rebellen wisse. Er empfing die Botschaft im geheimen und antwortete, daß ich ihn die nächste Nacht an einer bestimmten Stelle treffen möchte. Ich sandte einen Boten anstatt meiner, der wurde am andern Morgen gefunden, starr und steif mit mehr Löchern in seinem Wams, als der Schneider gemacht hatte. Worauf ich noch einmal schickte, meine Forderungen erhöhte und zu einem schleunigen Abschluß drängte. Er wollte meine Bedingungen wissen. Ich verlangte also für mich einen freien, vollständigen Pardon und eine meinem Range angemessene Stelle im Heer. Für Euch so viel Geld, um Euch sicher ins Ausland zu schaffen, wo Ihr Euch dann dem edeln Waffenhandwerk widmen könntet. Ich erhielt beides, trotzdem es ihm so sauer ankam, als hätte er sich einen Zahn ausreißen lassen müssen. Sein Name gilt eben viel bei Hofe. Der König kann ihm nichts abschlagen. Ich habe meinen Pardon und ein Truppenkommando in Neu-England. Für Euch hab' ich zweihundert Goldstücke. Davon hab' ich dem Kapitän dreißig als Lösegeld bezahlt, zwanzig gehören mir als Entschädigung für meine Auslagen, In diesem Beutel werdet Ihr die übrigen hundertundfünfzig finden, von denen Ihr fünfzehn an die Fischer bezahlen müßt, die versprochen haben, Euch sicher nach Vlissingen zu geleiten.«

Ihr könnt Euch deuten, lieben Kinder, wie mir ob dieser ganz unerwarteten Wendung der Dinge zu Mute war. Alles tanzte mir in buntem Wirbel durch die Sinne, und als Saxon geendet hatte, saß ich da wie vor den Kopf geschlagen und versuchte, mir seine Worte klar zu machen. Plötzlich aber durchfuhr mich ein Gedanke, der wie ein Reif auf die Glut der Hoffnung und des Glückes fiel, welche bei dem Gedanken an meine wiedergewonnene Freiheit in mir erglommen war. Meine Gegenwart war meinen unglücklichen Gefährten ein Halt und ein Trost gewesen. War es nicht grausam, sie in ihrer Not allein zu lassen? Nicht einer war unter ihnen, der nicht mit seinem Kummer zu mir gekommen wäre, und ich hatte sie nach besten Kräften getröstet und beruhigt. Wie durfte ich sie jetzt verlassen?

»Ich bin Euch aufs wärmste verbunden, Saxon,« sagte ich endlich. Ich sprach langsam und mit Schwierigkeit, denn die Worte, die ich zu sagen hatte, kamen nur mühsam über meine Lippen. »Aber ich fürchte, Ihr habt Eure Mühe an mich fortgeworfen. Die armen Landleute da unten haben niemand, der sich ihrer ein wenig annimmt und ihnen Mut zuspricht. Sie sind so unerfahren, wie die neugeborenen Kinder, und sollen nun in einem fremden Lande ausgesetzt werden. Ich kann es nicht übers Herz bringen, sie zu verlassen.«

Saxon warf sich laut lachend in seinen Sessel zurück, die langen Beine weit von sich gestreckt und beide Hände in den Hosentaschen.

»Das geht aber doch über Kreid' und Rotstein!« sagte er endlich. »Ich habe mancherlei Schwierigkeiten bei der Ausführung dieses Unternehmens vorausgesehen, aber nicht diese! Ihr seid doch wirklich der widerborstigste Gesell, der jemals in Rindsleder stand! Ihr scheut und macht Seitensprünge, wie ein halbdressiertes Fohlen, immer aus irgend einem wunderlichen vorweltlichen Grunde! Indessen ich glaube, ich werde im stande sein, mit diesen Skrupeln durch ein bißchen Überredung aufzuräumen.«

»Was die Gefangenen angeht, kann Hauptmann Clarke ruhig sein,« sagte der Seemann. »Ich will wie ein Vater zu ihnen sein, das will ich, auf Seemannswort. Wenn's Euch nicht verschlägt, so die Kleinigkeit von zwanzig Goldstücken für ihre größere Behaglichkeit auszulegen, so sollen sie eine Beköstigung haben, wie sie solche am eignen Tisch schwerlich gekriegt haben. Sie sollen abteilsweise an Deck geführt werden und jeden Tag ein paar Stunden frische Luft genießen. Na, mehr kann ich doch nicht bieten.«

»Ich habe Euch allein ein Wort zu sagen, kommt an Deck!« sagte Saxon zu mir.

Er stand auf, verließ die Kajüte, und ich folgte ihm bis ans Ende des Hinterdecks, wo wir uns beide über die Brustwehr lehnten. Die Lichter in der Stadt waren allmählich erloschen, und die schwarze Flut brach sich an einer noch schwärzeren Küste.

»Ihr braucht wegen der Zukunft der Gefangenen nicht in Sorge zu sein,« flüsterte der Oberst mir leise zu. »Sie werden nicht in Barbadoes landen, und der hartherzige Schinder, der Kapitän, wird sie nicht verkaufen, trotzdem er sich so sicher gebärdet. Wenn er seine eigne Haut ungeschunden davon bringt, so ist das sehr gegen meine Vermutung. Er hat einen Mann an Bord, der sich ebensowenig ein Gewissen draus machen würde, ihm mit einem kleinen Schubs über Bord zu helfen, wie ich.«

»Wie meint Ihr das, Saxon?« rief ich.

»Hast schon mal den Namen Marot gehört?«

»Hector Marot? Ja natürlich! Ich hab' ihn gut gekannt! Er war ein Straßenräuber, aber ein tüchtiger Mann, ein ganzer Kerl mit einem weichen Herzen unter seinem Diebswams!«

»Ganz recht. Er ist, wie Ihr richtig sagt, ein tüchtiger Kerl und ein unermüdlicher Fechter, obgleich er, nach dem zu urteilen, was ich von seinem Fechten gesehen habe, einigermaßen schwach im Staccato ist. Er hat eine ungebührliche Vorliebe für die Schneide und läßt der Spitze nicht den ihr gebührenden Vorrang. Er vernachlässigt in dieser Hinsicht den Rat und die Lehre der angesehensten Fechtmeister in Europa. Na, die Menschen haben eben verschiedene Ansichten über diesen Punkt, wie über so manches andre auch! Freilich dünkt es mich, ich für mein Teil würde lieber vom Kampfplatz getragen werden, nachdem ich meine Waffe secundum artem gebraucht hätte, als unversehrt davon gehen, nachdem ich die lois d'escrime gebrochen. Quarte, Terz, Stich, sag' ich, und der Teufel hole alle estramacons und passados

»Aber was wolltet Ihr mir von Marot sagen?« fragte ich ungeduldig.

»Er ist hier an Bord,« sagte Saxon. »Es scheint, daß die Grausamkeiten, die nach der Schlacht von Bridgewater an dem Landvolk verübt wurden, ihn aufs tiefste empörten. Da er ein Mann von ziemlich grimmer, verschlossener Gemütsart ist, so äußerte er sein Mißfallen nicht in Worten, sondern in Thaten. Hin und her im Lande fand es sich, daß Soldaten erschossen oder erstochen wurden und von dem Angreifer keine Spur zurückblieb. Nachdem so ein Dutzend oder auch mehr erlegt worden waren, begann hier und da gemunkelt zu werden, daß Hector Marot der Thäter sei, und die Verfolger waren ihm bald scharf auf der Fährte.«

»Nun, und dann?« drängte ich, denn Saxon unterbrach sich hier, um sich an demselben alten, blechernen Zunderbüchschen, das er beim Beginn unsrer Bekanntschaft gebraucht hatte, seine Pfeife anzuzünden.

Wenn ich mir jetzt Saxon ins Gedächtnis zurückrufe, steht er mir gewöhnlich so vor Augen, und mir ist, als sähe ich, wie die rote Glut seine harten, strengen, falkengleichen Gesichtszüge anstrahlt, und dabei die Tausende von kleinen Fältchen und Runzeln, welche Zeit und Sorge in seine braune wetterharte Haut eingegraben hatten, deutlich sichtbar macht. Manchmal taucht mir auch dies Antlitz im Traum aus dem Dunkel auf; und die halbgeschlossenen Lider und unruhigen, blinzelnden Augen schauen mich so nach seiner Gewohnheit von der Seite an, daß ich mich unwillkürlich aufrichte und die Hand in den leeren Raum hinausstrecke, halb und halb in der Erwartung, eine andre, sehnenstraffe Hand möchte sie umschließen. Er war in mancher Hinsicht ein schlechter Mensch, lieben Kinder, schlau und verschlagen, skrupel- und gewissenlos, und dennoch – so merkwürdig ist die menschliche Natur zusammengesetzt, so widersprechend sind unsre Empfindungen, – mir wird das Herz warm, wenn ich an ihn denke, und die dazwischen liegenden fünfzig Jahre haben dies freundschaftliche Gefühl eher vermehrt als vermindert.

»Ich hatte davon gehört,« fuhr er fort und that ein paar langsame Züge aus seiner Pfeife, »daß Marot ein Mann dieses Kalibers sei, und ferner, daß er auf allen Seiten umringt und umstellt, nahe daran war, gefangen genommen zu werden. So suchte ich ihn denn auf und beriet mich mit ihm. Es kam dabei heraus, daß sein Pferd erschossen sei, und da er sehr an dem Vieh hing, hatte ihn dieser Unfall noch wilder und verwegener gemacht. Er sagte mir, er habe ganz die Lust an seinem alten Gewerbe verloren. Er war offenbar reif für ein halsbrechendes Unternehmen – aus solchem Holz lassen sich brauchbare Werkzeuge schnitzen. Ich kam dahinter, daß er in seiner Jugend für den Seemannsberuf erzogen worden war. Als ich das vernahm, durchfuhr mich ein Gedanke blitzschnell, wie das Knacken des Hahns am Pistol, und ich wußte, was ich zu thun hatte.«

»Was denn?« fragte ich. »Ich tappe noch im Dunkeln.«

»Na, es muß Euch jetzt doch auch klar sein! Marots Bestreben ging dahin, seinen Verfolgern zu entwischen und den Verbannten beizustehen. Wie konnte er das besser thun, als indem er sich als Matrose an Bord dieser Brigg, der ›Dorothy Fox‹, verdingte und mit ihr England verließ? Die Besatzung ist nur dreißig Mann stark. Unter den Luken befinden sich nahezu zweihundert Kerls, die, wie wir beide wissen, so einfältig sie auch sonst sein mögen, im bloßen Handgemenge Mann gegen Mann, wo wie hier, Ordnung und Disziplin nicht nötig sind, ihres Gleichen suchen. Marot braucht bloß in einer dunkeln Nacht zu ihnen zu gehen, ihnen die Fesseln abzuschlagen und sie mit ein paar Eisenstangen und Knütteln zu bewaffnen. Ho, ho, Micha! Was meint Ihr dazu? Wenn die Pflanzer diesmal keine andern Leute kriegen, als unsre Westlandsbauern, dann können sie getrost ihre Pflanzungen allein umgraben!«

»Es ist wahrlich ein feinausgesonnener Plan,« sagte ich. »Schade, Saxon, daß Euer rasches Denkvermögen und hurtige Erfindungskraft nicht freien Spielraum gehabt haben. Ich weiß wohl, Ihr wäret ebensogut an Eurem Platze als Feldmarschall und Heerführer, wie nur je einer, der den Feldherrnstab geschwungen hat.«

»Seht dorthin!« flüsterte Saxon und packte meinen Arm. »Da wo das Mondlicht den Lukengang erleuchtet. Seht Ihr da den untersetzten vierschrötigen Matrosen, der dort in Gedanken versunken für sich allein steht? Das ist Marot. Na, ich sage Euch, wenn ich Kapitän Pogram wäre, möchte ich lieber den leibhaftigen Satan als ersten Bootsmann und Kojenkumpan haben, als den Mann an Bord meines Schiffes. Ihr braucht nicht um die Gefangenen zu sorgen, Micha. Ihr zukünftiges Schicksal ist entschieden.«

»Also bleibt mir nur übrig, Saxon,« entgegnete ich, »Euch zu danken und die Hilfe anzunehmen, die Ihr mir bietet.«

»Das war gesprochen wie ein Mann,« sagte er. »Kann ich noch irgend etwas in England für Euch ausrichten? Freilich, bei Kutte und Krummstab, – gar zu lange werde ich selbst wohl auch nicht mehr hier bleiben, denn ich bin zum Befehlshaber einer Expedition ernannt, die soeben gegen die Indianer ausgerüstet wird. Die roten Teufel haben unsre Niederlassungen draußen überfallen und verwüstet. Es ist auch hohe Zeit, daß ich wieder mal ein halbwegs einträgliches Gewerbe zwischen die Finger kriege, denn so ein Feldzug ohne richtiges Fechten und ohne Beute ist mir noch nicht vorgekommen. Ich gebe Euch mein Wort, vom ersten Tage an habe ich kaum ein Silberstück in den Händen gehabt. Nicht um die Plünderung Londons möchte ich solchen Krieg noch einmal durchmachen.«

»Sir Gervas Jerome hatte mir jemand anbefohlen,« versetzte ich; »ich habe indessen schon Maßregeln getroffen, um seine letzten Wünsche auszuführen. Mich hält weiter nichts. Nur möchte ich allen Freunden in Havant die Versicherung geben, daß ein König, der sich so vom Blut seiner Unterthanen mästet, wie der unsrige, wahrscheinlich nicht sehr lange auf dem englischen Thron sitzen wird. Stürzt er, so kehre ich zurück – vielleicht eher als man meint.«

»Die Vorgänge im Westen haben in der That im ganzen Lande viel böses Blut gemacht,« sagte Saxon. »Von allen Seiten heißt es, der König und seine Minister würden jetzt mehr gehaßt, als vor dem Ausbruch der Insurrektion. Heda, Kapitän Pogram, hierher! Die Sache ist abgemacht. Mein Freund wird mit mir kommen.«

»Das hab' ich mir gedacht, daß Ihr noch beidrehen würdet,« sagte der Kapitän, der so unsicher auf uns zugeschwankt kam, daß sich unschwer daraus schließen ließ, er habe während unsrer Abwesenheit erschöpfende Bekanntschaft mit der Rumflasche gemacht. »Gott straf mich, das hab' ich mir gleich gedacht! Trotzdem, beim Sakrament, mich wundert's nicht, daß er sich's zweimal überlegt hat, ehe er die Dorothy Fox verließ. Denn die ist eingerichtet – wie für 'ne Gräfin – Gott straf mich! Wo ist Euer Boot?«

»Dicht bei,« erwiderte Saxon; »mein Freund wünscht Euch mit mir eine angenehme, profitliche Reise, Kapitän Pogram.«

»Ich bin ihm höllisch verbunden,« sagte der Kapitän und schwenkte seinen dreieckigen Hut.

»Und daß Ihr Barbadoes frisch und gesund erreichen möchtet.«

»Versteht sich von selbst!« versetzte der Kapitän.

»Und daß Ihr Eure Ware auf eine Art los werden möchtet, die Euch für Eure Nächstenliebe und Menschlichkeit belohnt.«

»Ei wahrhaftig, das war ein gutes Wort,« rief der Kapitän. »Herr Oberst – Euer dankbar ergebenster Diener!«

Ein großes Fischerboot lag neben der Brigg. Im düster matten Schein der Schiffslaternen konnte ich auf seinem Deck Gestalten unterscheiden und das große braune Segel, das zum Ausspannen fertig war. Ich kletterte über Bord und setzte meinen Fuß auf die Strickleiter, die hinabführte.

»Gottbefohlen, Decimus!« sagte ich.

»Gottbefohlen, Junge! Du hast dein Gold sicher verwahrt?«

»Jawohl!«

»Dann hab' ich dir noch ein Geschenk zu machen. Ich erhielt es durch einen Sergeanten von der königlichen Kavallerie. Auf dies, Micha, mußt du jetzt dich stützen; von ihm hängt dein Leben, Nahrung, Kleidung, Wohnung hinfüro ab. Es gewährt einem tapferen Manne stets seinen Unterhalt. Es ist das rechte Messer, um die Auster des Daseins aufzubrechen. Sieh, Junge, es ist dein Schwert.«

»Das alte Schwert! Das Schwert meines Vaters!« rief ich voller Entzücken, als Saxon unter seinem Mantel die wohlbekannte, abgenützte, altmodische Lederscheide mit dem schweren Messinggriff hervorzog.

»Jetzt,« fuhr er fort, »gehörst du zu der alten, ehrwürdigen Gilde von Fortunas Soldaten. So lange der Türke noch zähnefletschend nach den Thoren Wiens schaut, gibt's immer Arbeit für einen starken Arm und ein kühnes Herz. Du wirst finden, daß der Name eines Engländers unter diesen, aus aller Herren Ländern zusammengeströmten, wandernden Kriegern hochgeachtet wird. Ich weiß, daß er nicht erniedrigt werden wird, wenn du dich der Brüderschaft anschließest. Ich hätte nicht übel Lust mitzukommen, aber ich habe Gehalt und Stellung in Aussicht, und es wäre unrecht, das fahren zu lassen. Leb wohl, alter Junge, und Fortuna geleite dich!«

Ich drückte des alten Soldaten hornharte Hand und sprang hinab in den Schifferkahn. Das Tau, an dem er hing, wurde eingezogen, das Segel gesetzt, und das Fahrzeug schoß leicht wie eine Möwe in die Bucht hinaus. Es strich dahin, hinein in das wachsende Dunkel – – ein Dunkel so tief und undurchdringlich, wie die Zukunft, der mein Lebensboot zustrebte. Bald erkannten wir an den langen Wellen, auf denen unser Boot sich hob und senkte, daß wir die Hafenkette passiert hatten und draußen im offnen Kanal waren. Landwärts bezeichneten hier und da blinkende Lichter die Küstenlinie. Indem ich zurückblickte, kam der Mond hinter einer dichten Wolke zum Vorschein, und ich erblickte noch einmal deutlich das Takelwerk der Brigg, das sich von der bleichen weißen Scheibe abhob. An den Wanten stand der Veteran. Er hatte mit einer Hand ein Tau erfaßt und schwenkte die andre zum Lebewohl und zur Ermutigung. Eine andre Wolkenwand schob sich vor das leuchtende Nachtgestirn, und so blieb jene hagere sehnige Gestalt mit dem lang ausgestreckten Arm das letzte, was ich eine lange trübe Zeit hindurch von dem teuren Lande sah, das mich geboren und erzogen hatte.

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