Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Hermann Conradi >

Lieder eines Sünders

Hermann Conradi: Lieder eines Sünders - Kapitel 30
Quellenangabe
typepoem
booktitleLieder eines Sünders
authorHermann Conradi
year1887
publisherVerlag von Wilhelm Friedrich
addressLeipzig
titleLieder eines Sünders
pagesI-III
created20040522
sendergerd.bouillon
firstpub1887
Schließen

Navigation:

Zwischen-Motiv.

(Fasching am Rhein.)

       

In ein Wirtshaus bin ich eingekehrt,
Da hat mir Keiner den Wein verwehrt.

Haben mich Alle angenommen,
Als wär' ich zu hohem Roß gekommen.

Sind Alle zu mir herangerückt –
Haben uns in die Augen geblickt . . .

Haben eng bei einander gesessen,
Wein geschlürft und Schwarzbrod gegessen.

Es war im März und da fiel mir ein:
Es müßte doch balde Frühling sein!

Habe mich auf den Frühling gespitzt
Und alles Grübeln hinweggeblitzt!

War ein Zecher, und nahm es nicht krumm,
Ging der Schalksnarr im Saale herum . . .

Doch schließlich kriegt' ich den Unsinn dick
Und wieder heller ward mein Blick . . .

Da hab' ich die Menschlein mir angeguckt
Und hinterher weidlich ausgespuckt . . .

 << Kapitel 29  Kapitel 31 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.