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Leben und Schicksale des Nicolaus Nickleby und seiner Familie. I. Band

Charles Dickens: Leben und Schicksale des Nicolaus Nickleby und seiner Familie. I. Band - Kapitel 15
Quellenangabe
typefiction
authorCharles Dickens
titleLeben und Schicksale des Nicolaus Nickleby und seiner Familie. I. Band
publisherGutenberg-Verlag
seriesDickens Werke
editorDr. Paul Th. Hoffmann
year1926
firstpub1855
translatorCarl Kolb
correctorhille@abc.de
secondcorrectorreuters@abc.de
modyfied20140612
senderwww.gaga.net
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15. Kapitel

Was die Veranlassung der im vorigen Kapitel beschriebenen Unterbrechung war.

In größter Hast klomm Newman Noggs die Stiegen empor, das dampfende Punschglas in der Hand, das er so unzeremoniell von Mr. Kenwigs' Tisch genommen und dem Herrn Wassersteuereinnehmer sozusagen vor der Nase weggeschnappt hatte. Er trug seine Beute geradenwegs in sein Dachstübchen und fand dort mit wunden Füßen und beinahe schuhlos, naß, kotbespritzt und abgemattet Nikolas Nickleby und Smike nebeneinander sitzen.

Newmans erstes war, Nikolas mit sanfter Gewalt zu nötigen, die Hälfte des fast kochenden Punsches auf einmal hinunterzuschlucken, und sein zweites, den Rest in Smikes Kehle zu gießen, der, mit andern Stimulantien als Schwefelsirup unbekannt, durch die seltsamsten Gebärden seine Überraschung und Freude darüber an den Tag legte, daß der Trank so wärmend und behaglich hinunterglitt.

»Sie sind ja durch und durch naß!« sagte Newman und befühlte den Rock, den Nikolas abgelegt, »und ich – ich – kann Ihnen keinen anderen anbieten«, fügte er mit einem trübseligen Blick auf die abgeschabten Kleider, die er selbst trug, hinzu.

»Ich habe trockene Sachen in meinem Felleisen«, beruhigte ihn Nikolas. »Wenn Sie aber eine so betrübte Miene zu meinem Besuch machen, so werden Sie den Schmerz, den ich bereits fühle, für eine Nacht bei Ihren spärlichen Mitteln bei Ihnen Beistand und Obdach suchen zu müssen, nur noch erhöhen.«

Newmans betrübte Mienen heiterten sich jedoch nicht eher auf, als bis ihn Nikolas bei der Hand faßte und ihm versicherte, welch großer Trost ihm sein Brief in den trüben Tagen in Yorkshire gewesen.

Nikolas hatte mit seinem ursprünglichen Geldvorrat so gut hausgehalten, daß ihm sogar noch etwas davon übriggeblieben war, und so stand bald ein Nachtessen aus Brot, Käse und einem Stück kalten Rindfleischs aus einer benachbarten Garküche bestehend, auf dem Tisch. Dann zog Mr. Noggs seinen einzigen Rock aus und ruhte nicht eher, als bis sich Smike darein gehüllt hatte.

»Nun, vor allem, was machen meine Mutter und Schwester?« fragte Nikolas, nachdem er sich, ebenso wie Smike, gelabt und an das Feuer gesetzt hatte.

»Wohl«, antwortete Newman mit seiner gewohnten Kürze. »Beide wohl.«

»Wohnen sie noch in der City?«

»Ja.«

»Und meine Schwester? Ist sie noch immer in dem Geschäft, von dem sie mir schrieb, sie glaube, daß es ihr dort gut gefallen würde?«

Newman riß die Augen noch etwas weiter auf als gewöhnlich und antwortete nur durch eine Art Japsen, das ebensogut als »Ja« wie als »Nein« gedeutet werden konnte. Im gegenwärtigen Fall bestand die begleitende Geste in einem Nicken, und Nikolas nahm die Antwort daher für eine günstige.

»Bitte, antworten Sie mir jetzt ohne Umschweife«, begann Nikolas wieder nach einer Pause und legte Newman die Hand auf die Schulter. »Was hat mein Onkel aus Yorkshire gehört?«

Newman öffnete und schloß den Mund mehrere Male, brachte jedoch keine Silbe hervor.

»Was hat er gehört?« drängte Nikolas erregt. »Sie sehen, daß ich vorbereitet bin, auch das Schlimmste zu hören, was Bosheit aushecken kann.«

»Morgen früh«, stotterte Newman, »morgen früh sollen Sie alles erfahren.«

»Aber warum erst morgen, warum nicht gleich jetzt?« drängte Nikolas.

»Sie werden besser schlafen.«

»Nein, ich werde nur um so schlechter schlafen«, sagte Nikolas ungeduldig. »Ich werde die ganze Nacht kein Auge schließen können, wenn Sie mir nicht alles sagen, und zwar gleich jetzt.«

»Alles sagen?« wiederholte Newman stockend.

»Ja alles. Ich komme dann vielleicht in Wallung, oder mein Stolz wird verletzt. Aber so oder so, stünde mir eine Szene wie die erlebte abermals bevor, ich würde doch um kein Haar anders handeln, was auch für Folgen daraus entstehen möchten. Auch werde ich nie bereuen, was ich getan habe, nie, und wenn ich deshalb betteln oder Hungers sterben müßte.«

»Mein lieber junger Herr, man darf sich nicht so gehenlassen!« rief Noggs. »So etwas tut nicht gut. Man kommt auch nicht fort in der Welt, wenn man sich eines jeden Mißhandelten annimmt, aber – zum Henker, ich freue mich, daß Sie es doch getan haben. Ich würde auch nicht anders gehandelt haben«, brach Newman los und schlug mit der Faust auf den Tisch. Dann holte er widerstrebend ein offenbar in großer Eile bekritzeltes Stück Papier aus einer alten Truhe hervor. »Vorgestern bekam Ihr Onkel diesen Brief. Ich habe in der Geschwindigkeit eine Abschrift davon genommen. Soll ich ihn Ihnen vorlesen?«

»Wenn ich bitten darf.«

»Also:

Dotheboys Hall, Donnerstag Morgens.

Sir!

Mein Baba trägt mir auf, Ihnen zu schreiben. Die Ertzte halten es für zweiwelhaft, ob er je wieder zum Gebrauch seiner Beine kommen wird, was ihm verhintert, die Feder zu haalden.

Mir sin in einem Seelenzustande, wo außer aller Beschreibung ist, und mein Baba ist am ganzen Leibe nur eine Beile, bald blau, bald grün. Auch sind zwei Benke mit seinem Blude bepflegt. Wir sahen uns genetigt, ihn in die Kiche hinunterzubringen, wo er jetzt ligt, Sie werden hieraus selber urteilen, daß er sehr heruntergekommen ist.

Nachdem Ihr Nöffe, den Sie als Leerer regomandierten, meinem Baba dieß angetan und mit blosen Füsen auf seinem Leibe herumgetrampelt hat und auch geschimpft hat, mit was ich meine Feder nicht beschmutzen mag, grif er mama auf eine firchterliche Weise an, schleuterte sie zu Boden und schlug ihr den Kamm mehehere Zoll tief in den Kopff. Ein klein wenig weider und es wäre in den Schedel gegangen, mir haben ein medizinisches Zerdifikat, das, wenn dieß geschehen wäre, der Schildkrot das Gehirn verletzt haben würde. Dann wurden ich und mein Bruder die Opfer seiner Wut, und mir ham seitdem sehr viele schmerzen ausgestanden, was uns zu der peinlichen Vermutung leitet, daß wir irgendwo innerlich schaden genommen haben, besonders da euserlich keine Spuren der Gewaldsamkeit sichtbar sind. Ich muß die ganze Zeit iewer, das ich schreibe, immer laud aufschreien, und auch mein Bruder, was meine Aufmergsamkeit zerstreut, und ich hoffe, meine schlechte Schrift entschuldigen wirt. Als das Ungeheuer seinen Blutdurst gesettigt hatte, ging er durch und nahm einen Menschen von ganz geferlichen Krakter, denn er zu einem Röböllen verkleidet hatte, wie auch einen der Mama gehörnten Granatring mit und da ihn die Konstabler nicht einfangen konnten, so glauben wir, daß er auf einem Wagen fortgefahren ist. Baba bittet, man möchte den Ring zurückschicken, wenn er zu Ihnen kommt, aber daß sie den Dieb und Maichelmörder laufen lassen, da er, wenn man ihn vor Gericht stellt, nur deportiert würde und er, wenn man ihn laufen läßt, über kurz oder lang sowieso gehengt wird, was uns die Mihe erspart und zu viel greserer Freude gereichen muß. In der Hoffnun, etwas zu heren, wenn es ihnen ansteht, verbleibe ich

Ihre etzetera
Fanny Squeers

P.S. Ich bemitleite seine Unwissenheit un verachte ihm.«

Stumm und niedergeschlagen und mit dem Ausdruck tiefsten Kummers hatte Nikolas diese Epistel zu Ende angehört. Eine Weile saß er sinnend da, dann sprang er plötzlich auf und griff nach seinem Hut.

»Wohin wollen Sie denn jetzt noch so spät?« rief Newman.

»Nach Golden Square. Niemand, der mich kennt, wird diese Geschichte von dem Ring glauben, aber sie kann vielleicht den Zwecken meines Onkels entsprechen. Ich bin es mir selbst schuldig, daß die Wahrheit ans Licht kommt, und außerdem habe ich noch ein paar Worte mit ihm zu sprechen, die keinen Aufschub dulden.«

»Aber Sie müssen es aufschieben!« riet Newman.

»In keinem Falle«, erwiderte Nikolas mit Festigkeit und schickte sich an zu gehen.

»So hören Sie mich doch nur an«, bat Newman und vertrat ihm den Weg. »Er ist doch gar nicht zu Hause. Er ist über Land und wird vor drei Tagen nicht zurückkommen. Auch weiß ich gewiß, daß das Schreiben erst beantwortet wird, wenn er wieder hier ist.«

»Sind Sie dessen auch ganz gewiß?« fragte Nikolas, glühend vor Entrüstung in dem engen Raum mit raschen Schritten auf und ab gehend.

»Ganz gewiß. Er hatte den Wisch kaum gelesen, als er abberufen wurde. Sein Inhalt ist niemand als ihm und uns bekannt.«

»Kann ich mich darauf verlassen?« fragte Nikolas hastig.

»Nicht einmal meiner Mutter oder meiner Schwester? Wenn ich denken müßte, daß – nein, ich will hingehen, ich muß sie sehen. Welchen Weg habe ich einzuschlagen? Wo wohnen sie?«

»Aber so nehmen Sie doch Vernunft an«, rief Newman, der in diesem ernsten Augenblick wie ein ganz anderer Mensch sprach. »Verschieben Sie Ihren Besuch, bis er nach Hause kommt. Ich kenne den Mann. Es darf nicht den Anschein haben, als ob Sie ihn für sich zu gewinnen versucht hätten. Wenn er wieder zurück ist, so treten Sie vor ihn hin und reden mit ihm so unverblümt, wie es Ihnen beliebt. Verlassen Sie sich übrigens darauf, er durchschaut die Wahrheit so gut wie Sie oder ich.«

»Sie meinen es gut mit mir und müssen es natürlich besser wissen als ich«, gab Nikolas nach einer Pause des Nachsinnens zu. »Nun, meinetwegen.«

Newman, der sich mit dem Rücken gegen die Türe gestellt hatte, um nötigenfalls seinen Gast mit Gewalt zurückzuhalten, nahm sehr zufrieden seinen Platz wieder ein und mischte, da das Wasser im Kessel inzwischen heiß geworden, ein Glas Grog für Nikolas und dann noch einen Krug voll, von dem er sowohl wie der arme durchfrorene Smike in großer Eintracht Gebrauch machten, während Nikolas, den Kopf auf die Hand gestützt, in trübem Sinnen vor sich hinstarrte.

›leer›

Die Gesellschaft in der Beletage hatte sich inzwischen wieder in das Zimmer der Kenwigs' zurückgezogen und gab sich einer Menge von Vermutungen hinsichtlich der Ursache von Mr. Noggs' plötzlichem Verschwinden hin.

»Lieber Himmel, wenn etwa gar ein Expreßbote mit der Kunde angekommen wäre, daß er sein früheres Vermögen wieder zurückgewonnen habe?« meinte Mrs. Kenwigs.

»Bei Gott, unmöglich wäre es schließlich nicht«, sagte Mr. Kenwigs. »Wir täten für diesen Fall vielleicht gut, wenn wir hinaufschickten und fragen ließen, ob ihm nicht noch etwas Punsch gefällig ist.«

»Kenwigs!« fiel Mr. Lillyvick mit lauter Stimme ein. »Sie setzen mich in Erstaunen.«

»Wieso, Sir?« fragte Mr. Kenwigs mit der gebührenden Ergebenheit gegen den Einnehmer der Wassersteuer.

»Weil Sie eine solche Bemerkung machen. Ich dächte, der Herr hätte bereits Punsch genug gehabt; oder vielleicht nicht, Sir? Ich sehe überhaupt in der Art, mit der er mir den Punsch, um mich eines geeigneten Ausdruckes zu bedienen, geraubt hat, etwas höchst Unehrerbietiges gegenüber der Gesellschaft, ja sogar Skandalöses – etwas ausgesprochen Skandalöses. Es mag vielleicht Sitte in diesem Hause sein, sich derartige Dinge gefallen zu lassen, aber ich bin nicht gewöhnt –«

»Ich muß abermals um Entschuldigung bitten, daß ich störe«, unterbrach Mr. Crowl die Rede des Herrn Wassersteuereinnehmers und guckte wieder zur Türe herein, »aber das ist wirklich eine seltsame Geschichte. Was? Noggs wohnt jetzt schon fünf Jahre in diesem Hause, und die ältesten Mietsleute können sich nicht erinnern, je einen Besuch bei ihm gesehen zu haben.«

»Gewiß etwas höchst Seltsames, wenn man so in der Nacht abberufen wird«, tobte der Wassersteuereinnehmer, »und das Benehmen Mr. Noggs' ist, im mildesten Lichte betrachtet, zumindest sehr geheimnisvoll.«

»Da haben Sie sehr recht«, versetzte Crowl; »und ich will Ihnen noch mehr sagen; ich glaube, diese zwei Kraftgenies, wer sie auch sein mögen, sind irgendwo entlaufen.«

»Was bringt Sie auf diese Vermutung?« fragte der Wassersteuereinnehmer.

»Ich hoffe, Sie haben keinen Grund zu der Annahme, daß sie irgendwo entlaufen sind, ohne ihre Steuern und Taxen bezahlt zu haben?«

Mr. Crowl rümpfte die Nase und war eben im Begriffe, gegen die Bezahlung von Steuern und Taxen im allgemeinen zu protestieren, als die Aufmerksamkeit der Anwesenden aufs neue und diesmal durch einen höchst aufregenden Vorfall in Anspruch genommen wurden.

Es ertönte nämlich plötzlich, allem Anschein nach aus dem Dachhinterstübchen herab, in der der junge Master Kenwigs in seiner Wiege schlummerte, ein furchtbares Jammergeschrei. Mrs. Kenwigs verfiel sogleich auf die Vermutung, eine fremde Katze habe sich eingeschlichen und dem Kleinen im Schlafe das Blut ausgesaugt, und stürzte händeringend nach der Türe.

»Kenwigs, sehen Sie lieber nach! Eilen Sie, eilen Sie!« rief die Schwester der Festgeberin dem Elfenbeindrechsler zu und hielt Mrs. Kenwigs mit Gewalt zurück.

»Mein Kind, mein Ki-ind«, kreischte die verzweifelte Mutter.

»Mein Einziges und Alles, mein liebes, unschuldiges Ki-ind! Laßt mich zu ihm, laßt mich ge-he-he-hen!«

Mit Windeseile war inzwischen der Drechsler die Stiegen hinaufgeeilt. An der Türe des Zimmers, aus dem die Töne, die zu dieser Verwirrung Anlaß gegeben, kamen, rannte er an Nikolas, der, das Kind auf den Armen, herausstürzte, mit solcher Wucht an, daß er sechs Stufen hinuntersauste und gegen das nächste Geländer anflog, ehe er noch Zeit gehabt hatte, den Mund zu der Frage zu öffnen, was es denn eigentlich gebe.

»Seien Sie außer Sorge«, rief Nikolas hinuntereilend. »Es ist schon alles vorbei. Es ist alles gut abgelaufen. Ich bitte, fassen Sie sich. Es ist weiter kein Unglück geschehen.«

Mit diesen und ähnlichen Versicherungen übergab er das Kind, das er in der Eile den Kopf nach abwärts heruntergeschleppt hatte, Mrs. Kenwigs und stürmte wieder hinaus, um dem Elfenbeindrechsler beizustehen, der, von seinem Falle noch nicht völlig zu sich gekommen, sich mit verwirrten Blicken den Kopf rieb.

Durch diese frohe Kunde beruhigt, erholten sich die Gäste nach und nach wieder von ihrem Schrecken, der auf einige von ihnen geradezu lähmend gewirkt hatte; der würdige Mr. Lillyvick war der einzige gewesen, der seinen Gleichmut beibehalten, wenigstens hatte er hinter der Zimmertüre Miss Petowker so ruhig geküßt, als ob ganz und gar nichts Ungewöhnliches geschehen wäre.

»Die Sache ist ganz und gar nicht von Bedeutung«, berichtete Nikolas, als er zu Mrs. Kenwigs zurückkehrte. »Das kleine Mädchen, das auf das Kind achtgeben sollte, ist, vermutlich aus Ermüdung, eingeschlafen und hat mit dem Haar Feuer gefangen. Ich habe sie schreien hören und kam noch rechtzeitig, um zu verhindern, daß die Flamme weiter um sich griff. Sie können sich darauf verlassen, das Kind ist unversehrt. Ich nahm es selbst aus dem Bett.«

Sofort fiel alles über den Kleinen, der, nach dem Steuereinnehmer getauft, sich des Namens Lillyvick Kenwigs erfreute, her, erstickte ihn fast mit Liebkosungen, bis er glücklich wieder zu schreien anfing, und wendete sich dann mit den bittersten Vorwürfen an das kleine dreizehnjährige Mädchen, das die Kühnheit gehabt hatte, Feuer zu fangen. Mr. Kenwigs entließ es zwar nach verschiedenen kleinen Püffen in Gnaden, die neun Pence, die ihr als Lohn verheißen worden, wurden ihr aber begreiflicherweise gestrichen.

»Wir wissen gar nicht, wie wir Ihnen danken sollen, Sir!« wollte sich Mrs. Kenwigs an den Retter ihres Kindes wenden, aber Mr. Nickleby war bereits verschwunden.

»Schade«, meinte Miss Petowker, »er hat ein so hübsches Gesicht und so feine Manieren und überhaupt etwas in seinem Äußern – etwas ganz, ach du mein Himmel, wie heißt nur das Wort?«

»Was für ein Wort?« fragte Mr. Lillyvick.

»Ach Gott, mein Gedächtnis«, entgegnete Miss Petowker zögernd. »Wie nennt man es doch, wenn junge Herren Türklopfer abbrechen, anderer Leute Geld verspielen und was dergleichen mehr ist?«

»Aristokratisch?« riet der Steuereinnehmer.

»Ja, richtig, aristokratisch! – Er hat etwas ungemein Aristokratisches an sich. Nicht?«

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