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Lieder eines kosmopolitischen Nachtwächters

Franz Dingelstedt: Lieder eines kosmopolitischen Nachtwächters - Kapitel 32
Quellenangabe
typepoem
booktitleLieder eines kosmopolitischen Nachtwächters
authorFranz Dingelstedt
year1923
publisherKlinkhardt & Biermann
addressLeipzig
titleLieder eines kosmopolitischen Nachtwächters
pages1-167
created20020609
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1842
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III

            Hinaus, hinaus aus diesen kalten Steinen,
Hinweg von den verödeten Arkaden!
Es lockt der Mai auf den Kastanien-Pfaden
Zu sich zurück die bildersatten Seinen.

Wie bleich, wie welk nun jene Farben scheinen,
Zum Himmelsblau und Grün der Promenaden,
Wie stumm zu den aufjubelnden Rouladen,
Die aus den Büschen klingen, aus den Hainen!

So eben hört' ich aus den lichten Blättern,
Die ängstlich noch als königliche knistern,
Vernehmlich eines Sprossers Kehle schmettern:

Die Kunst ist fremd und todt und ohne Seele,
Kann sich die Freiheit ihr nicht treu verschwistern;
Das ist, als ob dem Mai die Stimme fehle!

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