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Lionel Lincoln oder die Belagerung von Boston

James Fenimore Cooper: Lionel Lincoln oder die Belagerung von Boston - Kapitel 21
Quellenangabe
typefiction
authorJames Fenimore Cooper
titleLionel Lincoln oder die Belagerung von Boston
publisherVerlag von S. G. Liesching
printrunZweite Auflage
year1851
translatorEduard Mauch
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150324
modified20170303
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Neunzehntes Kapitel.

Gott wollte nie, daß Menschen himmelan
Sich wagten auf der Menschen-Weisheit Leitern.

Cowper.    

 

Wenige Tage leichter Bewegung in der belebenden Luft der Jahreszeit waren hinreichend, die Kräfte des Genesenen wieder herzustellen, dessen Wunden während seines in Folge der empfangenen Beruhigungsmittel so lange anhaltenden Schlummers gänzlich geheilt waren. Polwarth hatte, mit Rücksicht auf den veränderten Zustand seiner eigenen Gliedmaßen, so wie auf Lionel's Schwäche, in so weit dem Gelächter der Armee getrotzt, daß er eines jener bequemen, leichten Fuhrwerke, in den guten alten Zeiten der Kolonial-Einfachheit unter dem freundlichen und anspruchslosen Namen der ›Tompungs‹ bekannt, herbeizuschaffen bemüht gewesen war. Diese Maschine zu bespannen, hatte er sich genöthigt gesehen, einen der stolzen Renner seines Freundes zu pressen. Das Thier war durch lange Dressur, zu der wohl der niedrige Stand der Haferspeicher am Platze gleichfalls das Seinige beitrug, so weit gebracht worden, daß es so ruhig über den Schnee hinschritt, als ob es der Aenderung in der Gesundheit seines Herrn sich bewußt gewesen wäre. In diesem sicheren Wagen konnte man die beiden Herrn täglich durch die obern Straßen der Stadt und durch die gewundenen Pfade des Gemeindegrundes fahren und die Glückwünsche ihrer Freunde entgegennehmen sehen; oder machten sie auch ihrerseits Krankenbesuche bei solchen Kameraden, die gleich ihnen in der mörderischen Schlacht des vergangenen Sommers verwundet worden, und jetzt, weit weniger glücklich als sie, noch immer genöthigt waren, einer langwierigen Gefangenschaft in ihren Wohnungen sich zu unterwerfen.

Es war nicht schwer, Cäcilie und Agnes zu überreden, an diesen kurzen Ausflügen Antheil zu nehmen; doch hatte keine Versuchung die letztere dazu bestimmen können, den finsteren Ausdruck zu sänftigen, der gewöhnlich ihre schöne Stirne überschattete, so oft Zufall oder Absicht sie mit irgend einem andern Herrn von der Armee in Berührung brachte. Miß Dynevor dagegen war viel gewinnender und zu Zeiten sogar so liebenswürdig in ihrem Benehmen, daß sie sich dadurch öfter geheime Vorwürfe von ihrer Freundin zuzog.

»Wahrhaftig, Cäcilie, Du vergißt, wie sehr unsere armen Landsleute in ihren elenden Wohnungen außerhalb der Stadt zu leiden haben, sonst würdest Du gewiß weniger verschwenderisch mit Deiner Herablassung gegen diese Schmetterlinge von der Armee seyn,« rief Agnes verdrießlich, während sie sich nach einer dieser Fahrten umkleideten, bei welcher Letztere glaubte, ihre Cousine habe jenen stillschweigenden Vertrag aus den Augen verloren, durch welchen die meisten Frauen in den Kolonien sich verbunden glaubten, die Eindringlinge ihren weiblichen Haß fühlen zu lassen. – »Wäre ein Anführer unseres eigenen Heeres Dir vorgestellt worden, er hätte nicht liebenswürdiger empfangen werden können, als Du heute diesen Sir Digby Dent anlächeltest!«

»Ich kann zu Gunsten dieser Liebenswürdigkeit, wie meine scharf urtheilende Cousine sie nennt, weiter nichts anführen, als daß Sir Digby Dent ein Gentleman ist –«

»Ein Gentleman! ja – das ist jeder Engländer, der einen Scharlachrock trägt und in den Kolonien sein Air anzunehmen versteht!«

»Und da ich hoffe, einige Ansprüche auf den Titel einer Lady zu haben,« fuhr Cäcilie ruhig fort, »so weiß ich nicht, warum ich in der kurzen Unterredung, die wir hatten, unartig gegen ihn hätte seyn sollen.«

»Cäcilie Dynevor!« rief Agnes mit durchdringendem Auge und mit dem eigenthümlichen Scharfblicke eines Weibes, das die Gefühle Anderer durchschaut, »nicht alle Engländer sind Lionel Lincolns.«

»Auch ist Major Lincoln nicht einmal ein Engländer,« erwiederte Cäcilie lachend, und doch dabei erröthend, »obwohl ich Ursache habe zu glauben, daß Kapitän Polwarth einer ist.«

»Wie albern, Kind, wie einfältig; der Arme hat die Strafe für seine Verschuldung theuer bezahlt und sollte mit Mitleid betrachtet werden.«

»Nimm Dich in Acht, Base. – Mitleid schließt in weitem Bande ein Heer von zarten Gefühlen in sich; gestattest Du einmal dem Erstgeborenen Zutritt, so mußt Du wohl der ganzen Familie Thür und Thor öffnen.«

»Nun, da kommen wir gerade auf den streitigen Punkt, Cäcilie – weil Du Major Lincoln hochachtest, bist Du Willens, auch Howe und all' seine Myrmidonen zu bewundern: ich aber kann bemitleiden und dennoch fest seyn.«

»Le bon temps viendra!«Die Zeit wird schon kommen.

»Nie,« fiel Agnes mit einem Feuer ein, welches sie übersehen ließ, wie viel sie schon zugegeben – »nie, am Wenigsten unter der Hülle eines Scharlachrocks.«

Cäcilie lächelte; da sie aber ihre Toilette vollendet hatte, entfernte sie sich ohne Erwiederung.

Solche kleine Streitigkeiten, mehr oder weniger von Agnesen's munterem Geiste belebt, fielen öfter vor; dabei wurde jedoch das Auge ihrer Cousine mit jedem Tage gedankenvoller und die Gleichgültigkeit, mit der sie zuhörte, trat in jedem folgenden Gespräche deutlicher hervor.

In der Zwischenzeit hatte sich die Belagerung, obwohl sie mit äußerster Vorsicht geführt wurde, in eine bloße, wenn auch lebhafte Blokade verwandelt. Die Amerikaner lagen zu Tausenden in den Dörfern um die Stadt oder hatten sich in starken Haufen nahe bei den Batterien, welche die Zugänge zu dem Platze beherrschten, unter Barracken gelagert. Obgleich ihre Hülfsmittel durch Wegnahme einiger mit Kriegsvorrath beladener Schiffe, so wie durch Eroberung zweier wichtiger Festungen an der kanadischen Gränze sich sehr vermehrt hatten, waren sie doch noch zu unbedeutend, um für den ausgedehnten Verbrauch, wie er im großen Kriege gewöhnlich ist, auszureichen. Als weiterer Grund der Verzögerung muß noch ferner zu diesen hindernden Umständen der ängstliche Wunsch der Kolonisten selbst gerechnet werden, ihre Stadt – und das war allerdings für sie ein dringendes Interesse – so wenig als möglich beschädigt wieder zu erhalten. Auf der andern Seite war der Eindruck, den die Schlacht von Bunker Hill bei den königlichen Befehlshabern hervorgebracht hatte, noch so lebendig, daß er auch ihren Unternehmungsgeist hemmte, und so wurde es Washington möglich, ihre mächtigen Streitkräfte mit seiner undisciplinirten, halbbewaffneten Armee im Schach zu halten, einer Armee, welche zu Zeiten von allen Mitteln, um selbst nur einen augenblicklichen Kampf zu bestehen, gänzlich entblößt war.Bei dem häufigen Wechsel dieser unregelmäßigen Haufen war das Heer der Amerikaner mehr als einmal numerisch schwächer als die Armee der Belagerten.

Da übrigens der Schein von Feindseligkeiten immer noch aufrecht erhalten wurde, war der Knall des Geschützes noch häufig zu hören, und es gab Tage, wo einzelne Scharmützel zwischen den vorgeschobenen Abtheilungen der beiden Gegner ein heftigeres Feuer herbeiführten, das längere Zeit andauerte. Die Ohren der Damen waren längst an diese rauhen Töne gewöhnt, und da der unbedeutende Verlust, der daraus folgte, ganz auf die Außenwerke beschränkt blieb, wurde das Getöse mit wenig oder gar keinem Schrecken vernommen.

Auf diese Art flogen vierzehn Tage ohne erwähnenswerthen Zwischenfall schnell dahin. An einem schönen Morgen zu Ende dieser Periode, fuhr Polwarth mit all' den zierlichen Schwenkungen, die er auszuführen verstand und die im Jahre 1775 als Zeichen der genauesten Bekanntschaft mit den Eigenthümlichkeiten eines Tompungs angesehen wurden, in den kleinen Hofraum vor Mrs. Lechmere's Wohnung. Einen Augenblick darauf hörte man das hölzerne Bein auf dem Gange seine Schritte verkündigen, während er sich dem Zimmer näherte, wo der übrige Theil der Gesellschaft seine Ankunft erwartete. Die beiden Cousinen standen in ihre Pelze gehüllt, die blühenden Gesichter aus einer doppelten Reihe von Spitzen hervorlächelnd, während Major Lincoln eben im Begriffe war, von Meriton seinen Mantel zu nehmen, als die Thüre sich öffnete, und der Kapitän ins Zimmer trat.

»Wie, schon fertig!« rief der gutmüthige Polwarth, indem seine Blicke von der einen Dame zu der andern sich wandten – »um so besser; Pünktlichkeit ist der Sauerteig des Lebens – eine gute Uhr ist dem Gaste eben so nöthig wie dem Wirthe selbst, und diesem nicht weniger als seinem Koch. Miß Agnes, Sie sind heute erstaunend mörderisch! Wenn Howe von seinen Subalternen erwartet, daß sie ihre Pflicht thun, sollte er Sie nicht mit vollen Segeln in seinem Lager umherziehen lassen.«

Miß Danforth's Auge glänzte: doch als es auf seine verstümmelte Gestalt fiel, gewann es wieder einen sanften Ausdruck und sie begnügte sich damit, lächelnd zu antworten:

»Lassen Sie Ihren General nur auf sich selbst achten; ich gehe selten aus, und dennoch kann ich nie etwas Anderes als Schwäche bei ihm erspähen!«

Der Kapitän zuckte bedeutungsvoll die Achseln und sagte leise, zu seinem Freund gewendet:

»Da siehst Du, wie 's ist, Major Lincoln; seit ich genöthigt bin, mich selbst wie einen Truthahn vom gestrigen Mahle auf einem Beine zu serviren, bin ich nicht mehr im Stande, eine einzige scharfe Antwort von der jungen Person zu bekommen – sie ist ein immer gleichmäßiger, geschmackloser Bissen geworden! und ich bin wie eine zweizinkige Gabel, nur noch zum Vorschneiden geschickt! Nun, ich kümmere mich nicht darum, wie bald man mich ganz aufschneidet, seit sie ihr Piquantes verloren hat. – Gehen wir in die Kirche?«

Lionel sah etwas verlegen aus und spielte mit einem Papier, das er einen Augenblick in der Hand hielt, ehe er es dem Andern zum Durchlesen reichte.

»Was ist das?« fuhr Polwarth fort, »zwei in der letzten Schlacht verwundete Offiziere wünschen für ihre Wiederherstellung ihren Dank darzubringen! – hm – hm – hm – zwei? – Du wärest der Eine und wer ist denn der Andere?«

»Ich hatte gehofft, mein alter Gefährte und Schulkamerade sollte es seyn!«

»Ha! was, ich!« rief der Kapitän, der unwillkührlich sein hölzernes Bein erhob und es mit traurigem Blick betrachtete, – »Hm, Leo, glaubst Du, ein Mann habe besondern Grund, für den Verlust eines Beins dankbar zu seyn?«

»Es hätte noch schlimmer gehen können.«

»Ich weiß kaum,« unterbrach ihn Polwarth, etwas hartnäckig: »mehr Symmetrie hätte es gegeben, wenn es beide gewesen wären.«

»Du vergißt Deine Mutter,« sprach Lionel weiter, als ob der Andere nichts entgegnet hätte; »ich bin gewiß, sie wird herzlich froh seyn.«

Polwarth seufzte laut, fuhr mit der Hand ein oder zweimal über das Gesicht, warf noch einen verstohlenen Blick auf sein eines Bein und antwortete dann mit leisem Zittern in der Stimme:

»Ich glaube, Du hast ganz Recht – eine Mutter kann ihr Kind lieben und wäre es auch in Kleinfutter zerhauen! Ihr Geschlecht lernt jenes edle Gefühl erst kennen, wenn es einmal die Vierzig hinter sich hat – nur die jungen Damen sehen so besonders auf richtige Verhältnisse und auf Symmetrie.«

»Du stimmst also bei, daß Meriton die Bitte so, wie sie lautet, übergibt?«

Polwarth zögerte noch einen Augenblick – doch als er abermals seiner fernen Mutter gedachte (Lionel hatte die rechte Seite bei ihm angeschlagen) – da schmolz sein Herz.

»Freilich, freilich – es hätte schlimmer gehen können, so, wie es mit dem armen Dennis gegangen – ja, laß es nur für zwei gelten; es wird schwer gehen, doch ich finde immer noch ein Knie, um es bei dieser Gelegenheit zu beugen. Vielleicht, Leo, wenn eine gewisse junge Dame sieht, daß ich bei meinem Unglück noch ein ›Te Deum‹ anstimmen kann, wird sie mich wohl nicht mehr, so wie jetzt, bloß wie einen Gegenstand des Erbarmens ansehen.«

Lionel nickte schweigend, und der Kapitän, zu Agnes sich wendend, führte diese mit besonders froher Miene zum Schlitten, wodurch er, wie er meinte, seine vollkommene Erhabenheit über die Unfälle des Krieges beweisen wollte. Cäcilie nahm Major Lincoln's Arm und die ganze Gesellschaft saß bald in dem Tompung, welchen Polwarth sofort mit aller Kunst zu lenken anfing.

Bis auf diesen Tag – es war der zweite Sonntag seit seinem Wiedererscheinen, und der erste, an dem das Wetter ihm auszugehen erlaubte – hatte Lionel keine Gelegenheit gehabt, die veränderte Bevölkerung der Stadt zu betrachten. Die Einwohner hatten nach und nach den Platz verlassen, einige heimlich, andere unter dem Schutze von Pässen, welche der General ertheilte, bis die Zurückgebliebenen zuletzt von der Armee nebst deren Zubehör in der That an Zahl übertroffen wurden. Als die Gesellschaft der ›Königs-Capelle‹ sich näherte, fanden sie die Straße voll von Militärpersonen, welche in Gruppen umherstanden und sich gedankenloser Fröhlichkeit überließen, unbekümmert um die Wunden, welche ihre leichtfertige Unterhaltung den wenigen Städtern schlug, die in einer der Feierlichkeit ihres Zweckes entsprechenden Haltung, und mit einer Miene, welche durch die Erinnerung an den Tag und dessen ernste Pflichten einen Ausdruck strenger Würde annahm, auf dem Weg zur Kirche getroffen wurden. In der That, so ganz hatte Boston jenen bezeichnenden Anstrich von Nüchternheit, welcher stets die Sorge und der Stolz des Volkes gewesen, gegen die Leichtfertigkeit einer Garnisonsstadt verloren, daß selbst die unmittelbare Umgebung der Kirche nicht vor dem ausgelassenen Scherz, der rohen Fröhlichkeit der Heiteren und Gedankenlosen schützte, und das Alles noch zu einer Stunde, wo sonst gewöhnlich über der ganzen Provinz so tiefe Ruhe herrschte, als ob die Natur in ihren gewöhnlichen Funktionen inne gehalten hätte, um sich mit dem Menschen in seiner Andacht zu vereinen. Lionel bemerkte mit tiefem Leidwesen diese Aenderung, und seinem unruhigen Blicke entging es nicht, wie seine beiden weiblichen Begleiterinnen ihre Gesichter unter den Muffen verbargen, als ob sie einen Anblick vermeiden wollten, der in Gemüthern, welche frühzeitig an die ernsten Gebräuche des Landes gewöhnt worden, noch peinlichere Rückerinnerungen hervorrufen mußte.

Als der Schlitten vor dem Gebäude anfuhr, waren alsbald ein Dutzend Hände ausgestreckt, um den Damen auf ihrem kurzen aber beschwerlichen Wege nach dem hohen Portale behülflich zu seyn. Agnes nickte kalt ihren Dank und bemerkte mit ausnehmend zweideutigem Lächeln gegen einen der Emsigsten unter den jungen Leuten:

»Wir, die wir an das Klima gewöhnt sind, finden keine Schwierigkeit dabei, auf dem Eis zu gehen, wenn es Euch Fremdlingen auch gewagt scheinen mag.« – Darauf verbeugte sie sich und ging gravitätisch in die Kirche, ohne sich ferner so weit herabzulassen, daß sie noch einen Blick zur Rechten oder Linken geworfen hätte.

Cäcilien's Weise, obwohl sanfter und weiblicher, und darum eindrucksvoller, war doch nicht weniger zurückhaltend. Wie ihre Cousine, ging sie geraden Wegs nach ihrem Stuhl, indem sie durch ein mädchenhaftes Benehmen, welches Alle, die sich nahten, fern hielt, die Versuche Derer zurückwies, welche sie einen Augenblick durch leeres Geschwätz aufhalten wollten. In Folge der raschen Bewegung ihrer Begleiterinnen waren Lionel und Polwarth unter der Menge von Offizieren, welche sich am Eingang der Kirche drängten, zurückgeblieben. Der Major schritt den Gang aufwärts, ging von Gruppe zu Gruppe und beantwortete und machte die üblichen Fragen, wie sie unter Kriegern vorkommen. Hier hatten sich drei oder vier Veteranen um eine der schwerfälligen Säulen versammelt, welche mit wenig befriedigendem Gepränge an drei Seiten des Gebäudes herumliefen; sie besprachen sich mit geziemendem Ernst über die politischen Zeichen der Zeiten oder über den kriegerischen Zustand ihrer respektiven Corps. Dort standen drei oder vier unbärtige Knaben mit allen Zeichen ihres Standes prangend, und verschlossen den wenigen Frauen, welche erschienen, unter dem Vorwand der Bewunderung des Geschlechts, den Eingang, während sie insgeheim nur den Flitter ihres eigenen Glanzes zu zeigen bemüht waren. Längs der ganzen vorderen Seite der Kirche hatten sich einzelne Trupps aufgestellt, von denen einige den einfältigen Scherzen eines bekannten Spaßmachers zuhörten, andere über das Land loszogen, in dem sie zu dienen genöthigt waren, und noch andere die Wunder wieder erzählten, die sie in entfernten Himmelsstrichen und unter Gefahren erlebt hatten, welche die äußerste Kraft der Beschreibung in Anspruch nahmen.

Unter einer solchen Versammlung war es nicht schwer, die Wenigen auszufinden, deren Ansichten höher standen und deren Betragen auch weniger ärgerlich genannt werden mochte. Mit einem dieser letzteren Herrn wurde Lionel in einem entfernten Theile der Vorhalle einige Zeit lang im Gespräch hingehalten. Zuletzt ließen sich die Töne der Orgel vernehmen und die fröhlichen Gruppen begannen sich wie Leute zu zerstreuen, welche sich plötzlich wieder besinnen, zu welchem Zwecke sie sich an so ungewöhnlichem Orte versammelt haben. Lionel's Gefährte hatte diesen verlassen und er selbst ging den Gang hinunter, der jetzt nur noch dünn besetzt war, als sein Ohr plötzlich durch eine leise Stimme begrüßt wurde, welche dicht neben ihm in einem auffallend näselnden Ton eine Art von Psalmen hersang.

»Wehe über euch Pharisäer! denn ihr liebt die obersten Sitze in den Synagogen und verlanget Grüße auf dem Markte!«

Obgleich Lionel diese Stimme seit jenem Schrei, der aus der verhängnißvollen Redoute geantwortet, nicht mehr gehört hatte, so erkannte er sie doch augenblicklich wieder. Indem er sich nach dem sonderbaren Ankläger umwandte, gewahrte er Job Pray, der aufrecht und regungslos wie eine Bildsäule in einer der Nischen an der Front des Gebäudes stand und von hier aus seine warnende Stimme wie ein zu seinen Gläubigen sprechendes Orakel vernehmen ließ.

»Bursche, wird keine Gefahr Dich Weisheit lehren!« fragte Lionel – »wie wagst Du nur, so muthwillig unserm Zorn zu trotzen?«

Doch seine Fragen blieben unbeachtet. Der junge Mensch, dessen Züge bleich und abgezehrt erschienen, als hätte er vor Kurzem eine körperliche Krankheit überstanden – dessen Auge starr und leer und dessen ganzes Aeußere schmutziger und ärmlicher als gewöhnlich war, schien vollkommen gleichgültig gegen Alles um ihn her. Ohne selbst die Richtung seines starren Blickes zu ändern, fuhr er fort:

»Wehe über euch! Denn ihr geht weder selbst hinein, noch laßt ihr Die ein, welche hinein wollen!«

»Bist Du taub, Du Narr?« fragte Lionel.

Im nächsten Augenblick war das Auge des Andern auf seinen Frager geheftet und Major Lionel fühlte einen Schauer über sich hinziehen, als er den Strahl des Bewußtseyns gewahrte, der das Gesicht des Tölpels erleuchtete, während er in denselben Unglück weissagenden Tönen fortfuhr:

»Wer zu seinem Bruder spricht, ›Racha‹, der ist der Strafe des RathsDas Synhedrium der Israeliten ist hier gemeint. Anm. d. Uebers. schuldig, wer aber sagt ›Du Narr‹, der ist des höllischen Feuers schuldig.«

Lionel stand eine Weile wie versteinert durch Job's Wesen, während dieser das schreckliche Anathema aussprach. Aber so wie dieser geheime Einfluß geschwunden war, berührte er den Burschen leicht mit seinem Stock und befahl ihm, von der Nische herabzusteigen.

»Job ist ein Prophet,« erwiederte der Andere, während er zu gleicher Zeit seiner Erklärung widersprach, indem der eigenthümliche Ausdruck vorübergehenden Verstandes sich wieder in seinem gewöhnlichen Blick der Geistesschwachheit verlor; »es ist Sünde, einen Propheten zu schlagen. Die Juden steinigten auch die Propheten und schlugen sie.«

»Thue, wie ich Dir befehle – willst Du hier bleiben, und Dich von den Soldaten schlagen lassen? Für jetzt entferne Dich; nach dem Gottesdienst komme zu mir und ich will Dich mit einem besseren Rock versehen, als Du gegenwärtig an Dir trägst.«

»Habt Ihr nie,« sprach Job weiter, »das gute Buch gelesen, wo geschrieben steht, Ihr sollt nicht sorgen für Nahrung oder Kleidung? Nab sagt, wenn Job stirbt, wird er in den Himmel kommen, denn er bekommt nichts zum Anziehen und nur wenig zu essen. Könige tragen ihre Demantkronen und goldenen Flitter und Könige kommen immer an den finstern Ort.«

Der Junge schwieg und indem er ganz in's Innere der Nische zurückkroch, fing er an mit den Fingern zu spielen, wie ein Kind, das sich an der Fähigkeit, seine eigenen Glieder zu gebrauchen, ergötzt. In demselben Augenblick wandte sich Lionel von ihm ab, da seine Aufmerksamkeit durch das Klirren von Seitengewehren und den vernehmlichen Tritt vieler Männer plötzlich erregt wurde. Ein starker Haufe von Offizieren, die zum Stab der Armee gehörten, war stehen geblieben, um das eben Vorgegangene mit anzuhören. Unter ihnen erkannte Lionel auf den ersten Blick zwei der Hauptanführer, die etwas von ihren Begleitern voraus, das sonderbare Wesen, das in der Nische niedergekauert saß, mit scharfem Blick betrachteten. Ungeachtet seiner Ueberraschung konnte Major Lincoln das finstere Stirnrunzeln des kommandirenden Generals wohl bemerken, während er selbst aus Achtung für seinen Rang sich tief vor ihm verbeugte.

»Wo ist der Bursche, der die Mächtigen der Erde zu so gänzlicher Vernichtung zu verdammen wagt?« fragte Howe – »und dazu noch seinen eigenen Souverän gleich den Uebrigen!«

»Es ist ein unglückliches Wesen, schwach an Verstand, mit welchem der Zufall mich bekannt gemacht hat,« antwortete Major Lincoln, »er weiß kaum, was er spricht und am wenigsten, in Wessen Gegenwart er gesprochen.«

»Gerade diese thörichten Meinungen, welche von dem Verständigen ersonnen und von den Unwissenden verbreitet werden, sind es, welchen wir zum großen Theil die wankende Treue der Kolonie zuschreiben dürfen,« sagte der brittische General. »Ich hoffe, Sie können die Loyalität Ihrer sonderbaren Bekanntschaft verbürgen, Major Lincoln?«

Lincoln, obwohl etwas beschämt, war eben im Begriff, zu antworten, als der Begleiter des zürnenden Generals plötzlich ausrief:

»Bei den Füßen des beflügelten Hermes, das ist ja derselbe lustige Andrews, der den fliegenden Sprung von Copp's machte, von dem ich Ihnen schon erzählt habe. Ist's nicht so, Lincoln? Ist das nicht der nämliche schreiende Philosoph, dessen Gefühle an dem Tage von Breeds so erhaben waren, daß er sich des Fliegens nicht enthalten konnte, und der dann, noch etwas glücklicher als Ikarus – sein Niedersteigen auf terra firmaDem Festlande. bewerkstelligte?«

»Ich glaube, Ihr Gedächtniß ist Ihnen getreu, Sir,« sagte Lionel, indem er das Lächeln des Andern erwiederte – »der Bursche geräth durch seine Einfalt in häufige Unannehmlichkeiten.«

Bourgoyne gab dem Arm des andern Generals, den er noch hielt, einen leisen Druck, indem er sich den Anschein lieh, als ob er das unglückliche Wesen vor ihnen als jeder ferneren Aufmerksamkeit unwürdig betrachte, zugleich aber und insgeheim in der Absicht, einer unklugen Aeußerung der Strenge von Seiten seines Seniors zuvorzukommen, dessen Geneigtheit, die Begriffe militärischer Gewalt aufs Aeußerste zu treiben, nur zu wohl bekannt war. Da er an dem finstern Blicke des Andern gewahr wurde, daß Howe noch immer zauderte, bemerkte sein flinker Gefährte:

»Der arme Schelm! Sein Verrath wurde doppelt bestraft, einmal durch einen Flug von etlichen fünfzig Fußen die Anhöhe von Copp's hinunter und dann durch den Aerger, mit dem er den glorreichen Triumph von Sr. Majestät Truppen mit ansehen mußte. – Solch einem Elenden können wir wohl Verzeihung gewähren.«

Howe wich unmerklich dem fortgesetzten Drucke des Andern und seine harten Züge erheiterten sich unter einem mürrischen Lächeln, als er im Weggehen sagte:

»Behalten Sie Ihre Bekanntschaft im Auge, Major Lincoln, denn so schlimm seine jetzige Lage erscheint, so könnte er sie noch schlimmer machen. Solche Sprache kann in einem belagerten Platze nicht geduldet werden. Das ist das Wort, glaub ich – die Rebellen heißen ihren Haufen draußen eine Belagerungsarmee, nicht so?«

»Sie sammeln sich um unsere Winterquartiere und machen Anspruch auf solche Ehre.«

»Doch muß zugegeben werden, sie hielten sich tapfer auf Breed's! Die lumpigen Schurken fochten wie rechte Männer.«

»Verzweifelt und mit einer gewissen Ueberlegung,« antwortete Bourgoyne; »aber es war ihr Loos, mit Männern zusammenzutreffen, welche besser und mit größerer Geschicklichkeit fochten – wollen wir eintreten?«

Aller Mißmuth war jetzt von der Stirn des Kommandirenden verschwunden.

»Kommen Sie, meine Herren,« sprach er, »wir säumen unnöthig; wenn wir nicht eifriger sind, kommen wir nicht mehr zeitig genug, um für unsern König, viel weniger um für uns selbst zu beten.«

Die ganze Gesellschaft ging nun weiter, als ein Geräusch in ihrem Rücken die Ankunft eines andern Offiziers von hohem Rang verkündete und der Zweite im Kommando, gleichfalls von seiner Suite umgeben, in den Säulengang eintrat. In dem Augenblick, da er erschien, verschwand der selbstzufriedene Blick aus Howe's Zügen, der mit kalter Höflichkeit seinen Gruß erwiederte und unmittelbar darauf in die Kirche trat. Der schnell besonnene Bourgoyne legte sich wieder in's Mittel, und während er gleichfalls seinen Weg fortsetzte, fand er Gelegenheit, Clinton einige wohl ersonnene Anspielungen auf die Begebenheiten eben jenes Kampfes in's Ohr zu flüstern, welcher den glühenden Haß zwischen den beiden Generalen erzeugt und Howe's Herz dem Manne entfremdet hatte, dessen Beistand er so viel verdankte. Clinton gab dem unmerklichen Einfluß der Schmeichelei Gehör und folgte dem Kommandirenden in's Gotteshaus, erfüllt von einer milden Selbstzufriedenheit, welche er wahrscheinlich als ein dem Ort und der Gelegenheit weit angemesseneres Gefühl betrachtete. Da der ganze Haufe von Zuschauern außen, bestehend aus Adjutanten, Secretären und Müssiggängern, dem Beispiele der Generale unverzüglich folgte, fand sich Lionel endlich mit dem Blödsinnigen allein.

Job war von dem Augenblick an, wo er die Nähe des englischen Generals bemerkt hatte, bis zu dem seines Verschwindens im buchstäblichen Sinne regungslos verblieben. Sein Auge war starr und leer, sein Kinn auf eine Art herabgesunken, wodurch sein Gesicht den Anschein gänzlicher Geistesabwesenheit erhielt, kurz, er zeigte die entwürdigten Züge und die Gestalt eines Menschen, dem die Seele eines vernunftbegabten Wesens nicht inne wohnt. Als aber die letzten Fußtritte der Verschwindenden unhörbar wurden, schien die Furcht, welche die schwachen Geisteskräfte des Simpels aus dem Feld geschlagen hatte, den Armen allmählig wieder zu verlassen; er erhob sein Haupt und sagte mit leiser knurrender Stimme:

»Laßt ihn nur auf den Prospect hinausgehen; das Volk wird ihn das Gesetz lehren!«

»Verkehrter, halsstarriger Simpel!« rief Lionel und zerrte ihn ohne weitere Umstände von seiner Nische herab, »willst Du bei Deinem thörichten Geschrei verharren, bis Du zur Strafe von Regiment zu Regiment gepeitscht wirst?«

»Ihr verspracht Job, daß die Grenadiere ihn nie mehr schlagen sollten, und Job versprach Euch, Eure Gänge zu thun.«

»Ja! wenn Du aber nicht zu schweigen lernst, werde ich mein Versprechen vergessen und Dich dem Zorne aller Grenadiere in der ganzen Stadt preisgeben.«

»Gut,« sagte Job, wobei sein Blick sich erheiterte, wie wenn ein Narr triumphirt; »zur Hälfte sind sie auf jeden Fall todt; Job hörte den stolzesten Mann unter ihnen brüllen, wie einen gefräßigen Löwen, ›Hurrah, die königlichen Irländer!‹ aber er sprach nie wieder, obwohl Job keine bessere Stütze als die Schulter eines Todten für seine Flinte finden konnte.«

»Elender!« rief Lionel, indem er schaudernd von ihm zurücktrat, »sind Deine Hände mit M'Fuse's Blut bespritzt!«

»Job berührte ihn nicht mit den Händen,« erwiederte der unerschrockene Simpel, – »denn er starb wie ein Hund, da wo er fiel!«

Lionel stand einen Augenblick in der äußersten Gedankenverwirrung; doch als er in Polwarth's Tritt das untrügliche Zeichen von dessen Annäherung vernahm, rief er heftig und mit halb erstickter Stimme:

»Geh', Bursche, geh' zu Mrs. Lechmere's Hause, wie ich Dir befehle, – sage – sage Meriton, er soll nach meinem Feuer sehen.«

Der Bursche machte eine Bewegung, als wollte er gehorchen, dann aber, wieder innehaltend, sah er dem Andern mit jammervoller, leidender Miene in's Gesicht und sagte:

»Seht, Job ist starr vor Kälte! Nab und Job können jetzt kein Holz bekommen; der König hält Leute, die darum kämpfen – laßt Job seine Glieder ein wenig wärmen; sein Körper ist kalt – wie der Tod!«

Tief im Innersten von der Bitte und dem hülflosen Anblick des Knaben gerührt, machte Lionel ein stummes Zeichen der Gewährung und wandte sich rasch nach seinem Freunde um. Major Lincoln bemerkte augenblicklich, ohne daß Polwarth ein Wort gesprochen hatte, daß jener einen Theil des Gesprächs zwischen ihm und Job mitangehört haben mußte. Seine Miene und Haltung verriethen hinlänglich sein Mitwissen so wie die Wirkung, welche die Nachricht bei ihm hervorbrachte. Er hatte die Augen auf den Burschen geheftet, der auf der eisigen Straße forthumpelte, und verfolgte ihn mit einem Ausdruck, welcher nicht leicht mißverstanden werden konnte.

»Hörte ich nicht den Namen des armen Dennis?« fragte er.

»Es war wieder eine von den einfältigen Prahlereien des Narren. Aber warum bist Du nicht in dem Betstuhl?«

»Der Bursche ist einer Eurer Schützlinge, Major Lincoln; aber Ihr könnt Eure Nachsicht auch zu weit treiben,« antwortete Polwarth ernsthaft; – »ich komme zu Euch aus Auftrag zweier schönen blauen Augen, welche seit einer halben Stunde Jeden, der in die Kirche trat, befragten, wo und warum Major Lincoln bis jetzt zögern konnte?«

Lionel machte eine dankende Verbeugung und zwang sich, über den Humor seines Freundes zu lachen, während beide zusammen ohne weiteren Aufschub nach Mrs. Lechmere's Stuhl hingingen.

Die peinlichen Betrachtungen, welche dieses Zusammentreffen mit Job in Lionel aufgeregt hatte, schwanden allmählich aus seiner Seele, sowie er sich dem Eindruck des feierlichen Gottesdienstes hingab. Er hörte das schwere, unterdrückte Athmen des schönen Wesens, das an seiner Seite kniete, während der Priester die Danksagung ablas, welche ihn persönlich betraf und es war kein geringer Theil irdischer Dankbarkeit, welcher sich in die Gebete des Jünglings mischte. Er erhaschte im Aufstehen einen schüchternen Blick aus Cäcilien's sanftem Auge hinter den Falten ihres Schleiers hervor, und beglückt und selig setzte er sich nieder, ganz so, wie ein feuriger Jüngling nur immer gedacht werden kann, der das Bewußtsein in sich trägt, die Liebe eines so jungen, liebenswürdigen und so reinen weiblichen Wesens zu besitzen.

Vielleicht war der Gottesdienst für Polwarth's Gefühle nicht ebenso erbaulich. Nachdem er sich mit einiger Schwierigkeit auf sein eines Bein erhoben hatte, warf er einen sehr zweideutigen Blick auf seine verstümmelte Gestalt, seufzte laut und rumorte zuletzt mit seinem hölzernen Bein dermaßen in dem Stuhl herum, daß er die Augen der ganzen Versammlung auf sich zog, als wollte er gleichsam die Ohren aller Anwesenden zu Zeugen aufrufen, daß eigentlich für ihn diese außerordentliche Danksagung dargebracht werde.

Der functionirende Priester war viel zu discret, um die Aufmerksamkeit seiner Oberen durch eine weitschweifige, unwillkommene Auseinanderlegung der christlichen Pflichten zu ermüden. Die eindrucksvolle Verkündigung seines Textes erforderte eine Minute; vier gingen mit dem Eingang hin; die Abhandlung selbst war höchst scharfsinnig in den Zeitraum von zehn weiteren zusammengedrängt und der Schluß seiner Rede war glücklich in vier und einer halben Minute abgethan, und so blieb ihm das wohlthuende Bewußtseyn, das ihm auch durch fünfzig Uhren und doppelt so viel zufriedene Gesichter bestätigt wurde – daß er nemlich seine Aufgabe noch eine halbe Minute früher, als der orthodoxe Zeitraum verlangte, vollendet habe.

Für diese Pünktlichkeit blieb er gewiß nicht ohne Belohnung. Unter andern Zeugnissen zu seinen Gunsten fand Polwarth, als er ihm zum Dank für die gütigen Bemühungen seinetwegen die Hand schüttelte, Gelegenheit zu einem lebhaften Kompliment über seine Predigt, indem er ihm zum Schluß auf's Schmeichelhafteste versicherte, daß sie neben ihren andern großen Verdiensten auch ganz zu rechter Zeit geendet habe!

 

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