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Lebensrückblick

Lou Andreas-Salomé: Lebensrückblick - Kapitel 13
Quellenangabe
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typeautobiography
authorLou Andreas-Salomé
titleLebensrückblick
publisherInsel Verlag
volumeinsel taschenbuch 54
printrun1. Auflage
editorErnst Pfeiffer
year1974
firstpub
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20090221
projectid8380ab8e
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Was am »Grundriß« fehlt

(1933)

Das Elementarische und Intime sagt von sich nicht selber aus. Mithin bleibt das Wesentliche als solches ungesagt. Verschweigt sich aber so sein Positives, dann kann es noch zum Bekenntnis werden vom Negativen her: an seinen Fehlern und Mängeln kann es sich umreißen, mit seinen leeren Stellen den Umriß bedingen.

In einer ganz persönlichen Stunde, mitten unterwegs, leitete sich, wovon ich sprechen will, mit einem Schlage ein: aus dem Zwang zu einem Mißverständnis zwischen dem Freunde meiner Jugend – Paul Rée – und mir; wie unter einen in voller Fahrt dahinziehenden intakten Wagen ein Hindernis geschleudert wird, woran er zerbricht.

Hindernisse von außen hatte es genugsam gegeben, aber sorglos und wunschlos vertrauten wir unserer Fahrt; – wo immer sie dereinst verlaufen mochte, es würde auf unserm eigensten Wege sein.

Das Mißverständnis entstand dadurch, daß ich um einen Schritt auf den Weg eines Andern trat, ohne dem Freunde um des Andern willen die ganze Wahrheit über diesen Schritt mitteilen zu dürfen.

Paul Rée, dem nichts schwerer fiel, als zu glauben, man habe ihn lieb, sah in diesem Schritt einen Beweis innerlich bereits vollzogener Trennung und zog daraus alle Konsequenzen: später sogar die des Hasses.

Er ahnte nicht, daß niemals – weder je vorher noch nachher – mir der Freund, der er war, auch nur annähernd so not tat wie zu jener Stunde. Denn der Zwang, unter dem ich den nie mehr zurückzunehmenden Schritt tat, trennte mich nicht von ihm, sondern von mir selbst.

Nur wer meinen Mann ganz und tief gekannt hat, nur wer ihn ganz und tief geliebt hat nach Wesen und Temperament, wird ahnen können, was dies Wort »Zwang« hier heißt.

Was den Zwang bewirkte, war die Gewalt des Unwiderstehlichen, der mein Mann selbst erlag. Unwiderstehlich, weil es sich nicht erst wie mit triebmäßiger Wunschgewalt vollzog, sondern sogleich als unabänderlich gegebene Tatsächlichkeit dastand. So auch seinen vollen Ausdruck nicht in Überredungen fand, sondern sich selber zum Ausdruck davon in meinem Mann gleichsam verkörperte: der gesamten leiblichen Erscheinung nach. Es wäre zwecklos, dies jemandem beschreiben zu wollen, der nicht irgendworan an meinem Mann erlebt hat, was ich an keinem andern Menschen so gekannt habe. Es wäre auch fast gleichgültig, ob man es Wirkungen von Übergroßem, Gewalttätigem vergliche, von Riesengeschöpfen ohne Hemmung, oder Wirkungen von Zartestem, ganz Hilflosem, wie ein Vögelchen es ist, das zu zertreten, in seiner vertrauenden Wirklichkeit zu verleugnen, man nicht aushielte.

Bezeichnend ist aber, daß solche schiefen und schlechten Vergleiche unwillkürlich der Kreatürlichkeit entnommen sind. Man wird sich daran des Beschränkten aller menschlichen Maßstäbe bewußt.

Zu dem Eindruck bei mir gehörte, daß er nicht beeinflußt war von meinem eigenen damaligen Gefühlszustand, der dafür willenlos gemacht hätte, etwa von erotischer Erregung der Sinne; daß er sich im Gegenteil klar davon unterschied. Denn ich verhielt mich in meiner Empfindungsweise gar nicht als Frau dazu: ich verhielt mich also in diesem Punkte ähnlich neutral wie zum Gefährten meiner Jugend auch.

Aber dort hatte dies seinen Grund gehabt in etwas, das, wenn es noch so geringfügig sich meldet, nicht umhin kann, das Gefühl auch der tiefsten Freundschaft von der Liebe abzugrenzen: weil, stärker oder schwächer, die Sinne das Leibfremde spüren. Derartiges kam in diesem Fall nicht in Frage: weder anfangs noch je im Lauf der Jahrzehnte.

Dann hätten auch andere Hemmungen wirksam sein können: jene Gehemmtheiten überhaupt, von denen so viele Frauen wissen und die nirgends deutlicher und besser qualifiziert worden sind als in den Funden der Psychoanalyse. Jedoch meiner spätern Jugend Erfahrungen widerlegen hier auch das Zutreffen solcher Einordnungen.

Wie wohl auch ein anderer gedacht haben könnte, glaubte mein Mann damals: »Mädchenvorstellungen, die mit der Zeit vergehen.« Und Zeit, das hieß: das ganze Leben – ja mehr noch: etwas, das auch den Tod ausschloß, mit dem mein Mann im lebendigen Sein einfach nicht rechnete.

Dies Heranfordern des Insgesamten des Lebens beschäftigte mich weit mehr als die erwähnte Sonderfrage, die ich von mir aus auch gar nicht beantwortete: noch erfüllte mich ja die Trauer um den entschwundenen Gefährten, den mit hineinzunehmen meinem Manne zur Bedingung gemacht worden war, vor der er schließlich, zu allem entschlossen, ebenfalls nicht zurückschreckte.

Wenn man erwägt, um wie viele Jahre erfahrener er war als ich, und um wie vieles kindisch unbefangener ich geblieben war als Altersgenossinen von mir, dann erscheint sein Glaube und seine unbeirrbare Sicherheit nahezu monströs.

Nun hatten aber wir alle beide keine genügende Kenntnis von mir selber, von meiner eigenen »Natur« – oder wie man das nennen will, was uns ohne unser Vorwissen und ohne weiteres befehligt. Was ich an noch mädchenhaften Ansichten oder an ernstlich und redlich durchgearbeiteten Auffassungen in mir hegen mochte, das entschied für mich nichts grundlegend. Ich möchte dies Schwierige am liebsten an einem Beispiel auf total anderm Gebiet schildern, das ich zudem schon in die »Erinnerungen« aufnahm: an meinen Austritt aus der Kirche. Er bedeutete keinerlei Trotzakt oder gar Wahrheitsfanatismus, und ich kämpfte gegen diesen Antrieb, der meine Eltern in Gram versetzen und Skandal hervorrufen mußte, nicht nur mit der Vernunft – ich verurteilte sogar sozusagen »moralisch« das dazu notwendige Gebaren als exaltiert erscheinend. Genau genommen entschied damals aber nicht ich, sondern ein nächtlicher Traum, in dem ich mich während des Konfirmationsaktes laut »Nein!« rufen hörte. Nicht, als hätte ich beim Erwachen daraufhin befürchtet, am Ende so zu handeln; vielmehr erfuhr ich nun erst vollständig, wie völlig unmöglich es mir sei, mir das Verlangte auch nur pro forma abzuzwingen.

Was wir für unsere Motivationen oder Beurteilungen halten, wie sehr wir uns auch um das saubere Netz ihrer Verknüpfung bemühen, das erweist sich unter Umständen als so belanglos für uns, wie zwischen ein paar Zweigen das Gespinst von Fäden des Altweibersommers, das leisester Lufthauch heranweht oder zerstreut.

Das plötzlich zu erfahren, kann das Leben verändern. Vor uns beiden richtete es sich gemeinsam und plötzlich auf, wenn auch dieser Augenblick in Schweigen verharrte. Wir haben nie das Wagnis unternommen, über ihn zueinander zu sprechen.

An einem Nachmittag hatte mein Mann sich neben mir auf das Ruhebett gestreckt, auf dem ich lag und fest schlief.

Vielleicht war es ein jäher Entschluß zu einer Überrumpelung, Eroberung, der ihn dazu verleitet. Jedenfalls wachte ich nicht sofort auf. Was mich zuerst weckte, scheint ein Ton gewesen zu sein; ein nur schwacher Laut, aber von so vehement seltsamer Tönung, daß sie in mir durchgriff wie aus Unendlichem, wie von anderm Gestirn. –

Es begleitete sich mit der Empfindung, meine Arme nicht bei mir zu haben, sondern irgendwo über mir hinweg. Dann öffneten sich mir schon die Augen: meine Arme lagen eng um einen Hals –. Meine Hände umfingen mit starkem Druck einen Hals und drosselten ihn. Der Ton war ein Röcheln gewesen.

Was ich erschaute, Blick in Blick, dicht vor mir, unvergeßlich fürs Leben, – ein Antlitz –

 

Später fiel mir oft ein, wie am Vorabend vor unserer Verlobung beinahe ein trügerischer Schein des Mörderischen auf mich hätte fallen können.

Mein Mann trug, für abendliche Heimgänge in seine damals sehr entlegene Wohnung, ein kurzes, schweres Taschenmesser bei sich. Es hatte auf dem Tisch gelegen, an dem wir uns gegenüber saßen. Mit einer ruhigen Bewegung hatte er danach gegriffen und es sich in die Brust gestoßen.

Als ich, halb von Sinnen auf die Straße stürzend, von Haus zu Haus nach dem nächsten Wundarzt auf der Suche, von eilig mit mir Gehenden über den Unfall befragt wurde, hatte ich geantwortet, jemand sei in sein Messer gefallen. Während der Arzt den auf den Boden gesunkenen Bewußtlosen untersuchte, machten ein paar Silben und seine Miene mir seinen Verdacht deutlich, wer hier das Messer gehandhabt haben mochte. Zweifelhaftes blieb ihm, er benahm sich aber in der Folge diskret und gütig.

Der Umstand, daß das der Hand entgleitende Messer die Klinge einklappte, hatte das Herz geschützt, doch gleichzeitig ein Dreieck verursacht, das die Wunde schwer heilbar machte. –

Es war nicht das einzige Mal, wo wir vor dem Tode gestanden, mit dem Leben abschlossen und unsere Angelegenheiten den Nächsten gegenüber ordneten. Zwei Menschen wurden voll der gleichen Ratlosigkeit und Verzweiflung.

Freilich: Stunden, Augenblicke, nach denen sich unser sonstiges Erleben nicht bemessen ließ. Verband uns doch so vieles an denselben Neigungen und Denkrichtungen. Gewöhnlich – so scheint mir – überschätzt man das zwar durchaus; gewiß schlägt es Brücken und bereitet Freude und Arbeitsgemeinschaft, aber ebenso oft deckt es gerade dadurch Verschiedenartigkeit, Abstand von einander, mehr wohltuend zu, als daß es einander klarer sehen ließe und um so tieferhin zusammenschlösse.

 

Meines Mannes ausgebreitete Fachgebiete entzogen sich meinem Wissen und Verstehen überdies so absolut, wie es nur sein kann; doch auch wenn ich ihm anstatt dessen benachbart hätte sein können wie irgend ein liebster seiner späteren Schüler von produktiver Befähigung, so würde dies sie nur ins Peripherische verschoben und uns getäuscht haben bis zur nächsten unaufhaltsamen Trennungsstunde. Aber helfend beteiligten sich die äußern Verhältnisse. Mein Mann hatte eine an Arbeit und Interessen reiche Stellung inne am Berliner Orientalischen Seminar. Da diese Professur vorwiegend Diplomaten oder nach Asien ausblickenden Industriellen zu gelten hatte, ließ sich allerdings nur ein Teil seines forscherischen Wissens dort unterbringen. Sein Kollege und Freund, der von dort aus, nach Aufgabe der Stellung, in den diplomatischen Dienst eintrat, der Gesandte und spätere Außenminister Rosen, bedauerte es lächelnd, daß mein Mann hier, wo man schon mit einem Trunk Milch auskomme, mit der kostbarsten Sahne zurückhalten müsse. Ganz anders aber verhielt sich dies für meinen Mann: ihm galt es, von ungeheuerm Quantum Milch die ganze Sahne zu extrahieren!, mit andern Worten: dem rein Wissenschaftlichen dasjenige beizugeben, was ins Leben stärkend zurückfließen sollte; in Völkerschafts- und Dialektstudien sollte das nie bloß forscherisch Kondensierte mit enthalten sein.

Das Glück gab ihm ein paar richtige Schüler dafür, unter anderen den ihm lebenslang anhänglichen Solf. Die Stellung selbst aber wurde ihm genau dadurch verleidet und unmöglich gemacht, daß er nur – Milch reichen durfte.

Dies alles gehörte dermaßen seiner eigensten Natur zu wie ihr Atem selber, nicht wie ein dazu hinzutretender Zwiespalt oder ein abwendbares Mißgeschick: es war jedoch darin Verhängnisvolles beschlossen. Als ob, was in ihm stärkste Initiative war, zugleich an der Vollkommenheit ihrer Ansprüche scheiterte. Als ob, was ihm lebendigstes Leben bedeutete, am Unbegrenzbaren der Einzelausführungen sich ins Unmögliche schöbe. Als ob gleichsam »absolut« und »relativ« sich so ineinandersteckten, daß sie gegenseitig ihr Resultat leugneten.

Vielleicht ist es etwas hiervon gewesen, wodurch der Ausdruck seines Wesens und Wollens in seiner Erscheinung unvermittelt zu so suggestiver Gewalt zu gelangen vermochte. Vielleicht kam etwas von dieser verborgenen Tragik in den Ausdruck, wodurch er bezwang, – gleich einer Überwältigung von Wirklichstem und von nie zu Verwirklichendem.

 

Mit großer Selbstverständlichkeit paßte ich mich deshalb von vornherein seinem Lebensverhalten an, wie es ihm für seine Ziele nötig erschien. Mir war auch recht, dazu Europa zu verlassen, als es anfangs geschienen hatte, wir sollten nach Armenisch-Persien in die Klostergegend von Etschmiadzin gehen. Auch unsere äußere Lebensweise bestimmte sich mehr und mehr nach der meines Mannes: ich wurde, wie er, ein nach Simplizität von Kleidung und Nahrung und nach radikalem Verhältnis zur Luft strebendes Wesen; trotz meiner ursprünglich nordischen Gewohnheiten wandelte ich mich mit entschiedenster Zusage darin um und beharrte lebenslang darin. Und ein Gebiet gab es, auf dem wir uns sofort fanden und das uns die gleichen Tore offen hielt: die Tierwelt. Diese Welt des Noch-nicht-Menschlichen, an der so tief ergreift, zu spüren, daß sie unser Menschliches der Grundlage nach unverschütteter aufschließt, als wir es in all unsern Komplikationen wiederfinden. Unser beider Einstellung dem einzelnen Tiergeschöpf gegenüber war ebenso gleichgerichtet, wie sie dem einzelnen Menschen gegenüber zwischen uns meistens verschieden blieb.

Im Gegensatz zur sachlichen kämpferischen Hingenommenheit meines Mannes an seine Grundziele, ermöglichte sich meine Anpassungsbereitschaft aus dem Ehrgeiz- und Zielfremden meiner Art. Ich hätte nicht mal zu benennen verstanden, was das endgültig Notwendige und Wesentliche für mich sei, aber vielleicht namentlich deshalb nicht, weil es zu seiner Durchsetzung meiner Sorge und Obacht nicht erst bedurft hätte; mir schien fast: was man auch angriffe, wenn es nur recht geschah, müsse sowieso bis in den Mittelpunkt leiten. Hinzu kam allerdings die geheime Resignation, daß – wie ich mich auch benähme – ich im letzten Wortsinn nichts mehr zu verlieren hatte. Der Unterschied zwischen meinem nunmehrigen und dem frühern Verhalten – nicht nur zu dem Gefährten meiner Jugend, sondern überhaupt zu den Gefährten einst um uns herum – war namentlich darin gelegen, daß einst die Frage, ob oder wieweit man gemeinsamen Weges wandere, eine mir gewissermaßen harmlose, geistig beantwortbare blieb, während es nun kaum noch auf sie ankam – gegenüber einem Hineingestelltsein in unlösbar Verantwortliches.

Dadurch verselbständigte sich anderseits außerordentlich alle eigene geistige Verarbeitung; die Arbeit wurde etwas für sich, eine Sache begehrten und ernstlichen Alleinseins; sie streifte auch nicht eigentlich das Leben miteinander und die Problematik, die dieses mir aufgab. Alles was man Abschleifung aneinander nennt, fand zwischen uns am allerwenigsten statt. Deshalb brachten die Jahre, zuletzt vier Jahrzehnte, keine Mischung – aber auch keinen Abzug von dem, was jedem aus sich selber erwuchs. Noch als wir längst ganz alte Leute waren, kam ich mit manchem, was mich wesentlich und täglich beschäftigte, so selten zu meinem Mann, wie wenn ich dazu erst von Japan oder Australien hätte heranreisen müssen – und kam, wenn es geschah, damit in für mich noch um vieles entferntere Weltteile, die ich wie zum allerersten Mal betrat.

Ganz verständigen kann man sich darüber begrifflich kaum, und dennoch wäre es mißverstanden, würde man daran nur die Entfernung begreifen, die sogar mit der Länge der Zeit noch zunahm. Eine kleine Szene vor meines Mannes letztem Lebensjahr könnte das erweisen. In jenem Spätherbst lag ich ungefähr sechs Wochen lang krank in der Klinik, und da ich ab vier Uhr nachmittags meiner psychoanalytischen Tätigkeit nachzugehen fortfuhr, erhielt mein Mann Erlaubnis zum Besuch schon vor drei Uhr: die ordnungsmäßig statthafte Zeit war also begrenzt. Uns so gegenüberzusitzen, war uns aber ganz neu: wir, die wir die üblichen Familienabende »beim trauten Schein der Lampe« gar nicht kannten, die wir auch auf Spaziergängen am liebsten ungestört rannten, erfuhren damit eine Situation ungewohntester Art, die uns vollkommen hinriß. Es galt, die Minuten zu täuschen, die Zeit zu strecken wie einst im Kriege das tägliche Brot, von dem man leben wollte. Wiedersehn um Wiedersehn begab sich wie zwischen nach langem und von weitem heimgekehrten Menschen; und der Vergleich kam uns selber und breitete eine feine Heiterkeit über den Reichtum dieser Stunden. Als ich endlich aufstand und nach Hause zurückkehrte, ließen die »Spitalstunden« es sich nicht mehr nehmen, verstohlen mitzutun, und nicht nur zwischen Drei und Vier.

 

Unter den Menschen der literarisch und politisch interessierten Kreise jener Zeit nach unserer Eheschließung trafen wir einen Mann, der uns beiden besonders auffiel und gefiel. Im ersten Augenblick, wie das zu gehen pflegt, überhörte ich seinen Namen, ebenso er den meinen. Als dieser nochmals zur Nennung kam, bemerkte ich, daß er meine Hände mit vermehrter Genauigkeit in Betrachtung zog, und schon wollte ich ihn fragen, worauf er da eigentlich starre, als er in schroffem Ton seinerseits eine Frage tat: »Warum tragen Sie keinen Trauring?« Lachend erzählte ich, wir hätten die Ringe zu besorgen vergessen und es nun dabei belassen. Doch sein Ton blieb derselbe, er herrschte mich geradezu an: »Das muß man aber!« Gleichzeitig erkundigte sich jemand scherzend bei ihm, wie ihm die »Sommerfrische in Plötzensee« bekommen sei, die er wegen Majestätsbeleidigung gerade erst abgesessen. Ich konnte nicht umhin, es erheiternd zu finden, daß ausgerechnet seinem Munde ein so sittenstrenger Vorwurf gegen mich entfahren sei, aber er blieb, entgegen seiner vorhergehenden anregenden Gesprächigkeit, mißgestimmt.

Später befreundeten wir uns bald, und nach einigen Wochen, bei der Heimkehr von einer zu zweien besuchten Versammlung, geschah es, daß er mir seine Liebe gestand, begleitet von den mir unfaßlichen, ihn gleichsam entschuldigen sollenden Worten: »Sie sind keine Frau: Sie sind ein Mädchen.«

Für mich überwog der Schreck über dieses unvorstellbare Wissen so sehr alles andere, daß ich nicht nur in jenem Augenblick, sondern überhaupt nicht zum Bewußtsein über meine eigene Einstellung zu diesem Manne gelangte. Es ist nicht unmöglich, daß in mir selber Gefühle ihm entgegenkamen; doch sofern dies, ob auch noch so unwissentlich, unterwegs gewesen sein sollte, würde es doch völlig abgehalten worden sein durch eine zweite, nicht geringere Schreckwirkung, ja vielleicht sogar eine stärkere, als sie der sittsamsten Ehefrau, die sich unvermutet zu verlieben beginnt, zustoßen kann. Denn wie gering wäre mir die Gebundenheit an Sakrament oder Menschensatzung erschienen im Vergleich zu dem Unlöslichen, das durch meines Mannes Sein und Wesen jede Lösung ausgeschlossen hatte.

Schnell genug wurde ich auch in diese Schrecken zurückgeschleudert, die wir schon vor unserer Verlobung, dem »Gelübde für immerdar«, durchgemacht hatten. Die Aufregungszustände meines Mannes, der nicht blind blieb und dennoch Blindheit vorzog, indem er den Andern nur niederstechen, nicht aber sprechen wollte, beherrschten allein das Situationsbild. Und hieraus wiederum ergaben sich für mich unwillkürlich andersartige Gefühlseinstellungen als verliebte zu Jenem: nämlich Zufluchtsverlangen vor Schrecken, vor denen ich machtlos war und die unsere Tage und Nächte zu qualvoll durchlittenen werden ließen. Wie der Freund mir zu helfen versuchte in den verseltnerten gemeinsamen Stunden, mit echter Freundesbereitschaft und in einer Vornehmheit der Gesinnung, die ihn meiner Erinnerung unvergeßlich macht, das bedeutete Erlösung aus fast untragbarer Einsamkeit. Aber es blieb nicht dabei stehen: in den Erregungen und Befürchtungen, denen er sich um mich überließ, steigerte sich sein eigener Zustand in Maßlosigkeiten, die an dieser wundgeriebenen Stelle mich wie eine zweite Gewaltsamkeit folterten und bedrängten.

Wie sehr er auch als Hasser meinem Mann nicht nachstand, hat sich mir dann nach mehr als zwanzig Jahren nochmals offenbart. In schwerer Sorge um politische Bedrängnisse meiner Verwandtschaft in Rußland erbat ich, in kurzem, geschlossenem Billet, von ihm Rat und Auskunft. Er erkannte meine Handschrift an seinem Namen und dem »Mitgl. d. Reichstags«. Das Billet kam zurück mit dem postalischen Vermerk: Annahme verweigert.

Das Ende war damals gewesen, daß ich meines Mannes Forderung nachgegeben hatte, den Freund nicht mehr wiederzusehn.

Aber damit leitete sich erst die eigentliche Bedeutung dieses Erlebnisses für unsere Ehe ein, indem es eine Fortsetzung der bisherigen Gebundenheit als menschenunmöglich erwies. Von einer Scheidung nach außen konnte wie bisher auch jetzt keine Rede sein, und es war wie nichts anderes charakteristisch für meines Mannes Denkungsart, daß, was ihm dies ausschloß, weder in einer Hoffnung für die Zukunft gelegen war, noch in einer Ansicht über irgendwelche irrige Maßnahmen im Vergangenen, die noch korrigierbar hätten sein können, sondern das Festgelegtsein auf ein trotz allem unumstößlich Wirkliches, Vorhandenes. So bleibt mir der Augenblick eingeprägt für immer, wo er sagte: »Ich kann nicht aufhören zu wissen, daß Du meine Frau bist.«

Nach Monaten schmerzvoller Gemeinsamkeit und dazwischen hinlaufenden Trennungen, die das Alleinsein zu zweien vermeiden halfen, war der neue Standpunkt festgelegt. Nach außen hin veränderte sich nichts: nach innen zu alles. In all den Jahren erfolgten viele Reisen.

 

Einmal, in einer herzbewegenden Stunde, hatte ich an meinen Mann die Frage gerichtet: »Darf ich Dir sagen, was mir inzwischen geschah –?«

Rasch, ohne zu zögern oder einer Sekunde Raum für einen weiteren Laut zu lassen, hatte er geantwortet: »Nein.« So wölbte sich über uns und dem, was wir miteinander teilten, ein hohes, unverbrüchliches Schweigen, aus dem wir nie herausgetreten sind.

Trotz der besondern Art meines Mannes muß doch darin etwas von der Art des Mannestums überhaupt gelegen haben, wie verschieden die jeweiligen Zusammenhänge solcher Äußerungen auch sein mögen. Jahre später lautete die Antwort eines Freundes an mich ähnlich, nachdem ich ihn aus harmlosesten Gründen längere Zeit nicht hatte sehen können: den Grund mißverstehend, erwiderte er auf meinen Vorschlag, ihm zu erklären, warum, nach einer Minute überlegenden Schweigens, entschieden: »Nein. Ich will es nicht wissen.«

Bei unserer Gewohnheit zurückhaltenden geselligen Verkehrs mochte man sich Gedanken über uns machen, die wir nicht kannten; vielleicht nahm die menschliche Welt wie sie ist an, entweder sei mein Mann mir untreu geworden, oder ich ihm? Wer konnte sich auch denken, mit welcher Inbrunst ich zu jeder Zeit meines Lebens meinem Mann, wie einen beglückenden Aufbau zu Weihnachten, eine Frau oder die liebste, beste, schönste Geliebte zugedacht hätte. Unser Schweigen zueinander würde es nur haben verdeckt gehalten, was sich ereignen könnte, aber nie hörten meine Wünsche auf, es zu begleiten.

Was mich selber betraf, so mögen die vorausgegangenen Kämpfe und Krämpfe, die allzu gewalttätig gegen eine aufsteigende Sehnsucht gestritten, gerade dazu mitgewirkt haben, daß mir dann die Liebe unter einer großen Stille und Selbstverständlichkeit begegnete.

Nicht nur ohne Trotz- oder gar Schuldgefühle, sondern so, wie Gesegnetes begegnet, durch das die Welt vollkommen wird: die Welt nicht nur für einen selbst, sondern gleichsam die Welt an sich. Wie Taten sich vollziehen, deren Vollzug gutgeheißen ist unabänderlich und weit über unser Dafürhalten hinaus, und von uns nur empfangen wird ohne unser Dazutun.

Deshalb soll man gar nicht erst zu vergleichen und zu messen versuchen zwischen der Größe und der Dauer echter Leidenschaften: ob ihr Umfang die Zeitdauer eines Lebens beträgt und er sich für immer allen praktischen Bezogenheiten eingliederte, oder ob er Wiederholungen zuließ. Man kann jenes als ein über alles Verstehen Herrlicheres empfinden und sich dabei bescheiden eigener Unzulänglichkeit bewußt werden, weil sich eben an solchem Fall alle Einzelzüge der Liebe subjektiv und objektiv sichtlicher auseinanderlegen und beurteilen lassen. Aber wir ahnen ja so wenig vom Geheimnis aller Liebe, eben infolge der Not unserer Beschränkung auf das rein Personelle – infolge unseres Begreifens nur daran entlang. Das ganze Mitspiel unserer Allzumenschlichkeit sowie unserer leidenschaftlich intendierten Ubermenschlichkeit verfängt sich in unsere Wertungen und Abschätzungen dessen, was keines Menschen Herz je dem Verstand voll unterbreitet hat.

Deshalb verbleibt dem Verstand nichts als sein Bemühen um das Dunkelste leiblicher Vollzüge, die dadurch nur der Banalisierung vogelfrei stehen. Ist es damit jedoch nicht wie mit dem Wein und Brot des Sakramentes, das wohlweislich nach des Leibes Trank und Speise greift, um zu sein?

Der Mensch unserer Liebe, gleichviel in wie gesteigertem Zustand geistiger und seelischer Ergriffenheit Beider, bleibt ein Priester im Meßgewand, der nur notdürftig zu ahnen vermag, was er zelebriert.

 

Spät, aber immerhin noch über zweieinhalb Jahrzehnte lang, fiel meinem Mann die Wirksamkeit in Göttingen zu; denn auch seine Emeritierung änderte daran nichts Wesentliches: sein Stamm von Schülern oder von ausländischen Kollegen, die bei ihm arbeiteten, verließ ihn nicht. Einmal war Berufung nach Berlin nahe, scheiterte aber daran, daß eine in Arbeit befindliche Publikation rascher hätte erledigt sein müssen, als es meinem Mann geboten erschien. Die Erwartung überhaupt, die man an publizistische wissenschaftliche Erledigungen unwillkürlich stellte, fügte dem Glück an seiner Wirksamkeit auch manche Gereiztheit hinzu, etwa verbunden mit dem natürlichen Wunsch, irgendwelche äußern Hindernisse dafür verantwortlich zu machen, wenn er Abschlüsse hinausschob; unter anderm entstand dadurch ein in seiner Intensität fast maßloser Haß gegen den Wirt einer Schenke uns gegenüber, aus der (ob auch nur schwacher) Lärm eines Grammophons bis zu uns herüberdrang. Oft und oft gedachte ich der humoristisch vorgebrachten Worte seines ältesten Freundes und Kollegen, Prof. Hoffmann in Kiel, der uns bald nach unserer Verheiratung besuchte; er hatte behauptet: »vielleicht wenn Andreas die sofortige Hinrichtung drohe, wäre von ihm eine fachliche Erledigung zu erlangen – vielleicht aber auch dann nicht: so sehr hinrichten müßte er dazu sich selbst«. Denn jeder Abschluß ist auch ein Verzicht auf ganze Vollkommenheit dessen, wovon man total und bis ins Letzte durchdrungen ist.

Ich kann nicht umhin, in diesem Sinne des Eindrucks zu gedenken, den die Haltung der Deutschen im Weltkrieg auf ihn ausübte, auch noch jenseits allen vaterländischen Feuers: des Eindrucks von gleichzeitiger Hingerissenheit und Exaktheit, von Getragensein durch begeisternde Gemütskräfte und von beispielloser Tüchtigkeit in aller Einzelausführung, die nichts gering achtete oder ausließ. In der Bewunderung dafür spitzte sich ihm sein eigenes Wesensproblem zu einer Ratlosigkeit zu, darüber, wie beides sich fördern könne, anstatt einander zu hemmen.

Das war ja aber kein überwindbarer Zwiespalt in ihm, sondern es war sein Wesen als solches, das Schauplatz und Zusammentreffen sein mußte für zwei zu weit auseinanderliegende Welten, in die er sich hineingeboren fand. Und das Allerbitterste für ihn – sofern es sich hätte ereignen können – wäre trotz all der scheinbaren Zwiespältigkeit dies gewesen, wenn er den Riß künstlich geschlossen hätte durch Opfern des einen fürs andre. Nichts gliche der Zerstörung, die mit ihm hätte vorgehen müssen, wenn er irgendwelcher Zwecke oder Erfolge halber getan hätte, als sei exakt erledigt, was in ihm noch nach zeitlos breiter Vollendung der Kombinationen schrie.

Man darf, des Mangels dieser Besonderheit völlig bewußt, auch ja nicht übersehen, daß sie ihm eine unbeschreibliche Jugend schenkte und erhielt. Was arbeitend in ihm umging, blieb irgendwie von Zukunft umwittert; nicht nur von einer zum Ablauf sowohl begnadeten wie auch verurteilten Zukunft, sondern einer aller bloßen Zeitbedeutung entnommenen. Machte ihn das bald ratlos, bald rastlos, bald erschöpft, bald sorglos untätig, so verjüngte es den innersten Ausdruck seines Seins zugleich in einer mir sonst bei kaum jemandem aufgefallenen Stärke. Noch im hohen Alter verschlug es hieran nichts, daß es ihm die Schultern beugte oder daß er erschwert hörte, – wie auch sein weißer Kopf an Ausdruck zunahm und das dunkle Auge, dem blauen Greisenring zum Trotz, zu einer erhöhten Eindringlichkeit gekommen zu sein schien, als ob zu ihrem Aufstrahlen das Dunkle allein nicht mehr gereicht hätte.

Ich entsinne mich in allen Einzelheiten seines 70. Geburtstages. Die Feier durchs Offizielle und durchs Freundschaftliche traf ihn um so weniger vorbereitet, als sein 60. und 65. Geburtstag in den Wirren der Zeit sich nicht ähnlich herauszuheben vermochten. Eigentlich entriß es den erst gegen Morgen zur Ruhe Gehenden dem Bett: aber mit welcher innern Gegenwärtigkeit stand er dann unter allen. In spontaner Gegenrede auf Glückwünsche, auf ungeschminkte Verehrung – und auch leise erinnernde Mahnung der damaligen Magnifizenz der Universität, er habe noch zu geben, was nur er zu geben imstande sei, – auf all das entwickelte sich ihm voll Feuer und Überzeugung ein Bild von dem, was Wissenschaft überhaupt noch zu leisten habe; er sah für künftige Jahrzehnte eine beginnende Zusammenarbeit der philologischen Disziplinen nach dem Beispiel der naturkundlichen voraus, und man nahm förmlich wahr, wie er persönlich noch – gewährleistend – dies als eine Tatsache miterlebte, der die Zeitläufte einfach gehorchten. Hier und da lächelte einer andeutungsweise, andern kam das Wasser in die Augen –. Aber so wenig wie er selber dachte gewißlich noch jemand daran, daß Erwartungen, die man an ihn geknüpft, unerfüllt geblieben seien – ja vielleicht in einem hohen Sinne unerfüllbar seien.

 

Seine innern Tatsachen waren immer wach in mir, aber nie bildeten sie ein Gesprächsthema zwischen uns. Zweimal, glaub ich, zwischen vielen Jahren, wurde es überhaupt gestreift. Diese Art, dem andern nicht en face zu stehen, ja gewissermaßen abgekehrt, blieb uns eigen; wie denn auch im übrigen Änderungen und Entwicklungen in unserm Verhalten zueinander nicht stattfanden: es behielt seine simple und unwandelbare Grundlage. Hinzu kam, daß meine Tätigkeit insofern eine schweigsame war, als, was mich am Miterleben anderer und an ihrer Behandlung ergriff, sich nicht zum Wiedersagen eignete, und als außerdem starke Ablenkungen meinem Mann leicht Schaden brachten. Die vollkommene Freiheit, worin so jeder zum Seinen stand, war aber jedem von uns als – ebenfalls – Gemeinsamkeit bewußt, der man inne blieb; man könnte vielleicht sagen: eine einfache Ehrerbietung gegeneinander, in die wir gemündet, fühlte sich dabei doch wie Besitz und Sicherheit an. Denn für Eins bewahrte mein Mann auch im vollsten Beschäftigtsein eine wunderbare Witterung: ob und wieweit der andere ruhig und freudig seinen Weg ging. Ein Beleg dafür prägte sich mir tief ein. Ausnahmsweise hatte ich etwas Erzählendes niederzuschreiben begonnen – inkonsequenterweise, da ich seit dem Beginn meiner psychoanalytischen Tätigkeit mit dieser bisherigen Gewohnheit vollkommen abgeschlossen hatte –, und das Zuviel beider Arten von Konzentration machte mich ganz in Arbeit versinken; hinterher rief ich, in Gewissensbissen, lachend aus: all die Zeit sei ich gewiß ganz unbrauchbar und unausstehlich gewesen! Und da antwortete mein Mann darauf mit einem durchleuchteten Gesicht, das sich gar nicht wieder vergessen läßt, fast im Jubelton: »Du bist so glücklich gewesen!«

In der Mitfreude daran lebte mehr als nur Güte, wie stark diese auch daraus sprechen mag. Die Fähigkeit zum Sichmitfreuen, dieser hervorstechendste Zug seiner Menschlichkeit, bedeutete ihm stets ein Erfassen des Andern als seinesgleichen: ein Erfassen des in Beiden gleichen wesentlichsten Urgrundes. Von daher der mächtige, überzeugende Ausdruck, den er gewann: der einer Wirklichkeit, die er dabei erschaute. Und noch heute, unerachtet der Tatsache des Todes, den er nie beachtete, mit dem er sich nichts zu schaffen machte, findet dieser Ausdruck in mir seine Fortsetzung: jedesmal, wo ich in mir selber am tiefsten komme, begegne ich gleichsam dieser Mitfreude. Würde er nicht vielleicht dazu gesagt haben: – weil er, allem zum Trotz, damals dennoch mit uns Beiden recht gehabt?

Kam das mich Überwältigende jenes seines Ausdruckes damals von daher, daß es aus einer letzten Wahrheit kam? Ich weiß es nicht. Vergib, vergib: ich weiß es nicht. Aber in den Augenblicken solchen Frohseins war mir, als wüßten sie es für mich.

So erfuhr ich mein Gedenken an Dich nicht wie an ein Vergangenes, sondern wie ein zugleich Entgegengehendes. Es war nicht eine Totenfeier, es ward eine Lebens-Erfahrung.

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