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Lustige Gymnasialgeschichten

Theodor Berthold: Lustige Gymnasialgeschichten - Kapitel 2
Quellenangabe
typenarrative
authorTh. Berthold
titleLustige Gymnasialgeschichten
publisherUnion Deutsche Verlagsgesellschaft
addressStuttgart / Berlin / Leipzig
printrun37. Auflage
year
isbn
firstpub
illustrator
correctorhille@abc.de
secondcorrectorGerd Bouillon
senderwww.gaga.net
created20100315
projectid669bc033
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Schlaflos

Man hat mich hierher, nach Tippelskirchen, aufs Land geschickt, damit ich in Stille und Einsamkeit den verlorenen Schlaf wiedergewinne. Schlaflos sein bei vierzehn Jahren – der Arzt schüttelte ungläubig den Kopf, als ich ihm mein Leiden klagte; nachdem ich jedoch dem alten, liebenswürdigen Herrn »die Geschichte« meiner Schlaflosigkeit entwickelt hatte, lachte er so kräftig, daß die weiße Locke auf seinem Scheitel wackelte, und mit einer Stentorstimme, die ich seinen alten Sprachorganen nimmermehr zugetraut hätte, rief er aus: »Ja, davon sollte der Kuckuck nicht schlaflos werden!«

Die Geschichte aber, welche ich dem guten Doktor erzählte, lautete folgendermaßen:

Ich schlafe, Herr Doktor, mit meinem älteren Bruder, dem Primaner, auf einer Stube. Bruder Karl findet ein außerordentliches Vergnügen an der Naturgeschichte und er hat sich umfassende Sammlungen aus allen drei Reichen, dem Tier-, Pflanzen- und Mineralreiche, angelegt. Unsere Studierstube, die zugleich unsere Schlafstube ist, gleicht einem kleinen Museum. Da stehen in den oberen Fächern eines Bücherschrankes Spiritusgläser mit Schlangen, Eidechsen und Kröten, säuberlich mit Papier verschlossen und etikettiert, als wären es der Mutter Einmachegläser mit Essiggürkchen, Perlzwiebeln und roten Rüben; da prangt auf einem Tischlein am Fenster ein mit allerlei scheußlichen Fischen, Käfern, Larven und Salamandern bevölkertes Aquarium, so groß wie eine mäßige Pferdeschwemme; da steht auf einem Stuhle ein mächtiger, mit schwarzer Gaze umkleideter Raupenkasten, in welchem kahle und langhaarige, kleine und große, dicke und dünne Raupen durcheinander wimmeln und sich an Salat und Brennesseln gütlich tun. An einer Wand hängen drei Glaskasten mit Schmetterlingen – aufgespießten und aufgespannten Schmetterlingen, die sich wenigstens ruhig verhalten. In einer Stubenecke steht ein mit feuchtem Moose zugedecktes Kästchen, in welchem einige Schlangen hausen; der Bruder versichert zwar, es seien ganz harmlose, ungefährliche Blindschleichen, ich hege jedoch die Ueberzeugung, daß es junge Klapperschlangen oder Brillenschlangen oder zum wenigsten Kreuzottern sind. Oben auf dem Kleiderschranke paradiert ein Käfig mit weißen Mäusen, und wie niedlich die Tierchen auch sind, so läßt sich doch nicht bestreiten, daß sie einen höchst empfindlichen Geruch ausströmen. Mit diesem Geruch vermischen sich die Ausdünstungen der mächtigen Herbarien, welche vier Fächer in einem zweiten Bücherschranke einnehmen und lange zum Schlupfwinkel verschiedener Mäusefamilien dienten. Diese Mäusefamilien hatte mein Bruder ebenfalls »eingeführt«, damit sie einem Stacheligel, der auf dem Fußboden, namentlich unter dem Bette, sein Wesen trieb, zur Nahrung dienen sollten. Daß die kleinen Nagetierchen es sich in seinen Herbarien bequem machen würden, hatte Karl allerdings nicht vorausgesehen. Doch ich will mit der Schilderung von meines Bruders Menagerie nicht zu weitläufig werden und nur noch erwähnen, daß eine Schildkröte, zwei Kaninchen, zwei Lachtauben, ein Eichhörnchen und vier Kanarienvögel die Mitbewohner unseres Stübchens waren. Auf diesem Stübchen schlief ich, wie gesagt, mit meinem älteren Bruder, dem Primaner, zusammen.

Aber was für ein Schlaf war das, Herr Doktor! Das schöne Liedchen: »Komm, süßer Schlaf, erquicke –!« war offenbar für mich nicht gedichtet. Nein, mein Schlaf war nicht süß, nicht erquickend. Und daran waren die Tiere meines Bruders schuld. Wenn ich mich abends ausgekleidet hatte und müde in den Hafen des Bettes fahren wollte, dann geschah es wohl, daß ich mit dem nackten Fuße plötzlich auf den Stacheligel trat, der, auf der Mausejagd begriffen, unter dem Bettgestell hervorschoß. Natürlich schrie ich bei dem Schmerze, den mir die spitzen Stacheln verursachten, laut auf und flog wie eine Bombe kopfüber ins Bett – mit blutendem Fuße. Ich verwünschte den Igel in den bittersten Ausdrücken, um von meinem Bruder zu vernehmen, daß der Igel ein ganz harmloser Geselle sei, der sich durch Vertilgung von Ratten und Mäusen überaus nützlich mache und deshalb alle Schonung verdiene.

»Aber die jungen Küchlein frißt er auf!« warf ich ärgerlich ein.

»Die haben wir nun nicht, mein Junge, auf unserer Stube,« entgegnete mein Bruder gelassen.

»Ja, das fehlte auch noch!« antwortete ich mit gesteigerter Gereiztheit. »Als ob hier nicht schon genug Getier durcheinander krimmelte und wimmelte und einem den Aufenthalt verleidete!« Ich drückte mich in die Kissen und suchte meinen Aerger zu verschlafen.

Aber kaum hatte der Schlafgott die ersten Mohnkörner in meine Augen gestreut, als die verschiedenen Mäusefamilien in den Herbarien lebendig wurden. Das war ein Huschen und Rascheln, ein Kribbeln und Krabbeln, ein Wispern und Knuspern, ein Piepen und Zwitschern, daß mein schon halb erloschenes Gehör wieder in einen wachen, gereizten Zustand geriet und meine schon halbgeschlossenen Augen sich wieder öffneten. »Die verwünschten Mäuse!« knurrte ich und klopfte mit dem Stiefelknecht, den ich vom Fußboden aufraffte, an den Pfosten des Bettes. Eine viertel Minute waren die kleinen Nager ruhig, dann aber legten sie von neuem mit ihrem unruhigen Treiben los.

»Sie fressen dir deine getrockneten Alpenrosen und deine seltene Orchis fusca auf!« bemerkte ich dem Bruder, um ihm einen Nadelstich zu versetzen.

»Hat nichts zu sagen,« erwiderte der Bruder zwischen Schlaf und Wachen, »die Mäuse sitzen gar nicht in den Herbarien.«

»Da will ich nun jede Wette mit dir machen, daß dies doch der Fall ist,« gab ich triumphierend zur Antwort; »denn ich habe es noch heute nachmittag mit meinen eigenen Augen gesehen.«

»Ich begreife nicht, wie du so gereizt gegen die niedlichen Tierchen sein kannst,« bemerkte der Bruder, meiner Beteuerung ausweichend. »Das Mäuschen, lehrt die Naturgeschichte, ist harmlos, ja gutmütig, und dort, wo es sich ungefährdet weiß, zutraulich, so daß es in der Nähe der Menschen seine Spiele treibt; ja auf den Klang der Musik, für welche es Neigung hat, aus seinem Schlupfwinkel herbeikommt. Mit großer List und Gewandtheit – –«

»Macht es sich über deine getrocknete Campanula latifolia, diese seltene Glockenblume, her!« fiel ich dem Bruder ins Wort.

»Komm, laß uns schlafen!« schnitt Karl meine Rede ab und legte sich auf die andere Seite.

»Schlafen, schlafen!« entgegnete ich höhnisch, »Wenn man unter diesen Amphibien überhaupt schlafen könnte!«

»Die Maus ist ein Säugetier, keine Amphibie,« bemerkte mein Bruder noch mit schwerer Zunge, um schon in den nächsten Augenblicken durch Nase und Kehle jene unromantische Musik zu erzeugen, welche man im gewöhnlichen Leben »Schnarchen« nennt.

Die Mäuse rumorten weiter, aber schließlich übermannte mich die Müdigkeit und ich schloß die Augen. Noch hatte ich so viel Besinnung, um das wohltuende Versinken in den Schlummer mit stiller Freude begrüßen zu können, als ich plötzlich jäh zusammenfuhr: etwas Rauhes hatte meine Hand gestreift, die oben auf der Bettdecke lag.

»Was mag das nun wieder für ein Vieh gewesen sein?« sagte ich ärgerlich zu mir, indem ich mich im Bette aufrecht setzte.

Im nächsten Augenblick hörte ich sowohl auf der Bettdecke als auf den Tapeten der Wandflächen ein seltsames Knistern und Wispern. Jetzt war es hier, jetzt war es dort. Ich lauschte fünf Minuten, zehn Minuten – das Knistern und Wispern nahm nicht ab, sondern zu. Ich konnte es mir nicht versagen, meinen schnarchenden Bruder, der im Traume jetzt vielleicht im zoologischen Garten von Köln herumwandelte, etwas unsanft anzustoßen und ihm zuzurufen: »Da höre! Was ist das nun wieder für ein Spektakel?«

Bruder Karl brummte etwas von Rücksichtslosigkeit, richtete sich aber im Bette auf und lauschte.

»Das ist mir auch ein ungewohntes Geräusch,« bemerkte er nach einigen Augenblicken. »Warte, ich habe die Streichhölzchen hier auf dem Nachttisch liegen; ich will eins anreiben und leuchten,«

Im nächsten Augenblick zuckte,die Flamme auf, und indem mein Bruder die kleine Fackel über die Bettdecke und über die Tapetenwand am Kopfende des Bettes führte, rief er plötzlich aus: »O weh, meine Bärenraupen sind mir sämtlich aus dem Kasten gebrochen! Da muß jemand die Klappe losgelassen haben!«

»Ich bitte mir aus,« entgegnete ich gereizt, »daß du mich nicht mit dem ›jemand‹ meinst. Ich wäre fähig, deine garstigen Raupen zu vergiften, aber ich würde ihnen niemals den Weg zur Freiheit öffnen.«

»Nun, ich kann auch selbst die Klappe losgelassen haben,« lenkte mein Bruder besänftigend ein.

Besänftigend – denn was er nun tat, war wohl geeignet, meinen Verdruß zu steigern, sintemal und alldieweil es mir eine weitere halbe Stunde von meiner Nachtruhe raubte, Bruder Karl stand nämlich auf, zündete eine Kerze an, leuchtete damit auf dem Bette und an den Wänden umher und fing seine flüchtigen Bärenraupen wieder ein. Dabei belehrte er mich, daß die Füße der Raupen, indem sie die Tapete oder den Kattun der Bettdecke berührten, unzweifelhaft das knisternde Geräusch von vorhin erzeugt hätten. Alle Raupen besaßen drei Paare horniger Brustfüße; dann folgten, nach einem Zwischenraume von zwei Leibringeln, die fleischigen Bauchfüße, meist vier Paare; das letzte Leibesglied aber ende in kräftigen, fleischigen Füßen, welche Nachschieber hießen. Hiernach hätten die Raupen niemals mehr als sechzehn Füße, in manchen Fällen aber weniger.

Ich muß gestehen, daß ich bei diesen Erörterungen meines Bruders allmählich süßsauer lachen mußte. Das Bild, wie er so im Hemde in der Stube herumhantierte, beleuchtet vom Schein der flackernden Kerze, wie er so auf Stühle und Tische stieg, um die dunkel- und langhaarigen Bärenraupen – vierundzwanzig an der Zahl waren ihm ausgebrochen! – von den Wänden herabzuholen, wie er so seine Rede mit nachdrücklichen Bewegungen des Kopfes begleitete, dies Bild war gar zu komisch! Endlich hatte er seine Herde wieder beisammen; sie wurde von neuem eingesperrt und diesmal wurde die Klappe des Raupenkastens durch eine aufgelegte griechische Grammatik beschwert. Das Buch, an welchem wir Studenten uns die Köpfe zerbrachen, sollte – freilich in etwas anderem Sinne – doch wohl auch schwer genug sein für die Köpfe der Bärenraupen. »Nun möchte ich aber wünschen, daß ich endlich Ruhe hätte!« war der Seufzer, mit dem ich mich von neuem in die Kissen drückte.

Der gute Morpheus, der ja bei uns lateinischen Schülern noch immer, gleichwie der Jupiter Pluvius, eine Rolle spielt, mußte wohl den Wunsch des gequälten Untertertianers erhört haben, denn ich sank in einen süßen Schlummer, in welchem ich auf rosigen Wolken wandelte – »hoch über der Tiere Geschlechtern«. Ich hatte einen köstlichen Traum. Eine freundliche Fee kam auf einem Purpurwölkchen herangeschwebt und überreichte mir einen mit bunten Mohnblumen umkränzten Zauberstab, mit welchem ich alles Getier, sowohl das wilde als das zahme, sowohl das kriechende als das fliegende, in tiefen Schlummer versenken könnte. Hocherfreut nahm ich den herrlichen Stab aus den Händen der gütigen Fee entgegen und beschloß, sogleich seine Zauberkraft an der Menagerie meines Bruders (den ich aus meinen lichten Höhen tief auf der Erde in seinem Bette liegen sah) zu erproben. Ich streckte den Stab und meine Hand, die denselben hielt, in wagerechter Linie aus und sprach: »Hocus pocus in arabico« – als ich plötzlich an meinem ausgestreckten Arm ein eisiges Gefühl empfand. Ich fuhr zusammen – und erwachte. Der schöne Traum war verflogen; die Rosenwolken waren verduftet und ich lag in einem höchst irdischen Bette. Geblieben war indes das eisige Gefühl an meinem Arm: es saß unter dem Hemdärmel auf der nackten Haut und machte sich gerade in der Armbeuge höchst fühlbar. Im nächsten Augenblicke wußte ich, wodurch diese Empfindung erzeugt wurde.

»Eine Schlange! Eine Schlange!« schrie ich voll Entsetzen und schleuderte das Reptil, indem ich mit meinem Arm eine kräftige Bewegung vom Körper ab aus dem Bette hinaus vollführte, auf die Stubendielen. Klatsch! da lag es.

Bruder Karl war von meinem Geschrei erwacht.

»Eine Schlange hatte sich um meinen Arm geringelt!« schrie ich noch immer voll Schrecken auf.

»Du weckst ja die ganze Nachbarschaft mit deinem Geschrei!« entgegnete mein Bruder ärgerlich.

»Eine Klapperschlange – sie hat mich gewiß gebissen!« schrie ich ebenso laut wie vorhin.

»Unsinn!« erwiderte mein Bruder mit Nachdruck. »Schon hundertmal habe ich dir gesagt, Theodor, daß es ein paar ganz ungefährliche Blindschleichen sind, welche ich in dem Kasten habe. Die Blindschleiche –«

»Ach, komm mir nicht wieder mit deinen naturgeschichtlichen Vorträgen!« erwiderte ich im höchsten Grade gereizt. »Es ist nicht zum Aushalten hier auf der Bude! Keine Stunde hat man Ruhe. Ich werde es den Eltern sagen, damit diese Menagerie auf unserer Schlafstube endlich aufgehoben wird.«

»Pfui, schäme dich!« entgegnete Karl nun ebenfalls gereizt. »Du willst doch nicht den Angeber und Hetzer spielen? Du willst ein deutscher Jüngling sein und ein deutscher Mann werden, und machst dich vor ein paar harmlosen Tieren bange? Unsere Vorfahren, die alten Germanen, wohnten in den Wäldern, mitten unter Auerochsen –«

»Das fehlte auch noch, daß du dir einen Auerochsen hier auf der Stube hieltest! Freilich, wenn du einen bekommen könntest, so würdest du keine Rücksicht auf mich nehmen.«

»Da sprichst du wieder einen Unsinn, der deinen Reden so oftmals eigen ist. Du weißt ganz gut, daß ein Auerochs anderer Lebensbedingungen bedarf, als ich ihm hier auf der Stube gewähren kann. Außerdem solltest du als Untertertianer wissen, daß der Auerochs in Deutschland ausgestorben ist; er wird nur noch in dem Urwalde von Bialowicza in Litauen gehegt,«

»Meinethalben in Buxtehude!« knurrte ich und kroch wieder unter die Bettdecke.

Die Ereignisse der Nacht hatten indes mein Nervensystem so erregt, daß ich mindestens zwei volle Stunden mit offenen Augen da lag.

Doch ich will Sie, mein hochverehrter Herr Doktor, nicht mit der ausführlichen Schilderung all meiner nächtlichen Abenteuer langweilen. Ich will mich darauf beschränken, Ihnen mitzuteilen, daß nächst der Schlange mich das Eichhörnchen in dem kaum gewonnenen Schlummer störte, indem das Tierchen mich in die große Zehe biß, die unten aus der Bettdecke hervorguckte. Auf das Eichhörnchen folgte ein Salamander, der, wie es die Gewohnheit dieser Tiere ist, das Aquarium verlassen und einen Spaziergang in der Stube angetreten hatte, bis ich ihn in meiner Herzgrube auf der nackten Haut verspürte. Als ich auch diesen Schrecken überwunden und kaum wieder etwas Schlaf gewonnen hatte, graute schon der Morgen und die Lachtauben ließen ihr verzweifelt langweiliges »Kumm Fru! Kumm Fru!« ertönen. Bald darauf stimmten die vier Kanarienvögel ihr Liedchen an – so ein Lied, das Stein' erweichen, Menschen rasend machen kann. Sehen Sie, Herr Doktor, das war meine Nachtruhe, mein Schlaf in einer Nacht! Die geschilderten Abenteuer wiederholten sich aber viele, viele Nächte, nur in etwas abgeänderter Reihenfolge, indem das eine Mal das Eichhörnchen, das andere Mal der Salamander, das dritte Mal das Karnickel anfing. Zuletzt habe ich infolge der fortgesetzten Aufregungen die Fähigkeit zu schlafen ganz verloren – ich bin schlaflos geworden!«

»Ja, davon sollte der Kuckuck nicht schlaflos werden!« lachte der alte gemütliche Herr. »Ich werde mit deinen Eltern sprechen, mein armer junger Freund, daß sie dich irgendwohin aufs Land schicken, wo du in frischer Luft und vor allem in tiefster Ruhe schon deinen Schlaf wiedergewinnen wirst.«

Der gute Herr hat Wort gehalten – und so befinde ich mich seit acht Tagen in Tippelskirchen, einem reizenden Oertchen inmitten eines herrlichen Waldgebirges. Der Förster ist mein Hausherr, die kinderlose Frau Försterin meine Pflegerin. Gott Dank, hier herrscht zur Nachtzeit die tiefste Ruhe und ich fühle den verlorenen Schlaf allmählich wiederkehren. Ich hatte in der letzten Nacht gewaltig geschnarcht, sagte mir heute morgen mein Hausherr beim Frühstück.

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