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Alexandre Dumas (der Ältere): Lady Hamilton - Kapitel 27
Quellenangabe
typefiction
authorAlexander Dumas
titleLady Hamilton
publisherVerlag von Th. Knaur Nachf.
translatorA. Kretzschmar
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
projectid86d9df46
created20061105
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25. Kapitel.

Romney fuhr fort vollkommen gut und freundlich gegen mich sein. Ich befriedigte als Geliebte seine Eigenliebe und als Modell seinen Kunstsinn, denn seine ausgezeichnetsten Leistungen auf dem Gebiete der Malerei datierten aus der Zeit unseres Verhältnisses. Er war zu jener Zeit so sehr in Aufnahme, daß er, so verschwenderisch er auch war, doch sich selbst zum Trotz jeden Tag zwanzig bis fünfundzwanzig Guineen auf die Seite legte, obschon er vier Pferde im Stalle, zwei schöne Equipagen und drei oder vier Diener hielt.

Dreimal wöchentlich empfingen wir Gesellschaft. Die drei andern Abende fuhren wir spazieren oder ins Theater.

Unser Verhältnis besaß alle Reize der Sympathie ohne die Stürme der Liebe.

Am vierten Tage, nachdem ich die Erklärung mit Lord Greenville gehabt, erschien er bei mir wieder. Ich empfing ihn gerade so, als ob nichts zwischen uns vorgefallen wäre. Ich fühlte mich von ihm weder angezogen noch abgestoßen. Ich hatte ihm Bedingungen gestellt, ohne zu wünschen, daß er sie annähme. Ich hatte es mehr getan, um ihm gegenüber einen klar bestimmten Standpunkt einzunehmen, als weil ich von dem Wunsche beseelt gewesen wäre, wirklich Lady Greenville zu werden. Er näherte sich mir mehrmals und sprach leise mit mir, da er aber die Frage nicht mit dürren Worten anregte, so konnte er mir kein Wort entlocken, welches Bezug auf den Zustand seines Herzens gehabt hätte. Mochte Romney nun einsehen, daß Eifersucht von seiner Seite lächerlich gewesen wäre, oder mochte er mir vertrauen, mir, die ich bei ihm blieb, ohne etwas von ihm zu verlangen und ohne etwas von ihm zu empfangen, oder mochte er endlich unser Verhältnis, so wie ich selbst tat, als etwas betrachten, was für keinen von beiden Teilen verbindlich wäre, und was nicht länger dauern dürfe, als es uns beiden angenehm sein würde – kurz, er schien durch die Aufmerksamkeiten, die man mir bewies, niemals beunruhigt zu weiden.

Einmal hatte er zu mir gesagt: »Nicht wahr, darüber sind wir einverstanden, daß wir beide nicht so töricht sind, uns zu hintergehen? Ich bin als Liebender und als Maler doppelt glücklich, Sie zu besitzen; aber ich dränge mich durchaus nicht auf. Sie verstehen mich, nicht wahr? Ich werde wahrscheinlich nicht der erste sein, der unseres Verhältnisses überdrüssig wird; sollte dies jedoch geschehen, so würde ich es Ihnen sagen, überzeugt, daß Sie mir meine Freimütigkeit verzeihen, und daß mir gute Freunde bleiben würden. Von Ihrer Seite verlange ich dasselbe.«

Ich hatte ihm hierauf die Hand geboten und damit war alles gesagt. Ich war fest entschlossen, ihn von Lord Greenvilles Liebe zu mir zu unterrichten, sobald nämlich diese Liebe sich auf bestimmtere Weise kundgeben würde.

Um mir keinen Vorwurf zu machen zu haben, hatte ich mir dabei fest vorgenommen, von den Künsten der Koketterie in bezug auf Lord Greenville keinerlei Gebrauch zu machen.

Mit dem Instinkt des Weibes fühlte ich, daß ihm gegenüber gerade in dem Mangel an Koketterie meine hauptsächliche Macht bestünde und meinen Triumph über ihn sichern würde. Am nächstfolgenden Tage, als Romney sich zu Lady Craven, welche später die bekannte Marquise von Anspach ward, begeben hatte, weil sie ihm zu ihrem Porträt sitzen wollte, meldete der Diener Lord Greenville. Ich antwortete, daß ich bereit sei, ihn zu empfangen. Sehr bleich und sehr aufgeregt trat er ein. Ich lud ihn lächelnd durch eine Gebärde ein, neben mir Platz zu nehmen. »Teure Emma,« sagte er zu mir, »es ist mir unmöglich noch länger in der Ungewißheit zu verharren, in welcher ich mich befinde.«

»Ungewißheit?« wiederholte ich. »Ich sollte im Gegenteile meinen, daß es in der Welt keine bestimmtere Situation geben könnte, als die, welche ich Ihnen bereitet.« – »Wenn ich frei wäre, so würde ich nicht in Ungewißheit leben. Beinahe hätten Sie mich nicht wieder gesehen.« – »Wieso? Sollten Sie mit dem Gedanken umgegangen sein, sich das Leben zu nehmen? Warten Sie dann wenigstens bis zum Monat Oktober – dies ist die Zeit der Selbstmorde.« – »Nein, ich will mich in Ihren Augen nicht so verdient oder lächerlich machen. Hören Sie die einfache Wahrheit. Sie wissen, oder Sie wissen nicht, daß ich einen sehr reichen Onkel habe. Er ist mein Onkel, weil er in erster Ehe mit einer Schwester meiner Mutter vermählt gewesen ist. Er ist von Geburt Schotte und Milchbruder des Königs Georg des Dritten, ein alter Gelehrter, Archäolog, Geolog und was weiß ich sonst noch alles. Er heißt Sir William Hamilton, und ich erwarte von ihm mein ganzes Vermögen, denn an väterlichem Erbteil besitze ich nichts oder doch nur sehr wenig.« – »Aber, Mylord, wovon bestreiten Sie dann Ihre Ausgaben?« – »Von dem Gehalte des Amtes, welches ich im Ministerium bekleide. Sobald aber das Ministerium wechselt und Mr. Fox, der mein Universitätsfreund ist und mir wohlwill, nicht mehr Minister ist, so verliere ich die fünfzehnhundert Pfund Sterling Gehalt, welche mein Posten mir einbringt, und ich habe dann weiter keine Zuflucht, als eben meinen Onkel. Wohlan, liebe Emma, dieser Onkel hat mir geschrieben, um mir zu sagen, was ich Ihnen eben mitteile, und mir das Amt eines ersten Gesandtschaftssekretärs in Neapel und später nicht bloß die Nachfolge auf seinem Posten, sondern auch die Aussicht auf sein unermeßliches Vermögen zu bieten. Einen Augenblick lang bin ich unschlüssig gewesen, ob ich annehmen oder ablehnen soll. Ich habe aber gefühlt, daß es mir unmöglich sein würde, fern von Ihnen zu leben, und deshalb habe ich abgelehnt.« – »Da haben Sie sehr unrecht daran getan.« – »Und Sie haben den Mut, mir das zu sagen?« – »Ja. Durch Ihre Weigerung haben Sie eine erste Torheit begangen, und wenn Sie mich heiraten – denn, wenn es wirklich wahr ist, daß Sie um meinetwillen geblieben sind, so werden Sie mich heiraten – und wenn Sie mich heiraten, sage ich, werden Sie eine zweite begehen.« – »Sie sprechen nicht sonderlich trostreich, Emma.« – »Ich spreche die Wahrheit. Glauben Sie mir, Mylord; wenn der Brief an Ihren Onkel noch nicht fort ist, so zerreißen Sie denselben; ist er fort, so schicken Sie einen zweiten nach, welcher den ersten widerruft. Wenn wir einander heiraten, so würden wir beide ein schlechtes Geschäft machen. Ich würde vielleicht höhersteigen, Sie aber würden ganz gewiß sich tiefergestellt sehen.« – »Soll dies heißen, daß Sie das Versprechen, welches Sie mir gegeben, wieder zurücknehmen und daß ich, selbst wenn ich mich erbiete, Sie zu heiraten, von Ihnen nichts zu hoffen habe?« – »Davon sage ich kein Wort, Mylord. Mein Versprechen ist gegeben, und ich werde es halten.« – »Ach,« sagte Lord Greenville, »das Unglück ist, daß es mir nicht einmal freisteht, eine Torheit, wie Sie es nennen zu begehen. Mein Vater wird, ehe ich volljährig bin, mir niemals erlauben, daß ich eine andere heirate, als die, welche er mir selbst gewählt haben wird, und selbst wenn ich volljährig bin, werde ich, wenn ich nach meinem Gutdünken heiraten will, einen harten Stand mit ihm haben und das Gesetz zu Hilfe rufen müssen.« – »Wie alt sind Sie jetzt?« – »Erst zweiundzwanzig und ein halbes Jahr.« – »Aber, Mylord,« entgegnete ich lachend, »ich für meine Person finde im Gegenteile, daß sich dies sehr glücklich trifft. Während der dritthalb Jahre, die Sie noch bis zu Ihrer Volljährigkeit zurückzulegen haben, werden Sie Zeit haben, sich zu überzeugen, ob Sie mich wirklich lieben, und dann in dritthalb Jahren wird sich das Weitere finden.« – »Wie, Sie sehen, welche Qualen ich leide und können auf diese Weise über mich spotten?« – »Ich sehe gar nicht, daß Sie Qualen leiden. Ich höre, was Sie mir sagen; dies ist alles.« – »Und Sie glauben meinen Worten nicht.« – »Erinnern Sie sich dessen, was Hamlet zu Polonius sagte: Worte! Worte! Worte!« – »Glauben Sie an meine Ehre, Miß Emma?« fragte Lord Greenville in ernstem Tone. – »Mehr als an Ihre Liebe, Mylord.« – »Glauben Sie an mein Wort als Edelmann?« – »Auf so lange als nötig ist, um einem Schwure Zeit zum Verdunsten zu geben.«

»Dann glauben Sie also an gar nichts?« – »O doch, ich glaube an die Unbeständigkeit der menschlichen Dinge.« – »Gesetzt, Miß Emma, ich machte mich positiv verbindlich, Sie, sobald ich volljährig bin, zu heiraten.« – »Dies würde allerdings etwas ernsthafter sein, ohne jedoch positiver zu werden.« – »Wieso?« – »Weil eine Person in meiner Stellung keinen gerichtlichen Prozeß anhängig macht, wenn ein ihr gegebenes Eheversprechen unerfüllt bleibt.« – »Wenn ich aber mein Versprechen nun so abfaßte, daß ich ehrlos würde, wenn ich es nicht erfüllte?« – »Dann könnte man sich die Sache weiter überlegen.« – »Würden Sie dies tun?« – »Wenn ich das Versprechen hätte, vielleicht.« – »Gut, noch heute abend sollen sie es haben.« – »Führen Sie mich nicht in Versuchung, Mylord.« – »Miß Emma,« sagte Sir Charles, indem er sich erhob, »ich liebe Sie mehr als irgend etwas auf der Welt, und wenn Sie nur durch eine Heirat die Meine werden können, wohlan, so sollen Sie mein Weib werden.« – »Ich will Ihnen noch einen letzten Gefallen tun, Mylord. Ich werde weder heute abend noch morgen meine Briefe öffnen, so daß Sie bis übermorgen Zeit haben, Ihr Wort zurückzunehmen. Da ich zwei Monate gewartet habe, so kann ich auch noch vierundzwanzig Stunden warten.«

Lord Greenville küßte mir die Hand und entfernte sich. Er stand im Rufe der größten Redlichkeit, so daß ich, wenn auch an der Erfüllung seines Versprechens, doch nicht an seinem guten Willen zweifeln konnte. Ich meinerseits fühlte, daß ich, indem ich so handelte, wie ich tat, mich weder von einer eigennützigen Berechnung noch von einem ehrgeizigen Wunsche leiten ließ, sondern, daß ich vielmehr wieder in die Gewalt jener unerklärlichen und unbekannten Macht geriet, welche über mein Schicksal verfügte und mich vorwärtsdrängte, indem sie mich fast bei jedem meiner Schritte im Leben eine Stufe der sozialen Leiter erklimmen ließ. Allerdings war ich schon einmal gefallen und der Sturz war ein sehr tiefer gewesen. Dennoch aber hatte ich mich von demselben wieder erhoben, wenigstens in gewisser Beziehung. Sir Johns und Sir Harrys Liebe war nur die Verherrlichung meiner Schönheit, Romneys Liebe dagegen war die Weihe der Kunst. Ich sagte mir, daß die Geschichte selbst für die Kurtisanen ihre Stufen hat. Nachdem ich Phryne gewesen, war ich Lais geworden, und nachdem ich Lais geworden, blieb mir weiter nichts übrig, als bis zur Aspasia zu steigen. Aspasia, die Freundin des Sokrates und des Alcibiades, Aspasia, die Gemahlin des Perikles, die das Gewicht ihres Wortes in die Angelegenheiten Griechenlands warf und über die Kriege von Samos, Megara und des Peloponnes entschied – Aspasia war mehr als eine gewöhnliche Kurtisane. Wohlan, ich weiß nicht welche Stimme mir leise zuflüsterte, daß es für mich nicht genug sei, Lais zu sein, sondern, daß ich auch Aspasia werden würde.

Romney trat ein. Er war zu sehr mein Freund, als daß ich ihm etwas von dem Geschehenen verschwiegen hätte. »Mein lieber Romney,« sagte ich zu ihm, »welchen Rat würden Sie einer Frau in meiner Stellung geben, welche Gelegenheit findet, einen künftigen Pair von England zu heiraten und Mylady zu werden?« »Ah!« sagte Romney, »hat Lord Greenville sich vielleicht endlich erklärt?«

– »Sie hatten wohl bemerkt, daß er mich liebt?«

– »Wie sollte ich das nicht bemerkt haben.«

– »Gleichwohl aber haben Sie nie etwas davon gesagt.«

– »Ich war überzeugt, daß Sie, sobald der geeignete Augenblick gekommen wäre, mir selbst davon sagen würden.«

– »Mein lieber Romney, Sie sind ein liebenswürdiger Mann, und in der Tat, ich glaube, ich werde niemals den Mut haben, mich von Ihnen zu trennen.«

– »Ja, liebe Emma, Sie können in der Tat überzeugt sein, daß wir niemals werden getrennt werden.«

– »Aber dennoch, wenn ich Lord Greenville heirate?«

– »Nicht die Körper sind es, die sich trennen, sondern die Seelen. Wird von dem Augenblicke an, wo Sie sich mit Vergnügen meiner erinnern und wo ich Ihrer mit Wonne gedenke, dies nicht die wahre wirkliche Gegenwart und, wie die Kirche in ihrer symbolischen Sprache sagt, die Gemeinschaft der Seelen sein? Fünfhundert, ja tausend Meilen voneinander entfernt, werden wir einander vielleicht mehr gegenwärtig sein, als Leute, die einander niemals verlassen haben.«

– »Sie sprechen wie ein platonischer Philosoph, Romney.«

– »Die Alten sagten: Wer jung stirbt, wird von den Göttern geliebt. Wohlan, ich habe immer geglaubt, daß es eine reizende Liebe sein müßte, welcher man nicht Zeit ließe alt zu werden, welche man in ihrer Blüte gepflückt und in eine Erinnerung eingesargt hat, so daß sie im Vergleich zu jeder andern jung und frisch bleibt, wie die Morgenröte des Frühlings.«

– »Dann, meinen Sie also, Romney.« – Ich redete nicht aus.

»Ich meine, daß Sie Ihrem Schicksal folgen, Emma.«

– »Sie glauben also, daß ich einst die Gemahlin eines Pairs von England sein werde?«

– »Was Sie sein werden, weiß ich nicht, wenn man mir aber nach einer Abwesenheit von vier oder fünf Jahren bei meiner Rückkehr sagte, daß Sie Königin von Großbritannien geworden seien, so würde mich dies nicht in Erstaunen setzen. Ich wäre nicht Romney, das heißt ich wäre nicht der erste Maler Englands, wenn ich nicht an die Allmacht der Schönheit glaubte.«

– »Romney, es ist seltsam, aber was Sie mir da sagen, hat eine innere Stimme mir schon oft gesagt. Romney, ich gestehe ihnen beinahe mit Schrecken, ich glaube an mein Fatum.«

– »Nun, dann folgen Sie diesem Fatum. Wenn es in dem Willen der Vorsehung beschlossen ist, so wäre es ruchlos, dagegen zu kämpfen.«

Am Abend empfing ich Lord Greenvilles Brief, aber, wie gesagt, ich öffnete denselben nicht. Sein Ungestüm erlaubte ihm nicht zu warten, und am Abend kam er selbst. Ich zeigte ihm den noch versiegelten Brief. Was Romney betraf, so war dieser gegen ihn so freundschaftlich wie gewöhnlich, vielleicht noch freundschaftlicher. »Wann werde ich Antwort von Ihnen erhalten?« fragte Lord Greenville. – »Morgen vormittag.« – »Gebe Gott, daß sie meinen Wünschen entspreche,« sagte Lord Greenville.

Am nächstfolgenden Morgen öffnete ich seinen Brief. Derselbe enthielt weiter nichts als die Worte: »Ich mache mich bei meiner Ehre verbindlich, Miß Emma Lyonna, sobald ich das Alter der Volljährigkeit erlangt haben werde, zu heiraten und will mich als Mann ohne Ehre betrachten lassen, wenn ich meinem Versprechen untreu werde.

1. Mai 1780. Lord Greenville.«

Ich zeigte Romney den Brief. »Zögern Sie auch nicht eine Minute lang,« sagte er zu mir. »Ihr Glück beruht in diesen vier Zeilen und sollte Lord Greenville jemals seinem Wort untreu werden, so würde ich die Aufgabe übernehmen, ihn als Ehrlosen zu brandmarken.« – »Dann behalten Sie diesen Brief,« sagte ich zu Romney. »Er ist in Ihren Händen besser aufgehoben als in den meinigen.« – »Von diesem Augenblicke an, liebe Emma,« sagte Romney, indem er meinen Brief in die Schatulle schloß, worin er seine kostbarsten Kleinodien verwahrte, »sind Sie meine Schwester und ich bin Ihr Bruder. Wenn mir ein Unglück zustieße, so würde ich dafür sorgen, daß dieser Brief Ihnen wieder zugestellt würde. Übrigens können Sie denselben, da er an Ihre Adresse lautet, zu jeder Zeit reklamieren.« – Ich begab mich in ein Zimmer, ergriff eine Feder und schrieb an Sir Charles Greenville: »Nehmen Sie acht Tage Urlaub. Holen Sie mich heute abend mit einem Wagen ab und führen Sie mich, wohin Sie wollen.

Emma Lyonna.«

Eine Stunde später empfing ich folgendes Billett: »Ich werde Ihrem Befehl gehorchen. Sie haben in Ihrer Antwort etwas weggelassen. Nach dem Namen Emma Lyonna hätten Sie nämlich die Worte: ›Lady Greenville‹ hinzusetzen sollen. Mit der Versicherung, daß Sie mich zum glücklichsten aller Menschen gemacht

Charles Greenville.«

Im Laufe des Abends rollten wir in einer vierspännigen Equipage die nach Edinburg führende Straße entlang, während Romney allen unsern Freunden mitteilte, daß sie mich in dritthalb Jahren unter dem Namen und unter dem Titel Lady Greenville wiedersehen würden.

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