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Kritik der Gegenwart

Hermann Bahr: Kritik der Gegenwart - Kapitel 121
Quellenangabe
typediary
authorHermann Bahr
titleKritik der Gegenwart
publisherHaas & Grabherr Verlag
addressAugsburg
year1922
firstpub1922
correctorhille@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20100315
modified20171128
projectid5f145b65
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3. Dez.

Im Novemberheft der »Neuen Rundschau« Fischers ein bedeutender Aufsatz Robert Müllers, der uns, den Süddeutschen überhaupt, aber auch Russen, Ungarn und Jugoslawen diese Prognose stellt: »Die politische und wirtschaftliche Verschiebung zeigt sich in einer erhöhten auch unternehmerischen Tätigkeit der Landstädte. Es entstehen Landgroßstädte, Bauernmetropolen. Hier ist der von Eingewanderten geführten Sozialdemokratie ein Riegel vorgeschoben: die Kontinuität urwüchsiger schwerfälliger Entwicklung. Trotzdem geht der Industrialismus ins Agrare hinein, kein Zweifel. Wird der Bauer Unternehmer, Farmer, Intensivbodenbauer, Maschinenverwerter wie der amerikanische Oekonom, so nimmt er die Typik der Großstadt an. Wahrscheinlich, daß dieser Prozeß nicht ein Bauernproletariat heranzieht, sondern eine Durchschnittsform erfindet, einen konstitutionellen Kapitalismus. Der Bauer braucht zur intensiven Bodenbenutzung Hände und auch Gehirne. Er muß, bei Depopulation der Großstadt, solche Händeansiedlungen begünstigen und einmal sich konstitutionell mit ihnen auseinandersetzen.«

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