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Jean de La Fontaine: Fabeln

Jean de La Fontaine: Jean de La Fontaine: Fabeln - Der Hase und die Frösche
Quellenangabe
typefable
booktitleFabeln
titleDer Hase und die Frösche
authorLa Fontaine
publisherGeorg Westermann
year1965
pages31
senderhille@abc.de
copyright1995 abc.de Internet-Dienste (HTML-Text)
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La Fontaine

Der Hase und die Frösche

Ein Hase saß in seinem Lager und grübelte.

»Wer furchtsam ist«, dachte er, »ist eigentlich unglücklich dran! Nichts kann er in Frieden genießen, niemals hat er ein ungestörtes Vergnügen, immer gibt es neue Aufregung für ihn. Ich schlafe vor Angst schon mit offenen Augen. Das muß anders werden, sagt mir der Verstand. Aber wie?«

So überlegte er. Dabei war er aber immerwährend auf der Hut, denn er war nun einmal mißtrauisch und ängstlich. Ein Geräusch, ein Schatten, ein Nichts – alles erschreckte ihn schon.

Plötzlich hörte er ein leichtes Säuseln. Sofort sprang er auf und rannte davon. Er hetzte bis an das Ufer eines Teiches. Da sprangen die aufgescheuchten Frösche alle ins Wasser.

»Oh«, sagte der Hase, »sie fürchten sich vor mir! Da gibt es also Tiere, die vor mir, dem Hasen, zittern! Was bin ich für ein Held!«

Da kann einer noch so feige sein, er findet immer einen, der ein noch größerer Feigling ist.

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