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Lebenserinnerungen

Helene Lange: Lebenserinnerungen - Kapitel 9
Quellenangabe
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typebiography
authorHelene Lange
titleLebenserinnerungen
publisherF. A. Herbig G. m. b. H.
printrun8. und 9. Tausend
year1925
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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Erdnähe

Nach kurzer Einkehr im großväterlichen Hause verbrachte ich den Sommer des Jahres 1865 in Schwarzenhütten bei meiner Tante Sophie Tiedemann.

Ich war schon 1863 zu einem kurzen Ferienaufenthalt mit meinem Bruder Otto dagewesen. Eine glückselige Kinderreise, von Stubben aus, bis wohin mein Vater uns gebracht hatte, nur unter meines Bruders »Schutz«. Daß ich in Bremervörde, wo wir übernachten mußten, leider bei Bekannten angemeldet war und er allein ins Gasthaus gehen durfte, war mir sehr schmerzlich, aber der nächste Morgen sah uns dann beide um sechs Uhr schon im Postwagen, wo er mir sichtlich gehoben alles erzählte, was er von Abend bis Morgen mit Wirt, Gästen, Kellner und Hausknecht erlebt hatte. Mit einem ungeheuren Packen Johannis- und Stachelbeeren versorgt – die gute Seite der Bekanntschaft –, brachten wir dann die Zeit nützlich und friedlich im alleinigen Besitz des Postwagens zu. Es war so hübsch, unter dem lustigen Geschmetter des Posthorns mit: »Denkst du daran, mein tapfrer Lagienka« oder »Schier dreißig Jahre bist du alt« in plötzlich verstärktem Tempo in ein fremdes Dorf einzufahren und den Kopf am offenen Fenster zu zeigen in dem sicheren Gefühl, den ungeheuren Neid aller Dorfbewohner zu erregen, von denen in der Tat keiner die Kutsche ohne Beachtung vorbeifahren ließ. Den Auftrag meines Vaters, gut für mich zu sorgen, führte mein Bruder gewissenhaft aus, indem er bei jedem Wirtshaus, vor dem wir anhielten, fragte, ob ich auch Hunger oder Durst hätte; kaum je vergebens, war doch schon das Bestellen eine unbeschreibliche Genugtuung!

Das Idyll hatte ein Ende, als ein Verdener Gymnasiast zu uns einstieg. Er spielte sich gewaltig auf, renommierte mit Schulstreichen, ließ auf der nächsten Station Brauselimonade auffahren – damals etwas ganz Neues – und zog endlich noch die Zigarrentasche, um meinem Bruder eine Zigarre aufzunötigen. Ich wußte, daß da nicht seine Stärke lag: unsere Übungen auf diesem Gebiet hatten sich zwar so ziemlich auf das Rauchen von trockenen Kirschbaumblättern aus unseren Seifenblasenpfeifen im Schutz des Gartenhauses beschränkt, waren aber um so aufschlußreicher geworden ... So war ich froh, als uns in Warstade der Wagen meiner Tante aufnahm.

Schwarzenhütten ist eine kleine Hofstelle mit Ziegelei an der Oste, die für den Fremden nichts Besonderes bietet. Für uns Kinder war es das Paradies. Ein niedriges, strohgedecktes Haus auf einer Werft, Pferde, Kühe, Hunde, der Fluß mit der Fähre dicht vor dem Hause, Schifferkähne, die Steine luden, der Deich, auf dem man stundenweit an der Oste entlang gehen konnte, die Jolle, mit der man im Schilf lag, um den oben Vorübergehenden durch ein Blasrohr Erbsen an die Beine zu schießen, oder mit der man bei aufsteigender Flut nach Osten fuhr, um mit der Ebbe wieder herunterzukommen, der unbegrenzte Horizont, das ganze ländliche Treiben – das war von Morgen bis Abend ein Erlebnis, das man gar nicht ausschöpfen zu können meinte und auch tatsächlich in den kurzen Ferienwochen nur in Umrissen kennen lernte.

Äußerlich stand ich zu dem allen noch ebenso, als ich zwei Jahre später wieder in Schwarzenhütten eintraf, aber man nahm die Dinge bewußter auf und sah bei größerer Bewegungsfreiheit auch tiefer in ihre Zusammenhänge hinein.

Ein größerer Gegensatz als das Leben in Eningen und Schwarzenhütten ließ sich nicht wohl denken. Dort alles innerlichste geistige Kultur, hier Erdschollengeruch und Wirklichkeitsdasein. Auch hier aber erschließt sich erst der Rückschau die Bedeutung, die dieser Sommer, wo man mit festen, markigen Knochen auf der wohlgegründeten dauernden Erde stand, für meine Entwicklung gehabt hat.

Unser eigentlicher »Umgang« waren andere Hofbesitzer der Umgegend, Pastor und Arzt in Lamstedt, einige Bekannte und Vertreter der Behörde in Osten. Aber sie waren Feiertagsgäste. Was sich den ganzen Tag um einen herum abspielte, war zunächst das Alltagsleben des Hauses, tüchtige Arbeit, bei der man selbst gehörig mit zugriff. Da war die Milchwirtschaft, die Besorgung der großen Leuteküche, ihre Mittagsmahlzeit, bei der Speck und »Klütjen« oder dicke Pfannkuchen, die Abendmahlzeiten, bei denen eine Riesenpfanne mit Bratkartoffeln und saure Milch die Hauptbestandteile bildeten. Da war der kleine, aber sorgfältig gepflegte landwirtschaftliche Betrieb, da war die Besorgung der Fähre, der Steinewer und der damit zusammenhängenden Gastwirtschaft; auch noch der winzig kleine Kramladen, aus dem die Schiffer oder gelegentlich die Arbeiter den nötigen Bedarf an Kolonialwaren decken konnten. So war denn das, was sich dauernd um einen herum abspielte, das Leben der Arbeiter, der Schiffer, der Knechte und Mägde, der Tiere; was tagtäglich aus der Welt draußen zu einem drang, war der oft wiederholte Ruf: »Hoal öwer!« von jenseits der Oste, der Tritt des Briefträgers, der einmal am Tage kam, die Ankunft eines Ewers und der Eintritt eines Gastes in die Schenkstube gleich rechts im Flur des Hauses; sie war in erster Linie für die Schiffer eingerichtet, von deren Kundschaft die Aufrechterhaltung des Ziegeleibetriebes abhing.

Für mich lag in dem so klaren Ineinander aller dieser Betriebe etwas ungemein Anziehendes, zumal auf meiner Kusine Mathilde, mit der ich in engster Kameradschaft zusammenhielt, eigentlich die ganze Wirtschaft ruhte. Mein Onkel war tot, und der älteste Sohn, für den Betrieb in keiner Weise geeignet, war Kaufmann geworden. Meine Tante hatte reichlich mit der Führung des eigentlichen Hauswesens zu tun, auch beanspruchten sie noch zwei jüngere Töchter. So war meine Kusine eigentlich der Mann im Hause. Mit gutem natürlichen Verstand und praktischen Fähigkeiten ausgerüstet, wußte sie sich trotz ihrer Jugend – sie war nur vier Jahre älter als ich – selbst bei Knechten und Arbeitern unbedingten Respekt zu verschaffen. Was sie anordnete, verstand sie und griff auch selbst kräftig mit zu. Ich begleitete sie getreulich auf allen Wegen, ging mit aufs Feld, um nach dem Stand der Arbeiten zu sehen, und verfolgte mit besonderem Interesse den Ziegeleibetrieb. Die Steine wurden aus zwei Drittel »Dwog« (Lehm) und einem Drittel Schlamm gefertigt. Dieser Zusatz gab ihnen zwar eine hellere Farbe, die bei den Käufern nicht so beliebt war wie das eigentliche Ziegelrot, aber da das Lehmlager nicht sehr ergiebig war, mußte man auf diese Weise strecken. Da gingen denn die Sturzkarren bei Ebbe zur Oste herunter, um den fetten Schlamm zu laden, der zum Teil mit dem Dwog zusammen vermahlen wurde – das arme, stets rundum gehende Pferd tat mir immer so leid –, zum Teil die leer gewordenen Lehmlager wieder auffüllen mußte. Das gab zunächst Weideland, später, wenn nochmals aufgefahren war, guten Weizenboden. Ums Leben gern hörte ich dann den Verhandlungen zu, die meine Tante oder Kusine mit den sehr zähen Schiffern über den Preis der Steine führte. 13 bis 16 Mark – es wurde in Hamburger Währung verhandelt – war ein guter Mittelpreis für 1000 Steine. Mußte für 13 bis 14 oder gar – was auch einmal vorkam – für 11 bis 12 Mark verkauft werden, so waren wir alle niedergeschlagen; bei 18 bis 20 Mark ging die Stimmung merklich hoch. War abgeschlossen, so ging das Einkarren los, das von den Zieglern besorgt wurde, denn die Preise galten für frei Schiff; die 30 000 bis 32 000 Steine, die solch ein Ewer faßte, waren meistens in einem Tage verladen. Hatte der Schiffer gute Leute, so schenkte er sich wohl die Aufsicht und blieb in der Schenkstube sitzen, zumal wenn mehrere Ewer zugleich vor Anker lagen. Für gewöhnlich drehte sich die Unterhaltung um die Geschäftslage oder sonst Naheliegendes; manchmal wurde aber auch politisiert oder ein abstraktes Thema besprochen. Einer der Schiffer, der oft kam, gehörte zu den »Stillen im Lande«; er sprach gern und mit einem gewissen pastoralen Ton über religiöse Fragen und kirchliche Angelegenheiten, wobei er dann wohl ins Hochdeutsche fiel, während die Unterhaltung für gewöhnlich natürlich plattdeutsch geführt wurde. Einmal hörte ich einer sehr ernsthaft geführten Diskussion über Gott und die Unsterblichkeit zu; das Platt paßte gut zu den Argumenten des gesunden Menschenverstandes, mit denen sie natürlich nur geführt werden konnte. Sie gingen zum Teil, aus eigenem Nachdenken gewonnen, tiefer als philosophische Gemeinplätze. Ein Bedürfnis, bei diesen Unterhaltungen mitzutun, empfand ich nicht, dazu war mir der Boden zu fremd, aber ich hörte leidenschaftlich gern zu, und es machte mir nichts aus, um meine Anwesenheit zu legitimieren, gelegentlich einen »lütjen Kloaren« einzuschenken oder eine Flasche Lagerbier heraufzuholen; so wenig wie es mir ausmachte, dem Ruf »Hoal öwer« zu folgen, wenn der Fährknecht gerade nicht anwesend war. Den Fünfpfenniger, der mir arglos dafür in die Hand gedrückt wurde, lieferte ich mit besonderem Stolz ab. Stolz war ich auch darauf, daß ich bald gelernt hatte, das schwere Fährboot gegen Flut oder Ebbe richtig an den Anleger jenseits zu bringen; bei den ersten Versuchen hatte mich die Strömung wegen ungenügender Berechnung der Diagonale weit abgetrieben.

Meine Tante, die die Güte selbst war, ließ uns ziemlich unbegrenzte Freiheit, wenn nur das Nötige ordentlich getan wurde. So lagen wir denn viel auf dem Wasser – ich gelegentlich auch einmal darin. Daraus machte man nichts Besonderes, nur durfte es im Hause nicht gemerkt werden, und der Ausruf meiner jüngeren Kusine: »O Mutter, de hebbt sick boad't«, als wir beide triefend ins Haus kamen, die eine vom Drinliegen, die andere vom Herausziehen, wäre daher bald verhängnisvoll geworden. Aber der Schwur meiner Tante, wir dürften nie wieder auf die Oste, wurde nur zwei Tage lang gehalten; dann war der »Stuten« ausgegangen, und unser Erbieten, von Osten frische »Rundstücke« zu holen, wurde die Brücke zum Kompromiß. Wir beide genossen es auch – wohl einzig von allen Hausbewohnern –, als einmal ein bei Springflut einsetzender Nordweststurm die Wasser auf das Land hinaufpeitschte, so daß sie uns zwei Tage lang auf unserer Werft wie auf einer Infel gefangen hielten.

Sonntags wurde in der Regel angespannt und man fuhr nach dem »Dobrok« oder nach dem »Himmelreich am deutschen Olymp« – mit diesem Namen hatte der Wirt, der sich »Naturdichter« nannte, seinen Beruf zu beglaubigen gesucht. Da gab es guten Kaffee mit Bergen von Streuselkuchen und oft auch recht gute Militärmusik. Meine Kusine fuhr selbst, wenn sie mir nicht einmal unter ihrer Oberleitung die Zügel überließ, natürlich ein Gipfel des Glücks. Eine Zeitlang hatten diese Fahrten einen besonderen Reiz; wir waren Beschützer einer jungen Liebe zwischen einem Gretchen und einem Ferdinand geworden, beide blutjunge, hübsche Menschen, die ein griesgrämiger Alter nicht zusammenkommen lassen wollte, weil »er« nichts hatte. Da gingen wir denn so ganz harmlos mit ihr in den Wald hinein, bis irgendwo sein grüner Jägerhut auftauchte: dann beschäftigten wir uns eifrig mit Blumen- oder Heidelbeersuchen, bis das Gretchen sich wieder zu uns fand. Es ist kein »Gretchen« aus ihr geworden, sondern eine glückliche Frau, aber, wie das denn so zu gehen pflegt, mit einem andern.

Unsere größte Freude aber war es, wenn die Pferde einmal frei waren, sie als Reitpferde zu benutzen und weit hinein in die Heide zu reiten. Die ganze unsagbare Poesie dieser Ritte wird mir immer wieder lebendig, wenn ich Stormsche Erzählungen lese. Wir kannten Weg und Steg und die Menschen weit und breit. Zu Mittag fielen wir in irgendeinen Hof ein; immer war man willkommen zu dem, was der Tag gerade bot. War die Essenszeit schon vorbei, so wurden ein paar Riesenschnitten Schinken heruntergesäbelt und Eier dazu in die Pfanne geschlagen; seinen Nachtisch holte man sich mit Vorliebe selbst oben im Kirschbaum.

Einer dieser Ritte hatte seinen besonderen Zweck: er führte uns zu einem Ball nach Lamstedt. Den Ballstaat hatte irgendeine Fahrgelegenheit schon vorher in das Haus der uns befreundeten Arztfamilie befördert. Unsere Pferde wurden irgendwo eingestellt, das Umziehen besorgt und dann das Tanzen mit der Ausdauer betrieben, die man nur auf dem Lande oder in der Kleinstadt kennt. Man verdiente sich sein Vergnügen nicht leicht, trotzdem der Fußboden des Tanzsaales mit »Glitschpulver« reichlich bestreut war; aber man arbeitete sich ehrlich durch bis gegen sechs Uhr morgens; dann wurde nach dem »Jammerkaffee« der Ritt heimwärts angetreten. Mit etwas gesunkenen Lebensgeistern, aber doch herzlich befriedigt; blasiert war man nicht. Und der Morgenwind blies bald alle Müdigkeit fort; man war jung und die Erde war jung, und die Zukunft lag golden vor einem wie der Schein der Morgensonne über der Heide.

Erdnähe, Berührung mit dem Urgrund überall. Auch in einem seltsamen mystischen Zug, der gut zu dem alten Hause, zu Sumpf und Heide, den Urgewalten von Ebbe und Flut und dem weit sich dehnenden Horizont paßte. Tante Sophie war ein »Spökenkieker«, sie hatte das zweite Gesicht. Die Tatsache war unwiderleglich und wurde an Ort und Stelle kaum als etwas Irrationales empfunden. Meinem naturwissenschaftlich geschulten Tatsachensinn wollte nicht eingehen, was ich doch selbst erlebt hatte. Unsere Benachrichtigung über den so unerwartet erfolgten Tod meines Vaters hatte sich mit einer Anfrage meiner Kusine gekreuzt; ihre Mutter hatte in der Stunde seines Todes plötzlich vor sich hin gesagt: »O Carl, noch so jung« und dann aufs bestimmteste versichert, er sei soeben gestorben. Als mir später die Lektüre Schopenhauers ermöglichte, diese seltsame Durchbrechung der Kausalzusammenhänge metaphysisch einzugliedern, war ich ordentlich erleichtert. Die Gesichte waren selten und tauchten immer aus dem völlig Unbewußten auf. Was niemand erwarten und ahnen konnte, stand plötzlich wie leiblich vor ihr. Womit ihre Gedanken sich beschäftigten, löste nie solche Erscheinungen aus. Sie wußte so wenig wie wir, ob ein Kranker, um den wir sorgten, sterben mußte. Nur Unerwartetes, das in ihr Leben eingriff, gestaltete sich so, von ihr ohne jede Regung von Grauen oder Abwehrenwollen hingenommen.

Das alles paßte, wie gesagt, zu dem alten Hause, das bei Nacht oft so seltsam stöhnte, in das die schwer deutbaren Geräusche von der Oste und den dort verankerten Ewern herüberdrangen. Besonders in den Saal – in Holstein Pesel genannt – mit dem daranstoßenden Schlafzimmer, der das Haus nach hinten abschloß, in dem die Familienfeste gefeiert wurden, die Trauungen und Taufen stattfanden und die Leichen aufgebahrt standen. Hier waren wir abends nicht gern allein, und in dem Schlafzimmer wollten die Gäste des Hauses – robuste Männer, die gesund schnarchten, ausgenommen – auf die Dauer nicht gern bleiben. War mal eine Näherin auf längere Zeit genommen, so bat sie sicher nach der ersten oder zweiten Nacht um eine andere Schlafgelegenheit, da es im Saal »umgehe«. Auch meine Kusine und ich zogen es nach einigen heldenhaft dort zugebrachten Nächten vor, das schöne, helle Schlafzimmer, in dem unsere Phantasie uns wachhielt, mit einem winzigen dunklen Kämmerchen zu vertauschen, das Menschennähe und Wirklichkeit atmete, und in das sicher bei der Knappheit der drei Dimensionen die vierte nicht hineinragen konnte.

Zum Lesen kam man nicht viel, wenn man auch natürlich schluckte, was da war, die Klassiker vor allen Dingen. Zum Grübeln auch nicht; es paßte nicht dahin. Der Schwerpunkt lag eben nicht auf dem Geistigen, und doch nahm man unbewußt geistige Bindemittel auf, die festhielten, was an Bausteinen lose zusammengetragen war, die besonders der späteren Berufsbildung, so wenig sie hier direkt gefördert wurde, einen festen Untergrund an Wirklichkeitssinn und Fühlung mit dem praktischen Leben schaffen halfen.

Das war der geistige Ertrag von Schwarzenhütten. Menschlich schloß es feste Bindungen, die durch ein ganzes Menschenleben ausgehalten haben.

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