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Gutenberg > Hermann Löns >

Junglaub

Hermann Löns: Junglaub - Kapitel 31
Quellenangabe
typepoem
authorHermann Löns
titleJunglaub
publisherFriedrich Gersbach/Verlag
editorFriedrich Castelle
yearo.J.
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160523
projectidfc22fd5b
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Lebensfahrt

Der Nordwind streichelt die Wellen,
Die Grünwasser sinken und schwellen,
Die Sonne prallt goldig und heiß
Auf unsern lautjubelnden Kreis.

Mit Mädchen, vollblütig wie Rosen,
Starkarmige Frohburschen kosen,
Wein, Lachen und lauter Gesang
Und plätschernder Meerwellen Klang.

Ich sitze stumm in der Mitte,
Wie immer der paarlose Dritte,
Ich denke an Klippe und Riff
Und unser schwachplankiges Schiff.

Wildfremd noch waren sie gestern,
Und lieben sich heute wie Schwestern,
Und morgen im maigrünen Wald
Vielleicht die Pistole schon knallt.

Die Wasser sich dehnen und blähen
Um klippige, zackige Höhen,
Ein schriller, landsuchender Schrei,
Und Lachen und Lieben vorbei.

Ich einziger wurde gerettet,
Auf meerfeuchtem Sande gebettet,
Im Tang eine schneeweiße Hand –
Ich habe sie einmal gekannt.

Ich pfeife mein herzloses Liedchen;
Natur, du kühltest dein Mütchen,
Wer weiß, ob mich morgen nicht auch
Fortpustet ein giftiger Hauch.

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