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Königin Margot. Erster Band

Alexandre Dumas (der Ältere): Königin Margot. Erster Band - Kapitel 23
Quellenangabe
typefiction
authorAlexander Dumas
titleKönigin Margot. Erster Band
publisherHeimat und Welt-Verlag Dieck & Co.
printrunDritte Auflage
translatorManfred Freiherr v. Pillerstorff
year1924
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
projectida1f7004a
created20070128
modified20171227
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Ein neuer Bekehrter

Am nächsten Tage sollte in den Wäldern von Saint-Germain eine Hetzjagd stattfinden.

Heinrich von Navarra hatte angeordnet, daß man für acht Uhr morgens ein vollkommen gesatteltes und gezäumtes, kleines Bearner Pferd bereithalte, das er der Frau von Sauve zu geben dachte. Vorher wünschte er es noch selbst zu versuchen. Um dreiviertel auf acht Uhr war das Pferd gesattelt, mit dem Schlage acht kam Heinrich die Treppe herunter.

Das trotz seines kleinen Baues stolze und feurige Pferd sträubte die Mähne und stampfte mit hohen Schritten im Hof herum. Es war kalt geworden und eine leichte Eisdecke belegte den Boden.

Heinrich schickte sich an, den Hof zu überqueren, um an die Seite der Stallungen zu kommen, wo das Pferd und der Stallknecht warteten, als ein Schweizer Soldat, der als Posten vor dem Tor stand und an dem er vorbeikam, sein Gewehr präsentierte und hierbei folgende Worte sagte: »Gott schütze Seine Majestät, den König von Navarra!«

Dieser Segenswunsch und namentlich die Stimme, die ihn sprach, erschreckten den König.

Er kehrte um und machte einen Schritt nach rückwärts.

»Mouy!« murmelte er.

»Jawohl, Sire, Mouy!«

»Zu welchem Zweck sind Sie hierher gekommen?«

»Ich suche Sie!«

»Was wollen Sie von mir?«

»Ich muß mit Eurer Majestät sprechen!«

»Unglücklicher,« sagte der König und näherte sich ihm ein wenig, »weißt du denn nicht, daß dich das deinen Kopf kosten kann?«

»Das weiß ich!«

»Nun und?«

»Nun, da bin ich eben!« Heinrich erbleichte ein wenig, denn er wußte, daß er die Gefahr, in die sich der feurige junge Mann begeben hatte, mit ihm teilte. Er blickte daher unruhig um sich her und er wich zum zweitenmal zurück, nicht weniger lebhaft, als vorher. Er hatte den Herzog von Alençon an einem Fenster bemerkt.

Sofort veränderte er seine Haltung, nahm die Büchse Mouy aus den Händen und gab sich den Anschein, als ob er den Posten, der da vor ihm stand, einer Prüfung unterziehen wollte. Hierbei sagte er jedoch folgendes: »Selbstverständlich nehme ich an, Mouy, daß Sie nicht ohne einen besonders dringlichen Grund hierher gekommen sind, sich in den Rachen des Wolfes begeben haben?«

»Nein, Sire. Sind es doch schon acht Tage her, seit ich hier auf Sie lauere. Erst gestern hörte ich, daß Eure Majestät heute morgen dieses Pferd versuchen wollen, und da nahm ich den Nachtdienst an der Eingangspforte des Louvre.« »Wieso aber in dieser Verkleidung?« »Der Kapitän dieser Kompagnie ist Protestant und gehört zu meinen Freunden.«

»Hier haben Sie Ihre Büchse wieder und übernehmen Sie den Nachtdienst. Man beobachtet uns. Wenn ich wieder vorüberkomme, werde ich versuchen, Ihnen noch ein Wort zu sagen. Sollte ich Sie aber nicht ansprechen, dann halten Sie mich nicht auf. Adieu!«

Herr von Mouy begann wieder seine abgemessenen Schritte vor dem Tore zu gehen und Heinrich ging auf sein Pferd zu. »Was ist denn das für ein herziges, kleines Tier?« rief der Herzog von Alençon vom Fenster herunter. »Ein Pferd, das ich heute morgen ausprobieren soll!« erwiderte Heinrich.

»Aber das ist eigentlich kein Pferd für einen Mann?«

»Es ist auch für eine hübsche Dame bestimmt.«

»Nehmen Sie sich in acht, Heinrich, das ist unbesonnen, denn wir werden alle die schöne Dame bei der Jagd sehen, und wenn ich schon nicht weiß, wessen Ritter Sie sind, so werde ich sehen, wessen Bereiter Sie sind.«

»Eh, mein Gott! Nein, das werden Sie nicht wissen,« sagte Heinrich mit verstellter Gutmütigkeit, »denn diese schöne Dame wird gar nicht ausgehen, weil ihr heute früh nicht wohl war.«

Er stieg in den Sattel.

»Ah bah!« lachte der Herzog. »Arme Frau von Sauve!« »Franz, Franz! Jetzt sind Sie der Unbesonnene!« »Und was fehlt ihr denn, der hübschen Charlotte?« »Aber,« erwiderte Heinrich, setzte sein Pferd in den kurzen Galopp und ließ es eine kleine Reitschultour beschreiben, »ich weiß davon nicht zu viel! Ein schwerer Kopf, wie mir Dariole meldete, eine Art Lähmung aller Glieder, mit einem Wort allgemeine Schwäche.«

»Wird Sie das verhindern, mit uns an der Jagd teilzunehmen?«

»Mich? Ja warum denn? Sie wissen doch, daß ich diese Hetzjagden wie ein Narr liebe und daß nichts mich bewegen könnte, nur eine einzige zu versäumen!« »Dennoch werden Sie diese versäumen, Heinrich,« sagte der Herzog, nachdem er sich umgewendet und mit einer Person, die Heinrich unsichtbar geblieben war, gesprochen hatte; diese Person stand nämlich im Hintergrund des Zimmers. »Eben läßt mir Seine Majestät sagen, daß die Jagd nicht stattfinden wird.«

»Bah!« meinte Heinrich mit sehr enttäuschter Miene. »Warum denn nicht?«

»Wahrscheinlich wichtiger Briefe wegen, die der Herzog von Nevers überbracht hat. Zwischen dem König, der Königin-Mutter und meinem Bruder, dem Herzog von Anjou, findet eine Beratung statt.«

»Ah!« sagte Heinrich mehr zu sich selbst. »Sollten etwa Nachrichten aus Polen gekommen sein?« Dann meinte er mit lauter Stimme: »Unter solchen Umständen ist es ja unnötig, daß ich mich hier noch länger auf dem Glatteis in Gefahr bringe. Auf Wiedersehen, mein Bruder!«

Dann hielt er sein Pferd gerade vor Mouy an. »Mein Freund,« sagte er, »rufe einen von deinen Kameraden, damit du dich ablösen lassen kannst. Hilf dem Stallknecht beim Absatteln des Pferdes. Nimm dann den Sattel, lege ihn dir auf den Kopf und trage ihn zum Sattler in die Geschirrkammer. Es ist daran noch eine Verzierung anzubringen, für die er heute keine Zeit mehr hatte. Du wirst mir in meiner Wohnung die Antwort überbringen.« Herr von Mouy beeilte sich dem Befehl nachzukommen, denn der Herzog von Alençon war vom Fenster verschwunden und es war klar, daß er irgendwelchen Verdacht geschöpft hatte.

Er hatte kaum das Tor hinter sich geschlossen, als tatsächlich der Herzog von Alençon schon erschien. Ein echter Schweizer war nun an die Stelle von Mouy getreten. Mit großer Aufmerksamkeit betrachtete der Herzog den neuen Posten, dann wendete er sich dem König von Navarra zu. »Das ist nicht der Mann, mit dem Sie gerade gesprochen haben, nicht wahr, mein Bruder?« »Der andere war ein Bursche aus meinem Hause, dem ich die Stelle bei den Schweizern verschafft habe. Ich habe ihm einen Auftrag gegeben, er ist weggegangen, um ihn auszuführen.« »Ah!« meinte der Herzog, als ob ihm die Auskunft genügen würde. »Und Margarete, wie geht es ihr eigentlich?« »Ich bin im Begriff zu ihr hinzugehen, um mich zu erkundigen, wie es ihr geht.«

»Haben Sie Margarete seit gestern nicht gesehen?« »Nein, ich habe in dieser Nacht bei ihr vorgesprochen, beiläufig um elf Uhr, aber Gillonne sagte, daß sie ermüdet sei und schon schlafe.«

»Sie werden sie nicht in ihrer Wohnung finden, denn sie ist ausgegangen.

»Ja,« sagte Heinrich, »das ist leicht möglich, denn sie sollte ja in das Kloster des Verkündigungsordens gehen.« Es schien keine Möglichkeit vorhanden, das Gespräch in die Länge zu ziehen, denn Heinrich schien gewillt zu sein, nur kurz zu antworten.

Die zwei Schwäger trennten sich daher, der Herzog von Alençon, um Neuigkeiten zu erfahren, wie er sagte, der König von Navarra, um sich nach Hause zu begeben. Heinrich war kaum fünf Minuten in seinem Zimmer, als jemand an seiner Tür Einlaß begehrte. »Wer ist es?« fragte er.

»Sire,« gab eine Stimme zur Antwort, die Heinrich als die Mouys erkannte, »die Antwort des Sattlers aus der Geschirrkammer.«

Sichtlich aufgeregt ließ Heinrich den jungen Mann eintreten und schloß die Tür hinter ihm.

»Sie sind es, Mouy,« sagte er; »ich hoffte immer, daß Sie alles überlegen würden.

»Sire,« antwortete Herr von Mouy, »seit drei Monaten überlege ich, das ist genug! Jetzt ist es Zeit, zu handeln!« Heinrich machte eine besorgte Bewegung. »Befürchten Sie nichts, Sire, wir sind allein, und ich beeile mich, denn die Zeit ist kostbar. Eure Majestät können uns mit einem Wort alles das wiedergeben, was uns die Ereignisse eines ganzen Jahres zu Schaden unserer Religion genommen haben. Seien wir offenherzig, fassen wir uns kurz und seien wir aufrichtig!«

»Ich höre, mein tapferer Mouy!« erwiderte Heinrich, der einsah, daß es unmöglich werden würde, einer Erklärung auszuweichen.

»Ist es richtig, daß Eure Majestät dem protestantischen Glauben abgeschworen haben?« »Es ist richtig!« sagte Heinrich.

»Ja, geschah das aber nur mit dem Munde, oder kam es vom Herzen?«

»Man ist Gott immer dankbar, wenn er einem das Leben gerettet hat,« erklärte Heinrich und wollte dem Gespräch, wie er es immer in solchen Fällen zu tun pflegte, eine andere Wendung geben, »und diesmal hat mich Gott in der grauenhaften Gefahr sichtlich beschützt.«

»Sire,« sagte Mouy, »eine Sache müssen wir zugeben.« »Welche?«

»Daß Ihr Glaubenswechsel nicht Überzeugung, sondern Berechnung zur Ursache hat. Sie haben abgeschworen, damit der König Sie am Leben läßt, nicht aber weil Gott Ihnen das Leben gerettet hat.«

»Was auch immer die Ursache meiner Bekehrung sein mag, Mouy,« sagte Heinrich, »ich bin darum nicht weniger Katholik.«

»Ja, aber werden Sie es auch immer bleiben? Werden Sie bei der ersten Gelegenheit, die Freiheit Ihres Lebens und die Freiheit Ihres Glaubens wiederzugewinnen, diese Gelegenheit nicht wahrnehmen? Nun wohl, jetzt bietet sich diese Gelegenheit: die Provinz Rochelle hat sich erhoben, die Provinzen Roussillon und Bearn warten nur auf ein Wort, um einzugreifen, in der Guyenne schreit alles nach Krieg! Sagen Sie mir nur, daß Sie unter dem äußeren Zwang Katholik geworden sind und ich stehe für die Zukunft!« »Man zwingt keinen Edelmann meines Stammes, lieber Herr von Mouy. Das was ich getan habe, habe ich aus freiem Willen getan.«

»Doch, Sire,« sagte der junge Mann und dieser unerwartete Widerstand drückte ihm fast das Herz ab, »denken Sie denn nicht daran, daß Sie uns auf diese Art verlassen ... uns verraten?«

Heinrich blieb unempfindlich.

»Ja,« wiederholte Mouy, »ja, Sie verraten uns, Sire, denn gar viele von uns sind mit Lebensgefahr hierhergekommen, um Ihre Ehre und Ihre Freiheit zu retten. Wir haben alles vorbereitet, um Ihnen einen Thron zu sichern, hören Sie wohl? Und nicht nur Freiheit, sondern Macht werden Sie erringen und den Thron werden Sie sich wählen können, denn in zwei Monaten bleibt Ihnen die Wahl zwischen Navarra und Frankreich frei!«

»Herr von Mouy,« sagte Heinrich mit verschleiertem Blick, denn einen Augenblick lang hatte bei diesen Vorschlägen ein Feuer in seinen Augen gefunkelt, »Herr von Mouy, ich bin heil, bin Katholik, bin der Gemahl Margaretes von Valois, bin der Bruder des Königs Karl und der Schwiegersohn meiner guten Mutter Katharina. Herr von Mouy, in Anbetracht dieser verschiedenen Beziehungen und Stellungen habe ich gewiß meine Vorteile, doch aber auch meine Verpflichtungen erwogen.«

»Aber, Sire, was soll man denn dann glauben? Man erzählt, daß Ihre Ehe nicht vollzogen ist, man erzählt, daß Sie im Grunde Ihres Herzens frei sind, daß der Haß der Königin-Mutter ...«

»Lüge, Lüge!« unterbrach lebhaft der Bearner. »Ja, man hat Sie unverschämt betrogen, mein Freund! Diese liebe Margarete ist meine Frau, Katharina ist meine Mutter und Karl der Neunte ist der Herr und Gebieter über mein Leben und über mein Herz.«

Herr von Mouy schauderte, ein fast verächtliches Lächeln schürzte seine Lippen.

»Da es so steht, Sire,« sagte er, ließ seine Arme kraftlos sinken und versuchte noch mit einem Blick die dunkel verhüllte Seele des Königs zu durchschauen, »so bleibt mir nur folgende Antwort übrig, die ich meinen Brüdern übermitteln werde. Ich werde ihnen sagen, daß der König von Navarra Herz und Hand jenen Menschen hinhält, die uns gemeuchelt haben, ich werde ihnen sagen, daß er der Schmeichler der Königin-Mutter und der Freund Maurevels geworden ist ...« »Mein lieber Herr von Mouy,« sagte Heinrich, »der König wird von seiner Beratung zurückkehren und ich muß mich bei ihm über die Gründe erkundigen, die uns bewogen haben, eine sonst so wichtige Sache, wie die angesagte Hetzjagd aufzugeben. Adieu! Machen Sie es so wie ich, mein Freund, kümmern Sie sich nicht mehr um die öffentlichen Staatsfragen, kehren Sie zum König zurück und besuchen Sie die Messe!«

Und Heinrich führte, schob vielmehr den jungen Mann in das Vorzimmer zurück, während Herr von Mouys anfängliche Verblüffung allmählich dem Zorn wich. Kaum hatte er die Tür hinter sich geschlossen, als ihn plötzlich das Verlangen packte, seine Wut in Ermangelung einer Person an einer Sache auszulassen. Herr von Mouy zerdrückte seinen Hut in den Händen, warf ihn auf die Erde, trat ihn mit Füßen, wie es etwa der Stier mit dem Mantel des Torero macht.

»Tod und Hölle!« schrie er. »Das ist mir ein verächtlicher Prinz, und ich hätte gute Lust, mich hier töten zu lassen, um ihn für immer mit meinem Blut zu besudeln!« »Ruhe, Herr von Mouy,« flüsterte eine Stimme durch eine halb offene Tür, »Ruhe! Denn es könnte Sie noch jemand anderes hören als ich!«

Mouy drehte sich lebhaft um und erkannte den Herzog von Alençon. Er war in einen Mantel gehüllt und steckte den blassen Kopf in den Gang hinaus, um sich zu vergewissern, daß er und Mouy sich allein in dem Raum befanden. »Der Herzog von Alençon!« rief Mouy. »Jetzt bin ich verloren!«

»Im Gegenteil!« murmelte der Prinz. »Vielleicht haben Sie erst jetzt das gefunden, was Sie suchen! Der Beweis hierfür ist, daß ich nicht will, daß Sie hier getötet werden, wie Sie es vielleicht erwartet haben. Glauben Sie mir, Ihr Blut kann eine bessere Verwendung finden, als hier die Türschwelle des Königs von Navarra rot zu färben.« Und auf diese Worte hin öffnete der Prinz die Tür ganz, die er bisher halb verschlossen gehalten.

»Dieses Zimmer gehört zweien meiner Edelleute,« sagte der Herzog, »nichts wird uns hier stören, wir können daher frei miteinander reden. Kommen Sie. mein Herr!«

»Ich komme, gnädigster Herr!« sagte der erstaunte Verschwörer.

Er trat in das Zimmer, dessen Tür der Herzog von Alençon nicht weniger eilig, als früher der König von Navarra, hinter sich versperrte.

Herr von Mouy war zornig, verzweifelt und fluchend eingetreten. Aber allmählich übte der kühle und feste Blick des jungen Herzogs auf den Hugenottenführer jene wunderbar beschwichtigende Wirkung aus, die alle Erregung beseitigt.

»Mein gnädiger Herr,« sagte er, »wenn ich wohl verstanden habe, wollen Eure Hoheit mit mir sprechen.«

»Ja, Herr von Mouy! Trotz Ihrer Verkleidung habe ich Sie zu erkennen geglaubt, und als Sie vor meinem Bruder Heinrich die Ehrenbezeigung leisteten, erkannte ich Sie richtig. Nun also, Herr von Mouy, Sie sind mit dem König von Navarra nicht zufrieden?«

»Mein gnädiger Herr!«

»Nur vorwärts! Sagen Sie es mir aufrichtig. Mißtrauen Sie mir nicht, vielleicht gehöre ich zu Ihren Freunden.«

»Sie, gnädiger Herr?«

»Jawohl, ich! Sprechen Sie also!«

»Ich weiß nicht, was ich Eurer Hoheit sagen soll. Die Angelegenheiten, die ich mit dem König von Navarra zu besprechen hatte, betreffen Verhältnisse, die Eurer Hoheit unbekannt sind. Übrigens,« fügte Mouy bei und versuchte gleichgültig dreinzublicken, »handelte es sich doch nur um Kleinigkeiten.«

»Kleinigkeiten?«

»Ja, gnädiger Herr!«

»Kleinigkeiten, für die Sie Ihr Leben auf das Spiel setzten und in den Louvre zurückkehrten, da Sie wohl wissen müssen, daß Ihr Kopf ein tüchtiges Stück Gold wert ist? Man weiß ja sehr gut, daß Sie nächst dem König von Navarra und dem Prinzen von Condé der bedeutendste Führer der Hugenotten sind.«

»Wenn Sie mich für das halten, gnädiger Herr, dann handeln Sie so, wie der Bruder des Königs Karl und der Sohn der Königin Katharina zu handeln hat.«

»Warum wollen Sie denn, daß ich mit Ihnen so verfahre, da ich Ihnen doch sagte, daß ich zu Ihren Freunden zähle? Sagen Sie mir doch endlich die Wahrheit!«

»Mein gnädiger Herr,« erwiderte Mouy, »ich schwöre...«

»Schwören Sie nicht, mein Herr! Die reformierte Religion verbietet den Schwur und ganz und gar schon den falschen Schwur.«

Herr von Mouy runzelte die Brauen. »Ich erkläre Ihnen, daß ich alles weiß,« sagte der Herzog. Mouy schwieg.

»Sie zweifeln daran?« fragte der Prinz mit leidenschaftlicher Beharrlichkeit. »Nun gut, lieber Herr von Mouy, dann muß ich Sie überzeugen. Wir werden ja sehen, ob ich mich täusche. Haben Sie oder haben Sie meinem Schwager Heinrich jetzt eben,« der Prinz wies mit der Hand gegen das Zimmer des Bearners hin, »nicht den Vorschlag gemacht, ihm mit den Ihrigen zu Hilfe zu kommen, um seine Wiedereinsetzung als König von Navarra zu ermöglichen?«

Herr von Mouy sah den Herzog verdutzt an.

»Vorschläge, die er mit Entsetzen zurückgewiesen hat?«

Mouy hörte erstaunt zu.

»Haben Sie dann nicht Ihre ehemalige Freundschaft in das Treffen geführt, sich auf die Erinnerung an die gemeinsame Religion berufen? Haben Sie nicht sogar den König von Navarra mit Zukunftsträumen geködert, die so glänzend waren, daß er in der Hoffnung auf die Krone von Frankreich ganz verwirrt wurde? He, sagen Sie, bin ich gut unterrichtet? Haben Sie dem Bearner derartige Vorschläge gemacht?«

»Mein gnädiger Herr,« rief Herr von Mouy, »das ist so richtig, daß ich mich in diesem Augenblicke fragen muß, ob ich Eurer königlichen Hoheit nicht sagen soll, daß alles erlogen ist! Damit würde ich einen Zweikampf ohne Gnade herausfordern, durch unseren beiderseitigen Tod würde das furchtbare Geheimnis aus der Welt verschwinden!«

»Nur langsam, mein tapferer Herr von Mouy, nur langsam!« sagte der Herzog von Alençon, ohne seine Gesichtszüge zu verändern, ohne auf die schreckliche Drohung hin nur die geringste Bewegung zu machen, »das Geheimnis wird besser bei uns verborgen bleiben, wenn wir beide am Leben bleiben, statt daß einer von uns stirbt. Hören Sie mich an und quälen Sie ihren Degenknauf nicht so unaufhörlich. Zum dritten Male erkläre ich Ihnen, daß Sie sich bei einem Freund befinden, antworten Sie mir also, wie einem Freund. Nun also, hat der König von Navarra nicht alles abgelehnt, was Sie ihm angeboten haben?«

»Jawohl, und ich gestehe das auch ein, weil ich mit dem Geständnis nur mich allein bloßstellen kann.«

»Haben Sie nicht, als Sie sein Zimmer verließen und als Sie mit den Füßen auf Ihrem Hut herumtraten, geschrien, daß er ein feiger Prinz wäre, unwürdig, noch weiter Ihr Führer zu bleiben?«

»Das ist wahr, das habe ich gerufen.«

»Ah, es ist wahr? Sie geben es also endlich zu?«

»Ist das für immer Ihre Überzeugung?«

»Mehr als jemals, gnädiger Herr!«

»Nun gut! Ich, Herr von Mouy, ich, der dritte Sohn Heinrichs des Zweiten, ich, Königssohn Frankreichs, bin ich nicht Edelmann genug, um Ihre Soldaten zu befehligen? Urteilen Sie, ob ich aufrichtig genug denke, daß jedermann auf mein Ehrenwort zählen kann?«

»Sie, gnädigster Herr, Sie, Führer der Hugenotten?«

»Warum nicht? Wir leben im Zeitalter des Glaubenswechsels. Heinrich ist Katholik geworden, ich kann ganz gut Protestant werden, ich!«

»Ja, ohne Zweifel. Ich warte nur, daß Sie mir erklären...« »Nichts einfacher als das! Ich will Ihnen mit zwei Worten die Staatsgeheimnisse aller Welt erklären. Mein Bruder Karl tötet die Hugenotten, um auskömmlicher regieren zu können. Mein Bruder Anjou läßt sie töten, weil er meinem Bruder Karl in der Regierung folgen soll und weil, wie Sie es ja wissen, mein Bruder Karl oftmals krank ist. Doch ich ... das ist etwas ganz anderes, ich, der ich niemals regieren werde, in Frankreich wenigstens nicht, ich, der zwei ältere Brüder vor sich hat, ich, den der Haß der Mutter und der Brüder noch weiter vom Thron drängen, als es die Gesetze der Natur bedingen, ich, der ich auf keine Neigung in der Familie, auf keinen Ruhm, auf kein Königreich Anspruch erheben kann, ich, der ich trotzdem ein Herz im Leibe trage, das ebenso edel ist, wie das meiner älteren Brüder... nun also! Herr von Mouy, ich will mir aus diesem Frankreich, das sie mit Blut bedecken, mit meinem Schwert ein Königreich heraushauen! Das ist es, was ich will, und nun hören Sie weiter, Herr von Mouy: ich will König von Navarra werden, nicht infolge meiner Geburt, sondern durch Wahl. Und beachten Sie wohl, daß Sie mir in dieser Hinsicht nicht einmal einen Einwurf machen können, denn ich bin kein Thronräuber, weil mein Schwager Ihre Vorschläge abgelehnt hat und weil er, sich in Stumpfheit hüllend, doch ganz laut erklärt hat, daß dieses Königreich Navarra nichts anderes ist, als eine Erdichtung. Mit Heinrich von Bearn ist Ihnen nicht geholfen, bei mir finden Sie ein Schwert und einen guten Namen. Franz von Alençon, Sohn des königlichen Hauses von Frankreich, ein Schutz und Hort für alle seine Freunde oder für alle seine Mitkämpfer, wie Sie jene vielleicht nennen werden! Nun also, was sagen Sie zu diesem Angebot, Herr von Mouy?«

»Ich sage, daß es begeisternd auf mich wirkt, gnädigster Herr!«

»Herr von Mouy, Herr von Mouy! Wir werden viele Hindernisse zu überwinden haben, darum dürfen Sie nicht von vornherein zu anspruchsvoll und zu empfindlich mit dem Sohn eines Königs und dem Bruder eines Königs umgehen, der sich zu Ihnen gefunden hat.«

»Mein gnädiger Herr, die Sache wäre schon gemacht, wenn ich allein meine Ansicht zu vertreten hätte, doch wir haben einen Rat, und, so vorteilhaft das Angebot auch ist und vielleicht gerade deswegen, werden ihm die Vorstände der Partei nicht bedingungslos beistimmen.«

»Das ist etwas anderes, doch immerhin die Antwort eines ehrlichen Herzens und eines klugen Verstandes. Die Art und Weise, wie ich zu handeln gedenke, Herr von Mouy, muß Ihnen den Beweis meiner Ehrenhaftigkeit gegeben haben. Ich bitte mich daher Ihrerseits ganz wie einen Mann zu behandeln, den man schätzt und nicht wie einen Prinzen, dem man schmeichelt. Habe ich Aussichten, Herr von Mouy?«

»Auf mein Wort, gnädiger Herr, und da Eure Hoheit meine Ansicht wissen wollen: Eure Hoheit haben alle Aussichten, seitdem der König von Navarra alle meine Anträge zurückgewiesen hat. Doch ich wiederhole, ich muß mich mit unseren Führern ins Einvernehmen setzen, das ist eine unerläßliche Sache!«

»Tun Sie das nur, mein Herr,« entgegnete der Herzog, »nur, wann kann die Antwort da sein?«

Mouy betrachtete den Prinzen schweigend, dann, als ob er einen plötzlichen Entschluß gefaßt hätte, sagte er: »Mein gnädiger Herr, geben Sie mir Ihre Hand. Ich habe das Bedürfnis, die Hand eines Königssohnes Frankreichs zu drücken, um sicher zu sein, daß ich nicht im Stich gelassen werde.«

Der Herzog reichte ihm nicht nur die Hand hin, sondern ergriff die seine und drückte sie.

»Jetzt, gnädiger Herr, kann ich ruhig sein!« sagte der junge Hugenotte. »Wenn wir auch verraten werden würden, dann müßte ich sagen, daß Sie dabei nicht beteiligt sind. Ohne diese Erklärung wären Sie, mein gnädigster Herr, auch wenn Sie noch so wenig mit dem Verrat zu tun hätten, entehrt.«

»Warum sagen Sie mir das alles, Mouy, bevor Sie mir zu wissen geben, wann ich auf die Nachricht Ihrer Führer rechnen kann?«

»Weil Sie mich damit zugleich auch fragen, wo sich unsere Führer befinden; wenn ich antworten würde: »heute abend«, müßten Sie wissen, daß sich die Führer in Paris befinden und sich verbergen.

Bei diesen Worten machte Mouy eine Bewegung des Mißtrauens und heftete sein durchdringendes Auge auf den falschen, wankelmütigen Gesichtsausdruck des jungen Prinzen.

»Aber, aber, Herr von Mouy,« sagte der Herzog, »Sie hegen noch einige Zweifel! Doch ich kann selbstverständlich von Ihnen gleich zu Beginn nicht vollständiges Vertrauen verlangen. Sie werden mich später besser kennenlernen. Gemeinsames Streben wird uns aneinanderketten und wird Sie bald von jedem Zweifel befreien. Sie sagen also: heute abend, Herr von Mouy?«

»Ja, denn die Zeit ist kostbar. Heute abend! Doch wo, wenn ich bitten darf?«

»Im Louvre, hier in diesem Zimmer, paßt Ihnen das?«

»Das Zimmer ist bewohnt?« fragte Mouy und zeigte auf die zwei Betten, die einander gegenüberstanden.

»Von zwei Edelleuten aus meiner Umgebung, ja!«

»Mein gnädigster Herr, es scheint mir unvorsichtig zu sein, in den Louvre zurückzukehren.«

»Warum denn?«

»Da Sie mich erkannt haben, können andere, die gleich gute Augen haben, wie Eure Hoheit, mich auch erkennen. Ich werde aber trotzdem in den Louvre zurückkehren, wenn Sie mir das bewilligen, um was ich bitte.«

»Das ist?«

»Ein sicheres Geleite!«

»Herr von Mouy,« erwiderte der Herzog, »ein sicheres Geleite, das ich für Sie bestimme, bringt mich in Gefahr und rettet Sie auch nicht. Ich könnte für Sie nur unter der Bedingung etwas Derartiges veranlassen, als wir beide von niemanden erkannt werden möchten. Die Entdeckung noch so unschuldiger Beziehungen zu Ihnen durch meine Mutter oder durch meine Brüder würde mir das Leben kosten. Sie sind daher nur durch meine persönliche Teilnahme geschützt, und zwar in dem Augenblick, als ich mich mit den anderen eingelassen haben werde, so wie ich mich jetzt mit Ihnen besprochen habe. Frei in meinen Handlungen, stark, wenn ich unerkannt bleibe, umso mehr, als ich selbst unerforschlich bin, stehe ich für alles, das vergessen Sie nicht! Stellen Sie Ihren Mut daher nochmals auf die Probe, verlassen Sie sich auf mein Wort und wagen Sie das, was Sie ohne das Wort meines Schwagers gewagt haben. Kommen Sie heute abend in den Louvre!«

»In welcher Verkleidung soll ich aber kommen? Ich kann diesen Anzug nicht mehr gebrauchen, der nur für Vorzimmer und für die Höfe bestimmt ist. Mein eigener ist noch gefährlicher, alle Welt kennt mich hier, er könnte mich auf keinen Fall unkenntlich machen.«

»Warten Sie nur ... ich suche ... ich glaube, daß ... ja, da ist er!«

Der Herzog hatte sich im Zimmer umgeschaut, seine Blicke waren auf den Kleidern La Moles haften geblieben, die gegenwärtig auf dem Bett vorbereitet lagen. Das war der prächtige, kirschrote und goldverbrämte Mantel, der schon einmal erwähnt wurde, dann ein Barett, das mit einer weißen Feder geziert und, mit einem aus goldenen und silbernen Orakelblumen bestehenden Bande umsäumt war, schließlich ein Wams aus perlgrauem, goldgeschmücktem Atlas. »Sehen Sie diesen Mantel, den Federhut und das Wams?« fragte der Herzog, »Sie gehören dem Herrn von La Mole, einem meiner Edelleute, einem Höfling reinsten Wassers. Dieser Mantel hat Aufsehen bei Hof erregt und man erkennt den Herrn von La Mole auf hundert Schritte, wenn er ihn trägt. Ich werde Ihnen den Namen des Schneiders nennen, der ihn geliefert, und wenn Sie ihm das doppelte davon zahlen, was er wert ist, dann werden Sie heute abend schon den gleichen Mantel haben. Sie werden den Namen des Herrn von La Mole im Gedächtnis behalten, nicht wahr?«.

Kaum hatte der Herzog von Alençon diesen Vorschlag gemacht, als man im Gang einen Schritt vernahm, der sich zu nähern schien und gleich darauf hörte man wirklich, daß ein Schlüssel in die Tür gesteckt wurde.

»Eh, wer ist da?« rief der Herzog, eilte auf die Tür zu und schob den Riegel vor.

»Mein Gott,« ließ sich eine Stimme von draußen vernehmen, »ich finde diese Frage höchst merkwürdig! Wer ist denn da drinnen? Das ist aber doch sehr unterhaltend! Wenn ich zu mir nach Hause kommen will, fragt mich jemand aus meinem Zimmer, wer ich bin!«

»Sind Sie es, Herr von La Mole?«

»Eh, zweifellos bin ich es! Doch wer sind Sie?«

Während La Mole seinem Erstaunen Ausdruck gab, jemand in seinem Wohnzimmer zu finden und zu ergründen versuchte, wer der neue Genosse sein könnte, hatte der Herzog sich lebhaft umgedreht und eine Hand auf dem Riegel, die andere beim Schlüsselloch, hatte er Herrn von Mouy gefragt: »Kennen Sie den Herrn von La Mole?«

»Nein.«

»Und kennt er Sie?«

»Ich glaube nicht.«

»Also ist alles in Ordnung! Übrigens tun Sie so, als ob Sie durch das Fenster blickten.«

Mouy folgte ohne Widerrede, denn La Mole begann schon ungeduldig zu werden und klopfte abwechselnd mit beiden Händen.

Der Herzog warf noch einen letzten Blick auf Mouy und, als er sah, daß dieser dem Zimmer den Rücken kehrte, öffnete er die Tür.

»Mein gnädiger Herr Herzog!« rief La Mole aus und wich vor Überraschung ein paar Schritte zurück. »Oh, Verzeihung, Verzeihung!«

»Es liegt weiter nichts daran, mein Herr, ich hatte Ihr Zimmer gebraucht, um jemand zu empfangen.«

»Steht Ihnen ganz zur Verfügung, königliche Hoheit! Erlauben nur, daß ich mir meinen Mantel und meinen Hut hole, die auf dem Bette liegen, denn ich wurde heute nacht auf dem Quai von Grèves von Dieben angefallen, die mir den andern Hut und andern Mantel raubten.«

»Wahrhaftig!« meinte der Herzog lächelnd und reichte La Mole persönlich die verlangten Kleidungsstücke. »Da sind Sie sehr schlecht daran, Sie müssen es mit besonders geriebenen Spitzbuben zu tun gehabt haben.«

La Mole übernahm das Barett und den Mantel aus den Händen des Prinzen und ging wieder hinaus, um sich im Vorzimmer umzuziehen. Er beunruhigte sich nicht im mindesten darüber, was wohl der Herzog in seinem Zimmer zu tun haben könnte, denn es war damals im Louvre Sitte, daß die Wohnungen der Edelleute den Prinzen, welchen sie zugeteilt waren, als Empfangszimmer dienten.

Herr von Mouy näherte sich wieder dem Herzog und beide horchten, um zu wissen, wann La Mole, mit der Umkleidung fertig, die Wohnung wieder verlassen würde. Als der aber die Kleider gewechselt hatte, überhob er sie selbst jedem Zweifel, denn er kam nochmals zur Tür und fragte: »Verzeihung, Hoheit! Doch haben Eure Hoheit nicht zufällig auf Ihrem Wege den Grafen von Coconas gesehen?«

»Nein, Herr Graf! Im übrigen hätte er heute vormittag Dienst halten sollen.«

»Ah, dann hat man mir ihn womöglich noch ermordet!« sagte La Mole mehr zu sich selbst und entfernte sich eiligst.

Der Herzog horchte, wie sich die Schritte entfernten und allmählich undeutlich wurden. Er öffnete die Tür und veranlaßte Herrn von Mouy, mit ihm auf den Gang hinauszutreten.

»Schauen Sie ihm nach,« sagte er, »wie er davongeht, und versuchen Sie seine unnachahmliche Körperhaltung doch nachzuahmen.«

»Ich werde mein Bestes tun,« antwortete Mouy. »Unglückseligerweise bin ich aber kein Stutzer, sondern ein Soldat.«

»In jedem Falle erwarte ich Sie also vor Mitternacht auf diesem Gange. Ist das Zimmer meiner Edelleute frei, dann empfange ich Sie dort, wenn nicht, dann werden wir eben ein anderes Zimmer finden.«

»Jawohl, gnädiger Herr!«

»Also nochmals, an diesem Abend, vor Mitternacht!«

»Heute, vor Mitternacht!«

»Ach ja, bei dieser Gelegenheit schwingen Sie während des Gehens den rechten Arm recht stark, Herr von Mouy, denn das ist eine besondere Eigenart des Herrn von La Mole!«

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