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Lieder eines kosmopolitischen Nachtwächters

Franz Dingelstedt: Lieder eines kosmopolitischen Nachtwächters - Kapitel 49
Quellenangabe
typepoem
booktitleLieder eines kosmopolitischen Nachtwächters
authorFranz Dingelstedt
year1923
publisherKlinkhardt & Biermann
addressLeipzig
titleLieder eines kosmopolitischen Nachtwächters
pages1-167
created20020609
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1842
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Fünfte Stazion

I

              Wie? Dies das Meer? So friedlich und so glatt?
Nichts weiter, als die blanke Wasserfläche?
So zahm, wie ein politisch' Wochenblatt,
So hell, wie deutsche Philosophen-Bäche?

Wie anders, anders hab' ich mir's geträumt,
Daheim am Ofen, über Büchern brütend;
Ist das ein Meer, das Dämme überschäumt
Und Schiff und Fels verschlingt, gen Himmel wütend?

Fort schlich ich zur Kajütenthür hinein
Und setzte mich, wo viele And're saßen;
Wie heimisch dort! Die Männlein tranken Wein,
Indeß die Fräulein strickten, gähnten, lasen.

Ich that wie sie und griff ein Zeitungsblatt
Und käu'te, was schon Hundert wiederkäuten;
Das will, so seufzt' ich bald und hatt' es satt,
Ein deutsches Meer, ein deutsches Volk bedeuten?

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