Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Charles Dickens >

Master Humphrey's Wanduhr. Zweiter Band

Charles Dickens: Master Humphrey's Wanduhr. Zweiter Band - Kapitel 9
Quellenangabe
typefiction
authorCharles Dickens
titleMaster Humphrey's Wanduhr. Zweiter Band
publisherVerlag von Carl Zieger
printrunDritte Auflage
yearo.J.
translatorCarl Kolb
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150121
modified20180917
projectide099f732
Schließen

Navigation:

Der Raritätenladen.

Neununddreißigstes Kapitel

Obgleich Kit den ganzen Tag bis auf den Abend auf Herrn Abel warten mußte, so hielt er sich doch von dem Hause seiner Mutter fern, fest entschlossen, auch nicht durch die leichteste Annäherung der Wonne des folgenden Morgens vorzugreifen, sondern sie in ihrem vollen Ungestüm herankommen zu lassen; denn dieser Morgen war die große und langersehnte Epoche seines Lebens – morgen endete sein erstes Quartal – der Tag, wo er zum ersten Mal den vierten Theil seines Jahrgehalts von sechs Pfunden in der ungeheuren Summe von Dreißig Shillingen einnahm. Morgen wollte er einen halben Vacanztag machen, den er einem Wirbel von Vergnügen zu weihen gedachte, bei welcher Gelegenheit der kleine Jakob ein Schauspiel mit ansehen und lernen sollte, was man unter einer Auster verstünde.

Alle Arten von Zufällen vereinigten sich zu Gunsten dieser festlichen Gelegenheit; denn nicht nur hatten Herr und Madame Garland ihm bereits zum Voraus bedeutet, daß sie ihm an dieser großen Summe keinen Abzug machen würden für seine Ausrüstung, sondern daß sie ihm dieselbe ungeschmälert in ihrer ganzen gigantischen Größe auszahlen wollten; nicht nur hatte der unbekannte Herr seinen Vorrath durch die Summe von fünf Shillingen vermehrt, die ihm eigentlich von Gott zugeführt worden, und die an sich schon ein Vermögen waren; nicht nur waren diese Dinge gekommen, ohne daß Jemand hätte darauf rechnen oder in seinen wildesten Träumen darauf hoffen können: – sondern es war auch Barbara's Quartal – Barbara's Quartal an demselben Tage – und Barbara erhielt so gut als Kit einen halben Tag Urlaub, und Barbara's Mutter sollte mit von der Partie sein, und bei Kit's Mutter Thee trinken, um ihre Bekanntschaft zu machen.

So viel ist gewiß, daß Kit an jenem Morgen mit dem Frühesten aus seinem Fenster sah, um zu sehen, nach welcher Richtung die Wolken flögen, und ohne Zweifel würde auch Barbara an dem ihrigen gestanden haben, wenn sie nicht bis tief in die Nacht hinein aufgeblieben wäre, um kleine Mousselinstücke zu stärken, zu bügeln, zu fälteln und sie an nächste Stücke anzusetzen, damit sie für den Putz des andern Tages ein großartiges Ganzes geben möchten. Demungeachtet waren aber Beide sehr früh auf, hatten wenig Appetit zum Frühstück und noch weniger zum Mittagessen, und waren in einem Zustande von großer Aufregung, als Barbara's Mutter mit ganz erstaunlichen Berichten über die Schönheit des Wetters vor den Thoren, demungeachtet aber mit einem sehr großen Regenschirm anlangte, denn Leute, wie Barbara's Mutter, machen selten ohne ein solches Möbel Feiertag – eine Aufregung, die sich noch steigerte, als sie durch das Klingeln aufgefordert wurden, die Treppe hinaufzugehen und ihren Vierteljahrsgehalt in Gold und Silber einzustreichen.

Nun, war es nicht recht freundlich von Herrn Garland, als er sagte: »Christoph, das ist dein Geld, du hast es wohl verdient;« und war es nicht sehr gütig von Madame Garland, als sie sagte: »Barbara, da hat sie das ihrige, und ich bin sehr wohl mit ihr zufrieden;« und unterzeichnete Kit nicht die Quittung mit kühnen Zügen, und zitterte nicht Barbara an allen Gliedern, als sie ihren Namen unterschrieb; und war es nicht schön, mit anzusehen, wie Madame Garland Barbara's Mutter ein Glas Wein einschenkte; und sprach nicht Barbara's Mutter großartig, als sie sagte: »Gottes Segen über Sie, Madame, Sie sind eine gute Dame, und über Sie, Sir, Sie sind ein guter Herr; und dir Barbara, meine Liebe, und auch Ihnen, Herr Christoph;« und trank sie nicht so lange an ihrem Glas, als wäre es ein ganzer Humpen gewesen; und sah sie nicht ganz anständig aus, wie sie so mit ihren Handschuhen dastand; und war nicht ein Gelächter und Geplauder unter ihnen, als sie alle die Gegenstände auf dem Kutschendach betrachteten; und bemitleideten sie nicht alle die Leute, die keinen Feiertag hatten!

Aber erst Kit's Mutter – würde nicht Jedermann geglaubt haben, sie stamme aus einem guten Hause und sei ihr ganzes Leben lang eine große Dame gewesen? Da war sie im vollen Empfangsputz, und ein Theezeug war zur Schau ausgestellt, welches das Herz eines Porcellainladens hätte erwärmen können; und der kleine Jakob und das kleinste Brüderlein befanden sich in einem solchen Zustande von Vollkommenheit, daß ihre Kleider so gut wie neu aussahen, obgleich sie, weiß der Himmel, alt genug waren. Sagte nicht Kit's Mutter, ehe sie noch fünf Minuten Platz genommen hatte, Barbara's Mutter wäre eine Frau, ganz wie sie dieselbe erwartet, und sagte nicht Barbara's Mutter, Kit's Mutter wäre auf und nieder so, wie sie sich dieselbe vorgestellt habe, und machte nicht Kit's Mutter Barbara's Mutter wegen Barbara Complimente, und becomplimentirte nicht Barbara's Mutter Kit's Mutter wegen Kit, und war nicht Barbara selbst ganz bezaubert von dem kleinen Jakob, und konnte je ein Kind so lieb sein, wenn es wollte, als eben er, und mußte man nicht seine Herzensfreude an ihm haben?

»Auch sind wir Beide Wittwen,« sagte Barbara's Mutter. »Wir müssen dazu geboren sein, mit einander bekannt zu werden.«

»Ich zweifle ganz und gar nicht daran,« entgegnete Frau Nubbles. »Und wie Schade ist es, daß wir uns nicht schon früher kennen lernten!«

»Demungeachtet aber ist es, wie Sie wissen, eine mächtige Freude,« sagte Barbara's Mutter, »wenn man so durch einen Sohn und eine Tochter zusammengebracht wird; dieß hält uns ganz schadlos – oder nicht?«

Diesem pflichtete Kit's Mutter aus vollem Herzen bei. Sie verfolgten jetzt die Sachlage rückwärts von den Wirkungen zu den Ursachen, und so kamen sie natürlich auf ihre verstorbenen Männer, über deren Leben, Absterben und Begräbniß sie Vergleichungen anstellten und dabei verschiedene Umstände fanden, die nicht wundervoller hätten zusammenpassen können. So war zum Beispiel Barbara's Vater genau vier Jahre und zehn Monate älter als Kit's Vater gewesen, der Eine war an einem Mittwoch, der Andere an einem Donnerstag gestorben, – Beide hatten einen schönen Bau und ein merkwürdig gutes Aussehen gehabt, und so traf noch manches Andere in ganz außerordentlicher Weise zu. Da diese Rück-Erinnerungen wohl geeignet waren, einen Schatten auf die Freuden des Feiertags zu werfen, so lenkte Kit die Unterhaltung auf allgemeinere Gegenstände, und sie waren bald wieder so heiter und lebhaft als zuvor. Unter Anderem erzählte auch Kit von seinem früheren Dienste und von Nell's außerordentlicher Schönheit, von welcher er Barbara schon zu tausend Malen unterhalten hatte; aber der letztgenannte Umstand sprach Kit's Zuhörer lange nicht in dem Umfange an, als er erwartet hatte, und selbst seine Mutter sagte (indem sie zu gleicher Zeit zufällig auf Barbara blickte), daß ohne Zweifel Miß Nell sehr hübsch, demungeachtet aber ein Kind sei, und daß es noch viele Frauenzimmer gebe, die eben so hübsch wären; und Barbara bemerkte sanft, sie meine dieß selber auch, und habe sich nie des Gedankens erwehren können, Herr Christoph müsse im Irrthum sein – worüber sich Kit höchlich verwunderte, und gar nicht begreifen konnte, was sie für einen Grund haben möge, seine Worte zu bezweifeln. Außerdem bemerkte Barbara's Mutter, es komme bei jungen Leuten ganz gewöhnlich vor, daß sie im vierzehnten oder fünfzehnten Jahre umschlügen und ganz gewöhnlich würden, wenn sie zuvor auch noch so hübsch gewesen wären – eine Wahrheit, die sie mit vielen eindringlichen Beispielen und namentlich dem eines Architekten von guten Aussichten belegte, der Barbara besondere Aufmerksamkeit erwiesen, von dem aber Barbara nichts habe wissen wollen, was sie fast bedauern zu müssen glaube, obgleich im Grunde doch Alles seinen besten Weg gehe. Kit sagte, er sei derselben Ansicht, und meinte es gewiß ganz ehrlich; dabei wunderte er sich aber, was Barbara auf einmal so schweigsam gemacht habe, und warum ihn seine Mutter mit einer Miene ansähe, als ob er nicht so hätte sprechen sollen.

Wie dem übrigens sein mochte, es war jetzt hohe Zeit, an das Theater zu denken, für welches großes Shawl- und Hutvorbereitungen nöthig waren, der paar Schnupftücher voll Orangen und Aepfel gar nicht zu gedenken, deren Zusammenknüpfen eine schöne Zeit wegnahm, weil die Früchte einige Neigung an den Tag legten, aus den Zipfeln zu rollen. Endlich war Alles bereit und die Gesellschaft machte sich rasch auf den Weg. Kit's Mutter trug das jüngste Nubbeslein, welches schrecklich aufgeweckt war, und Kit führte mit der einen Hand den kleinen Jakob, während er mit der andern Barbara geleitete – ein Stand der Dinge, welche die hintendrein kommenden zwei Mütter zu der Erklärung veranlaßten, sie sähen aus, als ob sie einer Familie angehörten, worüber Barbara erröthete und zu der Mutter sagte, sie möchte nicht so sprechen. Aber Kit sagte ihr, sie solle sich nicht an solche Worte kehren; und in der That hätte sie auch keine Ursache dazu gehabt, wenn sie gewußt hätte, wie weit entfernt Kit's Gedanken von Courmacherei waren. Arme Barbara!

Endlich gelangten sie zu dem Theater – nämlich zu Astley's; und ein paar Minuten, nachdem sie die noch nicht geöffnete Thüre erreicht hatten, war der kleine Jakob plattgedrückt und das kleinste Brüderlein mit unterschiedlichen Stößen heimgesucht worden; der Regenschirm von Barbara's Mutter hatte eine Wanderung von etlichen Ellen gemacht, und war über anderer Leute Schultern wieder zu ihr zurückgekommen, und Kit hatte einen Mann mit dem Aepfelschnupftuch auf den Kopf geschlagen, weil er an seiner Mutter mit unnöthigem Ungestüm carambolirte – mit einem Worte, Alles war in großem Aufruhr. Als sie jedoch erst an der Kasse vorbei waren und mit den Billeten in der Hand sich vorwärts kämpften, als gälte es ihr Leben, namentlich aber, als sie in dem Theater waren und auf Plätzen saßen, die nicht hätten besser sein können, wenn man sie ausgelesen und vorher bestellt haben würde – da kam ihnen Alles als ein solcher Capitalspaß vor, daß sie um keine Welt etwas davon hätten missen mögen.

Du mein Himmel, wie es doch in diesem Astleytheater aussah! Die Malereien, die Vergoldung, die Spiegel, der unbestimmte Geruch nach Pferden, welcher die kommenden Wunder ahnen ließ, der Vorhang, der so großartige Geheimnisse verhüllte, das schöne weiße Sägemehl unten im Cirkus, die Leute, die sich zu ihren Plätzen drängten, die Geiger, welche, während sie ihre Instrumente stimmten, so unbekümmert umhersahen, als machten sie sich durchaus nichts aus dem Anfang des Spiels, und als wüßten sie schon Alles vorher auswendig! Welch' ein Glanz, der alle Anwesenden überstrahlte, als die lange, klare, prächtige Lichterreihe auftauchte, und welche fieberische Aufregung, als die kleine Klingel ertönte, als die Musik allen Ernstes mit Paukengetöne und zarten Passagen für die Triangel begann! Wohl konnte Barbara's Mutter zu Kit's Mutter sagen, daß die Galerie der beste Platz zum Zuschauen sei, und eben so begreiflich war ihre Verwunderung, daß man ihn nicht viel theurer, als die Logen, bezahlen mußte. Und Barbara war so über die Maßen entzückt, daß sie nicht wußte, ob sie lachen oder weinen sollte.

Und erst das Spiel selbst! Die Pferde, welche der kleine Jakob anfangs für lebendig hielt, und die Herren und Damen, von deren Wirklichkeit er sich durchaus nicht überzeugen lassen wollte, da er nie etwas dergleichen gesehen oder gehört hatte – das Schießen, bei dem Barbara blinzeln mußte – die verlorene Dame, welche ihr Thränen auspreßte – der Tyrann, der sie zittern machte – der Mann, der mit dem Kammermädchen der Dame ein Lied sang und den Chor tanzte, worüber sie lachen mußte – der Pony, welcher auf die Hinterbeine trat, als er den Mörder sah, und um keinen Preis wieder auf allen Vieren spazieren wollte, bis derselbe in Haft genommen war – der Rüpel, welcher sich solche Vertraulichkeiten gegen den Herrn Soldaten in Stiefeln erlaubte – die Dame, welche über neunundzwanzig Bänder sprang und doch wohlbehalten auf dem Rücken des Pferdes anlangte – Alles war entzückend, prachtvoll und überraschend. Der kleine Jakob klatschte, bis er keine Hand mehr rühren konnte; Kit schrie an dem Schlusse von allem und jedem – selbst an dem des dreiaktigen Stückes – »an-kor« und Barbara's Mutter klopfte in ihrer Verzückung mit dem Regenschirm auf den Boden, bis die Spitze fast abgeklopft war.

In Mitte aller dieser Zauber schienen jedoch Barbara's Gedanken noch immer bei dem zu weilen, was Kit beim Thee gesagt hatte, und als sie das Theater verließen, fragte sie ihn mit zimpferlicher Empfindlichkeit, ob Miß Nell wohl so schön wäre, als die Dame, welche über die Bänder gesprungen sei.

»So schön als sie?« sagte Kit. »Zweimal so schön.«

»Ach, Christoph! Gewiß, sie war das schönste Frauenzimmer, welches es jemals gegeben hat,« versetzte Barbara.

»Possen!« erwiederte Kit. »Ich will nicht leugnen, daß sie hübsch genug war; aber man muß bedenken, wie sie gekleidet und geschminkt war, und was das für einen Unterschied macht. Da gefallen Sie mir weit besser, Barbara.«

»Ach, Christoph!« sagte Barbara, die Augen niederschlagend.

»Jedenfalls,« entgegnete Kit, – »und auch Ihre Mutter.«

Arme Barbara!

Was war indes all' dieses – sogar all' dieses – gegen die außerordentliche Verschwendung, die nun folgte, als Kit mit einer Kühnheit, wie wenn er dort zu Hause wäre, in einen Austernladen trat und – ohne den Zahltisch, oder den Mann hinter demselben eines Blickes zu würdigen – seine Gesellschaft in eine Loge – in eine Privatloge führte, die mit rothen Vorhängen, einem weißen Tischtuch und einem Essig- und Oelflaschengestell ausgestattet war, und einem wilden, backenbärtigen Gentleman, der den Kellner spielte, und ihn, nämlich den Christoph Nubbles, »Sir« titulirte, drei Dutzend seiner größten Austern – aber geschwinde – bringen hieß. Ja, Kit sagte zu diesem Herrn, er solle geschwind machen, und das war nicht nur gesagt, sondern es geschah auch, denn derselbe kam sogleich mit den neuesten Broden, der frischesten Butter und den größten Austern, die man je gesehen, wieder zurück. Dann sagte Kit zu diesem Herrn: »eine Kanne Bier – eben so« – und der Herr, statt zu erwiedern: »Sir, sprechen Sie mit mir in einem solchen Tone?« entgegnete nur: »Kanne Bier, Sir? Ja, Sir,« und entfernte sich, sie zu holen; dann stellte er sie auf den Tisch in einen kleinen Blechuntersatz, wie ihn auf der Straße die Hunde der blinden Männer im Maul zu tragen pflegen, um die Halbpence einzusammeln; und als er weg war, erklärten ihn sowohl Kit's Mutter, als Barbara's Mutter, für einen der gewichstesten und angenehmsten jungen Männer, die sie je gesehen hätten.

Dann ging es allen Ernstes über das Mahl her; und da war Barbara, die thörichte Barbara, welche erklärte, sie könne nicht mehr als zwei Austern essen, und sich mehr nöthigen ließ, als man wohl glauben würde, bis sie vier verspeiste, obgleich sich's ihre Mutter und Kit's Mutter ganz wohl sein ließen, und aßen und lachten, und sich so lustig machten, daß Kit seine Herzensfreude daran hatte und in kräftiger Sympathie mitlachte und mitaß. Aber das größte Wunder des Abends war der kleine Jakob, der Austern verzehrte, als wäre er zu diesem Geschäft geboren und erzogen worden, des Pfeffers und Essigs sich mit einer Umsicht bediente, die über seine Jahre ging, und nachher mit den Schalen eine Grotte auf den Tisch baute. Und dann war auch das kleinste Brüderchen da, das den ganzen Abend kein Auge geschlossen, sondern ächt wie Gold ausgehalten hatte, stets versuchend, eine große Orange in den Mund zu zwängen, und aufmerksam die Lichter des Kronleuchters betrachtend – da saß er in dem Schooße seiner Mutter, starrte die Gaslichter an, ohne zu blinzeln, und machte mit einer Austerschale so kräftige Eindrücke in sein sanftes Gesicht, daß ein Herz von Eisen es hätte lieben müssen. Kurz, es gab nie ein behaglicheres Abendessen, und als Kit gar am Schlusse ein Glas von etwas Warmem befahl und, ehe er es die Runde machen ließ, Herrn und Madame Garland's Gesundheit ausbrachte – da gab es auf der ganzen Welt keine sechs seligeren Leute.

Aber alles Glück nimmt ein Ende – weshalb man sich auch seiner Wiederkehr so sehr freut – und da es nun schon ziemlich spät war, so kam man überein, daß es Zeit sei, die Gesichter heimwärts zu kehren. Man begleitete Barbara und Barbara's Mutter nach der Wohnung einer Bekannten, wo sie die Nacht zubringen wollten, und nachdem sie dort wohlbehalten untergebracht waren, nahmen Kit und seine Mutter Abschied von ihnen. Zuvor wurde indeß noch verabredet, daß Kit und Barbara am Morgen zeitig sich in Finchley einstellen sollten, wobei man gelegentlich große Entwürfe für die Belustigungen des nächsten Quartaltages machte. Dann nahm Kit den kleinen Jakob auf seinen Rücken, gab seiner Mutter den Arm und dem kleinsten Brüderlein einen Kuß, und so trabten sie lustig der Heimath zu.


 << Kapitel 8  Kapitel 10 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.