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Katharina von Medici

Honoré de Balzac: Katharina von Medici - Kapitel 4
Quellenangabe
typenovelette
authorHonoré de Balzac
titleKatharina von Medici
publisherDiogenes
yearo.J.
isbn3257204809
translatorPaul Hansmann
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
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Der calvinistische Märtyrer

Wenige Leute wissen heutzutage noch, wie naiv die Behausungen der Pariser Bürger des vierzehnten Jahrhunderts waren und wie einfach sich ihr Leben abspielte. Vielleicht ist solche Einfachheit in Werken und Gedanken die Ursache der Größe dieser alten Bourgeoisie gewesen, die wahrlich groß, frei und edler vielleicht als das heutige Bürgertum war. Ihre Geschichte ist noch zu schreiben, sie erheischt einen klugen Geist und harrt eines genialen Mannes. Von dem wenig bekannten Vorfall inspiriert, welcher den Grund zu dieser Studie bildet und sich als einen der bemerkenswertesten in der Geschichte des Bürgertums erweisen dürfte, wird nach dieser Erzählung die Bestätigung dieses meines eigenen Eindrucks sicherlich auf jedermanns Lippen zu lesen stehen. Wäre es etwa das erstemal, daß in der Geschichte die Schlußfolgerung vor den Geschehnissen steht?

Anno 1560 säumten die Häuser der alten Kürschnerstraße das linke Seineufer zwischen der Liebfrauenbrücke und Wechslerbrücke ein. Die öffentliche Straße und die Häuser nahmen den Platz in Anspruch, welcher von dem Fahrdamme des heutigen Quais ausgefüllt wird. Jedwedes über der Seine selber stehende Haus gestattete den Bewohnern auf steinernen oder hölzernen Treppen, die mit starkem Eisengittern oder Türen aus nägelbeschlagenem Holz verwahrt waren, zu ihr hinunterzusteigen. Wie die Venezianischen hatten diese Häuser ein Tor auf dem festen Lande und eine Wasserpforte. Im Augenblick, wo diese Skizze veröffentlicht wird, gibt es nur mehr ein einziges Haus, welches an das alte Paris zu erinnern vermag, und auch das wird bald verschwinden; es steht in der Ecke der kleinen Brücke gegenüber dem Pförtnerhause des großen Spitals. Früher zeigte jede Behausung auf der Flußseite die wunderliche Physiognomie, welche ihm, sei es der Beruf des Mieters und seine Gewohnheiten, sei es die Originalität der Bauwerke aufprägten, die von den Besitzern zur Benutzung oder zur Ausnützung der Seine erfunden worden waren. Brücken hatte man gebaut und fast alle waren sie durch mehr Mühlen versperrt worden, als bei den Bedürfnissen der Schiffahrt zulässig sein mochten, daher zählte man in Paris denn ebensoviele geschlossene Wasserbecken wie Brücken. Bestimmte Wasserbecken dieses ehemaligen Paris würden der Malerei köstliche Farbentöne dargeboten haben. Welch einen Wald stellten nicht die gekreuzten Balken dar, welche die Mühlen, ihre riesigen Schützen und ihre Räder stützten! Welch seltsame Wirkungen erzeugten die Stützbalken, die eingeraumt worden waren, um die Häuser über den Fluß auszubauen! Leider gab es dazumal noch keine Genremalerei und die Stecherkunst lag noch in den Windeln; verlustig gegangen sind wir also des Anblicks dieses interessanten Schauspiels, das heute noch, aber im kleinen, in gewissen Provinzstädten gezeigt wird, wo die Flüsse von Holzhäusern eingerahmt und wo, wie in Vendôme, die von langbärtigen Wasserpflanzen angefüllten Becken durch riesiges Gitterwerk geteilt sind, welches die sich an beiden Ufern entlangziehenden Besitzungen voneinander trennt. Der Name dieser jetzt vom Stadtplan verschwundenen Straße zeigt zur Genüge an, welches Handelszweiges man sich dort befleißigte. Zu jenen Zeitläuften ließen sich die Kaufleute, die sich dem nämlichen Berufe widmeten, statt sich in der Stadt zu zerstreuen, in einunddemselben Viertel nieder und beschützten sich so gegenseitig. Sozial durch die Zunft vereinigt, die ihre Zahl beschränkte, waren sie durch die Kirche noch als Bruderschaft verbunden. So behaupteten sich denn auch die Preise. Da waren die Meister noch nicht ihren Arbeitern als Beute überlassen und gehorsamten, wie das heutzutage der Fall ist, deren Launen; sie sorgten im Gegenteil für sie, machten sie zu ihren Kindern und weihten sie in die Feinheiten der Arbeit ein. Um Meister zu werden, mußte ein Geselle damals ein Meisterwerk schaffen, welches immer dem Heiligen, der die Bruderschaft schirmte, dargebracht wurde. Würdet ihr zu sagen wagen, daß der Mangel an Konkurrenz das Gefühl der Vollkommenheit raubte und der Schönheit der Erzeugnisse hindernd in den Weg trat, ihr, die ihr mit eurer Bewunderung vor den Werken der ehemaligen Innungen den neuen Beruf des Antiquitätenhändlers geschaffen habt?

Im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert bildete der Handel mit Rauchwerk eine der blühendsten Industrien. Die Schwierigkeit, sich die Pelze zu verschaffen, die, aus dem Norden bezogen, lange und gefahrreiche Reisen erforderten, sorgte dafür, daß die Erzeugnisse der Kürschnerei rasend teuer waren. Damals wie heute reizte der übermäßige Preis zum Verbrauch an, denn die Eitelkeit kennt keine Hindernisse. In Frankreich und in anderen Königreichen behielten Verfügungen das Pelztragen nicht nur dem Adel vor, – Beweis dafür ist die wichtige Rolle, die das Hermelin auf alten Wappen spielte – sondern es durften gewisse seltene Pelze wie das Grauwerk, welches ohne allen Zweifel der kaiserliche Zobel war, auch nur von den Königen, den Herzögen und von Edelleuten getragen werden, die ein bestimmtes Hofamt bekleideten. Man unterschied das große und kleine Grauwerk. Zum größten Vergnügen der Kürschner wurden die Verordnungen über das Tragen von Pelzwerk natürlich ständig übertreten. Der hohe Preis für Stoffe und Rauchwerke machten damals aus einem Kleidungsstücke eine jener dauerhaften Sachen, welche dem Hausrat, den Waffen und den Einzelheiten des herzhaften Lebens des fünfzehnten Jahrhunderts angemessen waren. Eine adlige Dame, ein Edelmann, jeder Reiche wie jedweder Bürgersmann besaß höchstens zwei Kleider für die Jahreszeit, welche ihr Leben lang und noch darüber hinaus hielten. Diese Gewänder wurden den Kindern vermacht. Auch war die Klausel bezüglich der Waffen und Kleidungsstücke in den Ehekontrakten – heute ist sie des geringen Wertes der unaufhörlich erneuerten Garderobe wegen fast zwecklos – zu jenen Zeiten von unendlichem Interesse. Der hohe Preis hatte die Solidität mit sich gebracht. Die Toilette einer Frau stellte ein enormes Kapital vor, das mit zum Hausrat gerechnet und in jene ungeheuren Truhen eingepfercht wurde, welche den Decken unserer modernen Wohnungen gefährlich werden. Das Festtagskleid einer Frau von 1840 würde das Negligé einer Dame von anno 1540 vorgestellt haben. Die Entdeckung Amerikas, die Leichtigkeit der Transporte, der Ruin sozialer Unterschiede, welcher den Ruin vornehmer Standesunterschiede vorbereitete, all das hat die Kürschnerei auf das, was sie heute darstellt, nämlich auf fast nichts reduziert. Der Gegenstand, den ein Kürschner heute wie früher für zwanzig Taler kauft, hat sich nach der Geldentwertung gerichtet; früher war der Taler mehr wert als zwanzig Franken heutiger Währung. Heute wissen Spießbürgerin und Dirne, welche ihre Pelerinen mit Marderpelz verbrämen, nicht, daß anno 1440 ein übelwollender Stadthäscher sie unverzüglich festgenommen und vor den Châteletrichter geschleppt haben würde. Die so auf Hermelin versessenen Engländerinnen ahnen nicht, daß ehedem Königinnen, Herzoginnen und die Kanzler Frankreichs als einzige dies königliche Rauchwerk tragen durften.

Diese Abschweifung enthielt nicht nur die Erklärung für die langen Streitereien über den Vorrang, welche die Bruderschaft der Tuchmacher zwei Jahrhunderte über mit der Bruderschaft der Kürschner und der Schnittwarenhändler anstellte (jede von ihnen wollte als die angesehenste in Paris, als die erste im Zuge schreiten) sondern auch noch für die Wichtigkeit des Ehren Lecamus, eines Kürschners, welcher durch die Kundschaft der beiden Königinnen, Katharina von Medici und Maria Stuart, und die Kundschaft des Parlaments ausgezeichnet ward, seit zwanzig Jahren Syndikus seiner Zunft war und in dieser Straße wohnte.

Lecamus' Haus war eines von den dreien, welche die drei einspringenden Ecken der Straßenkreuzung bildeten, die am unteren Ende der Wechslerbrücke lag; heute steht dort nur noch der Turm des Justizgebäudes, welches die vierte bildete. An der Kante dieses Hauses, das an der Ecke von Wechslerbrücke und Quai lag, welches heute den Namen Blumenquai führt, hatte der Architekt einen Mauervorsprung für eine Madonna angebracht, die ständig von Kerzen beleuchtet, mit natürlichen Blumen in der schönen Jahreszeit und mit künstlichen Blumen im Winter geschmückt ward. Auf der Seite der Brückenstraße, wie auf der alten Kürschnerstraße war das Haus auf hölzerne Pfeiler gestützt. Alle Gebäude der Kaufmannsquartiere hatten unter diesen Pfeilern einen Laubengang, wo die Vorübergehenden im Trocknen einkaufen konnten; zwar war der Boden holprig durch den Dreck, den sie mit sich brachten, aber doch festgetreten. In allen Städten Frankreichs werden solche Gänge die Lauben genannt, ein Gattungsname, dem man die Bezeichnung des Handels wie Marktlauben, Bäckerlauben hinzufügt. Solche Galerien, welche durch die so wechselreiche, regnerische Pariser Atmosphäre bedingt wurden und der Stadt ein charakteristisches Gesicht verliehen, sind gänzlich verschwunden. Ebenso wie nur ein einziges über den Fluß gebautes Haus existiert, gibt es kaum noch ein hundert Fuß langes Stück der alten Marktlauben, der letzten, welche der Zeit widerstanden; in einigen Tagen wird auch dieses Überbleibsel von dem düsteren Labyrinth des alten Paris zerstört werden. Das Vorhandensein solcher Trümmer des Mittelalters verträgt sich wahrlich nicht mit den großen Ausmaßen des modernen Paris. Auch ist es weniger Absicht dieser Bemerkungen, den Verlust solcher Fragmente der alten Stadt zu bedauern, als ihre Ehrwürdigkeit durch die letzten lebenden Beweise, die drauf und dran sind, in Staub zu zerfallen, zu weihen und für Beschreibungen, welche für eine Zukunft kostbar sind, die dem augenblicklichen Jahrhundert auf dem Fuße folgt, Verzeihung zu erlangen.

Die Wände dieses Hauses waren aus Holz gebaut, das man mit Schiefern belegt hatte. Die Zwischenräume zwischen den Holzbalken waren, wie man es noch in einigen alten Provinzstädten sieht, mit Mauersteinen ausgefüllt worden, deren verschiedene Dicke ein Muster bildete, das man »ungarische Spitze« nennt. Die Brüstungen der Fenster und ihre Oberschwellen, die in gleicher Weise aus Holz bestanden, waren wie der Eckpfeiler, der sich oberhalb der Madonna erhob, und die Pfeiler der Vorderseite des Kaufmannsgewölbes reich skulpiert. Jedes der Fenster, jeder der Hauptbalken, welche die Stockwerke voneinander trennten, zeigten Arabesken aus phantastischen Menschen oder Tieren gebildet, die in verschnörkeltem Blätterwerk lagerten. Auf der Straßenseite wie nach dem Flusse hin hatte das Haus als Aufsatz ein zwei gegeneinander gestellten Karten ähnliches Dach, und zeigte so einen Giebel nach der Straße und einen nach dem Wasser hin. Das Dach sprang wie das eines Schweizerhauses so weit vor, daß es im zweiten Stockwerk eine mit Geländerdocken verzierte Außengalerie geben konnte, auf welcher die Bürgerin im Trocknen lustwandelte, wobei sie die ganze Straße oder das zwischen den beiden Brücken und den beiden Häuserreihen liegende Wasserbecken zu überblicken vermochte.

Die über den Fluß gebauten Häuser besaßen damals einen großen Wert. Zu jenen Zeitläuften war das Kanal- und Röhrenbrunnensystem noch zu erfinden; es existierte nur erst die Gürtelgosse, welche von Aubriot, dem ersten genialen und willensstarken Manne, der unter Karl dem Fünften an die Verbesserung der Pariser Gesundheitsbedingungen dachte, vollendet worden war. Die wie das Lecamussche gelegenen Häuser fanden durch den Fluß zugleich das fürs Leben notwendige Wasser und den Abfluß des Regens und all der Abwässer. Die ungeheuren Arbeiten, welche die Vorsteher der Kaufmannschaft in dieser Art leisteten, waren noch nicht vorhanden. Heute erinnern sich nur noch die Vierzigjährigen der Schlünde, von welchen die Abwässer in der Montmartrestraße, in der Templestraße usw. verschlungen wurden. Diese schrecklichen klaffenden Mäuler bildeten in jenen alten Zeiten eine ungeheure Wohltat. Ihr Platz wird zweifelsohne ewig markiert sein durch die plötzliche Erhöhung des Straßendamms an der Stelle, wo sie sich öffneten: auch eine archäologische Absonderlichkeit, welche sich in zwei Jahrhunderten die Historiker nicht werden erklären können. Gegen 1816 wurde eines Tages ein kleines Mädchen, das einer Schauspielerin des Ambigu ihre Diamanten für eine Königinnenrolle brachte, von einem Platzregen überrascht und in so verhängnisvoller Weise in den Schlund der Templestraße gezogen, daß sie ohne die Hilfe eines Vorübergehenden, dem ihr Geschrei zu Herzen gegangen, darin verschwunden wäre; die Diamanten aber hatte sie fahren lassen müssen, und sie wurden in einem Loche wiedergefunden. Dies Ereignis erregte großes Aufsehen und gab dem Verlangen nach Abschaffung solcher Wasser- und Kleinmädchenverschlinger einiges Gewicht. Diese seltsamen, fünf Fuß hohen Konstruktionen waren mit mehr oder minder beweglichen, oder auch vergitterten Rosten versehen, welche die Überschwemmungen der Keller veranlaßten, wenn der durch einen starken Regenguß erzeugte künstliche Fluß vor dem Roste Halt machte, da er von Unrat verstopft war, dessen Fortschaffung die Anwohner oft vergaßen.

Die Vorderseite von Ehren Lecamus' Laden war zwar durchbrochen, aber mit einem bleigefaßten Fenster versehen, welches das Lokal sehr dunkel ließ.

Reichen Leuten brachte man die Pelzwerke ins Haus. Was die anlangte, die sie beim Kürschner selber kaufen wollten, denen zeigte man die Waren bei Tageslicht unter den Lauben, die tagsüber alle, sagen wir es nur, von Tischen und auf Schemeln sitzenden Kommis versperrt wurden, wie es vor etwa fünfzehn Jahren noch unter den Marktlauben zu sehen war. Von diesen vorgeschobenen Posten aus sprachen die Gesellen, die Lehrburschen und Lehrmädchen, fragten und antworteten sich gegenseitig und riefen die Vorübergehenden an. Alles Sitten, aus welchen der große Walter Scott in ›Nigels Abenteuern‹ seinen Vorteil gezogen hat. Das Firmenschild, auf welchem ein Hermelin dargestellt war, hing draußen, wie heute noch die mancher Dorfwirtschaften ausgehängt sind, und zwar an einem durchbrochen gearbeiteten, reich vergoldeten Eisenarm. Über dem Hermelin stand auf einer Seite geschrieben:

Lecamus
Kürschner
der Frau Königin und des Königs, unseres Herrn.

auf der anderen:

der Frau Königin-Mutter
und der Herren des Parlaments.

Die Worte: der Frau Königin-Mutter waren erst vor kurzem hinzugefügt worden. Die Vergoldung war neu. Diese Änderung deutete die frische Revolution an, die durch Heinrichs des Zweiten plötzlichen und gewaltsamen Tod hervorgerufen worden war, welcher viel Glück am Hofe zerstörte und mit dem das der Guisen anhub.

Der Hinterladen ging auf den Fluß hinaus. In diesem Raume hielten sich der respektable Bürger und seine Frau, Mademoiselle Lecamus, auf. Zu jener Zeit hatte die Frau eines Mannes, der nicht von Adel war, keinerlei Anrecht auf den Titel Madame. Die Frauen der Pariser Bürger aber konnten den Titel Demoiselle für sich beanspruchen den Privilegien zufolge, die ihren Ehemännern von mehreren Königen, denen sie ungeheure Dienste geleistet, verliehen und bestätigt worden waren. Zwischen Hinterladen und Magazin ging eine Wendelstiege, eine Art Schraubentreppe in die Höhe, auf der man in die oberen Stockwerke, wo das große Lager und die Wohnung des alten Paares waren, und in die durch Dachluken erleuchteten Speicher stieg, wo die Kinder, die Magd, die Lehrlinge und die Gehilfen hausten.

Solch Zusammenpferchen von Familien, Dienern und Lehrlingen und den kargen Raum, der jedweder im Innern angewiesen bekam, wo die Lehrlinge alle in einem großen Zimmer unter den Dächern schliefen, erklärt sowohl, welch große Bevölkerung damals in Paris auf dem zehnten Teile des heutigen Stadtgebietes angehäuft war, als auch all die krausen Einzelheiten des Privatlebens im Mittelalter und die Liebeslisten, die, möge es ernsthaften Geschichtsschreibern nicht mißfallen, sich nur bei den Erzählern wiederfinden lassen und ohne sie unwiederbringlich verloren gegangen wären. Zu jener Zeit hatte ein sehr hoher Edelmann, wie der Admiral von Coligny zum Beispiel, drei Zimmer in Paris inne und sein Gefolge wohnte in einem benachbarten Gasthofe. Es gab damals noch keine fünfzig Hotels, will sagen, fünfzig Paläste in Paris, die souveränen Fürsten oder großen Vasallen gehörten, deren Existenz der der größten deutschen Souveräne, wie der des Bayernherzogs oder des Kurfürsten von Sachsen, überlegen war.

Die Küche des Lecamusschen Hauses befand sich unter dem Hinterladen am Flusse. Sie besaß eine Glastüre, die auf eine Art eisernen Balkon führte, von wo aus die Köchin mit einem Eimer Wasser schöpfen konnte und wo man die Hauswäsche bleichte. Der Hinterladen war also zu gleicher Zeit des Kaufmanns Eßzimmer, Arbeitsraum und Wohngemach. In diesem wichtigen Raume, der immer mit reichem Getäfel versehen, mit einigen Kunstgegenständen, einer Truhe geschmückt war, spielte sich des Kaufmanns Leben ab. Hier fanden die fröhlichen Abendessen nach der Arbeit, hier die geheimen Konferenzen über die politischen Interessen der Bourgoisie und des Königtums statt. Die gefürchteten Pariser Körperschaften konnten damals hunderttausende Bewaffnete auf die Beine stellen. Auch wurden zu damaligen Zeiten die Beschlüsse der Kaufleute von ihren Dienern, ihren Gehilfen, ihren Lehrburschen und ihren Arbeitern unterstützt. In dem Vorsteher der Kaufmannschaft besaßen die Bürger ein Oberhaupt, welches sie befehligte, und im Stadthause einen Palast, in dem sie sich rechtlicherweise versammeln konnten. In diesem berühmten Sprechsaal der Bürger wurden feierliche Entschlüsse gefaßt. Ohne die ständigen Opfer, welche den ihrer Verluste und des Hungers müden Körperschaften den Krieg unerträglich gemacht hatten, würde Heinrich der Vierte, dieser endlich König gewordene Aufwiegler, vielleicht niemals in Paris eingezogen sein.

Leicht wird jeder sich jetzt die Physiognomie dieses Winkels des alten Paris ausmalen können, wo heute die Brücke und das Quai sich winden, wo die Bäume des Blumenquais ragen und wo von dieser Zeit nichts weiter aufrecht steht als der hohe und berühmte Gerichtspalastturm, von dem aus das Zeichen für die Bartholomäusnacht gegeben wurde. Eine seltsame Sache! Eines der am Fuße dieses damals von hölzernen Butiken umgebenen Turmes liegenden Häuser, das Lecamussche, sollte eines der Geschehnisse aufkeimen sehen, welche diese Nacht des Niedermetzelns vorbereiteten, die dem Calvinismus unglücklicherweise mehr zum Vorteil gereichte, als verhängnisvoll ward. Im Augenblick, wo diese Geschichte anhebt, versetzte die Kühnheit der neuen Religionslehren Paris in Gärung. Ein Schottländer namens Stuart hatte gerade den Präsidenten Minard, jenes der Parlamentsmitglieder, ermordet, welchem die öffentliche Meinung die größte Schuld an der Höllenstrafe des Rates Anne von Bourg beimaß. Auf dem Grèveplatze war er nach dem Kleidermacher des seligen Königs, den Heinrich der Zweite und Diana von Poitiers in ihrer Gegenwart auf die Folter hatten spannen lassen, verbrannt worden. Paris war so überwacht, daß Häscher Vorübergehende zwangen, vor der Madonna zu beten, um die Ketzer ausfindig zu machen, die sich widerwillig dazu herbeiließen oder eine Handlung, die ihrer Überzeugung entgegen war, gar verweigerten.

Die beiden Häscher, welche die Ecke des Lecamusschen Hauses innegehabt hatten, waren eben fortgegangen; also hätten Christoph, des Kürschners Sohn, der in dem lebhaftesten Verdachte stand, dem Katholizismus abtrünnig zu werden, ausgehen können, ohne fürchten zu müssen, daß sie ihn der Jungfrau Bild anbeten ließen. Um sieben Uhr abends brach im April 1560 die Nacht herein. Als die Lehrlinge keinen Menschen mehr unter den Lauben der rechten und linken Straßenseite gehen sahen, trugen sie die zur Auswahl ausliegenden Waren hinein, um Laden und Haus zu schließen. Christoph Lecamus, ein feuriger zweiundzwanzigjähriger junger Mann, stand auf der Türschwelle und war anscheinend damit beschäftigt, die Lehrlinge zu beaufsichtigen.

»Herr,« sagte einer von ihnen zu Christoph, auf einen Mann hindeutend, der mit unentschiedener Miene unter der Galerie auf und nieder schritt, »das ist vielleicht ein Dieb oder ein Spion; auf jeden Fall aber kann dieser Lumpenkerl kein anständiger Mensch sein: wenn er etwas Geschäftliches mit uns zu sprechen hätte, würde er offen zu uns treten, statt hinundher zu schwänzeln, wie ers tut . . . Und welch eine Miene er macht!« fügte er, den Unbekannten nachäffend, hinzu. »Wie er die Nase in seinen Mantel steckt! Welch ein gelbes Auge, welch eine Hungerleidermiene er hat!«

Als der also von dem Lehrling geschilderte Unbekannte Christoph allein auf der Ladenschwelle sah, verließ er schnell die entgegengesetzte Laube, unter der er lustwandelte, kam quer über die Straße, trat unter den Laubengang des Lecamusschen Hauses und erreichte den jungen Mann, den Laden entlang gehend, ehe die Lehrlinge noch zurückkehrten, um die Fensterläden zu schließen.

»Ich bin Chaudieu!« sagte er mit leiser Stimme.

Als Christoph den Namen eines der berühmtesten Diener und der ergebensten Schauspieler des schrecklichen, die Reformation genannten, Dramas hörte, zitterte er wie ein treuer Bauer, seinen verkleideten König erkennend, gezittert haben würde.

»Ihr wollt vielleicht Pelze sehen? . . . Wiewohl es beinahe Nacht ist, will ich Euch selber welche zeigen«, sagte Christoph, um die Lehrlinge hinters Licht zu führen, als er sie in seinem Rücken hörte.

Mit einer Handbewegung forderte er den Prediger auf näher zu treten; der aber erwiderte ihm, daß er sich lieber draußen mit ihm unterhalten wolle. Christoph holte seine Mütze und folgte dem Schüler Calvins.

Wiewohl er durch ein Edikt verbannt worden war, kam und ging Chaudieu als geheimer Bevollmächtigter Theodor von Bézas und Calvins, die von Genf aus die französische Reformation leiteten, indem er der grausamen Todesstrafe trotzte, zu der im Einverständnis mit Kirche und Königtum das Parlament, um ein schreckliches Exempel zu statuieren, eines seiner Mitglieder, den berühmten Anne von Bourg, verurteilt hatte. Dieser Prediger, der einen Hauptmann, einen der besten Soldaten des Admirals Coligny, zum Bruder hatte, war einer der Arme, womit Calvin Frankreich zu Beginn des zweiundzwanzigjährigen Religionskrieges, der damals gerade vorm Aufflammen stand, aufrüttelte. Dieser Prediger war eines jener heimlichen Triebwerke, durch welche man sich die riesige Aktion der Reformation am besten zu erklären vermag.

Chaudieu ließ Christoph auf einem unterirdischen Wege, ähnlich der Arche Marion, die vor etwa zehn Jahren zugeschüttet ward, an den Rand des Wassers hinabsteigen. Diese Passage lag zwischen dem Lecamusschen und dem Nachbarhause, befand sich unter der alten Kürschnerstraße und hieß die Fellhändlerbrücke. In Wirklichkeit war sie dazu da, daß die Färber der Altstadt ihre Garne, ihre Seiden und ihre Stoffe waschen konnten. Eine kleine Barke lag dort, von einem einzigen Schiffer bewacht und geführt. Am Bug stand ein Unbekannter von niedriger Statur; er war sehr einfach gekleidet. In einem Augenblick war die Barke inmitten der Seine, der Schiffer lenkte sie unter einen der Holzbogen der Wechslerbrücke, wo er sie hurtig an einem Eisenring festmachte. Noch hatte niemand etwas gesprochen.

»Hier können wir ohne Furcht reden, hier gibt's weder Spione noch Verräter«, erklärte Chaudieu, die beiden Unbekannten anschauend. »Seid Ihr voll jener Ergebenheit, welche Märtyrer beseelen muß? Seid Ihr bereit, um unserer heiligen Sache willen alles zu erdulden? Habt Ihr Furcht vor den Höllenstrafen, welche des seligen Königs Schneider und der Rat von Bourg erlitten haben und die der meisten von uns harren?« fragte er Christoph, ihm ein strahlendes Antlitz weisend.

»Ich werde mich zum Evangelium bekennen«, antwortete Lecamus einfach, zu des Hinterladens Fenstern aufschauend. Die häusliche Lampe war auf den Tisch gesetzt worden, an welchem sein Vater zweifellos seine Handelsbücher wälzte, und erinnerte ihn mit ihrem Leuchten an die Familienfreuden und das friedliche Leben, worauf er Verzicht leistete. Es war eine schnell vorübergehende, aber vollkommene Vision. Der junge Mann umspannte mit seinem Blick dies Stadtviertel voll bürgerlicher Harmonie, wo seine glückliche Kindheit verstrichen war, wo Babette Lallier, seine Braut, lebte, wo alles ihm ein süßes und ausgefülltes Dasein vorhersagte. Er sah die Vergangenheit, sah seine Zukunft und opferte alles oder setzte zum mindesten alles aufs Spiel. So waren die Menschen jener Zeit.

»Gehen wir nicht weiter,« sagte der gebieterische Schiffer; »wir erkennen ihn als einen unserer Heiligen an! Wenn der Schottländer nicht den Streich geführt hätte, würde er den ruchlosen Präsidenten Minard getötet haben.«

»Ja«, sagte Lecamus. »Mein Leben gehört der Kirche, und mit Freuden geb ich es für den Triumph der Reformation her, über die ich ernsthaft nachgedacht habe. Ich weiß, was wir für das Glück der Völker tun. In zwei Worten: der Papismus führt zum Zölibat und die Reformation führt zur Familie. Zeit ist's, Frankreich von seinen Mönchen abzuraupen und ihre Güter der Krone zurückzugeben, die sie früher oder später der Bourgeoisie verkaufen wird. Für unsere Kinder und um unsere Familien eines Tages frei und glücklich zu sehen, wissen wir zu sterben.«

Des jungen Enthusiasten, Chaudieus, des Schiffers und des auf der Bank sitzenden Unbekannten Antlitz, erhellt von den letzten Gluten der untergehenden Sonne, bildeten ein Gemälde, das um so mehr beschrieben werden muß, als diese Beschreibung die ganze Geschichte jener Zeit umspannt, wenn es wahr ist, daß es gewissen Menschen gegeben ist, den Geist ihres Jahrhunderts in sich zusammenzufassen.

Die von Luther in Deutschland, von Johann Knox in Schottland, von Calvin in Frankreich angestrebte religiöse Reform bemächtigte sich hauptsächlich der unteren Volksklassen, die ihr Gedanke durchdrungen hatte. Große Herren unterstützten diese Bewegung nur, um Interessen zu dienen, die der religiösen Sache fremd waren. Mit diesen verschiedenen Parteien verbanden sich Abenteurer, ruinierte Edelleute und die jüngeren Söhne, die nichts zu verlieren hatten.

Bei den Handwerkern aber und den Leuten vom Handel war der Glaube aufrichtig und basierte auf Berechnung. Die arme Bevölkerung hing sofort einer Religion an, welche dem Staate die Kirchengüter zurückgab, welche die Klöster kassierte und der Kirche Würdenträger ihrer ungeheuren Einkünfte beraubte. Der ganze Handelsstand überschlug die Wohltat dieser religiösen Handlung und weihte sich ihr mit Körper, Seele und Börse. Bei den jungen Leuten des französischen Bürgertums aber begegnete die Predigt jener edlen Lust an Opfern jeglicher Art, welche die Jugend beseelt, die keinen Egoismus kennt. Hervorragende Männer, durchdringende Geister – und auf solche stößt man stets inmitten der Massen – errieten die Republik in der Reformation und wollten in ganz Europa die Herrschaft der vereinigten Niederlande errichten, die endlich in ihrem Kampfe gegen die größte Macht dieser Zeit, gegen Spanien, das von Philipp dem Zweiten regiert und in den Niederlanden vom Herzoge von Alba repräsentiert ward, triumphierten. Jean Hotoman brütete damals über seinem diesen ganzen Plan enthaltenden berühmten Buche, das in Frankreich den Sauerteig dieser Ideen bildete, die von der Liga von neuem aufgenommen, von Richelieu und dann von Ludwig dem Vierzehnten unterdrückt wurden, mit den Nationalökonomen, mit den Ezyklopädisten unter Ludwig dem Fünfzehnten aber wieder auftauchten. Stets von den Seitenlinien der Königsfamilie unterstützt, 1789 vom Hause Orleans wie von dem Hause Bourbon 1589 protegiert, brachen sie sich unter Ludwig dem Sechzehnten Bahn. Wer sich zur Prüfung bekennt, bekennt sich zur Empörung. Jede Empörung aber ist entweder der Mantel, unter welchem sich ein Fürst verbirgt, oder die Windel einer neuen Herrschaft. Das Haus von Bourbon, die jüngeren Söhne der Valois, rührten sich auf dem Hintergrunde der Reformation.

In dem Momente, wo die Barke unter dem Bogen der Wechslerbrücke schwamm, war die Frage durch den Ehrgeiz der Guisen, die mit den Bourbonen rivalisierten, seltsam verwickelt worden. Konnte die Krone, die dreißig Jahre lang von Katharina von Medici repräsentiert ward, auch den Kampf bestehen, wenn sie die einen gegen die anderen ausspielte? Später aber lag die Krone, anstatt von mehreren Händen hin und her gezerrt zu werden, ohne durch eine Schranke geschützt zu sein, vor dem Volke, denn Richelieu und Ludwig der Vierzehnte hatten die des Adels niedergekämpft, Ludwig der Fünfzehnte die des Parlaments niedergerissen. Wenn ein König dann allein dem Volke gegenübersteht, wie es Ludwig der Sechzehnte tat, muß er immer unterliegen.

Sehr gut repräsentierte Christoph Lecamus den hitzigen und hingebungsvollen Teil des Volkes: sein bleiches Antlitz hatte jene grelle und lebhafte Hautfarbe, die bestimmte blonde Menschen auszeichnet. Seine Haare spielten ins Messinggelb. Seine graublauen Augen funkelten; nur in ihnen spiegelte sich seine schöne Seele, – denn sein schlecht umrissenes Gesicht verdeckte die Unregelmäßigkeit seiner etwas dreieckigen Kopfform nicht, – mit jener edlen Miene, welche Menschen von Erziehung sich zu geben wissen. Seine niedrige Stirne kündigte nichts als große Energie an. Nur in seiner etwas eingefallenen Brust schien das Leben seinen Anfang zu nehmen. Mehr Nervenmensch als Sanguiniker bot Christoph dem Blick eine aderige, magere, aber feste Fleischlichkeit dar. Seine spitze Nase verriet volkstümliche Schlauheit, wie seine Physiognomie auf eine Intelligenz schließen ließ, die wohl imstande war, sich auf einen Punkt im Umkreise zu konzentrieren, ohne die Fähigkeit zu besitzen, dessen Spannweite zu überblicken. Seine Augen, deren bogenförmige, kaum mit weißem Flaum bedeckte Braue wie ein Wetterdach vorsprang, wurden von einem blaßblauen Bande lebhaft eingekreist. Leuchtend weiß schimmerten sie an der Nasenwurzel, was fast immer auf eine maßlose Exaltation hindeutet. Sehr wohl konnte Christoph das Volk darstellen, das sich hingibt, das kämpft und sich täuschen läßt; geistig genug war er, um eine Idee zu begreifen und ihr zu dienen, allzu vornehm, um einen Nutzen aus ihr zu ziehen, und zu edelmütig, um sich zu verschachern.

An Ehren Lecamus' einzigen Sohnes Seite stellte Chaudieu, jener hitzige, durch Nachtwachen abgezehrte Prediger mit braunen Haaren, mit gelber Hautfarbe, der kriegerischen Stirne, dem beredten Munde, den braunen Flammenaugen, dem kurzen edlen Kinn sehr wohl jenen Christenglauben vor, welcher der Reformation so viele fanatische und ehrliche Seelenhirten zuführte, deren Geist und Mut die Völker entflammte. Calvins und Theodor von Bézas Adjutant stach wunderbar gegen den Kürschnersohn ab. Wahrlich stellte er die lebendige Ursache dar, deren Wirkung sich an Christoph zeigte. Besser würde man sich den anfeuernden Führer der Volksmaschinen nicht vorstellen können.

Der Schiffer, ein ungestümer, in frischer freier Luft gebräunter Mann, der im Tau der Nächte und bei den Feuern des Tages gestählt war, mit geschlossenem Munde, der schnellen Geste, dem Orangeauge, das hungrig ist wie das eines Geiers, und mit den schwarzen krausen Haaren stellte gut den Abenteurer dar, der alles an eine Sache setzt, wie der Spieler sein Vermögen auf eine Karte. Alles an ihm offenbarte schreckliche Leidenschaften und einen Mut, der vor nichts zurückweicht. Seine zähen Muskeln waren wie geschaffen, um ebensowohl Schweigen zu gebieten, als auch zum Reden zu bringen. Er besaß eine mehr kühne als edle Miene. Seine stolze, wiewohl schmale Nase trachtete nach Kampf. Zu jedweder Zeit hätte man ihn für ein Parteihaupt gehalten. Hätte es damals keine Reformation gegeben, würde er Pizarro, Ferdinand Cortez oder Morgan der Würger, irgendeine gewalttätige Natur gewesen sein.

Der auf einer Bank sitzende, in seinen Mantel eingehüllte Unbekannte gehörte augenscheinlich der höchsten Gesellschaftsklasse an. Die Feinheit seiner Wäsche, der Schnitt, der Stoff und der Duft seiner Kleidung, Form und Leder seiner Handschuhe deuteten auf einen Hofmann, so wie seine Pose und Kühnheit, seine Ruhe und sein Blick den Krieger verkündeten. Sein Anblick wirkte sofort beruhigend und forderte zum Respekt heraus. Man respektiert einen Menschen, der sich selbst respektiert. Klein und bucklig, wie er war, machte sein Anstand im Nu die Nachteile seiner Gestalt wett. War das Eis einmal gebrochen, so besaß er eine frohe Entschiedenheit und eine unbeschreibliche Munterkeit, die ihn jedem liebenswert machte. Er hatte blaue Augen, die Hakennase des Hauses Navarra und den spanischen Schnitt jenes so stark akzentuierten Gesichtes, welches der Typ der Bourbonenkönige werden sollte.

Kurz, die Szene gewann eine ungeheure Bedeutung.

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