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Kaleidoskop

Anna Croissant-Rust: Kaleidoskop - Kapitel 12
Quellenangabe
typenarrative
booktitleKaleidoskop
authorAnna Croissant-Rust
year1921
firstpub1921
publisherThespis-Verlag
addressMünchen
titleKaleidoskop
pages289
created20131101
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Diana.

Frau Grete Wiesmüller war eine geborene »von«, wenn man es ihr auch keineswegs ansah. Dadurch hatte sie von Anfang an ein gewisses Übergewicht in dem kleinen Ort, wohin sie sich verheiratet hatte. Außerdem war sie sehr musikalisch, sie spielte Zither und hatte eine prachtvolle Konzertzither mitgebracht. Ferner war sie auf die Leihbibliothek der nächsten Kreisstadt abonniert und machte kein Hehl daraus, daß sie ihre Sehnsucht gebieterisch nach der Großstadt drängte, daß sie dies Feldbürg, ihren jetzigen Aufenthaltsort, verabscheue, obwohl sie nachweislich vom Lande stammte, genau wie die andern Frauen Feldbürgs auch. Das alles zusammen brachte sie zwar in den Geruch einer etwas überspannten Person, gab ihr aber zugleich einen beträchtlichen Nimbus, besonders bei der Frauenwelt. Ja, die weiblichen Wesen gewöhnten sich daran, 277 darnach zu sehen, ob Frau Grete Wiesmüller zu dem und jenem ein süßes oder ein säuerliches Gesicht zog, um herauszuorakeln, ob sich etwas schicke oder nicht schicke. Frau Grete Wiesmüller war die Stimmgabel für den guten Ton. Sie nützte ihre bevorzugte Stellung jedoch nicht aus, denn sie war keine Gewalt und keine Feuernatur, eher stolz bescheiden auf ihre Gaben, wenn ihr auch viele eine verborgene, tiefe und schwärmerische Glut zusprachen.

Nämlich die Frauen wollten längst herausgewittert haben, daß Frau Grete lieber Umgang mit Männern gepflogen hätte als mit den in Betracht kommenden Damen. Da sie den Verkehr mit Frauen tunlichst mied, lag es bei der ihr angeborenen Wissenschaft von dem, was sich schicke und nicht schicke, nah, daß sie auch auf den Umgang mit Männern verzichtete. Ihre Bescheidenheit hielt sie scheinbar davon ab, gewiß auch ein Mangel an Selbstvertrauen, vielleicht bebte sie zuguterletzt vor ihren eigenen Gluten zurück. Ohnedem war sie durch ihr Äußeres gerade nicht prädestiniert, ausschließlich mit Männern zu verkehren.

Ein paarmal hatte der jeweilige »Herr«, der bei Apotheker Pepi Wiesmüller als Provisor amtierte, sich in der Rolle des Liebenswürdigen versucht und sich 278 dem Madonnenscheitel Frau Gretens genähert, ohne den gewünschten Eindruck machen zu können.

Sie wechselten häufig, die jungen Herrn, denn der Chef, Pepi Wiesmüller, ließ alle Register aufgespeicherter derber Schärfe, die bei der starren, wohlerzogenen Bestimmtheit Frau Gretens nicht gedeihen konnte, über seine »Herrn« spielen, wodurch nicht immer ein idealer Zustand in den unteren Räumen der Apotheke herrschte. Kein Wunder, wenn der Herr Provisor lieber in die rätselhaft verschwimmenden, etwas hervorquellenden Augen der Frau Chefin, wie in die schillernden Mausaugen des Herrn Chefs gesehen hätte.

Frau Grete vermied es, in die Lage zu kommen, sich nach der Richtung des jeweiligen Provisors hin Grundsätze anschaffen zu müssen, sie hatte ja ihren Takt und ein gewisses Männerideal im Busen, das sich von den Herrn »Provisorn« sehr wesentlich und gänzlich von Herrn Pepi Wiesmüller unterschied. Ganz gewiß sprach nicht zu der jungen Männer Gunsten, daß sie sich von dem Chef unterkriegen ließen. Äußerlich glichen sie stets mehr oder minder dem ältlichen Pepi, ihrem Gatten, hatten durchaus nichts Dämonisches und nichts von dem verruchten Zauber der Großstadt, 279 deshalb kamen ihre Besuche für Frau Grete nicht in Betracht. Sie fand, es schicke sich nicht, fremde junge Männer in den oberen Räumen zu empfangen, während ihr Gatte berufshalber an die unteren gefesselt war.

Frau Grete las viel und mit Auswahl. Für Tovote und Herzog schwärmte sie, aber auch den übrigen Herrschaften der »Woche« brachte sie helle Begeisterung entgegen. Zauberten sie ihr doch ein so wahrheitsgetreues, glänzendes Bild der großen Welt hin, von der sie träumte! Von den Helden der Salons, den Löwen der Großstadt, von deren Männlichkeit sie auf dem Papier mit Schaudern Kenntnis nahm. Aber sie hatte nicht nur ihre glutvoll sehnsüchtigen, sie hatte auch ihre elegisch-träumerischen Stunden. Dann floh sie mit ihrer Zither in den Erker, und oft tönten dort bestrickende Weisen bis tief in den Abend hinein.

Vor einiger Zeit war ihr die Zither nicht mehr genügend gewesen zum Ausdruck ihrer schwärmerischen Bedürfnisse. Sie hatte sich der Religion und damit dem schwarzgelockten Aushilfskaplan und mit ihm auch Gottes Natur genähert. Sie fand eine große Befriedigung in einsamen Spaziergängen, und da der kleine, dürftige und etwas kränkliche eheherrliche Apotheker 280 für Promenaden nicht in Betracht kam, teilte sie der für Gottes Natur innig entzündete Kaplan. Frau Grete wurde nun immer strenger in ihren Ansichten. Sie ging nicht etwa mit dem Kaplan durch den Ort oder auf der Landstraße, das schickte sich nicht, sie traf ihn draußen im Wald. Sie hätte es auch nicht für passend gefunden, den Aushilfskaplan einzuladen, – Pepi Wiesmüller hatte nicht die Ehre seiner Bekanntschaft – aber als er nach kurzer Zeit wieder abberufen wurde, nahm sie gern und freudig seine schöne Hündin Diana als Andenken an die Stunden reiner Freuden und der Stärkung im sittlichen Gefühl. Diana sollte sie von jetzt ab auf ihren einsamen Gängen treu begleiten, und sie tat es. Frau Grete wurde um das schöne junge Tier fast ebenso sehr beneidet wie um den Umgang mit dem schwarzgelockten Kaplan. Und sie fühlte es und ging demütig ihrer Wege und doch voll herben Stolzes.

Es fügte sich, daß der Herr der Apotheke einen neuen Provisor bekam, vor dem Frau Grete bis ins Innerste ihrer Seele erschrak. Sie hatte seit langem die Bücher aus der Leihbibliothek ruhen lassen, obwohl das Geld kostete, sie hatte »Die Woche« nicht gelesen, denn der Umgang mit dem Kaplan hatte ihr Grundsätze 281 eingepflanzt. Nun kam sie ins Wanken und war bis in ihre Grundfesten erschüttert. Hier war der Held aus der Großstadt, hier war das dämonische Wesen, das Frau Grete zitternd und fürchtend ersehnte. Groß und stattlich, besonders in der Gegend unter der Magengrube, stand er, die Hände unter dem Jackett, breitbeinig – welche Beine! – vor der Apotheke und lachte laut und überlegen. Ein paar wuchtige Schmisse fuhren dem Dämon über das Gesicht wie rötliche Schlänglein. Frau Grete erschauerte, aber der Mann aus der Großstadt gewahrte es nicht. Wochenlang ging er an ihr vorüber, ohne das aus Angst, Grauen und heißer Bewunderung gemischte Gefühl auch nur im entferntesten zu ahnen, das er bei ihr »erzeugt« hatte.

Dann wurde der ehemalige Korpsstudent, der selbst einen breitspurig daherstapfenden stattlichen Boxer besaß, auf die schöne Diana aufmerksam und so nebenbei auch auf die Herrin. Die bekannten Schuppen fielen ihm von den Augen, und er lächelte sie weltmännisch an. So oft er nun in der Folge seine Chefin mit Diana erblickte, sagte er mit verschlossenem Gesicht und einer tiefen Verbeugung: »Groß ist die Diana der Epheser.« Sah ihn Frau Grete hilflos und dabei schicklich streng an, beteuerte er: »Es ist von Goethe, Gnädigste!« 282 Frau Grete blinzelte, und da sie nichts mehr fürchtete, als die Grenzen ihrer Bildung zu verraten, ging sie mit stummem Nicken und einem hochgeröteten Nacken an ihm vorüber. Sofort beteuerte er hinter ihr drein: »Es steht auch im Römerbrief, nein, Apostelgeschichte 19, 28, da wissen Sie doch gewiß Bescheid, Frau Apotheker?«

Ein andermal flötete er, seinen Bierbaß meisternd, sobald er sie mit Diana sah: »Schön ist die Diana der Apotheke!« Dabei schaute er unverwandt in Frau Gretens Augen.

»Das ist nicht von Goethe, das steht auch nicht in der Apostelgeschichte, das ist von mir!«

Die Atmosphäre der Großstadt, des heißgeliebten, gefürchteten Unbekannten stürzten über die geborene »von« herein. Sie hatte Tränen in den Augen, Tränen der Fassungslosigkeit und der Sehnsucht. Daß diese Atmosphäre sich steigern, ja sogar die ganze Stimmung in und um die Apotheke rasend in die Höhe schnellen könnte, hatte Frau Grete niemals zu denken gewagt. Und doch geschah es.

Eines Morgens hob sie den Vorhang am Erker, wo sie auf der Zither gespielt hatte, ehe der Mann aus der Großstadt in ihr stilles, reines Leben gekommen 283 war. Fast mit einem Schrei ließ sie die Gardine wieder fallen. Gräßlich! Die ganze Apotheke war belagert von Hunden und Hündchen: da standen sie unten, mit ungeduldigem, dringlichem, heiserem und langgezogenem Bellen oder mit verzweifeltem Heulen ihrer Sehnsucht Ausdruck verleihend. Diana lag neben ihr mit zitternden Flanken und winselte leise oder schaute demütig zu ihr auf. Frau Apotheker Wiesmüller begriff, und die Röte der Entrüstung und der Scham stieg in ihr leider nicht aristokratisch-bleich aussehendes Gesicht.

Es war skandalös! Hunde aller Größen und Arten, Hunde aller möglichen Herrn hatten sich eingefunden, streckten entweder die Köpfe durch das Eisengitter des Vorgartens, oder hatten die Pfoten hartnäckig auf den Sandstein der Einfassung gelegt, wenn sie nicht gar die Schädel über das Gitter hängen ließen.

Und immer wurden es mehr! Es war, als speie die Erde immer neue Hunde aus. Unmöglich, daß sie alle in Feldbürg »beherrt« und beheimatet waren! Das mußten die Hunde des ganzen Bezirkes sein! Die Leute konnten ja nicht mehr auf dem Gangsteig gehen, es wurde gelacht, geschimpft, gewitzelt. Ja, die Kunden trauten sich nicht einmal mehr in die Apotheke herein. 284 Doch der Provisor ermunterte laut, wie ein Ausrufer an einer Bude: »Keine Angst, nur hereinspaziert, meine Herrschaften!«

Oh dieser Provisor! Frau Grete erzitterte beim Ton seiner Stimme. In ihrem heißen und verwirrten Kopf war's, als habe er diese ganze liebedürstende Hundewelt hergezaubert ihr zur Schmach oder ihr zur Prüfung. Dabei schien's, als erheitere und erhelle sich seine Seele zusehends immer mehr und mehr. Er sang und pfiff und lachte und lag den ganzen Tag unterm Fenster. Das Gewimmel vor dem Hause wurde nicht weniger, im Gegenteil, immer mehr nach Liebe Lechzende liefen herzu, und das Bellen und Heulen wollte kein Ende nehmen.

Manchmal brach der Hausknecht, den der gefühllose und allen Anstands bare Pepi entsandt, wie ein Berserker aus dem Hintergrund hervor und verjagte die Meute mit einem dicken Knüppel. Dann war kurze Zeit Ruhe um die Apotheke.

Frau Grete atmete auf. Wenigstens sah's eine Weile anständig und schicklich aus. Dem Provisor dagegen verdüsterte die Ruhe das Gemüt. Die Festgesänge seiner feiertäglich und fröhlich gestimmten Seele verstummten und regten erst wieder schüchtern ihre Flügel mit 285 Erscheinen der ersten vorsichtig antrabenden Gäste, die ihm durch Streit und Geraufe die Zeit vertreiben halfen.

Diana war streng unter Frau Gretens Hut und wurde wie eine arme Sünderin von ihr, die dabei die Augen nicht aufzuschlagen wagte, in den Hof gezerrt und dort so lange umhergeführt, bis sie das erfüllte, was man von ihr bei diesem kurzen Ausgang erwartete.

Unter der wilden, undisziplinierten Schar vor dem Gärtchen der Apotheke trat ungeahnt ein merkwürdiger Umschwung des regellosen Benehmens ein. Es gab keine Tumulte, keine Streitereien und kein Geraufe mehr.

Die große gestreifte Dogge des Bäckers war plötzlich erschienen, hatte sich die Sache angesehen, und sie schien ihr nicht sonderlich zu gefallen. Mit krumm geneigtem Kopf betrachtete sich Bari das heulende, bellende und keifende Durcheinander und dachte sich: Diese Angelegenheit werde ich in die Hand nehmen, es paßt mir nicht, wie es ist.

Da Bari, die große Dogge, ein verkappter Organisator war, fing er sogleich an, Ordnung zu schaffen.

Vor allem duldete er nicht, daß die großen Kerle mit den brutalen Knochen, die, denen die Kleinen 286 zitternd aus dem Wege gingen, die andern, schwächeren oder gebrechlichen in den Hintergrund schoben, wenn sie sie nicht gar kurzerhand abbeutelten und in die Ecke schmissen. Hier war gleiches Recht für alle. Ein jeder durfte seiner Sehnsucht Ausdruck geben in seiner Art, ein jeder war berufen, ein jeder konnte auserwählt sein.

Da er weitaus der Größte und Stärkste war, wurde er nicht gehindert, gründlich zu organisieren. Er schob auf der Stelle die kleinen, zaghaften und wehmütigen Kläffer vor, die sich bisher nur ganz aus der Ferne zu schnobern hatten erlauben dürfen. Nun standen sie in erster Reihe, die Nasen auf dem Mauerstein, hinter ihnen rangierten die mittelgroßen, wozu auch der Boxer des Provisors gehörte, und zu hinterst standen die Großen. Er teilte die Plätze aus und wachte darüber, daß Rangordnung gehalten wurde.

Der Provisor mißbilligte durchaus Baris Tun. Des Bäckers Hund war nicht nach seinem Herzen, er war mehr fürs Draufgängertum, für stürmische Erlebnisse und freute sich, wenn Bari am Morgen fehlte, weil er den Brotwagen ziehen mußte.

Dann brach Meuterei und Anarchie unter den von Bari trefflich Organisierten aus, und besonders tat sich 287 sein Boxer hervor, der die kleinen Bewerber wie die Katzen schüttelte und hinwarf, daß ihnen das Konkurrieren für diesen Tag verging. Bari haßte den Boxer und hatte ihn schon mehr als einmal vom Liebesschauplatz vertrieben, ohne daß ihm die vollständige Entfernung des fetten Frechlings gelungen wäre.

Aber er wachte über ihm. Den Kopf hochgereckt lag Bari da, er war gesonnen, sein System bis aufs äußerste zu verteidigen. Alle fügten sich, nur der Boxer versuchte immer wieder zu revoltieren, wenn auch nur heimlich, denn Bari hatte die Kraft und die Gewalt für sich. Von oben betrachtete Frau Grete mit gerührtem und zugleich ein wenig melancholischem Wohlwollen Baris Tun. Er war so anständig! Er sorgte dafür, daß, soweit es ging, die Sache möglichst gut aussah. Es war ein ihr verwandtes Element in ihm, und dennoch, dennoch – wie täuschte sie sich in Bari!

Eines Nachmittags war es etwas stiller um die Apotheke geworden, und Frau Gretens Schicklichkeitsgefühl, das durch die muntere Teilnahme des Provisors schwer verletzt war, machte eben die ersten zaghaften Versuche, sich wieder aufzurappeln, leider um, von ihr ungeahnt, in eine furchtbare Krisis gestoßen zu werden.

288 Die Herrin führte Diana den gewohnten notwendigen Gang. Sei es, daß sie durch die augenblickliche Stille um die Apotheke in Sicherheit gewiegt war, sei es, daß sie sich durch Dianas demütige und unterwürfige Haltung hatte täuschen lassen, kurz, es geschah, daß die schöne Hündin sich mit einem Satz losriß und mitten unter den Bewerbern draußen stand. Nichts mehr von Unterwürfigkeit war in ihr. Einen Augenblick schaute sie um sich, erblickte Bari, der den Boxer über den Haufen rannte: Bari kam angestürmt, Bari war der Sieger, der Usurpator, Bari riß selbst alle Schranken der Organisation nieder. Frau Grete stand fassungslos und zerschmettert. Vor der Apotheke, auf der Straße, in der Öffentlichkeit, vor den Augen des dämonischen Provisors vollzog sich das Unschickliche.

Frau Gretens Blicke suchten vergebens die Erde zu durchbohren, ob sich nicht eine Öffnung bilden könnte, die sie in dieser furchtbaren Lage verschlinge, und dabei blieb sie, wie zur Salzsäule erstarrt, am Platze, anstatt schnell davon zu laufen! Zugleich fühlte sie, daß der Provisor neben ihr stand und ein ganz unbefangenes, tiefes, humoristisches Lachen lachte, das sie immer mehr verwirrte. Abwehrend streckte sie 289 zuerst eine Hand aus, dann hielt sie die Finger vor die Augen, ein kleiner Schirm gegen das empörende und unziemliche Schauspiel.

»Es schickt sich doch nicht,« stotterte sie, »die Diana des Herrn Kaplan und der Hund des Bäckers! Daß gerade mir das passieren muß!«

Hilflos blieben ihre Augen an den Augen des Provisors haften, auch nachdem ihr die Hand kraftlos herabgesunken war, schaute sie – ach, warum tat sie das? – noch immer starr nach dem Mann aus der Großstadt. »Schön ist die Diana der Apotheke,« sagte er weltmännisch und nachdenklich, warf der Ratlosen einen Blick zu und lachte, lachte übermütig. Dieser Blick und dies verruchte Lachen rissen Abgründe vor Frau Greten auf, Abgründe, in die sie, gelähmt vor Furcht, starrte, und in die sie sich, das wußte sie nun, über kurz oder lang würde stürzen müssen.

 


 

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