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Mein lieber Bassermann!

Wilhelm Busch: Mein lieber Bassermann! - Kapitel 1
Quellenangabe
typeletter
booktitleDer Rabe Nr. 48
authorWilhelm Busch
year1997
publisherHaffmans Verlag
addressZürich
isbn3-251-10048-3
titleMein lieber Bassermann!
pages63-64
created19990512
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Wilhelm Busch

Mein lieber Bassermann!

An den Verleger Bassermann

Mein lieber Bassermann!

Wiedensahl d. 16. Juni 72

Schön, daß die Helene so emsig umworben wird! – Was Rezensionen anbelangt, so muß ich Dir wiederholentlich bekennen daß derartige Sachen nicht rezensirt sein sollen und wollen. Sie sind bislang nicht dadurch gefördert, weder künstlerisch noch buchhändlerisch, und werden auch künftighin nicht dadurch gefördert werden. Guter Humor und guter Vertrieb, die tun's. Dann soll man sie eben nehmen, wie man auf der Reise etwa einen Bittern nimmt. Bei Zunftbüchern ist es was Anderes. –

Gut scheint es mir, das Du dem Pferdchen etwas den Zügel schieße, lassen willst. Das schöne Wort; gegen baar ist wie ein Schuh, den der Schuster nach seinem eigenen Fuß gemacht – es kann schlumpen, daß er auch andern Leuten paßt; wie unangenehm für's Geschäft das Gegenteil, davon weiß Freund Richter, ledernen Angedenkens, ein tränenreiches Lied zu pfeifen. Die Zahl 22½ ist eine wunderliche Zahl, eher gefällt mir die 20. – Jedenfalls mußt Du auch dafür sorgen, daß Helene die Bäder besucht (die Saison ist nahe) und daß sie auf den Bahnhöfen sich orientieren lernt (Sch. hat vom h. Antonius auf dem Straßburger und Kölner über 2 000 Exempl. abgesetzt), das wird dem guten Kinde gesünder und förderlicher sein, als hundert Rezensionen. Ich fürchte, ich fürchte nur: Adelmann, die fette Schnecke, wird wieder drucksen statt zu drucken, und wenn's dann Brei regnet, so fehlt der Löffel. – Den Interpunctionsfehler auf pag. 47 der Helene läßt Du wohl in der neuen Auflage corrigiren. – Das Papier hast Du nun schon bestellt, sonst würde ein billiges Papier und in folge dessen ein billigerer Preis des Buches jedenfalls ratsam sein.

Die Probedrucke zum Jobs erwarte ich vergebens. Der Holzwurm [Holzschneider Ettling] scheint zu viele andere Sachen übernommen zu haben und scheint den Jobs, der ihm sicher, so beiläufig nebenher zu schleppen. Sei doch so gut und mache ihn mal etwas munter. Auf dem Titel soll sich sein Name auch nicht wieder so breit machen; zudem sieht es so aus, als wenn er die Zeichnungen gemacht hätte. – – –

Auf einen Erfolg, wie die Lene, hat natürlich der Jobs von vornherein keinen Anspruch gemacht. Eine billige Ausgabe des alten klassischen Textes, gekürzt vielleicht, wirst Du für Sparer immer im Auge behalten müssen.

Was gibt es denn für ein Spezialwerk über die Herren Jesuiten? Kannst Du mir nicht so was zuschicken?

Herzlichen Gruß!
Willem.








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