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Lord Jim

Joseph Conrad: Lord Jim - Kapitel 21
Quellenangabe
typefiction
titleLord Jim
authorJoseph Conrad
translatorHedwig Lachmann
publisherS. Fischer
addressBerlin
year1927
senderreuters@abc.de
created20040806
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Einundzwanzigstes Kapitel

Ich glaube nicht, daß einer von euch schon einmal von Patusan gehört hat, fing Marlow nach einer Pause wieder an, die er damit verbracht hatte, sich langsam eine Zigarre anzuzünden. Es tut nichts; es gibt manch einen Himmelskörper im nächtlichen Sternenschwarm, von dem die Menschheit niemals gehört hat, da er außerhalb ihres Wirkungsfeldes liegt und höchstens für Astronomen Bedeutung hat, die dafür bezahlt werden, daß sie in ihrer Gelehrtensprache über seine Zusammensetzung und sein Gewicht – die Unregelmäßigkeiten seiner Aufführung und die Abweichungen seines Lichtes reden – kurzum, eine Art wissenschaftlichen Klatsches zusammentragen. So ist es mit Patusan. Man spielte darauf in den höheren Regierungskreisen von Batavia wissend an, besonders auf seine Unregelmäßigkeiten und Abweichungen, und wenigen, sehr wenigen in der Handelswelt war es dem Namen nach bekannt. Niemand aber war dort gewesen, und ich glaube auch, daß niemand den Wunsch hatte, persönlich hinzugehen, ebenso wie ein Astronom sich weigern würde, auf einen fernen Himmelskörper versetzt zu werden, wo er seinen irdischen Bezügen entrückt wäre und sich einem gänzlich unvertrauten Firmament gegenüber sähe. Doch haben weder Himmelskörper noch Astronomen etwas mit Patusan zu tun. Jim war es, der hinging. Ich wollte euch nur zu verstehen geben, daß, wenn Stein es durchgesetzt hätte, ihn auf einem Stern fünfter Größe unterzubringen, die Veränderung nicht größer hätte sein können. Er ließ einen irdischen Mißerfolg und den gewissen Ruf, den er hatte, hinter sich, und seiner Einbildungskraft eröffnete sich eine gänzlich neue Summe von Bedingungen, an denen sie sich erproben konnte. Gänzlich neu, ganz und gar merkwürdig. Und er bemächtigte sich ihrer in einer merkwürdigen Weise.

Stein war der Mann, der mehr von Patusan wußte als irgendwer sonst. Mehr als man in den Regierungskreisen wußte, vermute ich. Ich bezweifle nicht, daß er dort gewesen war, entweder in der Zeit seiner Schmetterlingsjagden oder später, als er in seiner unverbesserlichen Art versuchte, die fetten Gerichte seiner kaufmännischen Küche mit einem Schuß Romantik zu würzen. Es gab nur sehr wenige Plätze im Archipel, die er nicht in ihrem ursprünglichen Dämmerzustand gesehen hatte, bevor ihnen das Licht (auch das elektrische) um ihrer besseren Moralität und – und – nun – um des größeren Profits willen gebracht worden war. Es war beim Frühstück, an dem Morgen, der unserer Unterredung wegen Jim folgte, daß er den Ort nannte, nachdem ich des armen Brierly Bemerkung erwähnt hatte: »Lassen Sie ihn zwanzig Fuß unter die Erde kriechen und dort bleiben.« Er sah mich mit gespannter Aufmerksamkeit an, wie ein seltenes Insekt. »Auch das könnte gemacht werden«, sagte er, während er seinen Kaffee schlürfte. – »Ihn gewissermaßen begraben«, erläuterte ich. »Man tut es nicht gerne, natürlich, aber in Anbetracht dessen, was er ist, wäre es das beste.« – »Ja, er ist jung«, überlegte Stein. – »Das jüngste Menschenkind, das jetzt lebt«, bekräftigte ich. – »Schön. Da gibt es Patusan«, fuhr er im selben Tone fort,... »und die Frau ist jetzt tot«, fügte er unverständlich hinzu.

Ich kenne natürlich diese Geschichte nicht; ich kann nur erraten, daß Patusan schon einmal zuvor als ein Grab für Sünde, Vergehen oder Mißgeschick gedient hatte. Es ist unmöglich, Stein zu verdächtigen. Die einzige Frau, die es je für ihn gegeben hat, war das Malaienmädchen, das er »mein Weib, die Prinzessin«, oder seltener, in mitteilsamer Stimmung, »die Mutter meiner Emma« nannte. Wer die Frau war, die er in Verbindung mit Patusan erwähnt hatte, kann ich nicht sagen; aber aus seinen Andeutungen entnehme ich, daß sie ein wohlerzogenes und sehr hübsches holländisch-malaiisches Mädchen mit einer tragischen oder vielleicht nur bedauernswerten Geschichte war, deren schmerzlichsten Teil zweifellos ihre Verheiratung mit einem malakkischen Portugiesen bildete, dem Buchhalter in irgendeinem Handelshause der holländischen Kolonien. Ich schloß aus Steins Mitteilungen, daß dieser Mann in mehr als einer Beziehung durchaus unzulänglich und von unberechenbarer und schroffer Gemütsart war. Einzig und allein seiner Frau wegen hatte Stein ihn zum Leiter der Niederlassung von Stein & Co. in Patusan ernannt; aber kaufmännisch war diese Abmachung für die Firma in keiner Weise günstig, und nun, da die Frau gestorben, war Stein willens, es dort mit einem andern Agenten zu versuchen. Der Portugiese, Cornelius mit Namen, betrachtete sich als höchst verdienstvollen Mann, dem schlecht mitgespielt worden war und den seine Fähigkeiten zu einer besseren Stellung berechtigten. Diesen Mann nun sollte Jim ablösen! »Aber ich glaube nicht, daß er dort weggehen wird«, fuhr Stein fort. »Das geht mich nichts an. Nur um der Frau willen habe ich... Aber da ich glaube, daß eine Tochter da ist, werde ich ihm, wenn er bleiben will, das alte Haus lassen.«

Patusan ist ein entfernter Bezirk eines Eingeborenenstaates, und die Hauptansiedlung trägt den gleichen Namen. An einem Knie des Flusses, etwa vierzig Meilen vom Meer entfernt, wo die ersten Häuser in Sicht kommen, tauchen über der Waldkante zwei steile, dicht nebeneinanderstehende Berge auf, wie durch einen tiefen Riß getrennt, als hätte ein mächtiger Streich sie auseinandergespalten. Tatsächlich ist das Tal dazwischen nichts als eine enge Schlucht; von der Ansiedlung aus scheint das Ganze ein unregelmäßig kegelförmiger Berg, der gespalten ist und dessen beide Hälften leicht auseinanderklaffen. Drei Tage nachdem er sich voll gerundet hatte, stieg der Mond, von dem freien Platz vor Jims Hause aus gesehen (er hatte, als ich ihn besuchte, ein sehr schönes Haus im Eingeborenenstil), dicht hinter diesen Bergen empor, so daß die beiden Massen sich zunächst in tiefem Schwarz vor dem noch verschwommenen Licht abhoben; dann tauchte die beinahe vollkommen runde Scheibe, rötlich erglühend, zwischen den Rändern der Kluft hervor, bis sie über die Gipfel wegglitt, in leisem Triumph gleichsam, als entstiege sie einem klaffenden Grabe. »Wundervolles Schauspiel«, sagte Jim an meiner Seite. »Sehenswert. Nicht?«

Und diese Frage wurde mit einem Unterton persönlichen Stolzes vorgebracht, über den ich lächeln mußte; als hätte er bei dem einzigartigen Vorgang die Hand im Spiele gehabt. Er hatte bei so vielem in Patusan die Hand im Spiele gehabt! Bei Dingen, die seinem Einfluß gleich weit entrückt scheinen konnten, wie der Lauf des Mondes und der Sterne.

Es war unbegreiflich. Das war die kennzeichnende Eigenart der Rolle, in die Stein und ich ihn unwissentlich hineingedrängt hatten, ohne andere Absicht, als ihn aus dem Wege zu räumen; sich selbst aus dem Wege zu räumen, wohlverstanden. Dies war unser Hauptzweck, obwohl mich, wie ich gestehe, noch ein anderer Beweggrund etwas beeinflußt haben mag. Ich war im Begriff, für einige Zeit in die Heimat zurückzukehren, und es kann sein, daß ich mehr, als mir selber bewußt war, wünschte, ihn, bevor ich fortging, unterzubringenihr versteht, was ich meineunterzubringen. Ich kehrte heim, und von ebendorther war er zu mir gekommen, mit seinem ganzen Elend und seiner leisen Forderung, wie ein Mensch, der unter einer Last durch den Nebel keucht. Ich kann nicht sagen, daß ich ihn jemals klar erkannt hättebis zum heutigen Tage nicht, nachdem ich ihn ein letztes Mal mit Augen gesehen habe; aber mir schien es, als wäre ich ihm, je weniger ich ihn verstand, desto stärker verbunden, kraft jenes Zweifels, der untrennbar ist von unserem Wissen. Wußte ich doch über mich selbst auch nicht recht viel mehr. Und dann, ich wiederhole es, ich kehrte in die Heimat zurückjene Heimat, die so fern war, daß all ihre Herde zu einem einzigen Herde wurden, an dem zu sitzen der ärmste von uns ein Recht hat. Wir wandern zu Tausenden über die Erde, die Ruhmreichen und die Ungenannten, und erringen uns jenseits der Meere unsern Namen, unser Geld oder auch nur eine Brotkruste ; aber es scheint mir, daß heimkehren für jeden von uns das gleiche sein muß wie Rechenschaft ablegen. Wir kommen zurück, um unsern Vorgesetzten, unsern Anverwandten, unsern Freunden vor Augen zu tretenden Menschen, denen wir Gehorsam schulden, und denen, die wir lieben; aber selbst die, die nichts von alledem besitzen, die Freiesten, Einsamsten, Verantwortungslosesten und Ungebundenstenselbst die, für die die Heimat kein teueres Antlitz, keine vertraute Stimme birgtselbst sie müssen dem Geist begegnen, der im Lande, unter seinem Himmel, in seiner Luft, seinen Tälern und auf seinen Hügeln, in seinen Auen, Flüssen und Wäldern wohntein stummer Freund, Richter und Schutzgeist. Sagt, was ihr wollt: um die Freuden der Heimat zu genießen, ihren Frieden zu atmen, ihrer Wahrheit die Stirne zu bieten, muß man mit reinem Gewissen wiederkehren. All dies mag euch als Gefühlsduselei erscheinen; und in der Tat haben nur wenige von uns den Willen oder die Fähigkeit, bewußt unter die Oberfläche vertrauter Gefühle zu blicken. Da sind die Mädchen, die wir lieben, die Männer, zu denen wir emporblicken, die Zärtlichkeiten, die Freundschaften, die Gelegenheiten, die Vergnügungen. Aber die Tatsache bleibt bestehen, daß man seinen Lohn mit reinen Händen in Empfang nehmen muß; damit er sich nicht unter unserer Berührung in totes Laub und Dornen verwandle. Ich glaube, daß die Alleinstehenden, die keinen Herd und keine Liebe ihr eigen nennen, die nicht zu einer Wohnstätte, sondern zu dem Lande selbst zurückkehren, um seinem körperlosen, ewigen, unwandelbaren Geist zu begegnendaß die am besten seine Strenge, seine rettende Kraft, die Gnade seines jahrhundertalten Anrechts auf unsere Treue und unsern Gehorsam verstehen. Ja! Wenige von uns verstehen, aber wir alle fühlen es, und ich sage: alle, ohne Ausnahme, denn die es nicht fühlen, kommen nicht in Betracht. Jeder Grashalm hat seinen Fleck Erde, aus dem er sein Leben und seine Kraft zieht; und so wurzelt der Mensch in dem Lande, aus dem er mit seinem Leben zugleich seinen Glauben gesogen hat. Ich weiß nicht, wieviel Jim davon verstand; aber ich weiß, er fühlte, fühlte unklar, doch mächtig die Forderung solcher Wahrheit oder solcher Illusiongleichviel, wie ihr es nennt, es ist solch kleiner Unterschied, und der Unterschied bedeutet so wenig. Das Wesentliche ist, daß er, kraft seines Gefühls, die Bedeutung erkannte. Er würde nun nie mehr heimkehren. Er nicht. Niemals. Wäre er überschwenglicher Kundgebungen fähig gewesen, er würde bei dem Gedanken geschaudert haben und hätte einen schaudern machen. Doch war er nicht von der Art, obwohl er auf seine Weise Ausdrucksfähigkeit genug besaß. Vor der Idee des Heimkehrens nahm er eine verzweifelt steife und unbewegliche Haltung an, ließ das Kinn hängen und warf die Lippen auf, während seine treuherzigen blauen Augen unter gerunzelter Stirne finster dreinstarrten, wie vor etwas Unerträglichem, etwas Unerhörtem. Es steckte Phantasie in seinem harten Schädel, dem das dichte krause Haar wie eine Kappe anlag. Was mich angeht, so habe ich keine Phantasie (ich wäre sonst heute mehr über ihn im klaren) und will nicht behaupten, daß ich mir den Geist des Landes vorstellte, der sich über den weißen Klippen von Dover erheben und michder ich, sozusagen, mit ganzen Gliedern wieder heimkehrtefragen würde, was ich mit meinem jungen Bruder getan hätte. Vor dem Irrtum war ich geschützt. Ich wußte wohl, daß er keiner von denen war, nach denen gefragt wird; ich hatte schon bessere Männer als ihn weggehn, verschwinden, ganz und gar untertauchen sehen, ohne daß ein Laut der Neugier oder des Bedauerns um sie zu vernehmen gewesen wäre. Der Geist des Landes ist, wie es dem Herrn großer Unternehmungen zukommt, achtlos gegen zahllose Menschenleben. Wehe den Nachzüglern! Wir leben in gewisser Hinsicht nur, solange wir zusammenhalten. Er war zurückgeblieben, hatte nicht Schritt gehalten; aber er war sich dessen mit einer Glut bewußt, die ihn rührend erscheinen ließ, so wie das angespanntere Leben eines Menschen seinen Tod rührender macht als den eines Baumes. Ich war zufällig zur Hand und war zufällig der, den es rührte. Weiter nichts. Es beschäftigte mich, wie er sich aus der Klemme ziehen würde. Es wäre mir nahegegangen, wenn er sich beispielsweise dem Trunk ergeben hätte. Die Welt ist so klein, daß mir davor bange war, eines Tags von einem triefäugigen, aufgedunsenen, schmutzigen Landstreicher, ohne Sohlen an den Segeltuchschuhen und mit zerfetzten Ärmeln, auf Grund einer alten Bekanntschaft um ein Darlehen von fünf Dollar angegangen zu werden. Wer kennt nicht diese Vogelscheuchen, die aus einer anständigen Vergangenheit herkommen, mit ihrer aufreizenden Lustigkeit, der sorglosen, heiseren Stimme, dem schiefen, frechen Blickdiese Begegnungen, die für einen Mann, der an die Verbundenheit der Menschheit glaubt, schwerer zu ertragen sind als für einen Priester der Anblick eines unbußfertigen Sterbenden? Dies, um euch die Wahrheit zu sagen, war die einzige Gefahr, die ich für ihn und für mich sehen konnte; doch mißtraute ich auch meinem Mangel an Phantasie. Es konnte noch zu Schlimmerem kommen, das vorauszusehen meine Einbildungskraft überstieg. Ich konnte nicht vergessen, wie phantastisch er war, und diese Phantasten schwaien ja nach jeder Richtung hin weiter, als lägen sie auf dem unsicheren Ankergrund des Lebens vor einem längeren Ankertau. Das ist wirklich so. Auch ergeben sie sich dem Trunk. Mag sein, daß ich ihn durch solche Befürchtung verkleinerte; wie sollte ich das wissen? Selbst Stein konnte nicht mehr sagen, als daß er romantisch war. Ich wußte nur, daß er einer von uns war. Und welches Recht hatte er überhaupt, romantisch zu sein? Ich erzähle euch soviel von meinen eigenen unklaren Gefühlen und tiefsinnigen Grübeleien, weil im Grunde so wenig über ihn zu sagen bleibt. Er war lebendig für mich und ist es für euch ja schließlich auch nur durch mich. Ich habe ihn an der Hand hergeführt; ich habe ihn vor euch hingestellt. Waren meine platten Ängste ungerecht? Ich kann es nicht sagenselbst jetzt noch nicht. Vielleicht wißt ihr es besser, denn es heißt, daß die Zuschauer am meisten vom Spiel sehen. In jedem Fall waren die Befürchtungen überflüssig; er geriet nicht auf Abwege; im Gegenteil, er kam in die Höhe, und zwar kerzengerade und in einer vortrefflichen Haltung, die bewies, daß er ebensogut Steher wie Flieger war. Ich sollte eigentlich entzückt sein, denn es ist ein Sieg, an dem ich meinen Anteil habe; aber ich freue mich nicht so sehr, wie ich gedacht hätte. Ich frage mich, ob sein Anlauf ihn wirklich aus jenem Nebel emporgetragen hat, aus dem er mit schwankenden Umrissen, mitleidswert, wenn auch nicht allzu bedeutend, hervorragteein Nachzügler mit unstillbarer Sehnsucht nach seinem bescheidenen Platz in den Reihen. Und überdies, das letzte Wort ist noch nicht gesagtwird vermutlich niemals gesagt werden. Ist unser Leben nicht zu kurz für jene erschöpfende Äußerung, nach der während all unseres Gestammels unser einziges, bleibendes Trachten geht? Ich habe es aufgegeben, nach jenen letzten Worten zu suchen, deren Schall, wenn sie nur ausgesprochen werden könnten, Himmel und Erde ins Wanken brächte. Die Zeit reicht niemals aus, daß wir unser letztes Wort sagen könntendas letzte Wort unserer Liebe, unseres Glaubens, unserer Reue, Demut, Empörung. Himmel und Erde sollen nicht erschüttert werdenwenigstens nicht durch uns, die wir von beiden so viele Wahrheiten wissen. Meine letzten Worte über Jim sollen nur wenige sein. Ich bekenne, daß er es zu Großem gebracht hat; aber beim Erzählen oder vielmehr beim Hören würde die Sache an Gewicht verlieren. Offen gesagt, ich mißtraue nicht meinen Worten, sondern euren Sinnen. Ich könnte beredt sein, fürchtete ich nicht, daß ihr eure Einbildungskraft ausgehungert habt, um eure Leiber zu mästen. Ich will euch nicht zu nah kommen; es ist wohlanständig, keine Illusion zu habenund sicher und einträglichund stumpfsinnig. Doch auch ihr müßt in eurer Zeit die Spannungen des Lebens gekannt haben, jenen plötzlich aufleuchtenden Zauber in dem Wust von Nichtigkeiten, so erstaunlich wie das Sprühen der Funken, die man aus kaltem Stein schlägt,und ach! nicht weniger rasch verflogen.

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