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Memoiren Cagliostros

Paul Bornstein: Memoiren Cagliostros - Kapitel 7
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authorPaul Bornstein
titleMemoiren Cagliostros
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VI. Cagliostro in Straßburg. Sein Streit mit der Facultät. – Einige Empfehlungsbriefe. – Neapel. – Bordeaux.–Gründung der Mutterloge zu Lyon.

Gegen Ende Juni 1780 hatte Balsamo Reißaus genommen und zu Anfang September tauchte er in Straßburg auf.

Wo er inzwischen gesteckt, das weiß genau kein Sterblicher. – Ob er vielleicht inzwischen dem großen Kophta eine Visite gemacht, ob er mit Geistern Zwiesprach gehalten, oder ob er irgend wo, durch völliges Inkognito gesichert, sich von seinen Warschauer Niederlagen erholen wollte, um zu neuen Siegen frische Kräfte zu sammeln, das kann man mit völliger Gewißheit nicht angeben. Sein römischer Biograph behauptet, er habe sich auf der Durchreise nach Straßburg eine Zeit lang in Frankfurt am Main aufgehalten, und er berichtet über Balsamos Erlebnisse daselbst mit dessen eigenen Worten. Allein diese Worte enthalten wieder so viel unglaubliches und aberwitziges Zeug, daß die ganze Borniertheit eines Inquisitionsrichters der guten, alten Zeit dazu gehört, um es zu glauben, und daß dadurch der ganze Aufenthalt in Frankfurt zum mindesten recht unsicher wird.

Cagliostro kam in Straßburg an und hielt es für geraten, daselbst seine Arbeit nach eben derselben Methode zu beginnen, wie in Petersburg. Er muß es verstanden haben, sich hier durch seine Tätigkeit begeisterte Verehrer zu gewinnen, denn nur eine bis zur Verblendung gehende Begeisterung macht folgenden Brief erklärlich, der zugleich ein wertvolles Zeugnis für Cagliostros Aufenthalt in Straßburg ist:

»Diesel außerordentliche, wunderbare Mann, dessen Betragen und ausgebreitete Kenntnisse gleich bewundernswert sind, dessen äußere Gestalt Verstand verkündigt und Genie anzeigt, dessen Feueraugen tief in der Seele lesen können, ist vor sieben oder acht Monaten aus Rußland gekommen und scheint sich in Straßburg wenigstens auf einige Zeit niederlassen zu wollen. Niemand weiß, woher er ist, wo er hin will. Der Befehlshaber der Stadt und alle Vornehmen lieben, ehren und achten ihn hoch. Die Armen und das Volk beten ihn fast an. Gewisse Leute hassen, verleumden, verfolgen ihn. Er nimmt von denen, die er geheilt hat, weder Geschenke an, noch Geld, wendet seine ganze Lebenszeit dazu an, Kranke und zumal Arme zu besuchen, teilt ihnen Arzeneien, und zwar unentgeltlich aus, unterstützt sie mit kleinen Geldsummen, damit sie sich Fleischbrühe anschaffen können, ißt wenig und beinahe nichts, als italienische Pasteten, legt sich niemals zu Bett und schläft nur ungefähr zwei bis drei Stunden in einem Lehnstuhl, ist immer bereit, dem Elenden, zu welcher Stunde es sei, Hilfe zu leisten, und kennt kein anderes Vergnügen, als seinen Nebenmenschen zu helfen. Dieser unerklärbare Mann führt einen ansehnlichen Staat, der desto mehr auffallen muß, da er alles voraus bezahlt, und da niemand weiß, woher er seine Einkünfte zieht und wer ihn mit dem nötigen Gelde versieht. Sie können sich leicht vorstellen, Madame, daß man sich hundert Witzeleien auf seine Kosten erlaubt. Zum allerwenigsten ist er der Antichrist, ist 500 bis 600 Jahre alt, besitzt den Stein der Weisen, die Universalmedizin, kurz, er ist einer von den überirdischen Wesen, die der Schöpfer, bisweilen mit einer sterblichen Hülle bekleidet, auf unsere Welt sendet. Wenn dem wirklich so ist, so ist er gewiß ein sehr verehrungswürdiges Wesen. Ich habe wenig Seelen so gefühlvoll, als die seinige angetroffen, und wenig Herzen so zärtlich, so gutmütig, so mitleidsvoll. Er besitzt dabei ganz außerordentliche Kenntnisse und vielen Verstand, spricht fast alle europäischen und asiatischen Sprachen, und seine Beredsamkeit setzt in Erstaunen und reißt alles mit sich fort, auch wenn er sich in einer von den Sprachen ausdrückt, die ihm am wenigsten geläufig sind. Ich sage Ihnen nichts von seinen Wunderkuren; ich würde ganze Bände damit anfüllen können und alle Zeitungen werden Ihnen davon erzählen. Ich will nur so viel sagen, daß unter mehr denn 15000 Kranken, die er in die Kur genommen, seine erbittertsten Feinde ihm nur 8 Todesfälle vorwarfen, woran er jedoch ebenso unschuldig ist, wie ich. Verzeihen Sie, Madame, wenn ich bei diesem unbegreiflichen Manne noch einige Augenblicke verweile. Ich komme eben von einer Audienz bei ihm zurück. Wie würden Sie diesen würdigen Menschenfreund verehren, wenn Sie ihn an meiner Stelle gesehen hätten, wie er von einem zum andern eilte, ihre ekelhaften Wunden mit der größten Emsigkeit verband, ihre Leiden erleichterte, ihnen Hoffnung einflößte, Arzeneien und Wohltaten unter sie verteilte und sie mit Gaben überschüttete, ohne dabei einen andern Zweck zu haben, als der leidenden Menschheit zu Hilfe zu kommen und das unschätzbare Glück zu genießen, hier auf Erden das Ebenbild der wohltätigen Gottheit zu sein. Stellen Sie sich, Madame, einen geräumigen Saal vor, der mit diesen elenden Geschöpfen, denen meistenteils die nötigen Hilfsmittel mangelten, und die ihre erschlaffenden Hände mit Mühe zum Himmel aufhoben, um den Beistand des Grafen anzuflehen, vollgepfropft war. Er hört sie einen nach dem andern an, vergißt kein einziges ihrer Worte, entfernt sich auf einige Augenblicke, kommt bald nachher mit einer Menge Arzeneien wieder, die er unter alle diese Elenden austeilt, wobei er einem jeden das wiederholt, was dieser ihm von der Beschaffenheit seiner Krankheit gesagt hatte, und ihnen allen versichert, sie würden in kurzem gesund werden, wenn sie seine Vorschriften befolgen wollten. Doch diese Arzeneien würden allein noch nicht ausreichend sein, sie müssen dabei Fleischbrühen haben, um Kraft zu erlangen, ihre Wirkung auszuhalten. Allein wenige unter diesen Unglücklichen sind im Stande, sich diese Erleichterung zu verschaffen. Hier öffnet sich die Börse des Grafen zu ihrem Besten. Sie scheint in solchen Augenblicken unerschöpflich zu sein. Weit glücklicher, indem er giebt, als wenn er empfängt, offenbart sich seine Freude in seiner Herzensrührung. Alle diese Elenden, von Dankbarkeit, Liebe und Ehrfurcht durchdrungen, werfen sich ihm zu Füßen, umfassen seine Kniee, nennen ihn ihren Retter, ihren Vater, ihren Gott! Der edle Mann wird bewegt. Tränen rollen aus seinen Augen, er möchte sie gern verbergen, kann aber nicht, er weint, und die ganze Versammlung vergießt einen Strom von Zähren ...«

Wundervolles Schauspiel! Cagliostro weint in mitten seiner Armen. Worüber er weinen mag? – Über sein Hallunkentum oder die Dummheit seiner Mitmenschen, oder auch über die Deine, Du armseliger, schafsdämlicher Tourist, der Du nicht weißt, daß Herr Cagliostro Dir voraussichtlich eine Extravorstellung gegeben haben mag, die nicht übel insceniert war. Touristen sind nämlich sehr brauchbare Leute und können unter Umständen trefflich das Gerücht ersetzen. Wir aber, die wir nachgerade einen Einblick in die Redlichkeit und Menschenliebe unseres Helden erlangt haben, wissen auch ohne Kritik, was wir von dieser Samaritermaske zu halten haben, hinter welcher ein abgefeimtes Gaunergesicht hervorgrinst! – Es war eben wieder genau das alte Schema, welches er anwendete und welches ihn, wie wir aus nachfolgendem Briefe ersehen, nicht im Stich ließ.

Cagliostro hatte entschieden in Straßburg eine Zeitlang unglaublichen Erfolg. Man höre und staune:

»Plötzlich erfährt man, es sei ein Fremder, wohltätiger Herr hier, der Kranke umsonst übernehme, und ihnen nicht nur Arzeneien, sondern selbst oft auch noch Geld und andere Unterstützungen zukommen läßt, und dies ist Wahrheit. Nun kamen nach und nach, und noch schüchtern, einzelne Arme zu ihm; er empfing sie liebreich, gab ihnen Essenzen, Elixiere, andere Arzeneien, befreite manchen vom Fieber und anderen Zufällen, besuchte selbst auch manche, schwere Kranke in ihrer Behausung. Sein Ruf stieg, und bald waren nicht bloß seine Zimmer, sondern die Treppen und die Haustüren mit Hilfsbegierigen besetzt. Er war etwas leicht und zuversichtlich im Versprechen der Heilung, und dies gab allen Bresthaften um so mehr Mut. Freilich sind ihm nun bei der Menge der Kuren viele verunglückt (sehr wahrscheinlich!), besonders bei Taub- und Blindheit (!); allein Glück in mehreren Fällen, das Fremde, das Sonderbare, das Unentgeltliche machten ihn doch jetzt zum Gegenstand der höchsten Bewunderung. Die Neugierde trieb eine unzählige Menge Leute hin, Gelehrte, Offiziere, Ärzte, Naturkundige, Freimaurer. In dieser letzten Rücksicht besuchten ihn auch einige Prinzen und andere Herren; es wurde nach und nach Mode, zu Cagliostro zu gehen, und da er gerade am Paradeplatz logierte, so strömte um Mittag ein großer Teil der Garnison hin, man ging in die Assemblée zu Cagliostro. Hier wurde nun freilich mancher junge Lieutnant durch seine übergroße Neugierde dem guten Grafen lästig; und um diese Gattung von Gesellschaften los zu werden oder um ihrer zu spotten, erzählte er ihnen sehr ernsthaft, daß er auf dem roten Meer geboren, daß er 150 Jahre alt sei und dergleichen. (Cagliostro erzählt dies durchaus nicht aus Spott, sondern mit Absicht; er wollte sich eben als Wundermann bekannt geben.) Zu dieser Zeit wurde ein Sekretär unseres Kommandanten, des Marquis de la Salle, krank; sein Arzt gab ihn auf als einen wirklich vom Brand Angesteckten, der noch 24 Stunden zu leben hätte. Auf Bitten des Kommandanten selbst übernahm ihn Cagliostro und stellte ihn zu allgemeiner Verwunderung so gut als gänzlich wieder her.

»Nun hebt sich die glänzende Periode dieses Mannes an, alle Generals-Personen, alles, was bei uns vornehm ist, oder gerne um Vornehm sich herdrängt, besuchte nun täglich den Herrn Cagliostro. Viele machten bei Cagliostro nicht eben ihm, sondern diesen Herren den Hof. Die Damen taten ein Gleiches, nahmen seine Arzeneien und lobten seine Kuren. Cagliostro wurde überall hingezogen; der gute Ton war, von ihm zu sprechen, ihn zu brauchen und zu erheben. Eine unglaubliche Menge von Fremden kamen von allen Orten her zu ihm, verschiedene baten ihn, mit einigen unserer besten Ärzte sich in Konsultationen einzulassen, dies schlug er immer ab, wie er denn auch für alle Ärzte keine anderen Benennungen kennt, als solche, die aus dem Tierreich entlehnt sind.

»Ob auf der anderen Seite die Ärzte in ihren Urteilen über ihn immer Wahrheit, oder falls auch dieses ist, Wahrheit ohne Bitterkeit, ohne Eifersucht sagen, kann ich freilich nicht bestimmen; doch haben viele Kranke, auch Fremde, sich von Cagliostro weg wieder in die Arme der ordentlichen Ärzte geworfen. Diese haben auch durch triftige Bemerkungen und Einwände dem Herrn Cagliostro großen Eintrag getan. Auch sind in verschiedenen Zeitungsblättern und Affiches unserer Gegend bittere Satiren gegen ihn herausgekommen. – Sein Zulauf nahm mit der Zeit merklich ab; er empfängt wirklich nur noch dreimal die Woche, und dies nur zu gewissen Stunden, Besuche.«

Nachdem nunmehr der Leser einen begeisterten Panegyrikus und eine ruhige, unparteiliche Schilderung vernommen dessen, was Cagliostro in Straßburg geleistet, geben wir nun als Gegengift einige Kritiken von Augenzeugen, die an Schärfe nichts zu wünschen übrig lassen.

Aus einem ganz anderen Loche pfeift folgende Beurteilung – die umunwundenste von allen, die zugleich auch durch eine genaue Schilderung des Äußeren Cagliostros interessant ist:

»Heute führte man mich zu dem berühmten Grafen Cagliostro. Solch ein originaler, impertinenter, alles unter den Fuß tretender, kopfaufwerfender Charlatan en gros war mir noch nie vorgekommen. Er ist ein kleiner, dicker, höchst breitschulteriger, breit- und hochbrüstiger, dick- und steifnackiger, rundköpfiger Kerl, von schwarzem Haar, gedrungener Stirn, starken, feingerundeten Augen, braunen, glühenden, trübschimmernden, stets rollenden Augen, einer etwas gebogenen, fein zugerundeten, breitrückigen Nase, runden, dicken, auseinandergeworfenen Lippen, rundem, festem hervorstrebendem Kinn, runder, eiserner Kinnlade, feinem, fast kleinem Ohr, kleiner, fleischiger Hand, kleinem, schönem Fuß, gewaltig vollblütig, rotbraun, mit einer gewaltig klingenden, vollen Stimme. Das ist der Wundermann, Geisterseher, Geisterbeschwörer, menschenfreundliche, unbezahlte Arzt und Held, der Jahre lang in diesen Gegenden groß gelebt, ohne daß je einer weiß, wo er das Geld hernimmt. Wenn man indessen sieht, daß seine aus allen Weltgegenden zusammenstürmenden Patienten größtenteils schöne, reiche und vornehme Weiber sind, daß sie gemeiniglich in demselben Hause wohnen, wo er zur Miete wohnt, und ihr Logis ungeheuer bezahlen, auch aus demselben Wirtshause gespeist werden, aus dem sich der Herr Graf speisen läßt, und auch da ganz ungeheuer bezahlen, und daß sie sofort alle ihre Bedürfnisse von Kaufleuten nehmen, von denen auch er seine Bedürfnisse nimmt, und daß sie alle kein eifrigeres Bestreben haben, als nur zu ersinnen, was ihrer und des großen, uneigennützigen Mannes würdig ist, um es ihm oder seiner italienischen Gemahlin zu verehren – wenn man das mit unbefangenen Augen betrachtet und sieht, wie der Mensch mehrere begüterte Leute so ganz in seiner Gewalt hat, daß sie keine Sinne, als nur für ihn und sein Treiben haben, und daß er ihnen jeden Augenblick sicher zumuten könnte, Weib und Kind auf den glühenden Rost zu legen, und Wunder zu sehen – dann versteht man die elenden Kunstgriffe wohl, mit denen solch ein unverschämter Bube die Schwachheit und Torheit kurzsichtiger Menschen benutzt, um sich Ansehen und Güter zu erlügen. Man kann nicht umhin, all den versteinerten Anbetern um ihn herum das Glück zu wünschen, daß einmal vor ihren Augen ein Mann sich die Mühe nähme, dasselbe imposante, unverschämte Wesen gegen ihn einzunehmen und ihn so ganz, wie er sie immer, en canaille traktierte. Sie sollten bald gewahr werden, was für eine elende Figur der Prahler dabei machen würde, der weder natürliche Gaben, noch Bildung genug hat, sich gegen solch einen Menschen nur eine einzige Minute zu halten. Körperlich stark müßte der Wohltäter freilich sein, um im Falle der Not den Riesenknaben mit einer Hand zum Fenster hinaushalten zu können und ihm zwischen Hängen und Fallen die Beichte abzuhören.«

Allein solche Stimmen konnten dem Kredit keinen Abbruch tun, den er zunächst in den weitesten Kreisen, und besonders bei der vornehmen Welt, genoß. – Besonders waren es zwei vornehme Herren, die bedeutende Stücke auf ihn hielten, einmal der schon vorerwähnte Marquis de la Salle, der Kommandant der Stadt Straßburg, an dessen Sekretär er die wunderbare Heilung vollführt hatte, und ferner der Kardinal Prinz Ludwig von Rohan, der in der Nähe der Stadt Güter besaß. – Diese Bekanntschaft, von der wir noch ganz außerordentlich viel zu erzählen haben werden, die sich zunächst so schön und lukrativ für Beppo anließ und hernach doch ein so trauriges, verhängnisvolles Ende nehmen sollte, wurde in jenen Tagen angeknüpft, und zwar berichtet Cagliostro selbst über den Anfang derselben folgendes:

»Bald nach meiner Ankunft in Frankreich ließ mir der Kardinal Rohan durch seinen Oberjägermeister sagen, daß er mich kennen zu lernen wünsche. So lange der Kardinal mich bloß aus Neugierde sehen wollte, willfahrte ich ihm nicht, bald darauf ließ er mir sagen, daß er mich über einen Anfall von Engbrüstigkeit zu Rate ziehen wolle, und da kam ich sogleich in seinen Palast. Ich sagte ihm meine Meinung über seine Krankheit; er schien damit sehr zufrieden und bat mich, ihn von Zeit zu Zeit zu besuchen.«

Bei einem dieser Besuche erwähnte der Kardinal, daß der Sekretär des Prinzen von Soubise an derselben Krankheit litt, wie der des Kommandanten von Straßburg, und daß dieser hohe Herr den dringenden Wunsch hege, den Patienten von ihm behandelt zu sehen und ihm darum die Bitte aussprechen lasse, er möge sich auf einige Tage nach Paris begeben. Cagliostro willigte nach gut gespieltem Zaudern ein und begab sich in Begleitung des Kardinals nach Paris, wo dieser ihn sogleich in das Hotel des Prinzen geleiten wollte. Allein Cagliostro empfand nun plötzlich Skrupeln; er hatte nämlich gehört, der Kranke befände sich in Behandlung einiger bedeutender Ärzte, und äußerte nunmehr, er wolle mit der medizinischen Fakultät nicht in Konflikte kommen. Da der Kranke so das Glück hatte, nicht von Cagliostro behandelt zu werden, schritt seine Besserung so rasch vor, daß Cagliostros Aufenthalt in Paris überflüssig wurde und er hätte abreisen können. Allein er hatte, nachdem das Gerücht, er sei anwesend, sich verbreitet hatte, einen so ungeheuren Zulauf, daß er sich entschloß, einige Tage zu bleiben. Er will während dieser Zeit von fünf Uhr morgens bis gegen Mitternacht beschäftigt gewesen sein, allen Patienten Genüge zu tun. Auch hier will er nicht einen Sou Bezahlung genommen, sondern lediglich aus Liebe zum Menschengeschlechte gehandelt haben, und er fordert alle Welt mit großer Emphase auf, ihm doch das Gegenteil zu beweisen.

Ja, wer das könnte!

Nach Verlauf von dreizehn Tagen begab er sich nach Straßburg zurück, natürlich abermals in Begleitung des biedern Kardinals, der nachgerade in seinen Netzen zappelte, wie eine Fliege, der die Spinne noch das Blut abzapfen wird, und begann daselbst abermals seine Tätigkeit als Arzt auszuüben. – Das ging so eine Weile fort, bis Cagliostro seine Leute, und namentlich den Kardinal in so weit mürbe gemacht zu haben glaubte, daß er es riskieren konnte, nunmehr mit grobem Geschütz vorzurücken.

Er entpuppte sich demgemäß nunmehr auch als Alchemist, Freimaurer und Geisterbeschwörer, und es muß bedauerlicher Weise konstatiert werden, daß das bescheidene Quantum von Verstand, das der Prinz überhaupt besaß, ihm völlig abhanden kam in dem Wust von Gaukeleien, Beschwörungen mit Kindern à la Mitau u. s. w., den ihm Cagliostro vormachte. Er geriet in kurzem in eine ganz unglaubliche Abhängigkeit von Cagliostro, den er auf das dringendste, fast flehentlich bat, ihn recht oft auf seinem Gute bei Zabern zu besuchen, zu welchem Zwecke er ihm seine Equipage zu ständiger Benutzung anbot. Diese unbeschränkte Benutzung der Equipage des Prinzen mußte Cagliostro sehr schnell zu einer unbeschränkten Benutzung von dessen Geldbeutel auszudehnen, denn er prellte ihn um ganz horrende Summen und ging in dessen Palast aus und ein, als ob er sein eigen sei. – Natürlich ging es bei seiner Anwesenheit im Schlosse doppelt hoch her, und es zeigte sich auf's neue, daß der »heilige« Mann den Freuden dieser irdischen Welt, als da sind Wein und Liebe, ebenso wenig abgeneigt war, wie der rotgerockte Kardinal vor ihm, der einstens das feierliche Gelübde steter Keuschheit abgelegt hatte. Zwei famose Heilige verschiedener Spezies, jeder in seiner Art interessant. Einer des andern würdig!

Uebrigens wußte er unter manchem andern dem Prinzen 20000 Francs für den Bau eines Logengebäudes abzulocken; trotz eingehendsten Studiums der einschlägigen Litteratur konnten wir nirgends eine Andeutung finden, daß es wirklich gebaut sei, und wir haben allen Grund zu der Annahme, daß unser Freund es »zu dem Uebrigen« gelegt hat.

So lebte denn Beppo einen schönen Tag, allein es zeigte sich wieder einmal, daß »mit des Geschickes Mächten ist kein ew'ger Bund zu flechten. – Daß Beppo den Leuten Wind vormachte und sie prellte, das hätte man ihm vielleicht verziehen, allein daß er sich die Taschen mit Gold füllte, das verzieh man ihm nicht. – Wie ein Mann erhob sich die gesamte medizinische Fakultät der Universität Straßburg vom ältesten Professur bis zum jüngsten Privatdozenten und schrie Zeter und Mordio über den gewissenlosen Schwindel Cagliostros, unter dem die Menschheit blute, und verlangte mit Entschiedenheit vom Straßburgischen Präfekten Gérard seine Ausweisung. – Zugleich begann auch die Presse einen mit großer Erbitterung geführten Kampf gegen ihn.

Es läßt sich annehmen, daß die gesamte Fakultät vom ältesten Professor publicus ordinarius bis zum jüngsten Privatdozenten aus Göttern bestanden habe, wenigstens führte sie zunächst einen sehr vergeblichen Kampf gegen die Dummheit des Marquis de Ia Salle, des Kardinals Rohan und sonstige hochstehende Gönner Cagliostros. – Es zeigte sich auch hier eben wieder, wie vergeblich die Vernunft sich abmüht im Widerstreit mit der Verblendung, wenn letztere durch einen roten Rock oder ein Adelsprädikat gedeckt ist. – Cagliostro lächelte über die Wut seiner hochgelehrten Freunde, stieg in die Equipage des Kardinals, hatte eine kurze Unterredung mit ihm unter vier Augen, Se. Eminenz waren empört über die seinem Freunde angetanen Beleidigungen, und flugs flogen einige Briefchen nach Paris an einige einflußreiche Freunde, vor denen sich die gesamte Fakultät, wie sie gekommen, wieder zurückziehen mußte, und zwar mit einer äußerst langen Nase. – Man höre diese Briefchen und staune:

Se. Exzellenz der Herr Premierminister Graf von Vergannes schreibt unter dem 13. März 1783 an den Präfekten von Straßburg, Herrn Gérard, er kenne den Grafen Cagliostro zwar nicht persönlich, aber alle Nachrichten, die er von ihm seit der Zeit seines Aufenthaltes in Straßburg erhalten habe, seien so vorteilhaft, daß es die Menschlichkeit gebiete, ihm Achtung zu erweisen und ihn nicht zu beunruhigen. Er, der Minister, empfehle ihn daher dem Schutze des Rektors und des Straßburger Magistrats – Cagliostro fordert nichts, als Ruhe und Sicherheit, Beides gewährt ihm das Recht der Gastfreundschaft; und da ich Ihre natürliche Gutherzigkeit kenne, so bin ich überzeugt, daß Sie ihm jenes und auch die Annehmlichkeiten werden angedeihen lassen, die er durch seine persönlichen Vorzüge verdienen mag« so lautet der Schluß jenes merkwürdigen Schreibens, das dem guten Grafen später noch bittere Reue gekostet haben mag.

Fast in derselben Weise spricht sich ein anderer Brief von dem damaligen Siegelbewahrer, dem Marquis von Miromeuil, über Cagliostro gegen den Rektor aus und schließt ebenfalls mit einer Empfehlung desselben zur Unterstützung seitens des Straßburger Magistrats. – Der damalige Kriegsminister Marquis de Ségur endlich forderte im Namen des Königs in einem Briefe vom 15. März 1783 den Straßburger Kommandanten auf, sich Cagliostros anzunehmen, und motivierte solches mit der Berufung auf die ihm zugegangenen günstigen Nachrichten über die menschenfreundlichen Handlungen des Letzteren. »Der Gebrauch, den dieser Mann von seinen Kenntnissen und Talenten in Straßburg macht, hat ihm ein Anrecht auf den Schutz der Regierung gegeben. Der König hat mich beauftragt, darüber zu wachen, daß er bei seiner Zurückkunft in Straßburg nicht allein nicht beunruhigt werde, sondern daß man ihm daselbst auch jene Achtung erweist, die seine Dienste, welche er den Kranken leistet, erfordern!

O köstliche Ironie des Schicksals, le prince Rohan schreibt dem Marquis von Ségur, der Marquis von Ségur läuft zu Seiner Majestät, Seine Majestät beauftragen ihn und er schreibt an den Marquis de la Salle – – alles, alles, um einen gemeinen Gauner und Hallunken zu sichern vor den Nachstellungen ehrlicher Menschen, die ihm zu Nutz und Frommen der Menschheit zeigen wollen als das, was er wirklich ist. So also machen sich auch die höchsten Staatsbeamten zu Mitschuldigen an den schmählichen Betrügereien und befördern damit zugleich auch mittelbar die geistige Verfinsterung des Volkes.

Allein sei es nun, daß das Vorgehen der Fakultät in den breiten Schichten der Bevölkerung Straßburgs von mehr Wirkung war, als beim hohen Adel, sei es, daß die scharfen Angriffe der Presse doch anfingen, seinen Nimbus zu zerstören, oder – was das Wahrscheinlichste ist – daß seine Wunderkuren allmählich durch ihren Erfolg sich und damit ihn zu richten begannen, genug, es erfolgte eine starke Reaktion, und tiefe Unzufriedenheit begann einzureißen, welche mit ungemeiner Schnelligkeit um sich griff und, immer mehr und mehr anschwellend, unserem Freunde den Boden unter den Füßen so heiß machte, daß er es vorzog, sich unverzüglich aus dem Staube zu machen, und wirklich war er in aller Stille, und eh' man's gedacht, verschwunden.

Er beschloß, einmal wieder in Italien nach dem Rechten zu sehen. – Er erzählt selbst darüber, er habe seinem alten Freunde, dem ehemaligen Maltheserritter Aquino, eine Krankenvisite abstatten wollen, denn ihm sei zu Ohren gekommen, daß dieser in Neapel schwer darnieder liege. – Allein seine Frau gab vor dem Richter zu Protokoll, er habe, wie gewöhnlich, dort eine Loge gründen und die Leute tapfer aussaugen wollen, freilich diesmal seien seine Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt gewesen, da in Neapel schon eine Loge bestanden habe, die mit seinem Schwindel nichts zu schaffen haben mochte. – Letzteres erscheint uns bedeutend glaubhafter, als seine famose Krankenvisite bei dem Ritter Aquino, der im Leben nicht krank gewesen sein kann, da er im Leben nicht existierte. – Er will Neapel verlassen haben, da ihn der sardinische Gesandte erkannt hätte und man ihn dort wegen seiner Heilkunst verfolgt habe. Hier stehen ihm wieder die Geständnisse seiner ehrenfesten Gemahlin gegenüber, welche die Fruchtlosigkeit seiner maurerischen Versuche als Grund seiner schleunigen Abreise bezeichnet.

Er kehrte nunmehr nach Frankreich zurück, und zwar ging er, Straßburg in respektvollem Bogen umgehend, direkt nach Bordeaux. – Hier verkaufte er zunächst allerhand Wundermittel, namentlich Jugendwasser, Schönheits-Tinkturen und eine Menge von Kräutermischungen, Pulver und Pillen, die aus den gewöhnlichsten Ingredienzen bereitet waren und wenig Kosten bei der Bereitung verursachten. Er hatte sich für dieses Geschäft einen eigenen Apotheker engagiert, der für enorm hohe Preise seine Geheimmittel an den Mann bringen mußte, dadurch aber bei seinen Kollegen derart in Mißkredit kam, daß man ihm androhte, man werde ihn, falls er fortfahren sollte, ein so schimpfliches Gewerbe gemeinsam mit Cagliostro zu treiben, aus der Gesellschaftsliste streichen.

Natürlich betrieb er auch hier wieder die Maurerei, die er um ihrer besonderen pekuniären Vorteile nie vergaß. Ferner versuchte er sich hier auch wieder einmal besonders in der Kunst, bei Weibern Glück zu machen. – Er machte einer ebenso schönen, wie vornehmen Dame den Hof und sagte ihr mit vieler Galanterie die feinsten Schmeicheleien; natürlich hörte ihm die Dame mit größtem Vergnügen zu, denn warum sollte sie böse darüber sein, daß ihr ein so berühmter Mann die Cour schnitt. Leider, leider war Cagliostro nicht der Mann, sich auf die Dauer mit Schmeicheleien zu begnügen, er war ein viel zu roher Patron, als daß er nicht schleunigst die Grenze überschritten und sich ungebührlich aufgeführt hätte, und nun fiel er fürchterlich ab. Die Dame lief empört zu ihrem Gemahl, und als der Geisterbeschwörer sich das nächste Mal sehen ließ, bekam er erbärmliche Prügel und flog kopfüber zum Tore hinaus. – Die Behandlung, welche ihm zu Teil geworden, ließ ihn in eine Gallenkrankheit verfallen.

Teufel! wozu es doch nicht gut ist, daß Cagliostro jener Dame ungebührlich begegnete! Hätte er dies nicht getan, dann hätte er keine Prügel bekommen, und hätte er keine Prügel bekommen, hätte er kein Gallenleiden bekommen, und hätte er kein Gallenleiden bekommen, dann hätte er nicht seinen Jakobstraum geträumt und die Welt wäre um einen Humbug ärmer. – Mit dem Jakobstraum hat es nämlich folgende Bewandtnis. – Als eines Tages seine maurerischen Brüder sein Krankenbett umstanden, stellte er sich, als ob er aus tiefem Schlafe erwache, und erzählte seinen Besuchern, er habe eine wunderbare Vision gehabt. Nämlich:

»Er sah sich vor zwei Personen bei dem Halse ergriffen und nach einer tiefen, unterirdischen Höhle schleppen. Dort wurde er durch eine offene Pforte in einen, einem ganz beleuchteten königlichen Saale gleichenden angenehmen Lustort geführt, in welchem ein großes Fest von vielen Personen in langen Kleidern, unter denen er nicht wenige von seinen verstorbenen Maurersöhnen kannte, gehalten wurde. Er glaubte nun, die Laufbahn dieses Zährentals beendigt zu haben und in das Paradies versetzt zu sein. Es wurde ihm hierauf ein weißes, langes Kleid und ein Schwert, welches, wie jenes, womit der Würgengel abgebildet wird, verfertigt war, angeboten. Er ging vorwärts und, durch einen großen Glanz geblendet, warf er sich auf die Kniee und dankte dem höchsten Wesen, daß er ihn in die himmlische Glückseligkeit aufgenommen. Allein er hörte von einer unbekannten Stimme antworten: »Dies ist das Geschenk, das Du erhalten wirst, allein vorher mußt Du noch vieles tun.« Und hiermit ging die Erscheinung zu Ende.«

Seiner Erklärung nach sollte ihn das Zeichen, das ihm der Höchste gegeben, ermutigen, fortzuschreiten auf der dornenvollen Bahn, die er einmal betreten, fortzufahren mit seiner maurerischen Arbeit und Logengründung und zugleich sollte es ihn bei seinen Gläubigen akkreditieren als Gesandten des Himmels hier auf Erden, als einen neuen Messias. – Und sein Traum schlug durch, die Kreditive wurden für hinlänglich erklärt, und von nun galt Cagliostro als ein höheres Wesen, dem man mit blindem Vertrauen entgegenkommen könne. Stehe er doch mit dem lieben Herrgott auf Du und Du.

Namentlich kamen ihm und seinem himmlischen Gesandtschaftsposten die Frauen bereitwilligst mit Vertrauen entgegen, deren Beistand er sich stets dadurch zu sichern wußte, daß er neben den Männerlogen auch solche für Frauen, und zwar unter der Leitung seiner Gattin stiftete. – Natürlich nutzte er die ihm daraus erwachsenden Vorteile recht gründlich aus, indem er die leichtgläubigen Weiber, wo es nur anging, betrog und prellte. –

Eine reiche Dame hatte er so sehr in den Glauben an seine magischen Künste zu verstricken gewußt, daß er ihr 5 000 Francs abschwindelte; sie glaubte nämlich, er werde ihr einen Schatz, der angeblich auf einem ihrer Landhäuser verborgen liegen und von einem Geiste bewacht sein sollte, heben und ihren Reichtum damit um das Dreifache vergrößern.

Elf Monate, länger als in jeder zuvor erwähnten Stadt, hatte Cagliostro sich in Bordeaux zu halten gewußt und auch hier große Geldsummen eingeheimst. – Als er den Boden für abgeweidet halten mochte, ging er nach Lyon. – Hier soll es, nach der römischen Quelle, mit großartigem Pompe eine Mutterloge der egyptischen Maurerei gestiftet haben, zu welchem Werke er drei Monate Zeit brauchte.

Obwohl man gegen alle Angaben, die der Inquisitionsbiograph Marcellus hinsichtlich der maurerischen Tätigkeit Cagliostros macht, mit großem Mißtrauen erfüllt sein muß, da sich dieselben fast alle auf Cagliostros eigene Aussagen stützen und dieser, um seinem Richter mit seinem Einfluß in Maurerkreisen zu imponieren, unglaublich viel hinzugelogen hat, scheint doch an der Gründung der Mutterloge etwas Wahres zu sein. Marcellus teilt nämlich das Formular der Stiftungsurkunde mit und bemerkt dabei, man habe dergleichen Schemata noch unausgefüllt in mehreren Exemplaren bei Cagliostro späterhin gefunden. Jedes Ordens-Mitglied habe solch ein Patent erhalten. Dasselbe beginnt:

»Ehre, Weisheit, Einigkeit, Wohltätigkeit, Wohlergehen! Wir, Groß-Kophta in allen morgen- und abendländischen Teilen der Erde, Stifter und Großmeister der erhabenen, egyptischen Maurerei, tun hiermit allen, die Gegenwärtiges zu Gesicht bekommen, zu wissen, daß Uns während Unseres Aufenthaltes zu Lyon mehrere Glieder der Loge vom Orient und gewöhnlichen Ritus, welche den unterscheidenden Titel der Weisheit angenommen hat, ihre heißen Wünsche geoffenbaret, sich unter unsere Herrschaft zu begeben u.s.w. u.s.w. Gegeben zu Lyon.«

Der Rand dieses Patents zeigte eine Menge in Kupfer gestochener maurerischer Embleme, wie Dreiecke, Siebenecke, Maurerkellen, Kompasse, Winkelmaße, Hämmer, Totenköpfe, Würfel, Senkwage, Richtscheit, Jakobsleiter, Phönix, Globus, Tempel und andere Gegenstände, zwischen denen sich Maurersentenzen hindurchschlängeln wie: lucem meruere labores, odi profanum volgus et arceo, petite et accipietis, quaerite et invenietis pulsate et aperietur vobis u.s.w. –

Nachdem Cagliostro nunmehr seiner Logengründung mit der Gründung der Groß- und Mutterloge die Krone aufgesetzt hatte, verließ er Lyon und begab sich, einer längst gehegten Absicht folgend, nach Paris. – Hier sollte er seinen Höhepunkt erreichen.

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