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Gutenberg > Hermann Löns >

Junglaub

Hermann Löns: Junglaub - Kapitel 21
Quellenangabe
typepoem
authorHermann Löns
titleJunglaub
publisherFriedrich Gersbach/Verlag
editorFriedrich Castelle
yearo.J.
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160523
projectidfc22fd5b
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Der Zigeuner

Wer reitet über gelben Sand
Auf ungesatteltem Fohlen?
Das ist der braune Zigeunerbursch,
Braunrößlein ist gestohlen;
Husaren jagen hinter ihm her,
Vor's Stuhlgericht ihn zu holen.

»Ich reite zu meiner Liebsten hin.
Meiner braunen Herzensfreude;
Braunrößlein ist das Brautgeschenk,
Das Brautbett ist die Heide.«

»Hurra, du hast zu früh gelacht,
Du frecher Zigeunerhund,
Du fährst auf graden Wegen
Dem Galgenholz entgegen
Zur ersten Morgenstund'.«

»Mein Vater starb am Galgenscheit,
Ich will's nicht besser haben,
Im blanken Totengräberkleid
Die lieben, treuen Raben
Die werden mich begraben.

Dann fliegt meine Seele so lustig, juchhei,
Ich weiß nicht wohin, ist mir auch einerlei,
Weiß kaum, ob ich eine habe,
Meinen Leib frißt Wurm und Rabe,
Und dann ist alles vorbei –
Oder auch nicht – das ist ganz einerlei.«

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