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Lustige Geschichten aus Schwaben. Zweiter Teil

: Lustige Geschichten aus Schwaben. Zweiter Teil - Kapitel 17
Quellenangabe
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typelegend
authorVerschiedene Autoren
titleLustige Geschichten aus Schwaben. Zweiter Teil
publisherVerlag von Holland & Josenhans
seriesWürttembergische Volksbücher
volume
printrun2. Auflage. 9. 12. Tausend
editorWürtt. Evangel. Lehrer-Unterstützungs-Verein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Grobe Bauern.

Als Kaiser Rotbart Herzog in Schwaben war, zogen die Bauern von einem Dorf in das andere auf die Kirchweihen nicht anders, als sollten sie in den Krieg ziehen, mit Spießen und Gewehren. Da ging es selten ohne Schaden ab. Denn wenn die Bauern voll Weins wurden, so schlugen sie einander, daß etliche tot liegen blieben. Der Fürst wollte diesem Schaden vorbeugen. Er machte daher eine Ordnung und verbot bei hoher Strafe, daß niemand mehr ein Gewehr in der Hand sollte tragen, weder auf der Kirchweihe noch sonst. Nur wer über Feld gehe, der dürfe ein Gewehr tragen wider die Räuber, Wölfe und Hunde. – Da erdachten die Bauern ein anderes Mittel. Sie ließen sich große Paternoster machen mit großen Ringen daran. Durch sie zogen sie ein großes Seil und hingen es um den Hals. Und wenn sie nun auf die Kirchweihen zogen, so wurden mit den Paternostern mehr Leute zu tot geschlagen als vordem mit den Gewehren.

(Pauli, Schimpf und Ernst 1552.)

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