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Gutenberg > Hermann Löns >

Junglaub

Hermann Löns: Junglaub - Kapitel 25
Quellenangabe
typepoem
authorHermann Löns
titleJunglaub
publisherFriedrich Gersbach/Verlag
editorFriedrich Castelle
yearo.J.
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160523
projectidfc22fd5b
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Wetterleuchten

Blutigrote Feuergarben
Schossen auf am Himmelsrand,
Zuckten, flammten und erstarben
Hinter grauer Wetterwand.

Langsam kochte das Gewitter –
Heute ward das Wetter reif,
Blitz und Donner – und in Splitter
Flogen Eichen, stolz und steif.

Andre Wetter seh' ich lohen
Unter der Gesellschaft Fuß,
Durch gedankenlosen, frohen
Maskentanz wie Todesgruß.

Wetterleuchten, da und drüben,
Arbeitsausstand, Straßenschlacht,
Von dem Hunger angetrieben
Sich der Weltenbrand entfacht.

Millionen Fäuste ballen
Sich nach oben grausenhaft,
Millionen Finger krallen
Fest sich um den Hammerschaft.

Blitz und Donner – auf die Tausend
Stürzt das Millionentier,
Geller Angstschrei, sterbensgrausend,
Hungerschrei voll Wut und Gier.

Zähneknirschendes Entthronen
Heulend durch die Länder zieht:
»Den Millionen die Millionen!«
Heißt das wilde Zukunftslied.

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