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Materie und Gedächtnis

Henri Bergson: Materie und Gedächtnis - Kapitel 2
Quellenangabe
typetractate
authorHenri Bergson
titleMaterie und Gedächtnis
publisherEugen Diederichs in Jena
printrunZweites bis viertes Tausend
year1919
translatorJulius Frankenberger
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20131021
projectideaa98375
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Vorwort zur 7. Auflage

Dieses Buch bejaht die Realität des Geistes und die Realität der Materie und versucht die Beziehung zwischen beiden klarzulegen an dem speziellen Beispiel des Gedächtnisses. Es ist also ausgesprochen dualistisch. Aber andrerseits betrachtet es Körper und Geist auf eine solche Art, daß es viel zur Milderung wenn nicht Hebung der theoretischen Schwierigkeiten beizutragen hofft, die immer aus dem Dualismus erwachsen sind und die daran Schuld sind, daß er, den doch das unmittelbare Bewußtsein nahelegt und der gesunde Menschenverstand annimmt, bei den Philosophen in sehr geringem Ansehen steht.

Diese Schwierigkeiten stammen größtenteils aus dem bald realistischen, bald idealistischen Begriffe, den man sich von der Materie macht. Unser erstes Kapitel will zeigen, daß beide, Idealismus und Realismus, gleich übertriebene Theorien sind, daß es falsch ist, die Materie auf die Vorstellung zu reduzieren, die wir von ihr haben, und ebenso falsch, ein Ding aus ihr zu machen, das in uns Vorstellungen erzeugt, das aber von anderer Natur wäre als diese Vorstellungen. Für uns ist die Materie eine Gesamtheit von »Bildern«. Und unter »Bild« verstehen wir eine Art der Existenz, die mehr ist als was der Idealist »Vorstellung« nennt, aber weniger als was der Realist »Ding« nennt – eine Existenz, die halbwegs zwischen dem »Ding« und der »Vorstellung« liegt. Diese Auffassung der Materie ist ganz einfach die des gesunden Menschenverstandes. Ein Mensch, dem philosophische Spekulationen fremd sind, würde sehr erstaunt sein, wenn man ihm sagte, daß der Gegenstand, den er vor sich hat, den er sieht und fühlt, nur in seinem Geiste und nur für seinen Geist existiert oder gar, allgemeiner, nur für einen Geist existiert, wie Berkeley es wollte. Unser Mann würde immer behaupten, daß der Gegenstand unabhängig von dem Bewußtsein existiert, das ihn wahrnimmt. Aber andrerseits würden wir ihn ebenso erstaunen, wenn wir ihm sagten, daß der Gegenstand ganz verschieden ist von dem, was man an ihm wahrnimmt, daß er weder die Farbe hat, die das Auge ihm verleiht, noch die Festigkeit, die die Hand an ihm findet. Für ihn sind Farbe und Festigkeit am Gegenstand: keine Zustände unseres Geistes, sondern die konstitutiven Elemente einer von der unseren unabhängigen Existenz. Für den gesunden Menschenverstand existiert also der Gegenstand an sich, und andrerseits ist der Gegenstand an sich farbig, wie wir ihn wahrnehmen: er ist ein Bild, aber ein Bild, das an sich existiert.

Ganz in diesem Sinne fassen wir das Wort »Bild« in unserm ersten Kapitel. Wir stellen uns auf den Standpunkt eines Geistes, der vom Streit der Philosophen nichts weiß. Dieser Geist glaubt von Haus aus, daß die Materie so existiert, wie er sie wahrnimmt; und da er sie als Bild wahrnimmt, macht er sie zum Bild an sich. Mit einem Worte, wir betrachten die Materie vor der Scheidung, die Idealismus und Realismus zwischen ihrer Existenz und ihrer Erscheinung vollzogen haben. Ohne Zweifel ist es schwer geworden, diese Scheidung zu vermeiden, seit die Philosophen sie einmal gemacht haben. Wir verlangen indessen vom Leser, daß er sie vergißt. Wenn sich im Laufe dieses ersten Kapitels seinem Geiste Einwände gegen diese oder jene unsrer Thesen aufdrängen, so prüfe er, ob diese Einwände nicht immer daher kommen, daß er sich wieder auf den einen oder den andern der beiden Standpunkte stellt, über die sich zu erheben wir ihn einladen.

Ein großer Fortschritt in der Philosophie wurde an dem Tage geleistet, wo Berkeley gegen die »mechanical philosophers« feststellte, daß die sekundären Qualitäten mindestens ebensoviel Realität haben wie die primären. Sein Irrtum war, daß er glaubte, man müsse dazu die Materie in das Innere des Geistes versetzen und aus ihr eine reine Idee machen. Zweifellos hat Descartes die Materie zu weit von uns weggeschoben, als er sie mit der geometrischen Ausdehnung zusammenwarf. Aber um sie uns wieder näher zu bringen, war es keineswegs nötig, so weit zu gehen, daß sie mit unserm Geiste selbst zusammenfiel. Weil Berkeley soweit ging, sah er sich unfähig, den Erfolg der Physik zu erklären, und gezwungen, wo Descartes aus den mathematischen Relationen zwischen den Erscheinungen ihr eigentliches Wesen gemacht hatte, die mathematische Ordnung des Weltalls für einen reinen Zufall zu halten. Die Kantische Kritik wurde dadurch nötig, um dieser mathematischen Ordnung ihr Recht und unsrer Physik eine feste Grundlage zu geben – was ihr übrigens nur so gelang, daß sie die Tragweite unsrer Sinne und unsres Verstandes einschränkte. Die Kantische Kritik wäre, wenigstens in diesem Punkte, nicht nötig gewesen, der menschliche Geist hätte, wenigstens in dieser Richtung, seine eigene Tragweite nicht einzuschränken brauchen, die Metaphysik wäre der Physik nicht geopfert worden, wenn man sich dazu entschlossen hätte, die Materie halbwegs zwischen dem Punkt zu lassen, wo Descartes sie hinschob, und dem, wohin Berkeley sie zog – das heißt am Ende da, wo der gesunde Menschenverstand sie sieht. Unser erstes Kapitel definiert diese Weise, die Materie zu betrachten; unser viertes zieht daraus die Konsequenzen.

Aber wir behandeln, wie wir es eingangs angekündigt haben, die Frage der Materie nur in dem Maße wie sie das Problem des zweiten und dritten Kapitels dieses Buches angeht, das Problem, welches der Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist: das Problem der Beziehung des Geistes zum Körper.

Obwohl von dieser Beziehung in der Geschichte der Philosophie beständig die Rede ist, ist sie doch in Wirklichkeit sehr wenig studiert worden. Läßt man die Theorien beiseite, die lediglich die »Verbindung von Seele und Leib« als eine unauflösliche und unerklärbare Tatsache feststellen, und jene, die obenhin vom Körper als vom Werkzeug der Seele sprechen, so bleibt kaum eine andere Auffassung der psychologischen Beziehung als die »epiphänomenistische« oder die »parallelistische« Hypothese, die beide in der Praxis – ich meine in der Erklärung der einzelnen Tatsachen – auf dieselben Schlüsse hinauslaufen. In der Tat, ob man nun das Denken als eine einfache Funktion des Gehirns und den Bewußtseinszustand als ein Epiphänomenon des Gehirnzustandes ansieht oder ob man die Denkzustände und die Gehirnzustände für zwei Übersetzungen desselben Originals in zwei verschiedene Sprachen hält, in beiden Fällen macht man die grundsätzliche Voraussetzung, daß wir, könnten wir nur in das Innere eines arbeitenden Gehirnes eindringen und dem Tanz der Atome, aus denen die Hirnrinde besteht, beiwohnen und besäßen wir andrerseits den Schlüssel der Psychophysiologie, bis ins Einzelne wissen würden, was in dem entsprechenden Bewußtsein vor sich geht.

Dies ist wirklich ganz allgemein die Meinung der Philosophen sowohl als der Gelehrten. Trotzdem bestünde Anlaß zu der Frage, ob die Tatsachen, wenn man sie unvoreingenommen prüft, wirklich zu einer derartigen Hypothese führen. Daß zwischen dem Bewußtseinszustand und dem Gehirn ein Zusammenhang besteht, ist unbestreitbar. Es besteht aber auch ein Zusammenhang zwischen dem Kleid und dem Nagel, an dem es aufgehängt ist, denn wenn der Nagel herausgezogen wird, fällt das Kleid herunter. Kann man deshalb sagen, daß die Form des Nagels die Form des Kleides andeute oder uns irgendeinen Schluß auf sie erlaube? Ebensowenig kann man daraus, daß die psychologische Tatsache an einen Gehirnzustand angehängt ist, auf den »Parallelismus« der beiden Reihen, der psychologischen und der physiologischen, schließen. Wenn die Philosophie diese parallelistische These auf die Tatsachen der Wissenschaft zu stützen vorgibt, so begeht sie einen wahrhaften circulus vitiosus: denn wenn die Wissenschaft den Zusammenhang, der eine Tatsache ist, im Sinne des Parallelismus erklärt, der eine Hypothese ist (und eine recht wenig verständliche Hypothese), Über diesen Punkt haben wir uns in einem Aufsatz näher verbreitet: Le paralogisme psycho-physiologique (Revue de Méthaphysique et de Morale, November 1914). so geschieht das, bewußt oder unbewußt, aus Gründen philosophischen Ranges. Es geschieht, weil sie durch eine gewisse Philosophie an den Glauben gewöhnt ist, es gäbe keine einleuchtendere Hypothese, keine, die den Interessen der positiven Wissenschaft besser entspräche.

Wenn man sich nun an die Tatsachen um bestimmte Angaben zur Lösung des Problems wendet, findet man sich auf das Gebiet des Gedächtnisses versetzt. Das war zu erwarten, denn das Gedächtnis stellt – wie wir im vorliegenden Werke zu zeigen versuchen – den Schnittpunkt zwischen Geist und Materie dar. Aber diese Überlegung braucht es gar nicht: niemand wird, glaube ich, bezweifeln, daß in der Summe der Tatsachen, die einiges Licht auf die psychophysiologische Beziehung werfen können, diejenigen, die das Gedächtnis angehen, sei es im normalen, sei es im pathologischen Zustande, einen bevorzugten Platz einnehmen. Nicht allein liegt hier eine außerordentliche Fülle von Dokumenten vor (man denke nur an die erstaunliche Masse von Beobachtungen über die verschiedenen Sprachstörungen!), sondern nirgends auch haben so glücklich wie hier Anatomie, Physiologie und Psychologie zusammengearbeitet. Wer ohne vorgefaßte Meinung auf dem Boden der Tatsachen an das alte Problem der Beziehungen zwischen Seele und Leib herangeht, dem verdichtet sich sehr bald dieses Problem um die Frage des Gedächtnisses, ja noch enger des Wortgedächtnisses: von daher wird ohne Zweifel das Licht kommen, das die dunkleren Seiten des Problems erhellen kann.

Man wird sehen, wie wir es zu lösen versuchen. Allgemein gesprochen: der psychische Zustand scheint uns in den meisten Fällen weit über den Gehirnzustand hinauszugehen. Ich meine, daß der Gehirnzustand nur einen kleinen Teil davon bezeichnet und zwar jenen, der sich in örtliche Bewegungen übersetzen läßt. Man nehme einen komplexen Gedanken, der sich in einer Reihe abstrakter Überlegungen entfaltet. Dieser Gedanke ist begleitet von der Vorstellung von Bildern, zum mindesten in Ansätzen. Und diese Bilder werden im Bewußtsein nicht vorgestellt, ohne daß, wenn auch nur skizzenhaft oder der Tendenz nach, die Bewegungen angedeutet werden, in denen die Bilder sich selbst im Raume abspielen würden – ich meine, dem Körper diese oder jene Haltungen aufprägen, all das freisetzen würden, was sie implizite an räumlicher Bewegung enthalten. Nun, von dem sich entfaltenden komplexen Gedanken ist das unsrer Meinung nach alles, was der Gehirnzustand jeweils anzeigt. Wer ins Innere eines Hirnes dringen und dem, was da vorgeht, zusehen könnte, würde wahrscheinlich über diese skizzierten oder vorbereiteten Bewegungen Aufschluß bekommen; nichts weist daraufhin, daß er über irgend etwas anderes Aufschluß bekäme. Und wäre er auch mit übermenschlicher Intelligenz begabt, besäße er auch den Schlüssel der Psychophysiologie, er würde über das, was in dem entsprechenden Bewußtsein vor sich geht, nicht mehr und nicht minder aufgeklärt werden, als wir es über ein Theaterstück würden durch das Gehen und Kommen der Schauspieler auf der Bühne.

Das heißt, daß die Beziehung des Geistigen zum Zerebralen nicht eine konstante und ebensowenig eine einfache Beziehung ist. Je nach der Natur des Stückes, das gespielt wird, sagen die Bewegungen der Schauspieler mehr oder weniger darüber aus: fast alles, wenn es sich um eine Pantomime, fast nichts wenn es sich um eine geistreiche Komödie handelt. So enthält unser zerebraler Zustand mehr oder weniger von unserem geistigen Zustand, je nachdem ob wir unser seelisches Leben mehr in Tätigkeit veräußerlichen oder mehr in reine Erkenntnis verinnerlichen.

Kurzum, es gibt verschiedene Tonarten geistigen Lebens, und unser seelisches Leben kann sich in verschiedener Höhe abspielen, bald näher, bald ferner der Tätigkeit, je nach dem Grade unserer Aufmerksamkeit auf das Leben. Das ist eine der Leitideen des vorliegenden Werkes, sie hat unsrer Arbeit als Ausgangspunkt gedient. Was man gewöhnlich für eine größere Komplikation des seelischen Zustandes hält, erscheint uns von unserm Standpunkt aus als eine größere Ausweitung unsrer gesamten Persönlichkeit, die, normalerweise durch ihre Tätigkeit zusammengepreßt, sich um so mehr ausbreitet, je mehr sich der Schraubstock, in den sie sich einspannen läßt, lockert, und sich, immer ungeteilt, über eine um so größere Fläche erstreckt. Was man gewöhnlich für eine Störung des seelischen Lebens selber, eine innere Unordnung, eine Erkrankung der Persönlichkeit hält, erscheint uns von unserm Standpunkt aus als ein Nachlassen oder Verderben des Bandes, das das seelische Leben mit seiner motorischen Begleitung verbindet, als eine Stockung oder Schwächung unsrer Aufmerksamkeit auf das äußere Leben. Diese Anschauung, wie übrigens auch jene andere, die die Lokalisation der Worterinnerungen leugnet und die Aphasien ganz anders als durch diese Lokalisation erklärt, wurde bei der ersten Veröffentlichung dieses Werkes (1896) für paradox gehalten. Heute wird sie das viel weniger scheinen. Die damals klassische, allgemein angenommene und für unangreifbar gehaltene Auffassung der Aphasie ist in den letzten Jahren sehr erschüttert worden, besonders von der Anatomie her, zum Teil aber auch aus psychologischen Gründen gleicher Gattung, wie wir sie damals dargelegt haben. Und die gründliche und originelle Untersuchung der Neurosen durch Pierre Janet Siehe die Arbeiten von Pierre Marie und das Werk von F. Moutier, L'Aphasie de Broca, Paris 1908 (besonders Kapitel VII). Wir können auf die Einzelheiten der diesbezüglichen Untersuchungen und Kontroversen nicht eingehen. Wir zitieren hier nur den Aufsatz von J. Dagnan-Bouveret, L'Aphasie motrice sous-corticale (Journal de Psychologie normale et pathologique, Januar-Februar 1911). hat diesen Forscher letzthin auf ganz anderen Wegen, über das Studium der »psychasthenischen« Formen der Krankheit, dazu geführt, jene selben Begriffe der psychologischen »Spannung« und der »Aufmerksamkeit auf die Wirklichkeit« anzuwenden, die zuerst als metaphysisch qualifiziert worden waren. P. Janet, Les Obsessions et la Psychasthénie, Paris, F. Alcan 1903 (besonders S. 474–502).

In Wahrheit hatte man nicht ganz unrecht, sie so zu bezeichnen. Ohne der Psychologie sowenig wie der Metaphysik das Recht zu bestreiten, sich als selbständige Wissenschaft zu etablieren, halten wir doch dafür, daß eine jede der beiden Wissenschaften der andern Probleme stellen soll und bis zu einem gewissen Maße zu deren Lösung beitragen kann. Wie sollte das auch anders sein, wenn der Gegenstand der Psychologie das Studium des menschlichen Geistes ist, insofern er nützlich für die Praxis funktioniert, und wenn die Metaphysik nur der Versuch dieses selben menschlichen Geistes ist, sich von den Bedingungen der nutzhaften Tätigkeit zu befreien und sich wieder als reine schöpferische Kraft zu erfassen? Sehr viele Probleme, die nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, wenn man sich an den Buchstaben der Begriffe hält, in denen die beiden Wissenschaften sie formulieren, erscheinen als sehr benachbart und der gegenseitigen Auflösung fähig, wenn man so ihre innere Bedeutung tiefer faßt. Wir hätten beim Beginn unserer Untersuchungen nicht geglaubt, daß irgendein Zusammenhang bestehen könne zwischen der Analyse des Gedächtnisses und den Fragen, die zwischen Realisten und Idealisten oder zwischen Mechanisten und Dynamisten über Existenz oder Wesen der Materie im Schwange sind. Und doch ist dieser Zusammenhang wirklich, ja er ist innig, und wenn man sich das klar vor Augen hält, so sieht man ein metaphysisches Hauptproblem auf das Gebiet der Beobachtung verpflanzt, wo es fortschreitend gelöst werden kann, anstatt daß es dem ewigen Streit der Schulen auf dem eingehegten Felde der reinen Dialektik immer neue Nahrung gibt. Die Kompliziertheit gewisser Teile des vorliegenden Werkes liegt an der unvermeidlichen Verschlungenheit der Probleme, die sich einstellt, wenn man die Philosophie von dieser Ecke aus anfaßt. Aber wir glauben, man wird sich durch diese Kompliziertheit, die aus der Kompliziertheit der Wirklichkeit selber herstammt, ohne Mühe hindurchfinden, wenn man immer die beiden Prinzipien festhält, die uns selbst als Leitfaden in unsern Untersuchungen gedient haben. Das erste ist, daß die psychologische Analyse sich immer an dem utilitarischen Charakter unsrer geistigen Funktionen, die wesentlich auf die Tätigkeit gerichtet sind, orientieren muß. Das zweite, daß die im Verlaufe der Tätigkeit gebildeten Gewohnheiten, wenn sie in die Sphäre der Spekulation hinaufsteigen, dort künstliche Probleme schaffen und daß die Metaphysik damit beginnen muß, dieses künstliche Dunkel zu zerstreuen.

Henri Bergson

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