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Annette von Droste-Hülshoff: Letzte Gaben - Kapitel 39
Quellenangabe
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typepoem
authorAnnette von Droste-Hülshoff
titleLetzte Gaben
booktitleGesammelte Werke, Band II: Gedichte
year1948
publisherLiechtensteinverlag, Vaduz
editorReinhold Schneider
correctorreuters@abc.de
pages235-356
senderbelmekhira@hotmail.com
firstpub1860
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An Luise

Zum 9. April

Mit Sonnenschein und Veilchenblüte
Kommt heut dein Wiegenfest.
Wie sich der Frühling hold bemühte,
Wie er dich grüßen läßt!

Du selbst bist wie die Veilchenblüte;
Voll duft'ger Innigkeit
Ruht dir verborgen im Gemüte
Des Frühlings Seligkeit.

Die Poesie der Veilchenblüte,
Des Frühlings Weh und Lust,
Was uns in Sehnsuchtsschmerz durchglühte,
Es löst sich unbewußt

Bei Wiederkehr der Veilchenblüte,
Die keine Dornen scheut,
Die gleich wie deine Seehengüte
Das wunde Herz erfreut.

Ein Opferduft ist Veilchenblüte,
Wie längst begrabner Schmerz
Ein Freudennachhall o, behüte
Ihn wehmutsvoll, mein Herz!

Luise, liebe Veilchenblüte,
Bleib unverwelklich mir
Verarmten eine Veilchenblüte,
Mein Trost, mein Herzblatt hier!

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