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Alphonse Daudet: Jack - Kapitel 20
Quellenangabe
typefiction
authorAlphonse Daudet
titleJack
publisherVerlag von Neufeld & Henius
printrunZweite Auflage
yearo.J.
translatorW. Vollmann
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20151227
projectid9d16f389
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Neunzehntes Kapitel.
Der Heizer.

Wie ist es möglich, daß aus langen, mühevollen Tagen so kurze Jahre werden können?

Zwei Jahre ist es her, seit Zenaide sich verheiratet hat, und Jack der Held eines schrecklichen Abenteuers gewesen ist. Was hat er in diesen zwei Jahren gethan? Gearbeitet und sich gequält, um vom Lehrling zum Arbeiter emporzusteigen. Von dem Schraubstock ist er an den Amboß, später an den Hammer gekommen. Sein Geist und seine Hände sind darüber hart und schwielig geworden. Abends sinkt er erschöpft auf sein Lager und beginnt am anderen Morgen sein trost- und zielloses Dasein von neuem. Die Schenke verabscheut er seit jener denkwürdigen Fahrt nach Nantes; das Roudic'sche Haus ist still geworden. Herr und Frau Mangin wohnen in Pouliguen an der Küste und die Wohnung Roudic's erscheint öde, seitdem das derbe Mädchen fort ist.

Frau Roudic geht nicht mehr aus, sondern sitzt an ihrem Fensterplatz hinter dem herabgelassenen Vorhang; sie erwartet niemand mehr, sondern lebt gleichgültig und automatenhaft dahin. Nur Vater Roudic hat sich mit seinem guten Gewissen auch seine Heiterkeit bewahrt.

Irgend ein Ereignis giebt es in Jacks Leben kaum. Der letzte Winter ist sehr streng gewesen, die Loire hat große Verwüstungen angerichtet, fast die ganze Insel überschwemmt, ja ein Teil derselben hat vier Monate unter Wasser gestanden. Man hat in dem feuchten Dunst gearbeitet; Jack hat viel gehustet und ist oft im Krankenhause gewesen, aber das sind eigentlich keine Ereignisse. Von Zeit zu Zeit ist ein Brief aus Etiolles eingetroffen, welcher zärtlich klang, wenn ihm seine Mutter heimlich geschrieben hatte; sobald ihn aber der Dichter diktierte, fiel er kalt und gemessen aus. Jack hatte unter anderem erfahren, daß »Faust's Tochter« nun endlich vollendet und den Schauspielern des Théatre Français vorgelesen sei, daß diese Dummköpfe die Annahme einstimmig verweigert und sich infolgedessen ein sehr grausames Wort zugezogen hätten. Eine große Neuigkeit war auch die Versöhnung mit Moronval, der jetzt zur Tafel in Parva domus zugelassen wurde und Sonntags kleine »heiße Länder« in allen Farben mitbrachte, welche Mutter Archambauld sehr erschreckten.

Moronval, Maduh, das Gymnasium, wie weit lag das hinter ihm! Der Jack aus jener Zeit erschien ihm von viel feinerem Schlage und hatte dem hochaufgeschossenen, schmächtigen Burschen mit den roten Wangen, dem gekrümmten Rücken und den spitzen Schultern nichts mehr von seinen blonden Locken und seiner klaren rosigen Haut übrig gelassen.

So hatten sich also Herrn Rivals Worte bewahrheitet: Gesellschaftliche Unterschiede trennen.

Auch die Erinnerung an Rivals betrübte Jack. Trotz d'Argentons Mahnung hatte er dem ausgezeichneten Manne unendliche Dankbarkeit, der kleinen Cäcilie zarte Freundschaft bewahrt und ihnen alle Neujahr einen langen Brief geschrieben, aber schon zweimal waren diese Briefe unbeantwortet geblieben. Weshalb?

Nur ein Gedanke hält unseren Jack aufrecht:

»Erwirb Dir Dein Brot. Deine Mutter bedarf Deiner.«

Aber ach, der Lohn richtet sich nach der Geschicklichkeit und nicht nach dem guten Willen des Arbeiters, und Jack kann nicht, ihm fehlt der Sinn dafür. Und so erwirbt er mit siebzehn Jahren kaum drei Franken täglich, damit muß er Wohnung, Nahrung und Kleidung bezahlen. Das ist das goldene Handwerk! –

Und wenn ihm nun seine Mutter schriebe: »Ich komme, ich will bei Dir bleiben,« was dann?

»Siehst Du, kleiner Kerl,« sagte Vater Roudic, der den Lehrling noch immer so nennt, obgleich dieser ihm längst über den Kopf gewachsen ist, »Deine Eltern haben Unrecht gethan, nicht auf mich zu hören, Du bist hier nicht an Deinem Platze. Du wirst Dein Leben lang bei der groben Arbeit bleiben müssen und kaum Dein Brot dabei verdienen; ich würde mich an Deiner Stelle lieber in der Welt umsehen und mein Glück anderswo versuchen. Neulich war Blanchet, der Obermaschinist vom Cydnus in der Werkstatt; er sucht Heizer. Wenn Du Dich nicht vor dem Kesselraum fürchtest, so könntest Du es einmal versuchen. Du verdienst sechs Franken täglich, machst die Reise um die Welt und hast freie Wohnung, Kost und Heizung, potztausend ja, auch Heizung! Die Arbeit ist schwer, aber man schafft sie, denn ich bin zwei Jahre lang Heizer gewesen und gesund heimgekehrt. Soll ich an Blanchet schreiben?«

»Ja, Herr Roudic, es wäre mir lieb.«

Der Gedanke an die hohe Löhnung und die Reiselust, die noch aus seiner Kindheit infolge von Maduhs und Doktor Rivals Erzählungen herrührte, bestimmten ihn, Heizer zu werden.

An einem Julimorgen, genau vier Jahre nach seiner Ankunft, reiste er von Indret ab.

Wie schön war der Tag!

Vom Deck des kleinen Dampfbootes aus, auf dem Jack neben dem ihn begleitenden Vater Roudic stand, war die Aussicht überwältigend schön. Nach jeder Drehung der Schaufel wurde der Fluß breiter und drängte die Ufer zurück, um für die Mündung soviel Platz, als möglich, zu gewinnen. Rechts lag St. Nazaire mit seinem Häusergewirr, dem Turm auf der Höhe dahinter und dem sich weit ins Meer erstreckenden Hafendamm. Dahinter strebte ein dichter Mastenwald empor. Am Damm stiegen sie aus und erfuhren, daß der große transatlantische Dampfer Cydnus in drei Stunden abginge und schon seit dem gestrigen Abend auf der Außenreede liege. Dies ist das einzige Mittel, die Mannschaft beisammen zu halten, wenn man nicht noch im letzten Augenblick alle Winkel von St. Nazaire durch die Polizei absuchen lassen will.

Jack und sein Begleiter fanden also keine Zeit mehr, die Stadt zu betrachten, welche heute vom Marktgewühl erfüllt war. Matrosen aller Länder, Bürger und Arbeiterfrauen hasteten durcheinander, und der Koch des Cydnus kaufte noch zuguterletzt einige Vorräte ein. Von ihm erfuhr Roudic, daß Blanchet an Bord und wütend sei, weil ihm noch ein Heizer fehle.

»Beeilen wir uns, kleiner Kerl, sonst kommen wir zu spät.«

Sie sprangen in ein Boot und fuhren durch den von Schiffen wimmelnden Hafen. Endlich waren sie draußen und fuhren an der Mole entlang, an deren äußerstem Ende der Cydnus qualmte und auf die Flut wartete.

Ein kleiner, dürrer, beweglicher Mann in Hemdsärmeln und Tressenmütze rief Jack und Roudic an, deren Boot eben am Dampfer anlegte. Aber im Tumult der Einschiffung verhallten seine Worte. Es war Blanchet, der Obermaschinist, von seinen Leuten der »Südländer« genannt:

»Kommst Du endlich, Du Schuft?« schrie er in seinem schauderhaften, südlichen Dialekt. »Ich habe schon geglaubt, Du würdest mich im Stiche lassen.«

»Daran bin ich schuld, mein Alter,« versetzte Roudic, »ich wollte den kleinen Kerl begleiten und hatte gestern keine Zeit.«

»Donnerwetter, Dein kleiner Kerl ist hübsch groß, wir werden ihn doppelt zusammenlegen müssen, damit er in der Heizerkammer schlafen kann. Nun zu, kommt rasch herunter, ich will ihn einführen.«

Sie kletterten eine kupferne Wendeltreppe mit schmalem Geländer hinab, dann kam noch eine und noch eine.

Jack, der noch nie einen »Transatlantischen« gesehen hatte, war erstaunt über die Größe und Tiefe. Man stieg in einen dunklen Abgrund hinab. Die letzte Leiter führte in den Maschinenraum, ein wahrer Schwitzkasten, den feuchte, schwere Hitze und starker Ölgeruch zu einem fast unerträglichen Aufenthaltsort gestalteten. Hier herrschte rege Thätigkeit. Die Maschinisten und ihre Gehülfen kamen und gingen, besichtigten die Maschine noch einmal, ob sie sich auch leicht und genau bewegte.

Hinter dem Maschinenraum lag ein kleiner, dunkler Gang eingezwängt.

»Die Kohlenkammer,« sagte Blanchet auf ein gähnendes Loch in der Mauer zeigend.

Neben dieser Höhle befand sich eine zweite, in welcher eine Schiffslaterne elende Lagerstätten und Kleidungsstücke beleuchtete. Hier schliefen die Heizer. Jack schauderte bei dem Anblick; der Moronval'sche Schlafsaal, die Dachstube bei Roudics waren Paläste dagegen.

»Hier, der Heizraum,« fügte der Südländer hinzu und stieß eine niedrige Thür auf.

Denkt Euch ein langes, glühendheißes Gewölbe, das von dem rötlichen Schein von zwölf geheizten Kesseln erleuchtet wird. Halbnackte Männer, mit schweißtriefenden Gesichtern versorgen die Glut, schüren das Feuer und leeren die Aschkästen.

»Hier ist Euer Mann,« sagte Blanchet zu dem Oberheizer und stellte ihm Jack vor.

»Er kommt gerade zurecht,« sagte dieser beinahe ohne den Kopf zu wenden, »ich brauche jemand für die Aschkörbe.«

»Mut, kleiner Kerl,« meinte Vater Roudic und schüttelte seinem Lehrling kräftig die Hand.

Sogleich machte sich Jack an die Asche. Sämtliche Überreste von Schlacke und Kohle werden in Körbe gefüllt, nach dem Verdeck gebracht und ins Meer geschüttet. Die Last ist schwer, die Leitern steil und der Zugwind entsetzlich. Nach dem dritten Aufstieg fühlte Jack seine Knie wanken und stand kraftlos neben seinem Korbe, als einer der Heizer ihm eine Branntweinflasche hinhielt.

»Nein danke, ich trinke nicht,« erwiderte Jack.

Der andere begann zu lachen.

»Du wirst schon trinken.«

»Niemals,« entgegnete Jack, hob mit Aufbietung aller Kräfte den schweren Korb auf den Rücken und stieg mutig hinauf. –

Das Deck bot jetzt einen malerischen, bewegten Anblick dar.

Ein kleines, mit Reisenden besetztes Dampfboot legte sich eben neben den gewaltigen Dampfer. Während die Einschiffung vor sich ging, lehnte Jack mit seinem geleerten Korbe an der Schanzkleidung und betrachtete die Ankommenden. Besonders eine Mutter mit ihrem Kinde fiel ihm auf und erinnerte ihn lebhaft an Ida und den kleinen Jack. Die junge in eine breitgestreifte, mexikanische Zarape gehüllte Frau verriet sich durch ihr selbständiges Auftreten als Seemanns- oder Soldatenfrau, und der in einen englischen Matrosenanzug gekleidete Knabe glich zum Verwechseln dem hübschen Enkelsohn des Lord Peambock. Als sie an Jack vorbeigingen, wichen beide ein wenig zur Seite und das seidene Kleid wurde sorgsam gerafft, um die rußigen Kleider des Heizers nicht zu streifen, und er verstand diese Bewegung sehr wohl.

Ein provencalischer Fluch und ein derber Faustschlag ins Genick unterbrach die Träumerei.

»Verdammter Hund von einem Heizer, willst Du wohl machen, daß Du auf Deinen Posten kommst?«

Es war der Südländer, der jetzt die Runde machte; und Jack stieg beschämt über die soeben erlittene Demütigung hinab. Während er die Leitern wieder herunterkletterte, ging ein Leben durch das Schiff, die Maschine setzte in regelmäßigen Stößen ein und die Schraube begann sich zu drehen; man fuhr ab.

Da unten war die Hölle.

»Komm hierher,« sagte der Oberheizer.

Jack stellte sich vor einen dieser flammenden Rachen, die ihm bei dem Schwanken des Schiffes noch gewaltiger erschienen; die Glut mußte unterhalten, von Asche befreit und unaufhörlich geschürt werden. Die Arbeit wurde für ihn, der das Meer nicht kannte, noch gefährlicher durch die heftigen Stöße der Schraube und das Schlingern und Schwanken, welches ihn jeden Augenblick in die Flamme zu schleudern drohte.

Dennoch arbeitete er unverdrossen weiter, aber nach einer qualvollen Stunde fühlte er sich fast blind, taub und von dem aufsteigenden Blut erstickt; er folgte dem Beispiel der anderen und stürzte schweißtriefend unter den Luftschacht, durch den die frische Luft in Strömen vom Deck herniederdringt. Ah, das that gut; aber fast in demselben Augenblick überlief ihn ein eisiger Schauer; der mörderische Luftzug drohte ihn zu ersticken.

»Die Flasche!« schrie er mit rauher Stimme dem Heizer zu, der ihm vorhin zu trinken angeboten hatte.

»Hier Kamerad, ich wußte, Du würdest wiederkommen.«

Er that einen langen Zug und bald durchströmte behagliche Wärme seinen ganzen Körper; die aber endlich in ein heftiges Brennen in der Magengegend ausartete, und um dieses innerliche Feuer zu löschen, trank er wieder; Feuer außen und innen, so lebte er fortan.

Und nun begann ein tolles traumartiges Dasein, welches drei Jahre dauerte. Drei volle Jahre mit einförmigen Tages- und Jahreszeiten in der Hundstagshitze des Heizraumes.

Er durchschiffte unbekannte Zonen mit schönen, vollklingenden Namen, er sah weder den azurblauen Himmel, noch die blühenden, grünen Inseln. Wenn er die überladenen Aschenkörbe geleert hatte, sank er erschöpft am Strande nieder, oder flüchtete sich in irgend eine Winkelschenke, dort fand er andere Heizer, Engländer, Malayen, Nubier, und da man sich nichts zu erzählen wußte, trank man. Als Heizer muß man trinken, das erhält die Kräfte aufrecht.

In diesen dunkelen Abgrund warf nur der Gedanke an seine Mutter einen leuchtenden Schimmer.

Währenddessen wuchs die Entfernung zwischen ihm und ihr. Seine Briefe wurden immer seltener, als kämen sie aus immer ferneren Gegenden; diejenigen Charlottes erwarteten ihn an den Hafenplätzen und erzählten ihm soviel Absonderliches, Gleichgiltiges, daß er sie nur um der darin enthaltenen Zärtlichkeit willen las. So lange sie aus Etiolles kamen, erzählten sie nur Kleinigkeiten aus d'Argentons Leben; dann verkündeten sie die Übersiedlung nach Paris.

»Wir sind jetzt im Mittelpunkt des geistigen Lebens,« schrieb Charlotte, »Herr d'Argenton hat den Bitten seiner Freunde nachgegeben und ist nach Paris gezogen, um hier eine philosophische Zeitschrift zu gründen. Ich helfe ihm dabei, augenblicklich schreibe ich »Fausts Tochter« ab. Du bist glücklich daran, mein Kind, daß Du diesen Aufregungen fern bleiben kannst. Du mußt sehr gewachsen sein, mein Jack, schicke mir Deine Photographie.« Einige Zeit nachher fand Jack in Havanna ein Packet mit seiner Adresse »Jack von Barancy, Heizer an Bord des Cydnus«. Es war die erste Nummer von

»Die Rassen der Zukunft.«
Vicomte d'Argenton, Chefredakteur.

Was wir sind und was wir sein werden Die Redaktion.
Fausts Tochter, Prolog Vicomte d'Argenton.
Die Erziehung in den Kolonieen Evariste Monroval.
Der Arbeiter der Zukunft Labassindre.
Heilung durch Wohlgerüche Dr. Hirsch.
Eine Frage an den Direktor der großen Oper L ...

Der Heizer durchblätterte mechanisch diese Sammlung von Albernheiten und als er die Namen seiner Peiniger alle beisammen sah, überkam ihn plötzlich Zorn und Entrüstung und er rief, die Fäuste ballend: »Ihr Elenden, was habt Ihr aus mir gemacht?« Aber das ging wie ein Blitz vorüber, der Heizraum und der Alkohol bändigten den Zorn sehr bald.

Es war eigentümlich, je mehr sein Geist einschlummerte, desto kräftiger, widerstandsfähiger schien sein Körper zu werden. Sein Schritt war fest, seine Arbeitskraft im Rausch, wie in der Nüchternheit dieselbe, so hatte er sich an das Gift gewöhnt. Gegen alle Gefahren seines Berufes abgestumpft, ertrug er mit derselben Gleichgiltigkeit stürmische und heitere Fahrten und lebte wie in einem wirren Traum dahin.

War der entsetzliche Stoß, welcher in einer Nacht, als der arme Heizer schlief, den ganzen Cydnus erschütterte, auch ein Traum? Waren die heftigen Schritte, das schrille Geläut der elektrischen Klingeln, das Schreien und das plötzliche Anhalten der Schraube nur ein Traum? Seine Gefährten rufen, schütteln ihn: »Jack, Jack,« er springt empor.

Im Maschinenraume steht das Wasser schon zwei Fuß hoch. Das Steuer ist zerbrochen, die Quadranten sind umgestürzt, die Laternen erloschen. Man ruft und sucht sich in der Dunkelheit und Nässe. »Wer ist hier? Was ist geschehen?«

»Ein Amerikaner ist gegen den Cydnus angerannt! Wir sinken, rette sich wer kann!«

Oben auf der Leiter, welche die Heizer und Maschinisten umdrängen, erscheint der Südländer, den Revolver in der Faust.

»Dem ersten, der sich rührt, zerschmettere ich den Schädel. An die Kessel, zum Teufel, und tüchtig gefeuert, die Küste ist nahe!«

Jeder begiebt sich auf seinen Posten und arbeitet mit dem Mute der Verzweiflung. Im Heizraum ist es furchtbar, gelber, erstickender Qualm dringt aus den überfüllten Feuerungen und dabei steigt das Wasser trotz der Pumpen. Glücklich diejenigen, die dort oben in freier Luft sterben können! Nun ist es zu Ende; die Pumpen versagen den Dienst, das Feuer erlischt. Das Wasser reicht den Heizern bis an die Schulter und jetzt ruft der Südländer selbst mit Donnerstimme:

»Rette sich wer kann, meine Jungen.«

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