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Meine welschen Ahnen

Felix Dahn: Meine welschen Ahnen - Kapitel 4
Quellenangabe
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typenarrative
authorFelix Dahn
titleMeine welschen Ahnen
publisherBreitkopf & Härtel
seriesGesammelte Werke. Erzählende und poetische Schriften
volumeZweite Serie: Band 5
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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II.

Weder Trägheit noch Vergeudung eigneten dem Ahnherrn und den Folgern: so erwarb der Enkel schon durch den Gewinn aus dem eifrig gepflegten Rebgarten auch in der Stadt Arles ein kleines Haus und ward Bürger dieser Civitas.

In der Folgezeit schlossen die römisch-keltischen Mischlinge auch wohl wieder mit Keltinnen Ehebündnisse, aber doch viel häufiger mit römischen Provinzialinnen: und die Kelten in jener Südlandschaft wurden ja selbst immer mehr romanisiert: – so blieb das Römische in dem Geschlecht weit überwiegend.

Auch die römische Gesinnung: als während des Bürgerkriegs zwischen Otho, Vitellius und Vespasian im Jahre 69 bei der Erhebung der (germanischen) Bataver gegen Rom ein großer Teil der keltischen Gallier sich ebenfalls gegen die römische Herrschaft empörte mit lärmenden, großsprecherischen, theatralischen Veranstaltungen und als die Rebellen in der »Campania« vor den Toren von Arles Publius Gaudentius aus seinem Garten, in dem er friedlich die Wildlinge der Obstbäume veredelte, hinweg mit zum Aufstand fortreißen wollten, schüttelte er den grauen Kopf und sprach: »Ich bin Römer, und ihr seid gallische Komödianten. Weh euch, ertönt hier wieder die Tuba der Legionen.« Sie schlugen ihn tot auf dem Fleck, aber bald darauf war das prahlerische »Großreich Gallien« in Schaum zerstoben.

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