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Kleine Schriften

Carl von Clausewitz: Kleine Schriften - Kapitel 7
Quellenangabe
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typemisc
authorCarl von Clausewitz
titleKleine Schriften
booktitleGeist und Tat
publisherAlfred Kröner Verlag
printrun
editorWalther Malmsten Schering
year1941
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Journalismus

Heut wird ein Staat aus seinen Fugen losgerissen und von seiner Höhe hinuntergeschleudert, und morgen erscheinen Betrachtungen an seinem Grabe; morgen wird in den Eingeweiden des Freundes geforscht, der heut gestorben ist. Dies ist der Geist der deutschen politischen Journale und Flugschriften. Sie scheinen auf den Untergang des Großen und Heiligen nur zu lauern, um alsobald (mit einer wahren Barbier- und Friseureilfertigkeit) die traurige Erbschaft einer Biographie, Abhandlung, Betrachtung, Prophezeiung, und was dergleichen auf Gräbern wachsendes Unkraut mehr ist, in Besitz zu nehmen.

Wenn ihr, die ihr zu dumm seid, um ohne Gefühl sein zu dürfen, nicht einem wohltätigen Vorurteil frönen wollt, wozu seid ihr dann da, Gesindel?

Nie hat es eine Nation gegeben, welche den unmittelbaren Druck, den eine andere gegen sie ausübt, anders erwidert hat als mit Haß und Feindschaft. Nur wir haben diese Afterweisheit, diesen Narrenstolz, der sich einbildet, eine Krone zu tragen, während er eine Sklavenkette schleppt.

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