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Gutenberg > Friedrich Schlegel >

Lother und Maller

Friedrich Schlegel: Lother und Maller - Kapitel 11
Quellenangabe
typelegend
authorFriedrich Schlegel
titleLother und Maller
booktitleRomantische Sagen des Mittelalters
publisherInsel Verlag
printrunErste Auflage
editorHermann Hesse
year1986
firstpub1823
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20131206
projectidd512cda8
wgs
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Zehntes Kapitel

Die Belagerung von Konstantinopel dauerte wohl schon an zwei Jahre, während denen es manchen Streit und manchen Sturm gab, worin viel gute Männer, sowohl Ritter als Knechte, ihr Leben ließen. Lother und Maller verhielten sich so kühn und tapfer und fromm, daß sie viel Ehre erwarben und jedermann sie lieb gewann. Oft rannten sie beide heimlich, allein von ihren Gesellen und Rittern begleitet, hinaus in das feindliche Lager, und taten da den Heiden großen Schaden. Die Heiden hatten mehr Schaden durch Lother und Maller, als von allen andern Söldnern zusammengenommen. Darum bedauerten sie es immer mehr, daß ihnen die beiden aus den Händen gegangen waren, da sie sie schon in ihrer Gefangenschaft hatten; schwuren auch bei Mahomet, weder Lother noch Maller über Nacht leben zu lassen, wenn sie einen von ihnen erhaschen könnten.

Zormerin war aber sehr ängstlich, daß Lother so oft hinausritt. Sie bat ihn gar freundlich, er möchte sich doch nicht so sehr gegen die Heiden wagen; sie töten Euch gewiß, sprach sie, denn sie hassen Euch und Maller mehr als die andern alle. – Gott wird mich beschützen, geliebte Zormerin, sprach Lother; ich bin hier, um Abenteuer zu suchen, so muß ich sie denn auch nicht vermeiden; soll ich mich nicht an den falschen Heiden rächen? – Ich wünschte, sagte Zormerin, daß Ihr es um meinetwillen ließet, mir zuliebe. – Geliebte Frau, um Eurentwillen will ich alle Untat lassen, aber jede ehrliche Tat vollbringen.

 

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