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Kleine Schriften

Carl von Clausewitz: Kleine Schriften - Kapitel 8
Quellenangabe
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typemisc
authorCarl von Clausewitz
titleKleine Schriften
booktitleGeist und Tat
publisherAlfred Kröner Verlag
printrun
editorWalther Malmsten Schering
year1941
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Bei Gelegenheit deutscher Philosophen, die es gut meinen.

Gemeint ist die sogenannte Popularphilosophie der Aufklärung, insbesondere, wie der Ausdruck »Zuschauerin der Werke Gottes« verrät, Moses Mendelsohn (1729-86) mit seiner Schrift: »Morgenstunden.«

Eingebildete, verachtungs-spottenswürdige Philosophie, die uns auf einen Standpunkt stellen will hoch über das Treiben der Gegenwart hinaus, damit wir uns ihrem Druck entziehen und alles innere Widerstreben unseres Busens aufhöre! Die ein totes Vertrauen an die Weltregierung und ihre höheren Zwecke an die Stelle seht und eine kalte Klügelei als Zuschauerin der Werke Gottes an die Stelle der verzehrenden Glut, die sein Werkzeug ist!

Daß einzelne Geschlechter nichts sind als ein geringes Werkzeug der Vorsehung, daß sie ihren Wert nur darstellen können in dem Werke, das durch sie geschaffen wurde, daß es gleichgültig ist, ob das Werkzeug ein wenig früher oder später zerbricht; daß sie nicht da sind, um die Welt zu beobachten, sondern um die Welt zu sein, durch beständiges Streben nach vernünftigen Zwecken – das, denke ich, ist der höchste Standpunkt, über welchen es keinen weiter gibt.

Traurige Ruhe, törichte Hoffnung auf die Zukunft! Heut ist es, wo das Morgen, in der Gegenwart ist es, daß die Zukunft geschaffen wird. Indem ihr töricht der Zukunft harret, tritt sie aus euren faulen Händen mißgestaltet schon hervor.

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