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Lieder aus China

Hans Böhm: Lieder aus China - Kapitel 11
Quellenangabe
authorHans Böhm
titleLieder aus China
publisherGeorg D. W. Callwey
firstpub
illustratorRudolf Großmann
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170115
projectidb4ca8391
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Wang Po, † 618

Das Lusthaus des Königs von Teng

Der König von Teng hat einst dies Lusthaus gebaut,
Das hoch überm Strom auf die Sieben Inseln schaut.
Sein Gürtel erklang von edler Gesteine Tanz,
Um seinen Wagen sang der Goldglöckchen Glanz.
Glücklicher König von Teng!

Zu Ende der Steine Tanz und der Glöckchen Klang.
Des Morgens schleicht nur Nebel die Mauern entlang,
Abends näßt Regen den mürben Fenstervorhang
Im Lusthaus des Königs von Teng.

Auf spiegelnder Flut ziehn Wolken langsam, träg.
Alles flieht, nichts bleibt, die Sterne selbst gehn ihren Weg.
Wieviele Herbste sind schon an diesem Palast
Vorübergegangen? Wo ist sein Herr, sein Gast,
Der junge König von Teng?

Er hat wie wir zum Strome hinuntergeblickt,
Der ewig stumm seine tiefen Wasser schickt –
Armer König von Teng!

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