Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Edward Bulwer-Lytton >

Kenelm Chillingly. Erster Band

Edward Bulwer-Lytton: Kenelm Chillingly. Erster Band - Kapitel 41
Quellenangabe
typefiction
authorEdward Bulwer-Lytton
year1873
firstpub1873
translatorEmil Lehmann
publisherErnst Julius Günther
addressLeipzig
titleKenelm Chillingly. Erster Band
created20110327
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

Viertes Kapitel.

Mit diesen Worten verließ Travers Lethbridge und begab sich raschen Schrittes nach dem einsameren Theil des Gartens. Er fand den Gesuchten nicht in den Gängen der Anlagen und nahm nun, indem er ganz um sein Gut herumging, seinen Rückweg nach dem Rasen durch eine abgelegene kleine Felsschlucht hinter dem Zelte, welche zu einer Farrenanpflanzung benutzt worden war. Hier blieb er plötzlich stehen; denn vor ihm saß auf einem grauen Felsstück, das Gesicht ganz vom Monde beleuchtet, ein Mann, der mit ruhigem und melancholischem Auge nach oben blickte und offenbar in tiefes Nachdenken versunken war.

Travers, der sich der Beschreibung des Fremden, wie sie Herr Lethbridge und Saundersons ihm 384 gegeben hatten, erinnerte, war sofort überzeugt, daß er ihn endlich hier gefunden habe.

Er trat sachte auf ihn zu, und Kenelm, denn niemand anders war es, der durch die hohen Farrenkräuter sehr verdeckt war, sah ihn nicht eher, bis sich eine Hand auf seine Schulter legte und er nun, als er sich umwandte, vor sich ein Gesicht mit gewinnendem Lächeln sah und eine angenehme Stimme vernahm.

»Ich irre mich wohl nicht«, sagte Leopold Travers, »wenn ich annehme, daß Sie der Herr sind, den Herr Lethbridge mir vorzustellen versprochen hat und der bei meinem Pachter Herrn Saunderson zum Besuch ist?«

Kenelm stand auf und verbeugte sich. Travers sah sofort, daß das die Verbeugung eines Mannes von seiner gesellschaftlicher Bildung sei und nicht zu dem Sonntagscostüm eines kleinen Pächters passe. »Nein«, sagte er, »lassen Sie uns sitzen.« Damit setzte er sich auf das Felsstück und machte neben sich Platz für Kenelm.

»Vor allem«, begann Travers wieder, »muß ich Ihnen für den Dienst danken, den Sie uns dadurch geleistet haben, daß Sie die brutale Gewalt, welche lange Zeit die Gegend hier tyrannisirt hat, zu 385 Boden geworfen haben. In meiner Jugend habe ich oft schmerzlich empfunden, wie sehr man durch zu kleinen Wuchs und mangelnde Muskelkraft in den häufigen Fällen im Nachtheil ist, wo es sehr erwünscht sein würde, durch Anwendung der primitiven Waffen des Menschen einem Streite ein Ende zu machen oder ein indolentes Benehmen zu züchtigen; aber niemals habe ich meine körperliche Schwäche mehr beklagt als bei verschiedenen Gelegenheiten, wo ich meinen kleinen Finger darum gegeben hätte, wenn ich im Stande gewesen wäre, Tom Bowles durchzuprügeln. Es war eine ebenso große Schande für mein Gut, daß es so lange von diesem Eisenfresser unsicher gemacht werden konnte, wie es für den König von Italien ist, daß er mit all seinen Armeen nicht im Stande ist, des Brigantenthums in Calabrien Herr zu werden.«

»Verzeihen Sie, Herr Travers, aber ich gehöre zu jenen seltenen Menschen, die nicht gern schlecht von ihren Freunden reden hören. Herr Thomas Bowles ist ein specieller Freund von mir.«

»Was!« rief Travers entsetzt. »Freund? Sie scherzen.«

»Sie würden mich keines Scherzes für fähig halten, wenn Sie mich kennten. Aber Sie haben es doch sicherlich selbst erfahren, daß es wenige Freunde gibt, 386 die man herzlicher liebt und die man sorgfältiger respectiren muß als den Feind, mit dem man sich eben wieder vertragen hat.«

»Wohl gesprochen und ich erkenne Ihre Zurechtweisung als verdient an«, sagte Travers mehr und mehr überrascht. »Ich habe gewiß weniger Recht als Sie, schlecht von Herrn Bowles zu reden, da ich nicht den Muth gehabt habe, mich mit ihm zu schlagen. Um auf einen weniger verfänglichen Gegenstand zu kommen – Herr Lethbridge hat mir von Ihrem liebenswürdigen Wunsche, einem jungen Paar in seiner Gemeinde, Will Somers und Jessie Wiles, zu dienen, und von Ihrem großmüthigen Anerbieten gesagt, das Geld, welches Frau Bawtrey für die Uebertragung ihres Miethcontracts verlangt, zu bezahlen. Zu dieser Abmachung aber bedarf es meiner Zustimmung und diese Zustimmung kann ich nicht geben. Soll ich Ihnen sagen, warum?«

»Bitte, thun Sie das. Vielleicht lassen sich Ihre Gründe bestreiten.«

»Jeder Grund läßt sich bestreiten«, sagte Travers, den die ruhige Sicherheit eines jungen Fremden, der einem erfahrenen Grundbesitzer gegenüber die Principien der Verwaltung seines eigenen Gutes im voraus für bestreitbar erklärte, ergötzte. »Indessen will 387 ich Ihnen meine Gründe mittheilen, nicht um darüber zu streiten, sondern um mich wegen meines anscheinenden Mangels an Höflichkeit gegen Sie zu rechtfertigen. Es war eine sehr schwierige Aufgabe für mich, die Einnahme meines Gutes auf die Höhe seines wahren Werthes zu bringen. Um das zu erreichen, habe ich mich genöthigt gesehen, ein einheitliches System in gleicher Weise auf meinen größten wie auf meinen kleinsten Pachthöfen zur Anwendung zu bringen. Dieses System besteht darin, daß ich mir die besten und sichersten Pachter, die ich finden kann, sichere und sie den von einem Taxator, zu dem ich Vertrauen habe, berechneten Pacht bezahlen lasse. Mit diesem auf meinem Gute allgemein zur Anwendung gebrachten System ist es mir, nachdem es anfänglich mit großer Unpopularität zu kämpfen gehabt, endlich gelungen, die öffentliche Meinung dieser Gegend auszusöhnen. Die Leute fingen damit an zu sagen, ich sei hart, jetzt erkennen sie an, daß ich gerecht bin. Wenn ich ein einziges Mal einer menschenfreundlichen Regung oder einem Wunsche der Begünstigung nachgebe, so hebe ich mein ganzes System aus den Angeln. Jeden Tag gelangen rührende Bitten an mich. Lord Zweistern, ein leidenschaftlicher Politiker, quält mich, einen leerstehenden Pachthof einem Pachter zu geben, weil er ein 388 vortrefflicher Wahlagitator ist und immer fest für die Partei gestimmt hat. Frau Vierstern, eine höchst menschenfreundliche Dame, bittet mich flehentlich, einem anderen Pachter nicht zu kündigen, weil er in zerrütteten Verhältnissen ist und eine große Familie hat; vielleicht sehr gute Gründe, um mich zu bestimmen, Nachsicht wegen einer rückständigen Pachtzahlung mit ihm zu haben oder ihm ein Ruhegehalt zu bewilligen, aber die schlechtesten Gründe von der Welt, um ihn noch ferner sich selbst und mein Land ruiniren zu lassen. Nun hat die Frau Bawtrey ein kleines Haus von mir auf eine Reihe von Jahren zu der zu geringen Miethe von acht Pfund jährlich. Sie verlangt fünfundvierzig Pfund für die Uebertragung; sie kann aber den Miethcontract nicht ohne meine Zustimmung übertragen, und ich habe die Auswahl unter einer großen Anzahl von zuverlässigen Miethern, die mir die immer noch mäßige Summe von zwölf Pfund zu zahlen bereit sind. Es convenirt mir besser, ihr selbst die fünfundvierzig Pfund zu bezahlen, die mir der künftige Miether ohne Zweifel wenigstens theilweise zurückzahlen wird, und wenn er es nicht thäte, so würde die Erhöhung der Miethsumme doch immer eine gute Verzinsung dieser Ausgabe repräsentiren. Nun nehmen Sie zufällig bei Ihrem vorübergehenden Aufenthalt im Dorfe ein 389 sentimentales Interesse an der Liebe eines hülfsbedürftigen Krüppels, dessen äußerster Fleiß ihn doch nur vor einer Gemeindeunterstützung hat bewahren können, und eines albernen Mädchens, das keinen Heller hat, und Sie verlangen von mir, daß ich diese sehr unsichern Miethsleute anstatt zuverlässigerer acceptire und zwar zu einer Miethe, die ein Drittel unter dem Marktwerth steht. Angenommen, ich ginge auf Ihre Bitte ein, was sollte wohl aus meinem Ruf praktischer, geschäftsmäßiger Gerechtigkeit werden? Ich würde das System, nach welchem mein ganzes Gut verwaltet wird, durchbrechen, meine Freunde und Nachbarn zu allen Arten von Bittgesuchen gradezu auffordern und mich in die Lage bringen, diese Bittgesuche consequenterweise nicht mehr abschlagen zu können, nachdem ich gezeigt hätte, wie leicht ich von einem Fremden, den ich vielleicht nie wiedersehen werde, zur Nachgiebigkeit zu bewegen sei. Und sind Sie schließlich so sicher, daß Sie, wenn es Ihnen gelänge, mich zu überreden, wirklich den guten Zweck, den Sie im Auge haben, erreichen würden? Es ist ohne Zweifel ein sehr angenehmer Gedanke, ein junges Paar glücklich zu machen. Aber wenn es dem jungen Paar nicht gelingen sollte, sich mit dem kleinen Laden, in den Sie es verpflanzen wollen, zu erhalten – und nichts ist 390 wahrscheinlicher, denn Bauern werden selten gute Ladeninhaber – und wenn es sich dann mit einer Schaar von Kindern einzig und allein nicht auf den Arm eines starken Arbeiters, sondern auf die zehn Finger eines kränklichen Krüppels angewiesen fände, der hübsche Körbe macht, für die aber hier in der Gegend nur geringe und precäre Nachfrage ist, würden Sie da nicht dem Paare, das Sie glücklich zu machen wünschen, zu einem sicheren Elende verholfen haben?«

»Ich verzichte auf jedes Gegenargument«, sagte Kenelm mit einer so demüthigen und niedergeschlagenen Miene, daß sie einen Eisbär oder ein Geschwornengericht erweicht haben würde. »Ich überzeuge mich mehr und mehr, daß von allen Scheindingen in der Welt Menschenfreundlichkeit das größte ist. Es scheint so leicht, Gutes zu thun, und ist doch in der That so schwer. Ueberall in dieser abscheulichen civilisirten Welt rennt man mit dem Kopf gegen ein System. Ein System, Herr Travers, ist des Menschen servile Nachahmung der blinden Tyrannei, dessen, was wir in unserer Unwissenheit Naturgesetze nennen, ein mechanisches Etwas, durch welches die Welt mit der Grausamkeit allgemeiner Principien unter der äußersten Mißachtung der Wohlfahrt des Individuums 391 regiert wird. Nach den Naturgesetzen fallen die Geschöpfe über einander her und große Fische fressen kleine nach einem System. Die Sache ist nichtsdestoweniger hart für den kleinen Fisch. Jede Nation, jede Stadt, jedes Dorf, jeder Stand hat ein System, demzufolge auf eine oder die andere Weise immer ein Teich voll von Fischen ist, von denen eine große Menge untergeordneter dazu beitragen, die Größe eines überlegenen Fisches zu vermehren. Es ist ein müßiges Wohlwollen, einen einzelnen Gründling dem Rachen eines Hechtes entreißen zu wollen. Da habe ich gethan, was ich für die einfachste Sache von der Welt hielt, ich habe einen Herrn, der offenbar ebenso gutmüthig ist wie ich, gebeten, einer alten Frau zu erlauben, ihr Haus einem braven jungen Paar zu überlassen, und habe die von ihr geforderte Summe aus eigenen Mitteln bezahlt. Und nun finde ich, daß ich damit gegen ein System verstoße und alle die Gesetze übertrete, durch welche eine Einnahme vermehrt und ein Gut verbessert wird. Herr Travers, Sie haben keinen Grund, es zu bedauern, daß Sie Tom Bowles nicht geschlagen haben. Sie haben seinen Sieger geschlagen und ich gebe jetzt jeden Traum einer weiteren Einmischung in die Naturgesetze auf, welche das Dorf regieren, das ich vergebens besucht habe. Ich hatte 392 beabsichtigt Tom Bowles aus dieser ruhigen Gemeinde zu entfernen. Ich werde es ihm jetzt überlassen, zu seinen früheren Gewohnheiten zurückzukehren, Jessie Wiles zu heirathen, was er sicherlich thun wird, und –«

»Halt!« rief Herr Travers. »Glauben Sie wirklich, daß Sie Tom Bowles veranlassen können, das Dorf zu verlassen?«

»Ich hatte ihn bereits veranlaßt, das zu thun, vorausgesetzt, daß Jessie Wiles den Korbmacher heirathen würde, aber davon kann ja jetzt nicht mehr die Rede sein; ich bin verpflichtet, ihm das zu sagen, und er wird bleiben.«

»Und wenn er fortginge, was würde aus seinem Geschäft werden? Seine Mutter könnte es nicht fortführen. Sein kleines Grundstück ist ein Freigut, das einzige Haus im Dorfe, das mir nicht gehört, sonst würde ich ihn längst ausgetrieben haben. Würde er mir das Haus verkaufen?«

»Wenn er bleibt und Jessie Wiles heirathet, nicht. Aber wenn er mit mir nach Luscombe geht und sich in dieser Stadt als Associé seines Onkels niederläßt, so würde er, glaube ich, nur zu froh sein, ein Haus zu verkaufen, an welches sich für ihn keine angenehmen Erinnerungen knüpfen können. Aber was dann? 393 Sie werden doch Ihr System nicht um einer elenden Schmiede willen verletzen wollen?«

»Es würde keine Verletzung meines Systems sein, wenn ich, anstatt einer menschenfreundlichen Regung nachzugeben, ein vortheilhaftes Geschäft machte, und um Ihnen die Wahrheit zu gestehen, möchte ich sehr gern die Schmiede mit dem dazu gehörigen Stück Land kaufen.«

»Das ist jetzt Ihre Angelegenheit, Herr Travers, nicht die meinige. Ich werde mir keine weitere Einmischung anmaßen. Ich gehe morgen von hier fort, sehen Sie zu, ob Sie mit Herrn Bowles verhandeln können. Ich habe die Ehre, mich Ihnen zu empfehlen.«

»Nein, junger Mann, ich kann Sie nicht so von mir gehen lassen, Sie haben es abgelehnt, mit zu tanzen, Sie werden aber doch wenigstens mit uns zu Abend essen. Kommen Sie!«

»Ich danke Ihnen von Herzen, aber ich muß es ablehnen. Ich bin einzig und allein wegen der Angelegenheit, welche durch Ihr System abgemacht ist, hierher gekommen.«

»Ich bin aber nicht sicher, daß sie abgemacht ist.«

Bei diesen Worten legte Travers seinen Arm in den Kenelm's und sagte, indem er ihm grade ins 394 Gesicht sah: »Ich weiß, daß ich mit einem Gentleman von einem dem meinigen mindestens gleichen Range rede; da ich aber das traurige Privilegium genieße, der ältere von uns beiden zu sein, halten Sie es nicht für eine unzulässige Anmaßung, wenn ich Sie frage, ob Sie etwas dagegen haben, mir Ihren Namen zu sagen? Ich möchte Sie gern meiner Tochter vorstellen, die sich sehr lebhaft für Jessie Wiles und Will Somers interessirt. Aber ich darf es nicht wagen, ihre Phantasie dadurch zu entzünden, daß ich Sie als einen verkleideten Prinzen vorstelle.«

»Herr Travers, Sie drücken sich mit ausgezeichneter Delicatesse aus. Aber ich trete eben ins Leben ein und ich möchte meinem Vater nicht gern die Kränkung bereiten, meinen Namen mit einem entschiedenen Mißerfolg zu verknüpfen. Nehmen Sie an, ich wäre ein anonymer Mitarbeiter, sagen wir des ›Londoner‹, und ich hätte eben dieses höchst geistreiche Blatt durch den schwachen Versuch einer gutmüthigen Kritik oder des Ausdrucks eines großmüthigen Gefühls in Miscredit gebracht. Wäre das eine passende Gelegenheit, die Maske abzuwerfen und mich vor einer spöttischen Welt als den albernen Verletzer eines anerkannten Systems zu präsentiren? Müßte ich nicht in einem so ungünstigen Augenblick mehr als je wünschen, mein 395 unbedeutendes Ich in die geheimnißvolle Bedeutung zu hüllen, welche der kleinste Singular erhält, wenn er sich zu einem Plural macht und nicht als Ich, sondern als Wir spricht? Wir sind unempfänglich für die Reize junger Damen; Wir lassen uns nicht durch Abendessen bestechen; Wir haben wie die Hexen in Macbeth keinen Namen auf Erden; Wir vertreten die größte Weisheit der größten Zahl; Wir thun das nach einem bestimmten System; Wir grüßen Sie, Herr Travers und verabschieden Uns in Unserer unangreifbaren Position.«

Bei diesen Worten stand Kenelm auf, nahm seinen Hut mit einem majestätischen Gruß ab und setzte ihn wieder auf, trat an den Ausgang des Farrenkrautgestrüpps und fand sich plötzlich George Belvoir gegenüber, welchem mit einer Menge von Gästen die reizende Gestalt Cecilia's folgte. George Belvoir ergriff Kenelm's Hand und rief:

»Chillingly! Ich habe mich also nicht geirrt.«

»Chillingly!« wiederholte Leopold Travers. »Sind Sie der Sohn meines alten Freundes Sir Peter?«

So entdeckt und umringt verlor doch Kenelm seine gewohnte Geistesgegenwart nicht; er wandte sich zu Leopold Travers um, der jetzt dicht hinter ihm stand, und flüsterte ihm zu: »Wenn mein Vater Ihr Freund 396 war, beschimpfen Sie seinen Sohn nicht. Sagen Sie nichts von meinem Mißerfolg. Gehen Sie von Ihrem System ab und lassen Sie Will Somers den Nachfolger von Frau Bawtrey werden.« Dann kehrte er sich wieder nach Belvoir um und sagte ruhig: »Ja, wir haben uns schon einmal gesehen.«

»Cecilia«, sagte Travers, der jetzt dazwischen trat, »ich schätze mich glücklich, Dir in Herrn Chillingly nicht nur den Sohn eines alten Freundes, nicht nur den irrenden Ritter, von dessen edlem Benehmen zu Gunsten Deines Schützlings Jessie Wiles wir so viel gehört haben, sondern den Mann vorzustellen, der durch seine beredten Argumente in einer Angelegenheit, in der ich mich für unfehlbar hielt, mein besseres Urtheil mit Erfolg bekämpft hat. Sage Herrn Lethbridge, daß ich Will Somers als Miether von Frau Bawtrey's Haus acceptire.«

Kenelm ergriff die Hand des Gutsherrn mit Herzlichkeit. «Möchte es in meiner Macht stehen, Ihnen allen entgegenstehenden Systemen zum Trotz etwas Freundliches zu erweisen!«

»Herr Chillingly, geben Sie meiner Tochter den Arm, Sie werden doch jetzt nichts dagegen haben, am Tanze Theil zu nehmen?«

Ende des ersten Bandes.

 

 << Kapitel 40 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.