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Kasper Ohm un ick

John Brinckman: Kasper Ohm un ick - Kapitel 15
Quellenangabe
typenarrative
booktitleKasper Ohm un ick
authorJohn Brinckman
publisherHamburger Lesehefte Verlag
addressHamburg
isbn3-87291-128-7
titleKasper Ohm un ick
pages3-11
created20000530
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1855
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Dat wohrt' nu ok keen fiw Minuten, dunn kem min Öhme richtig mit Eichoarivus Knallerballer Seniur anslept. De Herr Perfesser kem direkt von sin Smökers her, in sinen graugelen Gottfried, in Pampuschen, de wittwullen Strümp hoch bet æwer de Knee ruppe treckt un sin Slapmütz up 'n Kopp, un sehg dörchut nich erbaut von de Examnatschon ut, de he wedder mal eens anstellen süll.

»Kik Er mal hierher, Herr Perfesser!« säd Kasper-Ohm un hüll Spirrfixen dat een vull Emmer ünner de Näs. »Rüken deit dat nich, ond nu möt Er ok mal prowen, Herr Perfesser! Brammig smeckt dat nich, man fett smecken don deit dat!« – Un dormit strek min Öhme den Herrn Perfesser sinen instippten Finger dörch de Mund. – »Fulwater is dat nich, ond nu frag ick Em, Herr Perfesser, wat dat Naphtha is oder wat dat keen Naphtha is? Er mot dat weeten, Herr Perfesser, denn Griechsch is dat, ond wenn dat Griechsch is, dennso hürt dat mit to der Eloquentsch, ond denn ward Er dat ok weten, Herr Perfesser! Ond dat dat Naphtha in der Welt gewen don deit, dat hett Er mi jo all eben verklort hatt in sin eegen Hus, ond denn mag min Süster Illsche ehr Jonge am En'n recht kriegen. Hal Er mal de leddig Sprittonn ut den Spiker, Jonge, ond denn pomp Er de ok noch vull, dat der Herr Perfesser dat min sin eegen Ogen sehn deit ond sin Verklorung dor æwer afgewen kann.«

De Herr Perfesser sehg ut, as hadd he 'ne Quadux æwerslaken, un wenn dat von dat Naphtha nich kem, denn mücht dat jo woll de Nahsmack von minen Ohme sinen dicken Dollenfinger sin. He würd æwersten mächtig parplex utsehn, as ick nu de Sprittunn, wo de en Bodden von ut wir, vör sin eegen Ogen vullpumpen ded. Dunn läd he sinen knækern Vörfinger an sin rammsnutige Näs'.

»Ei ja!« säd he, »Herr Kapidän! Ischt tas aber em indressanter Fall! Freilich bringt die Nadur schtellenweise Naphtha hervor, und da ich selbst eine dief einschneidende Untersuchung iper den heiligen Veschtatienst bei den alten Remern angeschtellt und evident dargetan habe, daß das Öl, welches die heiligen Veschtalinnen Dag und Nacht zu Ehren der Kettin ter Kaischheit prannten, Naphtha gewesen sein dürfte, und da ferner, wie ich kleichfalls darzudun mich pemihte, Naphtha, sive bidumen liquitum, sive Bedroleum, vulgo Schteinöl, auch Pedriöl, nicht nur an den Geschtaden des Marekaspium, sondern auch am Vesuvio selber und weiter in denen Helvetischen Landen, in Ungarn und Bayern, ja sogar in unsrer eigenen unmiddelparen Nähe, im Kurferschtendum Hannover, vorkommt, so nehme ich keinen Anschtand zu behaupten, die Meglichkeit, in unsern eigenen Landen Naphthaquellen aufzufinden, sei gegeben. Meine Ansicht habe ich weitleiftig in einem Brokramm targelegt, welches ich als Tekan der Fakuldät die nadali Serenissimi Suerinensis der Effentlichkeit iperkab, und würde der Herr Kapidän Latein verschtähn, kennte derselbe leicht die Iperzeigung gewinnen, daß schon bereits vor mehr tenn zweitausend Jahren Numae Bombilii demporipus Naphtha, vulgo Schteinöl, in Gebrauch war. Eine ardäsische Pohrung würde den vorliegenden Fall nach meiner unmaßkäblichen Meinung nur weiter konschtadieren und eine kämische Prifung ihn außer Frage schtellen. Geschtatten Sie mir, ihnen aus nachparlicher Freundschaft zu winschen, daß der so peispiellos klicklich entteckte Quell sich als ein unversiegbarer erweisen werde. Sie sind bereits ein wohlhabender Mann, Herr Kapidän! Aber der Reichtum, der aus einer solchen Quelle fließen möchte, iperschteigt die kihnste Perechnung.«

Kasper-Ohm stünn eenen Ogenblick ganz verblüfft dor. He kek den Herrn Perfesser deepsinnig an, un dunn led he em de een Ballastschüffel up de Schuller, un dorbi let em dat as den riken Mann, de noch toletzt dat grot Los in de Lotterie gewinnen müßt, gor nich mal insett't hadd un dat achterher doch man sin eegen Klokheit toschrew, wat he de rechte Nummer von sinen Vetter arwt hadd.

»Herr Perfesser!« säd he dorup, »Er hett woll tofällig keenen artemisischen Bohrer bi de Hand? Abersten, Herr Perfesser, wann sick der Sot dor as eene unversiegelte Quelle rutstellen deit, denn kann mi der Tran ok stahlen warden, de mi in Kristiania ut de Näs' gahn is, dennso günn ick dat minen Swager nich mihr as girn un willig!« Dunn röp dor æwersten mit eens wat baben ut de een apen Spikerluk von minen Ollen sinen Spiker rünner, un dat was min Oll sülben:

»Dat ward dor ünnen in dinen Senksot doch woll am Enn nix nich wider as min Tran sin, Kasper, de dor rinne gahn is. Mi is hier baben, mark ick man eben, een hel Fatt æwer Nacht utlopen, un nu, dat ick nahspör, finn ick man, wat de Tran dörch de Dackrönn sick rute funnen hett un dörch de bleckern Trummel, wo de Rönn von nah dinen Sot rinne geiht, rein wegleckt is.«

Na, dunn würd jo nu Kasper-Ohm utsehn, as hadd em wen von achterto unversehens linksch un rechtsch an de langen Lepels slahn.

»Wat schüll dat sin?« schreg he un kek nah minen Ollen ruppe. »Din Tran schüll dat sin? Hest du viellicht vör Däu un Dag' in den Tran peddt, oder hest du dat nich, Michel? Herr Perfesser! Hört Er? Hett Er dat hört? Tran skall dat sin! Schpook skall dat sin, segg ick! Herr Perfesser, prow Er dat noch mal eens, wat dat Tran is oder wat dat keen Tran is! Tjusend Skepslast Tievel, Herr Perfersser! Hett Er mi tüm Buern, oder hett Er dat nich? Ond wann der Eloquentsch nich dorto döggt, Tran von Naphtha to onderscheden, dennso will ick Em man seggen, wat do ick denn mit der Eloquentsch? Ond wenn Er denn noch een grotes Bok æwer de Naphtha schriwen deit, denn skall mi dat nich wondern, wenn de Keshocker dat achterher mit grön Seep utklareert. Donder ond Blixen noch mal to, Herr Perfesser! Wurto bruk ick Em denn, Her Pefesser? Nix för ungod, Herr Perfesser!«

Un dormit böhrt' min Öhme in sin Raasch' den eenen Fot up, un ick dacht all bi mi: Nu kriggt Spirrfix eenen vör den Achtersteven von em! Man ihre ick mi versehg, hadd de dat vull Spritvittel ümstött, dat de Tran æwer den ganzen Hoff un æwer den Herrn Perfesser sin Pampuschen löp, so dat der Herr Perfesser lut upschreg:

»Ei Herr Cheses! Herr Kapidän!« – un dunn in de Hoffdör rinne un ut de Husdör rute glitscht; denn hadd wen bi de feine Gelegenheit richtig in den Tran peddt, dennso wir dat de Herr Perfesser; ick taxiert dat man so, wat he ok sin beiden Strümp bet an de Enkels ruppe vull hewwen müßt.

»Du büst jo woll rein nich klok, Kasper!« röp min Oll wedder von baben dal. »Minen schönen Tran!«

Kasper-Ohm kek æwersten voßwild nah em ruppe un schreg:

»Wat geiht mi din verdammte Tran an? Wat güttst du em up minen eegen Hoff ut!« Un dormit fohrt' he ok nah de Hoffdör rinne un slög de achter sick to, dat dat man orig so bang! säd.

Gretenwäschen un ick sammelten æwersten mit Kellen un Töllers dat up, wat noch von den Tran to bargen wir, in de Sprittunn wedder rinne, un ick pumpt' den Sot nahsten in uns' eegen Emmers ganz af, so dat dor bi den Tran achterher nich vel up dat Verlustkonto kamen ded, un dat wir wedder de lütt Druppen Pöttenblot in mi, dat ded ick ut min eegen Heeten, dorto wir ick vel to nährig.

Dat nu den Pott mit den Herrn Professor ok dat tweet Ühr afstött wir, dat wardt ji woll begripen, Kinnings! Dat ierst wir all in Kasper-Ohmen sin Ogen fleuten gahn, as mi Spirrfix up de Eloquentsch examneeren süll un mi ümmer fragen ded, wat ick nich weeten ded, un dat wir jo keen Kunst nich. Kasper-Ohm güng nu nich länger mihr mit Herr Professer Dokter Knallerballer an den Strann un up den Wall spazieren; he hadd dat Vertrugen to de Eloquentsch verloren, wil dat se nich Naphtha von Tran to ünnerscheiden verstünn.

Man de Pott de süll sülben noch so intwei gahn, dat keen Kätelflicker em je wedder beknütten künn. Wir Kasper-Ohm up den Herrn Perfesser nich mihr got spreksch, denn wir ick sülben dat ierst recht nich. Minen Ollen sin Tran, de up Kasper-Ohm sinen Hoff so schändlich verspillt wir, de wir nu Tran up de Lamp von minen Antipatho gegen den Gurkenfreter ut Stoppelsachsen, un de Docht würd fingerlang uttreckt dörch Eikater, so dat he sick wedder in 'n richtigen Brand ringlæsen ded.

Kort un got, ick kam mal wedder de Koßfellerstrat dal, dunn steiht dor Eikater vör dat apen Finster, versteiht sick mit de göttlichen Tialogen in de Hand.

Ick stünn dunn still un säd to em:

»Wo geiht dat eenmal to, dat du di nich eenmal wedder up de Strat sehn lettst, Eicha? Du kannst nu woll all ganz moi Türksch, wat denn?«

Donn böhrt' Eikater æwersten den groten Waterkopp von sinen sworen Horatschio up, dreigt mi sin Stück Löschpapier von Gesicht to un glotzt mi an. »Ei ja!« säd he dunn. »Bischt tu tas, Antreesch? Ich werde nie wieder zu dir gehn noch mit dir gehn. Der Babba hat gesagt, du seist ein ingenium muldiblex. Non fidum est ingenium muldiblex – hat der Babba gesagt. Geh du mir nur fort mit teinem dirkischen Itiom! Ich habe nur zwei Worte davon bei mir behalten Tüt – ütletüt und vüt – ütlevüt – oter wie tas alberne Kewäsch sonst heißen mag, und als ich dem Babba die beiden Wörter vorschsprechen gemußt, da hat der Babba gesagt, das sei iperall kein Dirkisch und wiese auf keinerlei semidischen Schtamm hin. Das sei eine biffelköppische Lausewenzelei, hat der Babba gesagt, und du seist ein ingenium muldiblex! Ja, ja, das hat der Babba wirklich gesagt, und das heißt, da du ja nicht einmal die partes orationis in lingua latina kennst und ich tir es daher wohl ipersetzen muß, soviel als: ein recht hinterlistiger Charakter, dem man pei Leibe nich iper ten Weg drauen tarf, und somit täte ich besser, tir aus tem Wege zu gehn, und tas tue ich nicht mehr als gerne; denn tu dreibst doch nichts als Allodria, und aus tir wird in tiesem ganzen Leben kein Schtutierter, geschweige denn ein Professor. Ja, ja, das hat der Babba gesagt, Antreesch!«

»So?« säd ick. »Hat der Babba tas gesagt! Na, denn is dat ok man recht got, denn möt ji woll mal eens gelegentlich wedder bepottkest warden, un denn möt ick dat woll mal eens to Verännerung un to beter Verständnis mit sick sülben multiplizieren, wenn ick doch multiplex bün, denn helpt dat woll nich! – wat denn? so unnod as ick dat ok don do.«

Eikater slög æwer dat Finster bums! to un güng mit sin Kikero nah achter. Na, dat een Wuurt hadd ick jo nu nich seggen müßt, man dat een Wuurt, von dat Bepottkesen, meen ick; denn nu würd dor nix ut, un sünst wir dor sacht noch wat ut worden; an minen goden Willen leg dat nich, un billig wir dat Vergnögen ok man. Eikater hadd jo woll sinen Ollen von min wohlriechenden Absichten wat steken, genog, mi würd Abend vör Abend uppaßt, ahn dat ick dor man ok de Laus von ne Ahnung von hadd. Nu was dat grad Maanschin, un so künn jo den Ogenblick keen Red nich dorvon sin, Spirrfixen mit de Odekolong von Keshocker Triebeseßen unner de Näs' to gahn. Ick hadd jo natürlich dorbi min Principio nich ut de Ogen sett't: man blot sick nich kriegen laten! un so töwt ick denn gedüllig dat letzte Maanviertel af. Morn is de Maand weg – säd ick to mi – dat Richtigst æwersten is, du peilst di iersten dat Fohrwater 'n beten af, wat dor ok ne Verännerung vör sick gahn is, dat du nich uplopen deist. Un so slek ick mi denn so hento negen nah Knallerballer sinen Süll ruppe un kek dörch de Ritz von den Finsterladen. Licht stünn dor richtig in de Studierstuw; man Eikater set nich dor un de Professor ok nich. I, denk ick bi mi, wat heet dit? Süllen se all in de Achterstuw sin æwer ehr Swärtchens, denn se eten männigmal acht Dag' achter 'nanner middags un 's abends nix nich anners as Swärtchens mit Klütchens, as de Fru Professorin dat min Ollsch ok mal anempfahlen hadd, dat wüßt ick, un dat bedüdt' suer Klümp mit brad'te Swinsswortenwörpels.

Man den sülstigen Mojemang rögt sick dat unner mi un hadden mi twee Poor Hänn ut de apen Kellerluk, de unner dat Finster wir, so fast anfat't, dat ick mi nich rögen künn, un unnen in den Keller hürt ick dat ropen:

»Hollen S' em man jo god fast, Fru Professerin! Ick heww em all richtig fat't.«

»Hast du ihn, Drina? Ei so halt ihn auch!« kriescht de Fru Professorin. »Laß nur nicht los, Drina! Ich halt ihn schon am linken Fuß!« – Un dunn fahrt ok all Spirrfix ut de anlehnt Husdör rute un dat up mi los.

»Hab' ich dich endlich erwischt, Pube!« schreg he un föt mi mit sin' knækern Fingern in dat Nackhoor. »Nun werde ich tir mit dem Pfeifenrohr den Dext ementieren

»Laten S' dat Spaßen sin, Herr Professer!« schreg ick.

Man Spirrfix hadd mi all eenen mit sin Pipenruhr reckt.

»Herr Professor!« schreg ick dunn. »Sall dat Se Ehr Iernst sin?«

»Ei freilich«, schreg de Herr Professer, »ist das mein pittrer Ernscht, du abscheulicher Gassenpube du! Da nimm auch ten noch, du pebelhafter Frachtfuhrmannsjunge du!«

»Dunnerwetter, Herr Professer!« schreg ick dunn wedder.

Rimps! slög æwer Spirrfix wedder to.

De Herr Professer hadd mi nu jo in dat Nackhoor fat't un drückt' mi mit all sin beten Murr, de he mustern künn, mit den Kopp gegen den Finsterladen. Trina, Spirrfixen sin Kæksch, hüll fast, wat se man künn, un de Fru Professerin, de minen linken Been fat't hadd, röp:

»Gib ihm's nur kleich dichtig, Eichar!«

Ick glöw, Trina hadd mi am leewsten furtst nah den Keller rinne treckt, man dat dor isern Krüztrallichen vör dat Lock wiren. Na, dunn hülp dat jo nu nich. Not kennt kein Gebot, un so langt' ick denn ok eens üm mi mit den richtigen Ballaststädenfäschen, un swapps! flög Spirrfixen sin Brill midden in de Strat rin.

»Warte, du verwetterter Frachtfuhrmannsjunge du, werd ich es dir jetzo aber geben!«

Man dat een Wuurt hadd nu wedder de Herr Professer nich seggen müßt, wenn he sick richtig besunnen hadd.

»Frachtfohrmannsjonge?« röp dat dunn mit eens achter uns von de Strat ruppe. »Wurans Frachtfohrmannsjonge, Harr Perfesser?« un dat was Kasper-Ohm, de von dat Kleverjaß ut »Nurwegen« Haben binnen wullt hadd un nu to üns nah den Süll ruppe steg.

Dunn let Spirrfix mi los, un den Ogenblick nehm ick nu wohr un knep de Fru Professern in de Hänn, dat se Ach un Weh schrigen un in den Keller trüggfohren ded, un dunn schrammt' ick Trina eens mit den Hacken æwer de Knæwel, dat se upkriescht: »De verfluchtige Jung hett mi den Dumen intweibraken, Fru Professerin!« – un ok loslet. De Herr Professor sprüng nu æwer als 'n Kiwitt geg 'n Kuhnhahn gegen Kasper-Ohm up un schreg:

»Ei nun ja, Herr Kapidän! Ich habe mich leider einmal genötigt gesähn, dem verwetterten Frachtfuhrmannsschlingel da durch ein terbes argumentum ad hominem zu einem richtigen Verständnis einmal seiner eigenen gesellschaftlichen Schtellung, zweitens zu mehrerer Erwecklichkeit seines inneren sittlichen Menschen und trittens endlich in meinem und der Meinigen eigenem Interesse die Augen zu effnen!«

»Ick heww Herrn Professern gor nix dan hatt!« schreg ick. »Ick heww nich an sin Laden kloppt, un wenn he meent, wat ick sin Husdörklink wat andan heww, denn so süll he dor irst an rüken, ihre he dorup so lossleiht, un süll lewersten man nich lang' noch sinen eegen Sæhn dat anschünnen, wat dat hier bi üns to Lann all man büffelköppschen Lausangelkram is. Je!«

»Holl den Schnabel, Jonge!« säd dunn Kasper-Ohm. »Holl den Schnabel, segg ick, oder ick slah di eenen Schimannsknuppen in dinen Käkelrem! Schad üm den Slag, de an die vörbigeiht, Jonge! Man abersten, Harr Perfesser, nix för ungod! Frachtfohrmannsjonge? Wurans Frachtfohrmannsjonge? Wat meent Er dormit? Is dat min Süster Illsche ehr Jonge, oder is dat nich min Süster Illsche ehr Jonge? Hett Er sick ok woll vergrepen in der Person, Harr Perfesser, wil dat hie man schummerig up de Strat is ond sick dat Minigte van dat Dinigte ond dat Dinigte van dat Minigte nich so richtig onderscheeden lett, dat man sick dorvan afsweren kann?«

»Ei freilich ist es der Antreesch, Herr Kapidän!«

»Dat is mi leef, Harr Perfesser! Dat is, wat ick man blot ierst weten wullt heww. Eene morganatische Ogenverstukung liggt hier also nich vor. Dat is min Süster Illsche ehr Jonge. Dat is keen Frag nich, wat er dat is, ond wann er dat is ond wann er een Frachtfohrmannsjonge sin sall, dennso is, wat sin Vader is, wohrschinlich een Frachtfohrmann, ond denn bün ick sülm woll finaliter in Sin Ogen ok een Frachtfohrmann, Harr Perfesser? Denn ick bün den Jongen sin Ohm ond ok een Kaptein. Den Jongen sin Vader fohrt up den ›Poseidon‹, ond ick fohr up de ›Anna Maria Sophia‹, wat een Fastgälljaß is ond keen Frachtwagen mit sæben Kracken dorvor. Hett een Frachtwagen eenen Chronometer an Bord, oder hett er dat nich? Wet een Frachtfohrmann wat een Oktant is? Versteiht een Frachtfohrmann de Logoriphenroeknung, ond kann een Frachtfohrmann de Latituden van den Kanker finden ond dor ruppe führen mit sin sæben Kracken – hi – ha – ho – hott! Harr Perfesser? Ond um Vergewung, Harr Perfesser, wann Er sülben sick ok up de gesamte Konjugatschionierung mitsamst de Periphrastick ond Peripatetick verstahn don deit, versteiht Er sick etwan up de unregelmäßige Deklinatio van de Magnetick, wann er sülben an den Helm stellt würd bi nachtslapende Tid an Bord van een Fastgälliaß, sæben Strichen onder de Tropik, wur de fleegende Hollander sinen Schpook driwen deit? Kann Er dat, Harr Perfesser, ond ondernimmt Er sick dat, oder abersten kann dat viellicht een Frachtfohrmann?«

»Aber, mein pester Herr Kapidän, davon is ja ieperall nicht die Rede!« säd Knallerballer.

»Jawoll is dorvon de Red, Harr Perfesser, ierst recht is dat! Ond wat ick nu noch to seggen heww, dat is so vel nich mihr; dat is bald geseggt, ond denn gahn wi in Fründschaft voneen ond laten dor Gras æwer wassen. Süht Er, Harr Perfesser, as een in de Forst rinne ropen deit, so schallt dat, ond wenn een dorin een Musketen afscheeten deit, dennso knallt dat, ond wann een mi mit sin Moskedonder eenen Frachtfohrmann vör de Kopp scheeten deit, denn dreibaß ick em eenen Schnæsel an den Hals, Harr Perfesser, ond wann Er dat nich weten schull, wat een Schnæsel is, Harr Perfesser, denn so mag Er sick dornah ümdon in Sinen sworen Horatschio ond mang Sin bannigsten Klimaxen, ond denn besinn Er sick dor mal up, Harr Perfesser, ihre Er nah Gripswold geiht, wat in den Hondestall von de Eloquentsch ok Brod is. God Nacht ok, Harr Perfesser!«

Dat wir jo nu 'n wohres Glück för Spirrfixen, dat he to Micheli ut min gefährliche Nahwerschaft rute kem. All wat ick wet is, dat Professer Dokter Aschenpüster nah em Dickbahn von de Eloquentsch up dat Witte Kollegium würd.

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