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Lieder eines kosmopolitischen Nachtwächters

Franz Dingelstedt: Lieder eines kosmopolitischen Nachtwächters - Kapitel 34
Quellenangabe
typepoem
booktitleLieder eines kosmopolitischen Nachtwächters
authorFranz Dingelstedt
year1923
publisherKlinkhardt & Biermann
addressLeipzig
titleLieder eines kosmopolitischen Nachtwächters
pages1-167
created20020609
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1842
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V

(Für Ludwig Schwanthaler.)

        An Rumpf und Gliederu jämmerlich zerbrochen,
Gebannt in eine Form aus Sand und Lehm,
Hernach in Flammen, die fanatisch kochen,
Gegossen nach erkünsteltem System.

So liegst Du, lichtlos, starr und unbequem
In Deiner Gruft, Bavaria, viele Wochen,
Bis daß der Meister, wann es ihm genehm,
Sein »Fertig« seufzend über Dich gesprochen.

Und dann, ein Monument für das Jahrhundert,
Von außen glänzend' Erz, von innen hohl,
Stehst Du erhaben da und all-bewundert.

Nur Schad: Eins fehlt dem riesigen Symbol,
Daß König Ludwig noch den Hammer hebe
Und mit dem letzten Schlag Dir sage: Lebe!

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