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Kritik der Gegenwart

Hermann Bahr: Kritik der Gegenwart - Kapitel 109
Quellenangabe
typediary
authorHermann Bahr
titleKritik der Gegenwart
publisherHaas & Grabherr Verlag
addressAugsburg
year1922
firstpub1922
correctorhille@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20100315
modified20171128
projectid5f145b65
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4. Nov.

Aus einer von Gina Kaus glänzend erzählten, mich schon durch den stendhalischen Ton und ihr offenes Bekenntnis zu Stendhal, den nun auf einen Wiener Kaffeehaus-Napoleon anzuwenden noch ein ganz besonderer Spaß ist, bezaubernden Novelle: »Der Aufstieg« (Georg Müller, Verlag, 1920) notiert: »Suzanne liebte mich unglücklich. So viel Glück war kaum zu ertragen.« Und: »Es fällt mir ja eigentlich gar nicht so leicht, reich und vornehm zu sein, und schon gar nicht, Suzanne zu quälen. Im tiefsten fürchte ich, sie ist dabei glücklicher als ich, denn sie erfüllt die Befriedigung, dem zu dienen, den sie liebt, während mich die Herrengeste, die ich mir angewöhnt habe, eigentlich außerordentlich anstrengt.« Wie viele haben heute die Kraft, in zwei Sätzen die ganze Tragik eines mesquinen Menschen, eigentlich nur so nebenher, ungezwungen auszudrücken?

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